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Zeitungsmeldung
aus den "Westfälischen Nachrichten" vom 05. April 2005:
Neun
Parteien und ein Einzelkämpfer
-kb- Münster. Der Countdown für die Landtagswahl
am 22. Mai läuft. Seit gestern um 18 Uhr steht fest, dass im Wahlkreis
Münster-Nord zehn Politiker(innen) um die Gunst der Wähler buhlen, im
Wahlkreis Münster-Süd sind es neun. Damit ist die Bewerberliste geschlossen.
Nach Auskunft von Manfred Meyer, Leiter des städtischen Hauptwahlbüros,
hängt der zahlenmäßige Unterschied zwischen Nord und Süd damit zusammen,
dass im Wahlkreis 84 der parteilose Einzelbewerber Harry Seemann antritt.
Alle weiteren Kandidaten wurden von Parteien bestimmt.
Hier eine Übersicht:
Wahlkreis 84 (Münster-Nord):
Marie-Theres Kastner (CDU), Dr. Anna Boos (SPD), Maria Klein-Schmeink
(Bündnis 90/Die Grünen), Sebastian Steinzen (FDP), Thomas Zehetbauer (PDS),
Markus Pohl (NPD), Ursula Wagener (Republikaner), Gerd
Kersting (ÖDP), Johann Spengler (Wahlalternative Arbeit und soziale
Gerechtigkeit WASG) sowie Harry Seemann.
Wahlkreis
85 (Münster-Süd): Prof. Dr. Thomas Sternberg (CDU), Svenja Schulze
(SPD), Rüdiger Sagel (Bündnis 90/Die Grünen), Arne Reuter (FDP), Arthur
Achziger (PDS), Dennis Dormuth (NPD), Marcus Lürenbaum (Republikaner),
Sieglinde Nowak (ÖDP) und Lorenz Müller-Morenius
(WASG).
16 der 19 Kandidaten wohnen in Münster. Nur die NPD (Pohl und Dormuth)
sowie die Republikaner (Wagener) schicken Nicht-Münsteraner ins Rennen.
Landtagskandidaten, so Manfred Meyer, müssen ihren ersten Wohnsitz in
Nordrhein-Westfalen haben. Nähere Vorschriften mache das Wahlrecht nicht.
Kompliziert ist die Grenzziehung zwischen den Wahlkreisen Nord und Süd.
Einfach haben es die Münsteraner in den Bezirken Nord und Ost (Wahlkreis
84) sowie die Anwohner in den Stadtbezirken Hiltrup und Südost (85). Die
Stadtbezirke West und Mitte hingegen werden geteilt. Die Trennlinie verläuft
zwischen Gievenbeck und Roxel, zieht sich durch den Aasee, über die Promenade
und durchschneidet die Wohngebiete zwischen Warendorfer und Wolbecker
Straße.
Dienstag,
05. April 2005 | Quelle: Westfälische Nachrichten (Münster)
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