Pause in Bewegung - Pausenspielaktionen

Betrachtet man den Bereich der Pause genauer, so ist festzustellen, dass sich den Schülern mannigfaltige Spiel- und Erholungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb des Schulgebäudes bieten. Das gesamte Erdgeschoss dient in den Pausen als Pausenraum, auf dem Schulhof gibt es ebenfalls verschiedene Spielangebote und Spielgeräte.

Während der Pausen ist jedoch zu beobachten, dass trotz des vielfältigen Angebotes eine Reihe von Schülern orientierungslos ist und keine Vorstellung davon hat, wie die Pause aktiv gestaltbar sein könnte. Damit die Schüler in Zukunft ihre Pausenzeiten und somit auch die Freizeit selbstständiger in die Hand nehmen können, müssen sie Möglichkeiten dazu kennen lernen. Das „Spiel entwickelt sich durch Interaktionsprozesse zwischen Schülern und Umwelt, die vom Lehrer angeregt werden und in die er sich einbezieht. (...) Mit den sich entwickelnden Interessen und Fähigkeiten der Schüler gewinnt das Spiel immer größere Bedeutung als Möglichkeit der Freizeitgestaltung.“ (Lehrplan + Materialien GB, 1982, 93).

Mit dem Pausenspielangebot soll vorrangig für all jene Schüler ein Ausgleich zu den Unterrichtszeiten geschaffen werden, die bisher ihre Pausen ideenlos verbringen. Natürlich dürfen auch interessierte Schüler mit eigenen Spielvorstellungen an der Spielaktion teilnehmen. Die Schüler sollen innerhalb der Pausenspielaktion verschiedene Spielideen kennen lernen, die es ihnen auf Dauer ermöglichen, alleine oder in der Gruppe eine aktive, selbstbestimmte Pause zu verbringen. Das jeweilige Spielangebot orientiert sich an den Voraussetzungen und dem Interesse der Mitspieler.

Das Pausenspiel wurde bei uns im August 2000 ins Leben gerufen und stellt für die Schüler eine beliebte Bereicherung des Pausenalltags dar. Mittlerweile ist es möglich, drei gestaltete Pausen pro Woche wahrzunehmen.

Für die Spielaktionen konnten mit Unterstützung des Fördervereins ein Spielewagen und ein Grundstock an Spielmaterialien angeschafft werden, die ausschließlich dem Pausenspiel zur Verfügung stehen. Die Materialien für das Spielangebot werden im Fahrradschuppen gelagert, der auch den Treffpunkt für die Spielaktionen bildet. Zu Beginn der Pause wird dort ein auffälliges, mit Bildern gestaltetes Hinweisschild mit Aufforderungscharakter angebracht, das die Schüler an das Spielangebot erinnert.

Ausbaumöglichkeiten der Pausengestaltung:

·   Austausch der beteiligten Kollegen

·   kontinuierliches Angebot für jeden Tag

·   Einbeziehung der Oberstufenschüler z.B. Ausbildung interessierter Schüler zu „Spielhelfern“ im Rahmen einer AG