Unser Schulkonzept
Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung sind als Ganztagsschulen konzipiert, zum Einen wegen des integrierten therapeutischen Angebots von Physiotherapie und Ergotherapie, zum Anderen, um den Eltern eine pflegerische Entlastung anzubieten.
Die Schulzeit beginnt mit einer Eingangsklasse, umfasst somit fünf statt vier Grundschuljahre, insgesamt also elf Schulbesuchsjahre. Bis zu zwei Jahre kann die Schulzeit verlängert werden, z.B. um der Berufsschulpflicht bis zum 18. Lebensjahr nachzukommen oder dem verlangsamten Lernen Rechnung zu tragen. Es gibt kein Sitzen-Bleiben; für jeden Schüler und für jede Schülerin wird ein individueller Förderplan erstellt, der die Grundlage für das Arbeiten in einer angemessenen Lerngruppe darstellt. In den Klassenteams arbeiten verschiedene Fachkräfte aus unterschiedlichen Berufsgruppen zusammen, d.h. Sonderschullehrer / -lehrerinnen, Fachlehrer / -lehrerinnen, Krankenschwestern, Kinderpflegerinnen und Zivildienstleistende / Mitarbeiterinnen im Freiwilligen Sozialen Jahr.
Im Mittelpunkt der Förderung steht nicht alleine der Unterricht. Ziel ist auch die Entfaltung der ganzen Person. Das soziale Lernen und die Erziehung zur Selbstständigkeit, die u.a. durch häufige ein- oder mehrtägige Unternehmungen gefördert werden, liegen uns sehr am Herzen.
Mit der schulärztlichen Betreuung sind ein Orthopäde der Universitätsklinik Münster sowie eine Kinderärztin befasst, die das Gesundheitsamt der Stadt Münster hierfür beauftragt hat. Mindestens einmal pro Jahr werden die Schülerinnen und Schüler vorgestellt und gemeinsam mit den Eltern beraten.
Als öffentliche Schule gibt es die Schule für Körperbehinderte - heute Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung - erst seit wenig mehr als dreißig Jahren. Unsere Einrichtung in Münster war die erste Schule für Körperbehinderte des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe.
Zunächst als Grund- und Hauptschule konzipiert, veränderte sie schnell ihr Gesicht. Die Schwerst- und Mehrfachbehinderten sowie körperbehinderte Kinder mit Lern- und geistigen Behinderungen kamen hinzu. Im Laufe der Jahre lernten wir immer neue Behinderungsbilder kennen. Es werden auch Kinder mit gravierenden psychischen Beeinträchtigungen oder Hirnfunktionsstörungen aufgenommen, die in anderen Schulen nicht zurecht kommen. Dies verlangt von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein hohes Maß an Flexibilität. Dadurch ist die Arbeit aber auch abwechslungsreich und interessant.
Mit
der Erstellung eines Schulprogramms stellen wir unsere Arbeit mit ihrer
Konzeption und Zielsetzung auf eine breite Basis. Die verschiedenen Beiträge
finden allesamt sich hier auf den verschiedenen Seiten unserer Homepage in
aktueller Form. Die neuesten Erlasse, Richtlinien, Vorgaben zur
Schulprogrammarbeit finden sich auf dem NRW-Bildungsserver learn:line
unter der Internet-Adresse
www.learn-line.nrw.de/angebote/schulprogramm.