Ökologisch-Demokratische Partei
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Münster, 17.08.2006

An die Lokalredaktion

Weniger ist oft mehr

ödp mit Änderungsantrag zur Stubengassenbebauung

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ödp) Kreisverband Münster setzte sich am Mittwoch im Finanzausschuss als einzige Partei mit einem Änderungsantrag dafür ein, entgegen der Vorlage seitens der Stadtverwaltung keine weiteren Gespräche mehr mit dem Investor Harpen AG zu führen, mit dem Ziel das Areal „Stubengasse + Umfeld“ (Vorlage 613/2006) nicht zu bebauen.

Die ödp war während der Offenlegung zu diesem Bauvorhaben die einzige Partei in Münster, die eine Anregung beim Planungsamt eingereicht hatte, um dieses hochwertige Areal für die Münsteraner optimal auszugestalten.

„Der derzeitige Stubengassenparkplatz muss frei gehalten werden, um der Stadtplanung nicht die Möglichkeit zu nehmen, zukünftigen aus dem Platz eine so genannte 'Grüne Oase' zu schaffen. Die Bäume könnten geschont und ein Park zur Erholung von Bürgern und Gästen Münsters genutzt werden. Beispielsweise könnten Events wie der Kinderspielplatz oder das Beach-Volleyballfeld im Stadthaushof umgelagert und damit Kosten eingespart werden“, so der Münsteraner Ratsherr Gerd Kersting im Finanzausschuss in seiner Begründung zum Antrag der ödp.

Auch wenn die Stadt derzeit noch kein Geld für solch ein Projekt habe, müsse die dadurch gesteigerte Attraktivität der Stadt auch aus wirtschaftlichen Gründen im Auge behalten werden. „Das ist Einklang von Ökonomie und Ökologie, denn weniger ist oft mehr“, so Kersting weiter in seinem Statement.

Das oft zitierte Einzelhandelskonzept sei durch die Sparkassen-Arkaden und das geplante Hanseviertel erfüllt und mache eine Bebauung der Stubengasse überflüssig. „Ein Negativbeispiel von Bebauung wie in Aachen, wo historische mit moderner Bauweise auf unerträgliche Weise zusammengepresst sind, soll sich in Münster nicht wiederholen“, so Kersting abschließend.

Die ödp wünscht sich für Münster eine familienfreundliche Stadtplanung.