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Ökologisch-Demokratische
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Münster, 29.02.08
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P r e s s e m i t t e i l u n g -
An die Lokalredaktion
ödp gegen die Sonntagsöffnungszeiten zum Send und Adventsonntag
Entscheidung in der Ratssitzung im März
Ratsherr Gerd Kersting von der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) lehnt die Vorlage zur Genehmigungspraxis bei der Freigabe von Verkaufssonntagen nach dem Ladenöffnungsgesetz ab: „Durch die Sonntagsöffnung von Geschäften wird der Schutz des Sonntags weiter zurückgedrängt. Für die Beschäftigten und deren Familien werden so mehrere Wochenenden im Jahr zerstört. Gerade im Kontext der erst 2006 erfolgten Ausweitung der Ladenöffnungszeiten durch das Ladenschlussgesetz NRW ist jede weitere Ausdehnung abzulehnen.“
Nach Meinung des ödp-Kreisverbandes, aber auch Vertretern des Einzelhandels, finde durch die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten keine Umsatzerhöhung im Einzelhandel statt. Vielmehr verlagere sich das Einkaufsverhalten zu Lasten von inhabergeführten Einzelhandelsgeschäften auf die großen Ketten, die längere Öffnungszeiten gewährleisten können.
Auch unter dem Aspekt der Stadtentwicklung bewertet die ödp die Verwaltungsvorlage kritisch. Durch die Öffnung der Innenstadtgeschäfte würden andere Einkaufszonen – insbesondere solche der wohnortnahen Versorgung deutlich benachteiligt. Gerade im Zusammenhang mit der deutlichen Ausweitung von Einzelhandelsfläche in der Innenstadt (u.a. Arkaden, Stubengasse) sei hier die Grenze der Belastbarkeit für die dezentralen Einkaufslagen erreicht. Es sei auch nicht nachvollziehbar, warum die Innenstadt an Sendsonntagen geöffnet werde. Hier bestehe keine enge räumliche Verbindung zwischen dem Volksfest und der Innenstadt, die eine entsprechende Privilegierung der Innenstadt nachvollziehbar erscheinen lasse.
Der Stadtdechant der kath. Kirche; Dr. Schmacher, begründete jetzt in einem Brief an die ödp den Sonntagsschutz; „In der Verfassung Art. 140 steht, der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erbauung gesetzlich geschützt. Der gemeinsame arbeitsfreie Tag ist eine Wohltat für alle, auch für jene, die keinen Sonntagsgottesdienst besuchen.“
In seiner Sitzung am 12. März 2008 wird der Rat der Stadt Münster über eine Verwaltungsvorlage zur Öffnung der Läden in der Innenstadt an den Frühlings- und Herbst-Sendsonntagen entscheiden. Die zuständige Bezirksvertretung Münster-Mitte hat der Öffnung von 13 bis 18 Uhr bereits ohne Gegenstimmen zugestimmt.
Dazu Kersting: „Ich schließe mich allein schon aus christlicher Anschauung den Worten von Stadtdechant Schmacher an, im übrigen auch aus sozialen Gründen, denn die Gewerkschaftsmeinung scheint mir im Rat der Stadt Münster überhaupt nicht mehr vertreten.“
gez. Michael Krapp
- Pressesprecher - |
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