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Ambulante |
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Bereits seit Längerem besteht an der Regenbogenschule die Möglichkeit zur ambulanten Sprachtherapie durch die logopädische Praxis Huck aus Münster. Die Praxis arbeitet tiergestützt anerkannt nach den Richtlinien des Berufsverbandes Therapiebegleithunde Deutschland e.V. Wo der professionelle Einsatz des Therapiebegleithundes sinnvoll ist, wird dieser genützt.
Die gesamten logopädischen Behandlungsbereiche sind wie folgt:
o Mundmotorik: Die Beweglichkeit und Lenkung der Zungen, Lippen, Wangen (Mundmotorik) werden gefördert. Die Muskulatur wird je nach Bedarf gekräftigt oder entspannt. Auch das Abbauen von eventuell noch vorhanden frühkindlichen Reflexen wird hier berücksichtigt. Auch Lähmungen und/oder Spastiken werden hier behandelt.
o Orofaciale Wahrnehmung: Eine gute Wahrnehmung im Mund- und Gesichtsbereich ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung der Mundmotorik und die Bildung der Sprachlaute. Eine Über- oder Unterempfindlichkeit, sowie ein zu weit nach vorne verlagerter Würgereflex gehören zum Spektrum dazu.
o Schluckstörungen/Störungen der Nahrungsaufnahme: Die Nahrungsaufnahme sowie das Trinken können durch Probleme in der Mundmotorik- und/oder Wahrnehmung erschwert oder gar unmöglich sein. Das korrekte Abbeißen, Kauen und Schlucken, sowie das Trinken aus verschiedenen Gefäßen gehören zu dieser Behandlung dazu. Auch der Übergang von pürierter zu fester Nahrung wird berücksichtigt.
o Aussprachestörungen: Wenn Sprachlaute nicht oder fehlerhaft gebildet werden, muss dies behandelt werden. Sowohl für die Verständlichkeit, als auch für das Lesen und Schreiben ist dies sehr wichtig.
o Sprachentwicklungsprobleme: Sowohl das Verstehen der Sprache (Aufträge, Geschichten, Erklärungen etc.), als auch die Sprachbildung (Wortfindung, Wortschatz, sich erklären, Geschichten erzählen, Bedürfnisse formulieren, verhandeln etc.) finden hier ihren Platz. Nicht nur für das Lernen, auch für die Kommunikation und damit für die Entwicklung der sozialen Kompetenzen ist die Sprachentwicklung sehr wichtig.
o Dysgrammatismus: Hierzu gehören Probleme des Satzbaus, der Mehrzahlbildung, der Verben, des Akkusativ, des Dativs etc. Auch diese sind ein wichtiger Bestandteil der gesamten Sprachentwicklung und hat sehr viel mit dem Erkennen von Regeln und Reihenfolgen in der Sprache (Serialität) zu tun.
o Auditive Wahrnehmung und Verarbeitung: Am Anfang steht das Zuhören. Dafür müssen die Ohren als wichtigen Infokanal wahrgenommen werden. Über das Behalten (auditives Gedächtnis), das Herausfiltern von Störgeräuschen, bis hin zur Bedeutungsfindung (auditive Differenzierung, Wortverständnis etc.) finden viele Verarbeitungsschritte statt. Eine besondere Entwicklung bildet hier die Phonologie. Da geht es um die genaue Wahrnehmung der Sprachlaute, sowie um das passende Abrufen bei der Sprachbildung. Diese sind Schlüsselleistungen für den Spracherwerb sowie für die korrekte Aussprache und Schreibweise von Wörtern (LRS).
o Stottern: Hier werden Buchstaben, Silben oder Wörter mit viel Spannung wiederholt oder es bestehen Blockaden, die das Weitersprechen immer wieder behindern. Je nach Ursache und Entwicklungsstand des Kindes gibt es auch hier individuelle Behandlungskonzepte.
o Poltern: Hier sind das hastige, polterhafte und undeutliche Sprechen die auffälligsten Merkmale. Auch hier wird je nach Ursache das richtige Therapiekonzept eingesetzt.
o Sprachanbahnung: Manche Kinder können kaum oder gar nicht sprechen. Neben der Förderung der kommunikativen Möglichkeiten (siehe auch unterstütze Kommunikation) wird hier die Sprache schrittweise angebahnt.
o Unterstützte Kommunikation: Wenn Kinder sich nicht oder noch nicht verbal ausdrücken können, ist es wichtig alternative Kommunikationsmittel zu finden und aufzubauen. Da bei nicht-sprechenden Kindern auch die kommunikative Entwicklung häufig nicht ausreichend ist, muss diese mitbehandelt werden. Hierzu gehören z.B. sich entscheiden können, über Sachen kommunizieren können, die nicht anwesend sind etc. Die Möglichkeiten erstrecken sich über Gebärden, Fotokarten/-tafeln bis hin zu elektronischen und computergestützten Geräte.
o Tiergestützte Therapie: Untersuchungen haben gezeigt, dass die tiergestützte Therapie zu einer Verlängerung der Konzentrationsdauer, einem qualitativ besseren Lernerfolg und einer messbar größeren Motivation führt. Ein weiterer positiver Effekt ist die Ablenkung von den eigenen Schwächen, was das Selbstbewusstsein enorm steigert.
Unsere Philosophie:
Die Therapie orientiert sich an den jeweiligen Defiziten und Bedürfnissen des einzelnen Kindes und wird in Absprache mit Eltern, Lehrpersonal und Therapeuten individuell auf das Kind zugeschnitten. Die jeweiligen Therapiekonzepte sind ganzheitlich, d.h. es wird auch die visuelle, motorische und kognitive Entwicklung des Kindes berücksichtigt. Zudem wird darauf geachtet, dass sich die Therapieinhalte möglichst am Alltag des jeweiligen Kindes orientieren (z.B. erfolgt die Therapie von Kau- und Schlucksstörungen teilweise in Form einer Kombination von Therapie und Essensbegleitung während der allgemeinen Mahlzeiten). Durch die Mitgabe von Übungsspielen wird das Üben zu Hause, sowie in der Klasse ermöglicht. Auch findet ein regelmäßiger Austausch mit den Eltern, Lehrern und Therapeuten statt.