Der Förderunterricht in seiner Vielfalt kommt allen Kindern zugute!
Alle Kinder haben ein Anrecht auf
eine Fördermaßnahme, die sich an dem einzelnen Kind mit seinen individuellen
Lernvoraussetzungen orientiert und u.a. durch die "Innere Differenzierung" und
"Individualisierung des Unterrichts" realisiert wird.
So wird den Kindern einerseits ermöglicht, mit gezielter Hilfe Lernschwierigkeiten
und Lernlücken zu beheben, damit sie dem Unterricht folgen und sichere Grundlagen
für das Weiterlernen erhalten. Andererseits bietet er Kindern mit größeren Lernmöglichkeiten
Anreize, sich erweiterten und zusätzlichen Lernangeboten zu stellen oder sich
intensiver mit bestimmten Aufgabenstellungen auseinander zu setzen.
Wir haben uns für die Zukunft vorgenommen, bei Kindern mit Lernschwierigkeiten nicht nur die Lerndefizite zu beheben, sondern auch soweit es möglich ist, bestimmte Themen vorzuarbeiten. So erhalten diese Kinder einen Wissensvorsprung, der es ihnen ermöglicht sich bei der gemeinsamen Erarbeitung im Klassenverband erfolgreich zu beteiligen.
Kinder aus anderen Herkunftsländern,
die die deutsche Sprache nicht oder nur bedingt beherrschen, sind ausnahmslos
in die Klassen eingegliedert, da wir davon überzeugt sind, dass dies der beste
Weg zu einer schnellen sprachlichen und sozialen Integration ist.
Zur Zeit ist es möglich diesen Kindern eine gesonderte Sprachförderung in Kleingruppen
anzubieten. So wird ihnen, wenn sie auch stundenweise den Klassenverband verlassen
müssen, noch schneller eine aktive Teilnahme am Unterricht ermöglicht.
Nach den Weihnachtsferien wird, wenn es die Stellenbesetzung unserer Schule erlaubt und bei Bedarf ein Crash-Kurs Lesen für die Jahrgangsstufe 1 eingerichtet, um Nachzügler "beizuarbeiten", alle Schüler sollen in Klasse 2 lesen können.
Für den Bereich Leseförderung gibt es bei uns an der Schule seit einigen Jahren die sogenannten "Lesemütter und -väter", d.h. Eltern, die mit einzelnen Kindern oder kleinen Gruppen morgens lesen. Besonders sollen solche Kinder dadurch gefördert werden, die zu Hause in diesem Bereich nicht unterstützt werden können. An dieser individuellen Leseübung können aber auch die Kinder teilhaben, die den Lesevorgang an sich verstanden und anwenden können, jedoch nicht gerne lesen, da vielleicht viele Wörter vorkommen, deren Bedeutung ihnen nicht vertraut ist. Beim Lesen mit dem einzelnen Kind können solche Sprachbarrieren bemerkt und behoben werden. Das kommt letztlich allen Kindern zugute.
Daran nehmen die Kinder des ersten Schuljahres teil, bei denen im Rahmen der Schuluntersuchung körperliche Entwicklungsrückstände, Haltungsschwächen und motorische Schwierigkeiten festgestellt wurden. Dieser Unterricht findet einmal wöchentlich zusätzlich zum Sportunterricht direkt im Anschluss an den Unterricht statt.
Täglich können Kinder im Anschluss an ihren Unterricht unter Aufsicht einer Lehrkraft im Silentium ihre Hausaufgaben machen. Vorrangig werden Kinder fremder Muttersprachen aufgenommen. Bei wiederholten Schwierigkeiten mit den Hausaufgaben spricht der Lehrer Eltern an, um eventuell durch das Silentium gezielte Hilfe anzubieten.
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