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61 Jahre Schüleraustausch zwischen Orléans und Münster : Fabiola Crespel und Lotti Böttcher – ein beeindruckendes Beispiel

61 ans d'échange scolaire entre Orléans et Münster : Fabiola Crespel et Lotti Böttcher - un exemple impressionnant


Schüleraustausch zwischen Orléans und Münster : Fabiola Crespel und Lotti Böttcher

Fabiola Crespel ist jetzt 21 Jahre alt und hat während ihrer Schulzeit zwei Mal am Schüleraustausch zwischen Orléans und Münster teilgenommen, der jedes Jahr von der Association Orléans-Münster und dem Orléans-Team organisiert wird. Noch heute ist sie mit ihrer Austauschschülerin Lotti Böttcher in Kontakt – die beiden sind inzwischen gute Freundinnen, die sich auch privat besuchen.

Die Stadt Orléans hat auf ihrer Homepage die gelungene Partnerschaft der beiden Schülerinnen vorgestellt.Hier der Link dazu: https://www.orleans-metropole.fr/actualites/detail/anniversaire-du-jumelage-orleans-muenster. Und im Anschluss der vollständige Artikel zum Austausch von Lotti Böttcher und Fabiola Crespel.
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Fabiola Crespel a aujourd'hui 21 ans et a participé deux fois à l'échange scolaire entre Orléans et Münster, organisé chaque année par l'association Orléans-Münster et l’Orléans-Team. Aujourd'hui encore, elle est en contact avec sa correspondante Lotti Böttcher - les deux sont devenues de bonnes amies qui se rendent également visite en dehors des échanges scolaires.

La ville d'Orléans a présenté le partenariat réussi entre les deux étudiants sur son site internet. Voici le lien vers celui-ci : https://www.orleans-metropole.fr/actualites/detail/anniversaire-du-jumelage-orleans-muenster. Et puis l'article complet sur l'échange entre Lotti Böttcher et Fabiola Crespel.
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Bis heute war Fabiola drei Mal in Münster, 2016 und 2017 mit dem Schüleraustausch und 2018 noch einmal privat bei ihrer ehemaligen Austauschpartnerin Lotti.

Ihr Interesse für Deutschland weckte vor elf Jahren ihre Deutschlehrerin. „Sie war einfach faszinierend“, erzählt Fabiola. „Der Unterricht hat mit ihr sehr viel Spaß gemacht, wir haben viele Gruppenprojekte und mündliche Präsentationen gemacht. Während meiner vierjährigen Collège-Zeit gehörte der Deutschunterricht zu meinen Lieblingsfächern, obwohl die Sprache kompliziert zu lernen ist.“

Als Fabiola das erste Mal in Münster war, hat es ihr richtig gut gefallen, mit dem Fahrrad durch die Straßen zu düsen oder am Aasee spazieren zu gehen. Während des Austausches hat sie außerdem an Lottis Unterricht teilgenommen, Sprachunterricht besucht und am Nachmittag an Aktivitäten des Austauschprogrammes teilgenommen – zum Beispiel haben die Schüler einmal ein Planetarium besichtigt. „Am Austauschwochenende 2017 besuchten wir außerdem Lottis Familie zum Geburtstag ihrer Großmutter. Ihre Familie hat mich sofort aufgenommen, wir haben über viele Dinge gesprochen, und ich habe Lottis kleinen Cousins bei den Französisch-Hausaufgaben geholfen! Ich hatte vorher große Bedenken, allein mit 25 Deutschen zu sein, die kein Französisch sprachen – mit Ausnahme von Lotti – aber die festliche Atmosphäre und die Freundlichkeit ihrer Familie haben mich schnell beruhigt, alle sprachen so langsam, dass ich sie verstehen konnte, sie wiederholten sich, wenn es nötig war, und am Ende des Wochenendes fühlte ich mich bei ihnen wie zu Hause.  Es ist wirklich cool, eine so gute Bindung zu einer deutschen Familie aufgebaut zu haben, ich fühle mich völlig integriert in dem Land!“ Die Geburtstagsfeier bei Lottis Oma war Fabiolas schönstes Erlebnis in Deutschland.

Lotti hat es in Orléans geliebt, im Parc Pasteur spazieren zu gehen oder bei Regen im Shoppingzentrum Place d’Arc unterwegs zu sein. Unter anderem hat sie während des Austauschs in Orléans eine Stadt-Rally gemacht, das Château d’Amboise besucht und einen Tagesausflug nach Blois und Paris unternommen. Besonders spannend fand sie, dass Fabiola in Orléans in einem Internat gelebt hat. „Das Internatsleben war für mich eine komplett neue Erfahrung, aber ich habe mich gefreut, durch den Austausch mal einen Einblick in dieses Leben zu bekommen.“ Sie denkt am liebsten an die Abende zurück, an der sie mit ihrer Austauschpartnerin stundenlang zusammengesessen und über alles Mögliche gequatscht hat.

Kulturell hat Fabiola vor allem gefallen, dass die deutschen Schüler spätestens um 14 Uhr vom Unterricht befreit werden und nachmittags ihren Hobbys nachgehen können. Und sie mag die Art, wie die Deutschen essen. „Es ist ‚chaotischer‘ als in Frankreich, aber auch viel weniger feierlich. Es gibt auch große Familienmahlzeiten, aber sie sind weniger wichtig und pompös als in Frankreich“, findet Fabiola. Das Klischee, dass Deutsche unhöflich seien, sei falsch, sagt sie.

Lotti behauptet über ihr Partnerland: „Man sagt über Franzosen oft, dass sie sehr modebewusst sind. Dieses Klischee kann ich nur bestätigen. Ich habe es immer genossen, mich in Frankreich von den Outfits der Menschen dort inspirieren zu lassen. Man sagt aber auch über Franzosen, dass sie ungerne Fremdsprachen lernen – das ist falsch, denke ich. Meine Austauschpartnerin aus Orléans war allgemein sehr sprachentalentiert und offen, neue Sprachen zu lernen. Ihre Deutschkenntnisse waren so beeindruckend, dass meine Familie und meine Freunde heute noch darüber sprechen.“

Lotti gefällt, dass es in Frankreich fast zu jedem Essen Brot und Käse gibt. Deswegen ist ihr Lieblingswort auf Französisch auch „Fromage“ („Käse“). „Und Crêpes, vor allem mit Nutella, sind mein absolutes Lieblingsessen!“, erzählt sie. Sie erinnert sich noch daran, dass sie im Rahmen einer Frankreichreise mit der Schule im Jahr 2014 in Libourne zum ersten Mal in ihrem Leben Austern probiert hat. „Das erschien mir damals etwas seltsam“, erinnert Lotti sich.

Fabiolas Lieblingswort auf Deutsch ist ‚Kartoffel‘. Warum? „Einmal waren wir in Münster mit dem Fahrrad unterwegs und auf einmal lag eine Kartoffel allein auf dem Radweg. April, eine französische Freundin von mir, die auch am Austausch teilnahm, rief ‚Kartoffel‘, um uns zu warnen, und seitdem ist es dabeigeblieben, dass wir ‚Kartoffel‘ rufen, wenn wir ein Hindernis auf der Straße sehen – auch wenn das Hindernis in 99,9% der Fälle gar keine Kartoffel ist.“

Die wundervollen Erlebnisse dieses Austauschs haben Lotti dazu motiviert, Französisch zu studieren. Ab September wird sie deswegen für ein Auslandssemester in Nizza leben.

Im letzten Jahr konnten sich Fabiola und Lotti durch die Corona-Pandemie und ihr Studium nicht wiedersehen, aber die beiden schmieden schon wieder fleißig Pläne – sie wollen sich unbedingt gegenseitig in ihren Studienstädten Nizza und Nantes besuchen, sobald es geht.

Wenn Fabiola an Münster denkt, kommt ihr heute eine kleine Anekdote in den Kopf, die sie zum Schmunzeln bringt, wenn sie darüber nachdenkt: „Ich ging einmal durch die Straßen von Münster, um Lotti zu treffen, als mich eine Fremde anhielt, um mich nach dem Weg zu fragen. Ich war selbst überrascht, als ich ihr auf Anhieb und ohne zu zögern antwortete und ihr den richtigen Weg wies, als ob ich schon seit Jahren in der Stadt wohnen würde! Ich mag diese Geschichte, denn ich finde sie zeigt, dass Münster eine kleine Stadt ist, die man schnell kennenlernt und in der ich mich wie zuhause fühle.“
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L’échange scolaire Orléans-Münster: Fabiola Crespel et Lotti Böttcher

Fabiola Crespel a aujourd'hui 21 ans et a participé deux fois à l'échange scolaire entre Orléans et Münster, organisé chaque année par l'association Orléans-Münster et l’Orléans-Team. Aujourd'hui encore, elle est en contact avec sa correspondante Lotti Böttcher - les deux sont devenues de bonnes amies qui se rendent également visite en dehors des échanges scolaires.

À ce jour, Fabiola s'est rendue  trois fois en Allemagne, en 2016 et en 2017 avec l'échange scolaire et à nouveau à titre privé en 2018 pour voir son ancienne correspondante Lotti.

Son intérêt pour l'Allemagne a commencé il y a onze ans grâce à son professeur d'allemand. « Elle était tout simplement passionnée », raconte Fabiola. « Les cours étaient très ludiques, on faisait plein de projets en groupe et de présentations orales. Pendant mes 4 années de collège, les cours d’allemand étaient mes préférés, bien que cette langue soit compliquée à apprendre.»

Lorsque Fabiola s'est rendue à Münster pour la première fois, elle a beaucoup aimé parcourir les rues à vélo ou se promener le long du lac Aasee. Pendant l'échange, elle a également participé aux cours de Lotti, suivi des cours de langue et pris part aux activités du programme d'échange l'après-midi - par exemple, la visite d'un planétarium. « Le week-end de l’échange de 2017, nous sommes allé voir la famille de Lotti pour l’anniversaire de sa Grand-Mère. Sa famille m’a tout de suite adoptée, on a discuté de plein de choses, et j’ai aidé les petits cousins de Lotti avec leurs devoirs de français ! J’avais beaucoup d’appréhension à l’idée de me retrouver seule entourée de 25 allemands ne parlant pas français – à l'exception de Lotti –, mais l’atmosphère festive et la bienveillance de sa famille m’ont vite mise à l’aise, tout le monde me parlait assez lentement pour que j’ai le temps de comprendre, ils répétaient si nécessaire, et à la fin du week-end je me sentais chez eux comme chez moi. J’ai vraiment eu une chance incroyable de tomber sur cette famille ! ». La fête d'anniversaire chez la grand-mère de Lotti a été la meilleure expérience de Fabiola en Allemagne.

À Orléans, Lotti aimait se promener dans le Parc Pasteur ou se rendre au centre commercial Place d'Arc lorsqu'il pleuvait. Elle a notamment fait un rallye urbain pendant l'échange à Orléans, visité le château d'Amboise et fait une excursion d'une journée à Blois et à Paris. Elle a trouvé particulièrement intéressant que Fabiola vive dans un internat à Orléans. « La vie en internat était une expérience totalement nouvelle pour moi, mais j'étais heureuse d'avoir un aperçu de cette vie grâce à l'échange. » Elle se souvient surtout des soirées où elle et sa correspondante discutaient de toutes sortes de choses pendant des heures.

Sur le plan culturel, Fabiola a particulièrement apprécié le fait que les élèves allemands soient libérés des cours au plus tard à 14 heures et puissent s'adonner à leurs loisirs l'après-midi. Et elle aime la façon dont les Allemands mangent. « C’est plus désordonné qu’en France, mais c’est aussi beaucoup moins solennel. Ils font également de grands repas de famille, mais c’est moins important et pompeux qu'en France, ce qui me plait beaucoup », constate Fabiola. Le cliché selon lequel les Allemands sont malpolis est faux, dit-elle.

Lotti affirme à propos de son pays partenaire : « On dit souvent des Français qu'ils sont très sensibles à la mode. Je ne peux que confirmer ce cliché. J'ai toujours aimé être inspirée par les tenues des gens en France. Mais on dit aussi des Français qu'ils n'aiment pas apprendre les langues étrangères - je pense que c'est faux. Fabiola est très douée en langues et ouverte à l'apprentissage de nouvelles langues. Sa connaissance de l'allemand était si impressionnante que ma famille et mes amis en parlent encore aujourd'hui. »

Lotti aime qu'en France, il y ait du pain et du fromage à presque tous les repas. C'est pourquoi son mot préféré en français est « fromage ». « Et les crêpes, surtout avec du Nutella, sont mes préférées ! » dit-elle. Elle se souvient encore avoir goûté des huîtres pour la première fois de sa vie à Libourne, dans le cadre d'un voyage en France avec l'école en 2014. "Cela me semblait un peu étrange à l'époque", se souvient Lotti.

Le mot préféré de Fabiola en allemand est « Kartoffel » (« pomme de terre »). Pourquoi ? « Une fois, nous faisions du vélo à Münster et soudain, une pomme de terre se trouvait seule sur la piste cyclable. April, une amie française qui participait également à l'échange, a crié ‘Kartoffel’ pour nous avertir, et depuis lors, nous crions « Kartoffel » lorsque nous voyons un obstacle sur la route - même si, dans 99,9 % des cas, l'obstacle n'est pas du tout une pomme de terre. »

Les merveilleuses expériences de cet échange ont motivé Lotti à étudier le français. A partir de septembre, elle vivra donc à Nice pour un semestre à l'étranger.

L'année dernière, Fabiola et Lotti n'ont pas pu se revoir à cause de la pandémie et de leurs études, mais elles sont déjà occupées à faire de nouveaux plans - elles veulent absolument se rendre visite dans leurs villes d'études, Nice et Nantes, dès que possible.

Quand Fabiola pense à Münster aujourd'hui, une petite anecdote lui vient à l'esprit et la fait sourire: « Un jour je marchais dans les rues de Münster pour rejoindre Lotti quand une inconnue m’a arrêté pour me demander son chemin. Je me suis surprise à répondre et lui indiquer la bonne route du premier coup sans hésiter, comme si j’habitais là depuis des années. J’aime bien cette anecdote parce que pour moi Münster c’est ça, une petite ville qu’on apprend vite à connaitre et dans laquelle je me sens comme chez moi. »