Film Zhana


Filmprojekt Zhana

Film Zhana

Fast eineinhalb Jahre hat es gedauert, bis wir im Juni 2019 den Film Zhana präsentieren konnten. Von der Idee, über zahllose Diskussionen, das Schreiben und Ändern der Texte und schließlich dem Dreh, war bereits ein dreiviertel Jahr vergangen. Doch damit nicht genug, im Anschluss ging es mit der Sichtung und Überarbeitung des Filmmaterials weiter. Ebenso waren weitere zahlreiche Debatten nötig, um zu dem heutigen Produkt zu gelangen.

 

Wir bedanken uns bei Allen, die uns in dieser Zeit unterstützt haben! 


Nun soll es weitergehen mit der Verbreitung und Präsentation des Kurzfilmes. Dabei möchten wir den Film kontextuell eingebettet und verstanden wissen. Daher gehen wir im Folgenden auf einige wichtige Aspekte ein.


Wie kam es zu dem Film?

In Gesprächen mit den Sexarbeitenden berichten uns diese immer häufiger von respektlosem Verhalten seitens ihrer Kund*innen. Dabei geht es von Beleidigungen und Beschimpfungen, über Missachtung der vereinbarten Rahmenbedingungen bis hin zu Gewalthandlungen.

All diese Handlungen stellen grenzverletzendes Verhalten und eine große Belastung im Arbeitsalltag unserer Adressierten dar.


Welche Intention steckt dahinter?

Unser Ziel ist es, das grenzverletzende Verhalten öffentlich zu machen und für die Thematik zu sensibilisieren, denn Sexarbeitende geben ihr Recht auf ein gewaltfreies Leben nicht mit der Arbeitsaufnahme ab. Wir möchten mit dem Film zum Nachdenken anregen und im besten Fall zu einer Verhaltensänderung von Kund*innen, die ein solchen Verhalten zeigen, beitragen. 


Warum ein Film?

Das Medium Film ermöglicht es uns, auf verschiedenen Kanälen eine breite Gruppe von Menschen zu erreichen. Das ist wichtig, denn wir möchten zum einen die Kund*innen ansprechen, wobei diese so vielfältig sind, dass sie sich nicht klar definieren lassen und einen Querschnitt der Gesellschaft abbilden. Zum anderen liegt der respektlosen Begegnung eine abwertende gesellschaftliche Haltung zu Grunde. Das Thema geht uns also alle etwas an, denn Sexarbeit findet nicht im luftleeren Raum, sondern mitten in unserer Gesellschaft statt.