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Presseerklärung
ödp-Münster
startet in den EU-Wahlkampf
Kreisvorsitzender Kersting kritisiert
EU-Verfassung
Münster: In ihrer ersten Sitzung
im Jahr der Europawahl 2004 beschäftigte sich der Kreisverband Münster
der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) mit der künftigen
europäischen Verfassung.
Die Europäische Union braucht dringend eine Verfassung, auf
die sich die Mitgliedstaaten stützen können, so der Kreisvorsitzende
Gerd Kersting. Allerdings kann niemand mit dem vorliegenden Entwurf
zufrieden sein. Erstens bekenne sich die Verfassung nicht zu den
demokratischen Grundrechten, stattdessen aber zu neoliberalen Grundfreiheiten
im Bereich des Handels. Zweitens werde der Einfluss der Politik gegenüber
der Wirtschaft minimiert. Der GATS-Vertrag beispielsweise schränkt
die Sozial- und Umweltstandards ein; Gesundheits- und Verbraucherschutz
spielen auch keine Rolle mehr. kritisiert Kersting.
Durch die geplante Privatisierung von Bildungseinrichtungen befürchtet
der Kreisvorsitzende, dass die Bildungsfreiheit in Deutschland nicht mehr
zu gewährleisten sei. Die Errungenschaften der sozialen Marktwirtschaft
werden auf dem Altar des Neoliberalismus geopfert, formuliert Kersting
in seiner Pressemitteilung.
Die ödp setzt sich für eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung
ein. Vorher müssten jedoch die Bürgerinnen und Bürger umfassend
informiert werden. Nur eine mündige Bevölkerung kann über
die EU-Verfassung entscheiden.
Auch personell starte die ödp Münster in den
EU-Wahlkampf: Intern hofft die Beisitzerin im Kreisvorstand Sieglinde
Nowak auf einen guten Platz auf der ödp-Liste zur Europawahl. Unser
Kreisverband wird sich am Bundesparteitag, der am 24./25 Januar in Karlsruhe
stattfindet, dafür einsetzen, dass Frau Nowak unter die ersten zehn
Kandidaten der Liste gewählt wird. so Kersting abschließend.
gez.
Dr. Andreas Kronshage
(stellvertretender Kreisvorsitzender)
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