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Ökologisch-Demokratische Partei
An die Lokalredaktionen - P r e s s e m i t t e i l u n g v o m 0 4 . 0 5 . 2 0 0 4 -
Der Kreisverband der Ökologisch Demokratischen
Partei Münster-Steinfurt-Warendorf hat beschlossen, eine Initiative
"Stadt Münster das Münsterland gentechnikfrei!"
zu starten. Der Stadtrat soll aktiv werden und ein vertragliches Bündnis
aller landwirtschaftlichen Grundbesitzer anstoßen, um dieses Ziel
zu erreichen. Gleichzeitig mit dieser Anregung an den Rat werden alle
Bauernverbände, Biobauernverbände, Imkerbund, Naturschutzverbände
und Kirchen angeschrieben, um eine Informations-Veranstaltung zu initiieren. Das angekündigte neue Gentechnikgesetz, mit dem die Bundesregierung eine EU-Richtlinie zur Zulassung von genveränderten Organismen (GVO) umsetzt und ein Nebeneinander von ökologischen, konventionellen und gentechnisch veränderten Kulturen in Deutschland organisieren will, bringt nach Ansicht der ödp für alle Landwirte erhebliche Risiken mit sich. "Für die ökologisch wirtschaftenden Betriebe wird die Existenzgrundlage gefährdet, weil eine wilde Auskreuzung genmanipulierten Erbgutes auch nach Ansicht des Max-Planck-Instituts nicht verhindert werden kann und damit, trotz größter Anstrengungen der Betroffenen, die Richtlinien für den ökologischen Landbau nicht mehr eingehalten werden können", betonte Gerd Kersting. Aber auch für die konventionell wirtschaftenden
Landwirte entstehe durch den von interessierten Konzernen geförderten
Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ein massiver Kostendruck,
der sie über kurz oder lang trotz der bei den meisten Landwirten
vorhandenen Skepsis zur Verwendung von genmanipuliertem Saatgut drängen
wird. Stellt sich dann nach Jahren heraus, dass tatsächlich wilde
Auskreuzungen stattgefunden haben oder gar gesundheitlich negative Folgen
durch die Verwendung von genmanipulierten Pflanzen festgestellt werden
mussten, könnten auf diese Landwirte existenzbedrohende Schadenersatzforderungen
zukommen. Bitte veröffentlichen Sie diese Pressemitteilung
in Ihrer nächsten Ausgabe.
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