Förderplankonzept
Schulen entwickeln und verändern sich. Die Begriffe „Qualität, Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung“ machen die Runde.
Im Rahmen der Gesamtkonzeptentwicklung der Regenbogenschule wurde im Schuljahr 1999 / 2000 die bestehende Praxis der Förderplanarbeit verstärkt unter die Lupe genommen.
Verbindlich waren Individuelle Förderpläne an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung bis zu jenem Zeitpunkt lediglich für die Gruppe der Schwerstbehinderten. Individuelle Förderpläne für diesen Personenkreis werden im Rahmen des Konzepts für Schwerstbehinderte gesondert vorgestellt.
Für die übrige Schülerschaft gab es eher eine freiwillige Verpflichtung, Förderpläne aufzustellen. In der Praxis sahen diese Förderpläne sehr unterschiedlich aus und wurden auch unterschiedlich gehandhabt.
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Die AG Förderpläne sichtete die bestehenden Förderpläne für nicht schwerstbehinderten Kinder und erarbeitete einen Entwurf für ein Förderplankonzept unserer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Ziel war es, eine übersichtliche, gut händelbare und einheitliche Form von Förderplänen zu erarbeiten. Ein Probejahr in mehreren Klassen führte zu einer erneuten Verbesserung der Pläne. Nach einem Konferenzbeschluss wurden ab dem Schuljahr 2001/2002 mit der Klasse E beginnend verpflichtend einheitliche Entwicklungs- und Förderpläne geschrieben. Für die Erstellung eines zum Schulbeginn bestehenden Ist-Zustandes des Kindes wird der Klassenleitung eine Verfügungsstunde bewilligt. |
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Ziel dieser Pläne ist es, die Transparenz für die Kontinuität der Förderung langfristig zu optimieren.
Gerade bei einem LehrerInnenwechsel, meist turnusmäßig an der Regenbogenschule nach drei Jahren, soll eine detaillierte Information der vergangenen Fördermaßnahmen geschehen, um die weitere Arbeit mit dem Kind weiterführend angehen zu können.
Nach Erstellung des Sonderpädagogischen Gutachtens und Zuweisung eines Schülers an unsere Schule und in eine bestimmte Klasse beginnt zunächst eine Phase des Kennenlernens, Beobachtens, der Theorien- und Hypothesenbildung, u.U. weiterer diagnostischer Verfahren. Der Austausch aller mit der Erziehung, Therapie und Förderung dieses Schülers Beteiligten gehört unabdingbar ebenfalls dazu. Diese Phase kann unterschiedlich lang sein, sollte allerdings nach einem halben Jahr mit der Aufstellung des aktuellen Entwicklungsstandes des Kindes zu einem vorläufigen Abschluss gekommen sein.
Im Anschluss an diese erste Phase beginnt die Arbeit mit dem individuellen Förderplan.
Die Arbeit mit individuellen Förderplänen (auch Entwicklungspläne genannt) ist ein gezieltes, auf den jeweiligen Schüler bezogenes Vorgehen, um diesen in seiner Gesamtentwicklung, bzw. in Teilbereichen, zu unterstützen und zu fördern. Sie soll nicht missverstanden werden mit dem Begriff „Einzelförderung“ (worunter die gezielte Förderung eines Schülers durch einen Lehrer gemeint ist).
Ein Förderplan geht aus vom „Ist-Stand“ des Schülers in seiner Gesamtpersönlichkeit, wie er sich all denen zum Zeitpunkt der Erstellung des Förderplans darstellt, die mit seiner Erziehung und Unterrichtung, Förderung und Therapie betraut sind. Dieser IST-Zustand wird im ersten Halbjahr, verpflichtend ab der E-Klasse, als Übersicht aufgestellt.
Um den Schüler in seiner Gesamtentwicklung bzw. in Teilbereichen zu unterstützen, werden gemeinsam im Team für diesen Schüler Förderschwerpunkte gesetzt. Hierzu werden Ziele formuliert sowie Maßnahmen, die geeignet sind, die gesetzten Ziele zu erreichen. Dabei müssen personelle, materielle, zeitliche und räumliche (ggf. noch weitere) Rahmenbedingungen mitbedacht werden. Förderschwerpunkte, Förderziele und Fördermaßnahmen für einzelne Schüler können deckungsgleich oder ähnlich sein mit denen eines oder mehrerer anderer Schüler, müssen es aber nicht.
Der Förderplan für den einzelnen Schüler mit seinen Förderschwerpunkten ist auf einen bestimmten, festgelegten Zeitraum begrenzt und wird nach Ablauf des Zeitraums auf seine Wirksamkeit hin überprüft. Der gewählte Förderzeitraum sollte nicht zu lang sein. Optimal sind 3 bis 4 Monate, Abweichungen nach unten und oben sind möglich (auf keinen Fall sollte ein Zeitraum länger als ein halbes Jahr gewählt werden).
Haben Ziele und Maßnahmen zum Erfolg geführt, werden aufbauende und/oder neue Ziele und Maßnahmen beschrieben und für einen bestimmten Zeitraum festgelegt.
Haben Ziele und Maßnahmen nicht zum Erfolg geführt, muss geprüft werden, warum dies nicht der Fall war. Möglicherweise waren die Ziele zu hoch angesetzt und müssen niedriger angesiedelt werden; vielleicht waren es ungeeignete Maßnahmen, die verändert werden müssen. Auch andere Gründe wie beispielsweise zu dünne Personaldecke, zu kurzer Zeitraum u.ä. könnten eine Rolle spielen und müssen für den nächsten Förderzeitraum bedacht werden.
Individuelle Förderpläne begleiten behinderte Schüler durch ihre gesamte Schulzeit. Jede/r, der mit Förderung, Erziehung und Unterricht der Schüler zu tun hat, kann sich schnell und einfach einen Überblick darüber verschaffen, welchen Entwicklungsstand ein Schüler hatte und hat, welche Förderschwerpunkte, Ziele und Maßnahmen bisher gesetzt wurden, ob die Ziele erreicht wurden und kann unmittelbar an die bisherige Förderung anknüpfen und aufbauen.
Aus dem bisher Gesagten leiten sich bestimmte Qualitätsmerkmale ab, die wir für unverzichtbar halten und die als Maßstab dienen bei der Beurteilung eines Förderplans. Danach muss ein Förderplan
· individuell zugeschnitten sein; aus ihm ist genau dieser Schüler - und nicht etwa noch 5 andere - erkennbar.
· ökonomisch sein, d.h. praktisch und alltagstauglich. Er kann in vertretbarer Zeit erstellt werden und innerhalb der uns gesetzten und oftmals stark begrenzenden Rahmenbedingungen umgesetzt werden.
· gemeinsam erstellt werden und transparent sein. Er ist auf jeden Fall gemeinsam vom Klassenteam und in enger Absprache mit den Therapeuten erstellt worden. Weitere Mitarbeiter in der Klasse sind informiert und ziehen „am gleichen Strang“. „Neue“ finden sich schnell zurecht. Bei der Erstellung des Förderplans sollten immer da, wo es möglich ist, auch die Eltern einbezogen werden und ggf. der betreffende Schüler.
· ehrlich sein und auf wenige Ziele beschränkt (Stichwort: Bescheidenheit). Fleißige Schreibarbeit und viele Absichtserklärungen in der Schublade nutzen dem Schüler nichts, wenn wir im Alltag nur gelegentlich dazu kommen, etwas umzusetzen. Eine Beschränkung auf wenige Ziele hat den Vorteil, dass alle Beteiligten diese im Blick halten und nach Möglichkeit täglich, mindestens aber einmal in der Woche an der Erreichung der Ziele arbeiten.
· möglichst vielschichtig sein und das Kind in seiner Gesamtheit erfassen und fördern. Eine Beschränkung der individuellen Ziele auf ein oder zwei Bereiche über einen größeren Zeitraum von mehreren Jahren kann dies sicherlich nicht. Obendrein tut Abwechslung allen Beteiligten gut.
· unterrichtsrelevant sein. Der Schüler arbeitet möglichst täglich an seinen Förderzielen, mindestens aber einmal in der Woche. Der Unterricht ist so gestaltet, dass ein Arbeiten an den individuellen Förderzielen möglich ist.
· fortschreibbar sein. Nach Ablauf der vereinbarten Zeitdauer baut der folgende Förderplan auf dem vorhergehenden auf und wird erweitert, ergänzt, verändert und fortgeschrieben. Bei Wechsel des Klassenteams können die Nachfolgenden sich gut einen Überblick verschaffen, an welchen Zielen mit welchen Maßnahmen bisher gearbeitet wurde und inwieweit die Förderziele erreicht wurden. Die neue „Mannschaft“ baut auf dem Vorhandenen auf und schreibt die Förderpläne fort.
· zeitlich festgelegt sein. Er gilt für eine bestimmte Zeitdauer. Nach Ablauf des Zeitrahmens erfolgt die Überprüfung, ob die gesteckten Ziele erreicht wurden. Der Förderplan wird danach fortgeschrieben, entweder mit neuer Zielsetzung und Förderschwerpunkten oder ggf. mit gleicher oder leicht modifizierter Zielsetzung und geeigneteren Maßnahmen.
· evaluierbar sein, d.h. nachprüfbar, ob ich das, was ich mir vorgenommen habe, auch erreicht habe. Deshalb erfolgt die Ziel- und Maßnahmenplanung möglichst kleinschrittig.
Der Entwicklungs- und Förderplan erfasst die Bereiche Motorik, Wahrnehmung, Kommunikation und Sprache, Sozial-emotionales Verhalten, Lebenspraktische Fertigkeiten, Lern- und Arbeitsverhalten, Kognitive Fähigkeiten, Schulische Lernbereiche Sprache und Mathematik, Musisch - kreative und handwerkliche Fähigkeiten, Familiäre Situation und Außerschulische Förderangebote, Besonderheiten / Sonstiges.
a) Motorik
Grobmotorik (Kopfkontrolle, stützen, rollen, robben, krabbeln, aufstehen / hinsetzen, sitzen mit / ohne Hilfsmittel, Rollstuhl fahren, gehen mit / ohne Hilfsmittel, Treppen steigen, springen, hüpfen, balancieren, klettern, ...)
Feinmotorik (Greiffunktion, Händigkeit, Geschicklichkeit, Schneiden, Stifthaltung, Malen, Verschlüsse öffnen bzw. schließen, kneten, mit Werkzeug / Messer / Gabel umgehen, Schleife binden, mit Druckbuchstaben den eigenen Namen schreiben, ...)
Mundmotorik (atmen, schlucken, saugen, kauen, Lippen- / Zungenbeweglichkeit, Mundschluss, Speichelfluss, pusten, Kieferbeweglichkeit, Artikulation, ...)
Sensomotorik (Gesamtkörperkoordination) (Beweglichkeit: Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Tonus, Körperschema, Praxie, Dyspraxie, Mitbewegungen, Lateralität, Lateralintegration, Überkreuzen der Mittellinie, ...)
b) Wahrnehmung
Vestibuläre Wahrnehmung (Statisches Gleichgewicht, dynamisches Gleichgewicht, schaukeln, drehen, balancieren, ...)
Taktile Wahrnehmung (tasten, unterscheiden, Schmerzempfinden, Empfinden von Berührungsreizen, Vorlieben, Abneigungen, Abwehr, ...)
Kinästhetische Wahrnehmung (Wahrnehmung der eigenen Bewegungen durch Informationen aus den Muskeln, Sehnen, Gelenken; ...)
Visuelle Wahrnehmung (Visuomotorische Koordination: Auge-Hand, Auge-Fuß, Auge-Körper; Figur-Grund-Wahrnehmung; Wahrnehmungskonstanz: Form, Größe, Farbe, Kombinationen; Wahrnehmung der Raumlage; Wahrnehmung räumlicher Beziehungen; ...)
Auditive Wahrnehmung (Erkennen, Unterscheiden, Figur-Grund-Wahrnehmung; Lokalisation im Raum; Lokalisation in der Zeit; Strukturieren, Erinnern, Zusammenhänge herstellen, auditiv-sprachliche Fähigkeiten, ...)
Olfaktorische und gustatorische Wahrnehmung (Gerüche und Geschmacksrichtungen erkennen, unterscheiden, benennen, verfeinern, ...)
c) Kommunikation und Sprache
Verbale / nonverbale Ausdrucksfähigkeit (Sprechfähigkeit, Sprechflüssigkeit, Dialogfähigkeit, Sprachverhalten, Aussprache, Sprach- / Sprechstörung, bei fehlender Artikulationsmöglichkeit: wie teilt das Kind sich mit?, Kommunikationshilfen wie z.B. Delta-Talker, u.a. , Einsatz von Gebärden, Gesten, Mimik, Symbol-/ Zeichensystemen; Kontaktaufnahme, ...)
d) Sozial-emotionales Verhalten
Emotionale Entwicklung / Beziehungsfähigkeit / Sozialverhalten (Selbstwahrnehmung / Fremdwahrnehmung; Selbstbild; Kontaktbereitschaft, Kontaktverhalten zu fremden / bekannten Personen, Erwachsenen und Gleichaltrigen; Kooperationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Kritikfähigkeit, Stellung in der Gruppe; Selbstbehauptung, Selbstbewusstsein, Anpassungsfähigkeit; Hilfsbereitschaft; Spielverhalten; Verhaltensauffälligkeiten; ...)
e) Lebenspraktische Fertigkeiten
Bewältigung alltäglicher, praktischer Situationen (Selbständigkeit in alltäglichen Verrichtungen: aus- / anziehen, essen, Toilette benutzen, Hygiene, ......; Erfahrungswelt / Realitätsbezug: persönliche, zeitliche, räumliche Orientierung .....; Kenntnisse / Bewältigung in Situationen wie: Aufträge ausführen, Einkäufe tätigen, Verhalten im Straßenverkehr, Informationen einholen, telefonieren, ...)
f) Pflege
alltägliche Versorgungssituation
Förderpflege
Körperhygiene
Toilettentraining
g) Kognitive Fähigkeiten
Orientierung (persönlich, familiär, zeitlich, räumlich, situativ, ...)
Gedächtnis (Kurzzeit-, Langzeitgedächtnis, welche Inhalte werden bevorzugt erinnert, ...)
Schlussfolgerndes, problemlösendes Denken ( Reihenfolge von Bildergeschichten herstellen; „was würdest du tun, wenn ....?“; unvollständige Geschichte fortsetzen; Oberbegriffe bilden; logisches, abstraktes Denken in Kategorien; strategisches Vorgehen; Lösungsweg aus Textaufgaben herleiten; ...)
Lernbereitschaft ( Interesse an Schule und Umwelt, Anstrengungsbereitschaft / -vermeidung, Motivation, ...)
Arbeitshaltung ( Ausdauer, Konzentration, Sorgfalt, Genauigkeit, Anfang, .....)
Selbständigkeit (Verständnis, Initiative, Erfordernis von zusätzlicher Unterstützung, ...)
h) Schulischer Lernbereich: Sprache
Lesen (optische / akustische Identifikation und Diskrimination von Buchstaben / Lauten; synthetisieren von Lauten, Buchstaben, Silben; Lesen von Wörtern, Sätzen, Texten in Druck-/ Schreibschrift, Stufe der Leseleistung; Lesetempo, Lesefluss, Betonung, Aussprache; Lesefehleranalyse, Sinnentnahme, ...)
Schreiben (Händigkeit, Schreibhilfen, Druck-/-Schreibschrift o.a., Einhalten der Lineatur, Beherrschen der Grundformen wie Arkaden, Girlanden, Ecken, Schleifen, Ovale; Nachschreiben, Abschreiben, Übertragen von Druck- in Schreibschrift, ...)
Rechtschreiben (Buchstaben, Silben, Wörter nach Ansage schreiben, Buchstabengruppen, zweisilbige Wörter mit unterschiedlicher Struktur schreiben, Beherrschen von Regeln wie: Namenwörter und Satzanfänge werden groß geschrieben, ..., Umgang mit Schülerduden, ...)
i) Schulischer Lernbereich: Mathematik
Grundlagen (Eigenschaften von Gegenständen bzgl. Form, Größe, Farbe; Mengenbildung von Gegenständen bestimmter, kombinierter Eigenschaften, Zuordnungen und Mächtigkeitsrelationen von gleichen, ähnlichen und unterschiedlichen Gegenständen, Invarianz, spontanes Erfassen von Mengen, Seriation, Beziehungsaspekt bei Mengen und bei Zahlen, ...)
Zahlen und Zahlenraum (Zahlwortreihe, Kardinalzahl, Ordinalzahl, Maßzahlaspekt, Rechenzeichen und Rechenoperationen, Zahlenraum bis 6, bis 10, bis 20, bis 100, bis 1000, bis 1000 000, Sachrechnen, Geldwerte, Längen, Zeitpunkte und Zeitspannen, ...)
j) Musisch-kreative und handwerkliche Fähigkeiten
Bildnerisches Gestalten (Phantasie, taktiler Umgang mit verschiedenen Materialien, Ausdrucksmöglichkeiten bildnerischer Mittel, Gestaltungsmöglichkeiten von Punkt, Linie, Fläche, Körper, Raum und Farbe, Orientierung auf einem Blatt, Umsetzung eines Themas, Kenntnisse der Grundfarben bzw. des Farbkreises, Möglichkeiten des Farbwischens, Symbolkraft der Farben, Farben als Emotionsträger, Funktionen der Farbe im Bild, Bildaufbau, Maltechniken, Umgang mit unterschiedlichen Farbtypen: Wasserfarbe, Wachsmaler, Buntstifte, Acryl- und Ölfarbe, Porzellan- Textil-, Seidenfarben ...., Handhabung von Schere und Klebesorten, ...)
Musik / Rhythmik (Lieder kennen und singen, rhythmische Sprechtexte; Klangexperimente mit körpereigenen Instrumenten, Dingen aus dem Alltag und Musikinstrumenten, Instrumente bauen, rhythmische und musikalische Begleitformen, elementare Notenkenntnis; Musik hören, Suchen und Erkennen bzw. Analysieren und Vergleichen musikal. Strukturen, Musik aus unterschiedlichen Epochen, unterschiedlicher ethnischer Herkunft und Stilrichtung, Kennen von Intrumentenfamilien, Orchester etc.; Bewegung zu Musik, Improvisation, vorgegebene Raum- und Bewegungsformen, Malen zu Musik., ...)
Werken mit Holz und Metall (Eigenschaften von Materialien und Werkzeugen kennen, sinnhafter Gebrauch von Materialien und Werkzeugen, Werktechniken und Produktionsweisen kennen und anwenden, Wertschöpfung, Erhalten und / oder Neues Schaffen, Kontinuität, Gefahrenbezug, Freizeitgestaltung, Vorbereitung für Berufsleben / Werkstatt, ...)
k) Familiäre Situation / außerschulische Förderangebote
Familiärer Hintergrund (Kind lebt mit beiden Eltern / einem Elternteil, Geschwister, weitere Bezugspersonen, wohnliche Verhältnisse, Wohnumfeld, Kontakt zu Nachbarskindern, Hort, Absprachen mit Eltern, ...)
Außerschulische Förderangebote, auch: Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen (Therapien nach Schulende, regelmäßige Teilnahme an Reiten, Pfadfindergruppen, Gruppen der Lebenshilfe, Aufenthalt im Wohnnest, Erziehungsberatungsstelle, Psychotherapie, ...)
l) Besonderheiten / Sonstiges
Alles, was bisher nicht zur Sprache kam und dringend Erwähnung finden muss (z.B. schweres Anfallsleiden, besondere Begabungen, Umgang mit Computer und Programmen, ...)
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Es empfiehlt sich aus Gründen der Ökonomie, mit einem Raster zu arbeiten. Das Raster, das wir favorisieren, stammt ursprünglich von einer anderen Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung und wurde von uns überarbeitet. Wir haben uns laut Konferenzbeschluss auf den Gebrauch dieses Rasters geeinigt. Das angebotene Förderplan-Raster besteht aus zwei Teilen, einer für die Hand des Klassenteams (Seite 1-5) und einer für die der Kinder (Seite 6). Der Förderplan für die Hand der LehrerInnen wird in Zusammenhang mit allen an der Förderung beteiligten Personen (Therapie, Eltern, ...) erstellt. |
Ø Ab dem Schuljahr 04/05 wird für alle SchülerInnen der Regenbogenschule verpflichtend mit dem (neuen) individuellen Förderplan gearbeitet. Er ersetzt und fasst die drei bisherigen Verfahren zusammen.
Ø Das Förderplanverfahren nach dem angefügten Raster wird für alle Schülerinnen und Schüler angewendet.
Ø Der individuelle Förderplan ist als Teil der Schülerakte (als Dokument) zu verstehen und insofern ist den Eltern auf deren Wunsch Einblick zu geben bzw. sind die möglichst mit zu beteiligen bei der Erstellung und den zu treffenden Verabredungen.
Auf der Basis des Vorschlags einer vom Kollegium eingesetzten Förderplan-AG
Ø beschloss die Lehrerkonferenz am 15.07.04 das „Förderplanverfahren“ (‚Raster’ inklusive ‚Verfahrensschritte’),
Ø wurde das Förderplanverfahren in der Schulpflegschaftsversammlung am 30.09.04 vorgestellt
Ø und in der nachfolgenden Schulkonferenz (Anfang des Schuljahres 04/05) beschlossen.
Das neue Förderplanverfahren wird mit Beginn des Schuljahres 04/05 eingesetzt und zunächst für ein Jahr erprobt.
Zu den inhaltlichen Zielsetzungen der Förderplanarbeit siehe aktuelle Literatur und schulinterne Ausarbeitungen zum bisherigen Förderplankonzept
Zielsetzungen der nachfolgenden Verfahrensschritte sind
Ø Ergebnis-/Qualitätssicherung für die einzelne Schülerin / den einzelnen Schüler
Ø Sicherung eines einheitlichen Standards für die Schule
Ø Arbeitsanleitung, Klarstellung im Sinne von Arbeitsökonomie
Ø Transparenz für Verfahrensbeteiligte und –verantwortliche
Verfahrensschritte bei der Erstellung, Überprüfung/Modifikation und Auswertung des individuellen Förderplans:
Die Erstellung der individuellen Förderpläne nach dem angefügten Raster erfolgt zu Schuljahresbeginn (bis Mitte November eines jeden Jahres) für alle SchülerInnen einer Klasse.
Die Verantwortung dafür, dass individuelle Förderpläne erstellt werden, liegt bei der Klassenleitung. Die Erstellung selber erfolgt mit dem Klassenteam (und ggf. weiteren KollegInnen) und in Absprache - je nach individuellem Bedarf des Schülers/der Schülerin - mit dem therapeutischen Dienst sowie dem Pflege- und Betreuungsdienst.
Die Überprüfung/Modifikation des fertigen Förderplans erfolgt rechtzeitig zum 1. Elternsprechtag im Schuljahr (Ende Januar), nachdem erste konkrete Erfahrungen aus der Umsetzung vorliegen.
Die Auswertung erfolgt rechtzeitig vor dem 2. Elternsprechtag (~ Juni) und ist u.a. Grundlage für das nachfolgende Zeugnis zum Schuljahresende.
Entsprechend ist das Raster so angelegt, dass auf dem gleichen Formular die individuellen Entwicklungen begleitend notiert werden können und damit der Entwicklungsprozess des Kindes dokumentiert ist.
Ø Zum 1. November werden die individuellen Förderpläne klassenweise und gesammelt (zeitgleich mit den Arbeitsplänen für die Klasse und dem Klassenbuch) der Schulleitung vorgelegt und abgezeichnet.
Ø Zu Ende Januar wird zeitgleich mit der Überprüfung/Modifikation des Förderplans dokumentiert, ob weiterer sonderpädagogischer Förderbedarf/Feststellung zum Förderort vorliegt und die Voraussetzungen für die Anerkennung nach § 8 VO-SF (letzteres wird sich inhaltlich aus dem Förderplan ergeben!) gegeben sind. Dies ist im VO-SF-Protokollbogen festzuhalten, der in die Schülerakte geheftet wird.
Ø Rechtzeitig zum Ende des Schuljahres werden die Arbeitspläne, das Klassenbuch und die Förderpläne der Schulleitung zur Abzeichnung vorgelegt, danach entsprechend abgelegt.
- Anhang -
Förderplan
für __________________________________ Schuljahr ______ SchBesJahr ______
geb.: ______________ Einschulung hier: _________ Klasse: ______
Lehrplanzuordnung: _________________________________________________________
Hauptdiagnose: ____________________________________________________________
Sinnesbeeinträchtigung/en: __________________________________________________
schwerstbehindert lt. § 8 VO-SF: O nein O ja, lt. Bescheid vom: _________
Therapie
Ø in der Schule:
| O Physiotherapie, wtl. .......................................................... | _____ Stdn. | |
| O Ergotherapie, wtl. ............................................................. | _____ Stdn. | |
| O Reittherapie (heilpädagogisches Reiten, Hippotherapie), wtl. .. | _____ Stdn. | |
| O Logotherapie, wtl. ............................................................. | _____ Stdn. | |
| O Musikherapie, wtl. ............................................................. | _____ Stdn. |
Ø außerhalb der Schule:
| O Physiotherapie, wtl. ............................................................ | _____ Stdn. | |
| O Ergotherapie, wtl. ............................................................... | _____ Stdn. | |
| O Logotherapie, wtl. ............................................................... | _____ Stdn. | |
| O andere, ______________________________________ wtl. .... | _____ Stdn. |
Hilfsmittel
Ø zu Hause: ___________________________________________________________
Ø in der Schule: ________________________________________________________
regelmäßige Medikamentierung lt. vorliegender ärztlicher Verordnung (auch zu Hause!)
____________________________________________________________________________
Besonderheiten
____________________________________________________________________________
____________________________________________________________________________
____________________________________________________________________________
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aufgestellt am _______ durch _____________________ |
Physiotherapeut/in: _______ |
| Ergotherapeut/in: _______ |
Überprüfung / Ergänzung am _________________________________ ges.: ___________




Literaturliste
für die
Arbeit mit Förderplänen
Im Folgenden findet sich eine vorläufige Literaturliste. Darin sind Buchtitel vermerkt, die hilfreich sein können, wenn wir mit Förderplänen arbeiten. Die Liste soll regelmäßig ergänzt werden.
Auszugsweise sind einige Kopien erstellt und hier im Ordner gesammelt, die sich für einen schnellen Überblick, für eine Ist-Stand-Erhebung eignen und gerne kopiert werden können.
Sofern die Bücher in der Lehrerbücherei zu finden sind, und sofern ist die entsprechende Signatur vermerkt.
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Autor |
Titel |
Verlag |
Signatur Lehrerbücherei |
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Bundschuh, Konrad |
Einführung in die sonderpädagogische Diagnostik |
Reinhardt |
Sopäd 167 |
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Cardenas, Barbara |
Diagnostik mit Pfiffigunde |
borgmann |
Psy 47 |
|
dies. (Hrsg.) |
Mit Pfiffigunde arbeiten |
borgmann |
Sopsy 58 |
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Cardinaux, Hubert |
Zur Diagnostik der Mehrfachbehinderung |
Neckar |
Sopsy 32 |
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Eggert, |
DMB - Diagnostisches Inventar motorischer Basiskompetenzen bei lern- und entwicklungsauffälligen Kindern im Grundschulalter |
borgmann |
Sopsy 56a |
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ders. |
Protokoll- und Übungsblätter dazu |
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Sopsy 56b und 56c |
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Eggert, |
DIAS - Diagnostisches Inventar auditiver Alltagshandlungen (mit Kassette) |
borgmann |
Sopsy 59 |
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Eggert, |
Von den Stärken ausgehen - Individuelle Entwicklungspläne (IEP) in der Lernförderungsdiagnostik |
borgmann |
Sopäd 231 |
|
Günzburg, |
PAC
- |
SEFA (Publications) Ltd. |
Sopäd 98 |
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Heuer, Gerd Ulrich |
Beurteilen - Beraten - Fördern |
modernes lernen |
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Kiphard, |
Wie weit ist ein Kind entwickelt? |
modernes lernen |
Psy 58 |