| |
Ökologisch-Demokratische
Partei
- Kreisverband Münster-Steinfurt-Warendorf -
Junkerstr. 3, 48153 Münster
- Geschäftsstelle - |
Telefon: 0251/2017357
E-Mail: oedp@muenster.org
Homepage: www.muenster.org/oedp
|
- P r e s s e m i t t e i l u n g -
An die Lokalredaktion
Münster, 08.11.2005
ödp
sagt NEIN zum FMO-Ausbau
Ratsherr Kersting entscheidet gegen
die Ratsvorlage
Dem Ausbau der Start- und
Landebahn des Flughafens Münster/Osnabrück wird der Münsteraner
Ratsherr der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp), Gerd Kersting,
bei der Ratssitzung (09.11.05) nicht zustimmen.
"In Anbetracht der aktuellen Haushaltslage mutet man der Tochtergesellschaft
Stadtwerke Münster eine Menge zu", so Kersting heute im zuständigen
Ausschuss für Finanzen.
Die Stadtwerke werden mit ihrem Anteil am Bau der Start- und Landebahn
bis zu 20 Millionen Euro aufbringen müssen. Auch die Beteiligungsgesellschaften
aus Steinfurt und Warendorf werden ihren Teil dazu beitragen. Bei Verlusten
steht die Flughafengesellschaft bei allen drei Kommunen in der finanziellen
Pflicht, was Kunden wie Bürger zu spüren bekommen werden.
Die von Ratsherrn Kersting prognostizierte Verlustrechnung begründet
er durch den sehr wahrscheinlichen Rückgang von Fahrgastzahlen. "Auch
mit einer 3000-Meter-Bahn werden wir keine Interkontinentalflüge
bekommen. Ebenso wird durch die weltweit immer geringeren Ölvorräte
die Förderung von Öl immer aufwendiger und damit teurer, womit
der Benzin- bzw. Kerosinpreis noch mehr steigt. Des Weiteren wird die
demnächst europaweit eingeführte Kerosinsteuer für den
Flugverkehr ihren Teil dazu beitragen. Dann will sich kaum noch jemand
einen Flug in den Urlaub leisten."
Die umweltpolitischen Aspekte dürften jedem klar sein: Der Flugverkehr
ist der Klima-Killer Nr. 1. "Unsere heutigen Umwelt-Sünden werden
wir zwar erst in 10 Jahren zu spüren bekommen, doch wenn Politik
vorausschauend handeln will, darf nicht nur in Legislaturperioden entschieden
werden. Die konventionelle Politik argumentiert lediglich mit Arbeitsplatzbeschaffung.
Würden jedoch die geplanten finanziellen Mittel (60 Mill. Euro) in
moderne, regenerative Techniken investiert, entstünden ebenso viele
Arbeitsplätze. Wenn wir unseren Kindern ihre Lebensgrundlagen erhalten
wollen, geht das nur mit Ökologie im Einvernehmen mit Ökonomie,
nicht mit Wachstum auf Kosten des Klimas", so Kersting abschließend.
gez.
Sieglinde Nowak
(ödp-Pressesprecherin)
|
|