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Ökologisch-Demokratische Partei
Kreisverband Münster, Steinfurt und Warendorf
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An die Lokalredaktionen
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P r e s s e e r k l ä r u n g -
Schuldungabbau
statt Flughafenausbau
ödp auch aus Kostengründen
gegen die Startbahnverlängerung
Der Planfeststellungsbeschluss
des Landesverkehrsministeriums eröffnet den Betreibern des Flughafens
Münster/ Osnabrück (FMO) die Möglichkeit, die Start- und
Landebahn um 1.430 m zu verlängern, um damit Interkontinentalflüge
zu ermöglichen.
"Sollte dieser Beschluss in
die Tat umgesetzt werden, ist dies umwelt- und finanzpolitisch ein Schritt
in die falsche Richtung", so der Münsteraner Ratsherr und Vorsitzende
des Kreisverbandes der ödp (Ökologisch-Demokratische Partei)
Münster-Steinfurt-Warendorf, Gerd Kersting ausdrücklich in seiner
Pressemitteilung.
Die ödp steht für eine nachhaltige Politik, vor allem in Bezug
auf die Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft unserer Gesellschaft.
In diesem Zusammenhang verweist Kersting auf zwei wesentliche Aspekte
bei der Diskussion über den Ausbau des FMO:
In Zeiten knapper werdender Ressourcen
und beschleunigter Klimaveränderung ist es nach Auffassung der ödp
unverantwortlich, auf ein weiteres Wachstum bei Fracht- und Interkontinentalflügen
zu setzen, zumal es im 250 km Umkreis von Münster bereits genug Flughäfen
mit entsprechenden Landemöglichkeiten gibt.
"Die Globalisierung der Märkte
wird fortschreiten, aber werden sich die Manager der Zukunft nicht eher
der elektronischen Kommunikation widmen, als um den halben Globus zu fliegen?
Wäre das Geld für den Ausbau des FMO nicht sinnvoller in regionaler
Infrastruktur investiert?" fragt Ratsherr Kersting. Dies würde
durch die Förderung der regionalen Wirtschaft bei gleichzeitig besserer
Erreichbarkeit der vorhandenen Großflughäfen zwei positive
Effekte haben.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt, der eine Diskussion über den Ausbau
des FMO müßig macht, sind die chronisch leeren Haushaltskassen.
Die Stadt Münster ist neben dem Kreis Steinfurt die größte
Anteilseignerin am Flughafen und selbst bei einem starken Engagement der
hiesigen Wirtschaft kann der städtische Haushalt ein weiteres Prestigeobjekt
wie den Flughafenausbau nicht schultern.
Im März finden im Rat die Haushaltsberatungen für das Jahr 2005
statt. Es wird wahrscheinlich trotz aller Sparmassnahmen und finanzpolitischer
Spagate der Münsteraner Kämmerin, Frau Bickeböller, der
letzte ausgeglichene Haushalt sein. Ab 2006 wird die Stadt Münster,
wie alle kreisfreien Städte NRWs (außer Düsseldorf) ein
Haushaltssicherungskonzept vorlegen müssen.
Dies bedeutet, dass die Verwaltungsausgaben der Stadt die Einnahmen trotz
Vermögensveräußerungen übersteigen werden und der
Regierungepräsident ein Konzept zur Kostensenkung einfordert. Die
Erfahrung der letzten 10 Jahre zeigt, dass keine einzige der Städte
NRWs, die je ein solches Konzept vorlegen mussten, danach noch einmal
einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen konnte!
Statt eines weiteren Marsches in
die Schuldenfalle fordert die ödp daher, alle Möglichkeiten
auszuschöpfen, auch in Zukunft einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen
und zumindest mittelfristig Schulden abzubauen.
"Kann es eine unsozialere Politik, als die auf dem Rücken nachfolgender
Generationen geben?" fragt Kersting in seiner Pressemitteilung. Und:
"Wenn die Stadt eine seriöse und glaubwürdige Wirtschaftspolitik
betreiben will, stellt sich die Frage eines Flughafenausbaus zur Zeit
gar nicht, zumal die Wirtschaftlichkeitsberechnungen offensichtlich auf
tönernen Füßen stehen und die Folgekosten für die
Stadt unabsehbar sind", so Kersting abschließend.
gez. Sieglinde Nowak
(Pressesprecherin des Kreisverbandes ödp Münster-Steinfurt-Warendorf)
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