- P r e s s e m i t t e i l u n g - Münster, 04.05.2005 An die Lokalredaktion
ödp stellt Patientenverfügung in Frage Der Kreisverband der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) hat sich auf ihrer Veranstaltung "Menschenwürde in der Biopolitik" mit dem Leben von Anfang bis Ende auseinandergesetzt. Auf Einladung von Ratsherrn Gerd Kersting, auch Landtagsdirektkandidat für den Wahlkreis Münster-Nord, wurde mit Herrn Emmerling, Theologe aus Hagen, von der Vereinigung "Kritische Bioethik", grundsätzliche ethische Fragen diskutiert. Mit der These: "Die Würde des Menschen in all seinen Lebensphasen muss geschützt werden", wie auch mit dem Thema "Woher kommen die Begründungen für die Setzung bioethischer Werte in unserer Gesellschaft" beschäftigen sich die Teilnehmer/innen intensiv. Zur programmatischen Überzeugung der
ödp gehört der Schutz des ungeborenen Menschen schon nach der
Vereinigung der Erbinformationen. Dies sollte in unserer Gesellschaft
ein ethisches Maxime sein, so die Positionsbestimmung der Diskussionsteilnehmer.
Darüber hinaus wurde die Unsicherheit der Bevölkerung bei Organtransplantationen
und der Hirntod-Theorie festgestellt. Eine sachliche Aufklärung der
Bevölkerung wäre hier ebenso wichtig, wie ein Selbstbestimmungsrecht
des "Spenders", d. h. Sterbende müssen vor der Entnahme
von Organen bei lebendigem Leibe geschützt werden. Die kritische Auseinandersetzung mit der "Patientenverfügung", die eine Humanisierung aktiver Sterbehilfe aufweißt, sollte den Menschen von verantwortlicher Stelle offen mitgeteilt werden. "Die ödp", so Gerd Kersting, "und die Vereinigung Kritischer Bioethik werden in Zukunft eng zusammenarbeiten, um für eine kritische Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen." Sieglinde Nowak |
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