| |
Ökologisch-Demokratische
Partei
- Kreisverband Münster-Steinfurt-Warendorf -
Junkerstr.3, 48153 Münster
- Geschäftsstelle - |
Telefon:
0251/201 73 57
E-Mail: oedp@muenster.org
Homepage: www.muenster.org/oedp
|
Münster, 31.10.07
-
P r e s s e m i t t e i l u n g -
An die Lokalredaktion
ödp kritisiert Stadtwerkebeteiligung an der Steinkohle
Ökostromkunden sind verprellt
Die Ökologisch-Demokratische Partei (ödp) Münster bedauert die Entscheidung des Rates, dass die Stadtwerke sich finanziell am Bau eines neuen Steinkohlekraftwerks in Hamm beteiligen sollen.
„Im Anbetracht der augenblicklichen öffentlichen Diskussion um den Klimawandel erscheint dieser Einstieg in eine Technologie von Vorgestern geradezu grotesk“, so Ratsherr Gerd Kersting von der ödp.
Anfang März beschloss der EU-Rat, die CO2 Emissionen bis 2020 um ein Fünftel im Vergleich zu 1990 zu senken. Die Bundesregierung ist auf ihrem jüngsten Klimagipfel im August dieser Vorgabe gefolgt. Selbst neueste Technologien lassen zum Einen den Wirkungsgrad von Großkraftwerken kaum über 40% steigen und zum Anderen entsteht bei der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen immer CO2.
„Auch wenn die Lobby der Energieriesen uns weismachen will, dass moderne Kohlekraftwerke CO2-neutral seien, so wird mit rund 60% der eingesetzten Kohle die Atmosphäre aufgeheizt“, so Kersting weiter.
Die Alternativen sind hinlänglich bekannt: Energieeffizienz und -einsparung, Biomasse, Sonne, Wind und Wasser, sowie die dezentrale Versorgung mit Klein- und Blockheizkraftwerken mit Wirkungsgraden jenseits der 80%.
„Die Energieverschwendung belastet das Klima genauso wie den Geldbeutel der Gemeinden und Verbraucher. Münster hat durch den Ratsbeschluss von letzter Woche leider die Chance verpasst, seiner Auszeichnung als Klimahauptstadt gerecht zu werden sowie in Zukunft weitere Preise einzufahren. Außerdem ist die Beteiligung an der Steinkohleverbrennung in Hamm kontraproduktiv gegenüber der gerade von den Stadtwerken neu gegründeten Erneuerbaren Energie GmbH, ein Affront gegenüber den Ökostromkunden der Stadtwerke Münster“, so Ratsherr Kersting abschließend.
|
|