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Ökologisch-Demokratische Partei
Kreisverband Münster, Steinfurt und Warendorf
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An die Lokalredaktionen
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P r e s s e e r k l ä r u n g -
Dementi der ödp Münster
zum Bericht vom 08.01.2005
Gerd Kersting (ödp) ist der preisgünstigste
Ratsherr
Der Bericht in den Westfälischen
Nachrichten zum Thema Aufwandsentschädigung der Ratsleute im Münsteraner
Rathaus enthielt einen Fehler:
Ratsherr Gerd Kersting (Ökologisch-Demokratische Partei) ist zwar
stellvertretender Vorsitzender der UWG-MS/ödp Fraktion, bekommt aber
nicht die doppelte Entschädigung; wie berichtet wurde. "Das und nichts anderes entspricht den Tatsachen,
wie in der Gemeindeordnung NRW und Hauptsatzung der Stadt Münster
nachzulesen ist", so Kersting in seiner Pressemitteilung.
Hiernach ist diese Funktion - stellvertretender Fraktionsvorsitz - erst
ab einer Fraktionsstärke von 10 Mitgliedern mit der doppelten Vergütung
ausgewiesen (§ 45 der Gemeindeordnung in Verbindung mit § 10
der Hauptsatzung der Stadt Münster).
Da die Fraktion UWG-MS/ödp jedoch lediglich aus drei Ratsmitgliedern,
Fritz Pfau (Fraktionsvorsitzender), Hannelore Wiesenack-Hauß und
Gerd Kersting besteht, stehen nur dem Ratsherrn Fritz Pfau erhöhte
Entschädigungen zu. Ratsfrau Wiesenack-Hauß und Ratsherrn Kersting
stehen lediglich der Regelsatz von monatlich 406 Euro als Aufwandsentschädigung
für ihre ehrenamtliche Tätigkeit zu. Und das mit gutem Grund,
denn die Kommunalpolitiker gehen im Gegensatz zu Landes- und Bundespolitiker
meist weiter ihrem Beruf nach. So hat ein Kommunalpolitiker auch oftmals
eine 60 bis 80 Stunden Woche.
"Die ödp ist in jedem
Fall für die Offenlegung der gesamten Einnahmen von Berufspolitikern,
denn sie werden für ihren Fulltimejob aus Steuergeldern bezahlt",
so Kersting weiter. "Nebenverdienste beeinflussen unter Umständen
die Unabhängigkeit von Politikern und sollten schon alleine aus Gründen
der Glaubwürdigkeit offen gelegt werden.
Ein weiteres Problem stellt die derzeitige Diskussion zur Verdoppelung
des Politikerverdienstes dar. Wenn die Politikergehälter, zum Beispiel
auf Landesebene, den (steuerpflichtigen) Einkünften von Managern
gleich gestellt werden sollen, dann kann das doch nur mit einem Verbot
von Aufsichtsratsposten und sonstigen Nebeneinkünften auch auf Honorarbasis
einhergehen. Grundsätzlich sollten Politiker, insbesondere in Spitzenpositionen
jederzeit für den Bürger da sowie unabhängig von der Wirtschaft
sein", so Kersting abschließend.
Hinweis:
Die Medien können ebenso ihren Beitrag zur Glaubwürdigkeit leisten,
indem sauber recherchiert wird. So erhält Ruprecht Polenz aus seiner
Nebentätigkeit als Vorsitzender des ZDF-Fernsehrats in einem Bericht
der WN 1.500 Euro und bei der MZ nur 1.000 Euro (Beide Berichte vom 08.01.05)
gez. Gerd Kersting
Ratsherr im Rat der Stadt Münster
Kreisvorsitzender ödp Münster
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