Ökologisch-Demokratische Partei
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Münster, 15.11.2005

- P r e s s e m i t t e i l u n g -

An die Lokalredaktion


ödp überdenkt Stubengassenbebauung

Weniger ist oft mehr

Auch die Ökologisch-Demokratische Partei (ödp), Kreisverband Münster, setzt sich für die Neugestaltung des Stubengassenparkplatzes ein.

"In der drohenden Zerschlagung der Harpen-Immobilien sehe ich eine Chance für alle Beteiligten, die Bebauung den veränderten Realitäten in Münster anzupassen, denn weniger ist oft mehr", so der Münsteraner Ratsherr Gerd Kersting in einer Pressemitteilung.

Die ödp möchte, wie es auch in den Planungsunterlagen heißt, eine "Erhöhung der Aufenthaltsqualität in der City" erreichen. Allerdings soll dies nicht durch eine weitere massive Betonierung von Innenstadtflächen geschehen, sondern durch eine angepasste behutsame Aufwertung gerade dieses Platzes erreicht werden.
Aus Gutachten, die laut Offenlegung ab 1989 erstellt wurden, geht hervor, dass es in der Innenstadt Bedarf für weitere Einzelhandelsgeschäfte gibt. Es wird ein Bedarf trotz des Baus der Münsterarkaden "unterstellt" (Zitat aus den Offenlegungsunterlagen).

Die ödp glaubt, dass diese "Unterstellung" an der Realität vorbei gehe. Auf Grund der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung würde die Kaufkraft zukünftig deutlich zurückgehen. Erste Auswirkungen sind schon heute an den Leerständen und ständig wechselnden Mietern im Innenstadtbereich zu erkennen.

"Durch die beabsichtigte Vermietung der Gewerbeflächen an Ankermieter wird der mittelständische lokale Einzelhandel weiter geschwächt", so Kersting in seiner Pressemitteilung weiter. Die ödp fordert statt der beiden massiven Baukörper den Erhalt der 33, laut Umweltbericht, "raumprägenden Bäume", die der Bebauung zum Opfer fallen sollen. Sie befürwortet die Gestaltung des nördlichen Teils des Platzes als parkähnliches Gelände mit Spielmöglichkeiten für Kinder, Ruhebänken, Wasserläufen und einem Gebäude mit Cafe und Außengastronomie.

Durch dieses Konzept entstünde eine wirkliche Verbindung zwischen Ludgeri- und Salzstrasse und zudem ein innerstädtischer Ort, der tatsächlich zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität in der City beitrüge und so dem Ziel einer Stärkung Münsters als Oberzentrum der Region entspräche, so Kersting abschließend.


i. A. gez. Sieglinde Nowak
(ödp-Pressesprecherin)