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Münster, 08.11.2005

ödp sagt NEIN zum FMO-Ausbau

Ratsherr Kersting entscheidet gegen die Ratsvorlage

Dem Ausbau der Start- und Landebahn des Flughafens Münster/Osnabrück wird der Münsteraner Ratsherr der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp), Gerd Kersting, bei der Ratssitzung (09.11.05) nicht zustimmen.

"In Anbetracht der aktuellen Haushaltslage mutet man der Tochtergesellschaft Stadtwerke Münster eine Menge zu", so Kersting heute im zuständigen Ausschuss für Finanzen.

Die Stadtwerke werden mit ihrem Anteil am Bau der Start- und Landebahn bis zu 20 Millionen Euro aufbringen müssen. Auch die Beteiligungsgesellschaften aus Steinfurt und Warendorf werden ihren Teil dazu beitragen. Bei Verlusten steht die Flughafengesellschaft bei allen drei Kommunen in der finanziellen Pflicht, was Kunden wie Bürger zu spüren bekommen werden.

Die von Ratsherrn Kersting prognostizierte Verlustrechnung begründet er durch den sehr wahrscheinlichen Rückgang von Fahrgastzahlen. "Auch mit einer 3000-Meter-Bahn werden wir keine Interkontinentalflüge bekommen. Ebenso wird durch die weltweit immer geringeren Ölvorräte die Förderung von Öl immer aufwendiger und damit teurer, womit der Benzin- bzw. Kerosinpreis noch mehr steigt. Des Weiteren wird die demnächst europaweit eingeführte Kerosinsteuer für den Flugverkehr ihren Teil dazu beitragen. Dann will sich kaum noch jemand einen Flug in den Urlaub leisten."

Die umweltpolitischen Aspekte dürften jedem klar sein: Der Flugverkehr ist der Klima-Killer Nr. 1. "Unsere heutigen Umwelt-Sünden werden wir zwar erst in 10 Jahren zu spüren bekommen, doch wenn Politik vorausschauend handeln will, darf nicht nur in Legislaturperioden entschieden werden. Die konventionelle Politik argumentiert lediglich mit Arbeitsplatzbeschaffung. Würden jedoch die geplanten finanziellen Mittel (60 Mill. Euro) in moderne, regenerative Techniken investiert, entstünden ebenso viele Arbeitsplätze. Wenn wir unseren Kindern ihre Lebensgrundlagen erhalten wollen, geht das nur mit Ökologie im Einvernehmen mit Ökonomie, nicht mit Wachstum auf Kosten des Klimas", so Kersting abschließend.


gez.
Sieglinde Nowak
(ödp-Pressesprecherin)