Pressemitteilung der ödp zur geplanten 3. Nordtangente

Schwarzweißmalerei bringt Münster nicht weiter

Auch der Kreisverband der ödp Münster (Ökologisch-Demokratische Partei) wird fristgerecht zum 16.10.2002 eine Eingabe an das Stadtplanungsamt (Abteilung Verkehrsplanung) einreichen, da die geplante 3. Nordtangente zwischen Münster, Coerde und Kinderhaus verkehrsplanerisch und ökologisch keinen Sinn macht.

„Nach unseren eingehenden Recherchen ist die Beibehaltung der Planung für die sogenannte Entlastungstrasse Nord keine Lösung für die Entflechtung der Verkehrsströme im innerstädtischen Bereich. Die Verkehrszahlen, die bei den Bürgeranhörungen in den beiden o. g. Stadtteilen zutage kamen, sind nicht überzeugend“, so der verkehrspolitische Sprecher der ödp, Gerd Kersting.

Dahingegen sind nicht nur erheblich umweltpolitische Aspekte für eine zwingende Alternativlösung ausschlaggebend, sondern auch die unsoziale Behandlung der inzwischen dort ansässigen jungen Familien. Zudem seien die grundsätzlichen verkehrspolitischen Abwägungen nicht ausgereift. Anstatt, dass die Verkehrsplaner mehrere Alternativen gegeneinander auswägen, wird nur „Schwarz oder Weiß gemalt“, so die ödp in einer Pressemitteilung.

„3. Nordtangente, ja oder nein. So lassen sich die Bürgerinnen und Bürger in Coerde und Kinderhaus nicht abspeisen. Sie wollen, dass man ihnen zuhört, was bei den durchgeführten Bürgeranhörungen kaum möglich war. Fragen waren erlaubt, aber Statements wurden vom Bezirksvorsteher, Herrn Heupel schnell abgewürgt“, so Gerd Kersting weiter.

Die Alternativveranstaltung der ödp und UWG war daher eine willkommene Gelegenheit für viele Zuhörer, um sich Luft zu verschaffen und Ideen einzubringen. Auch ein CDU-Vertreter der Bezirksvertretung Nord (Hr. Kisnat) war zugegen, was auch dafür spricht, dass etablierte Parteien über den Tellerrand schauen können. Ein gutes Zeichen für demokratische Verfahren in der Politik, so Gerd Kersting abschließend zu dem Informationsabend.

Die ödp und UWG werden eigenständig ihre Einwände an das Stadtplanungsamt einreichen, nicht ohne ihre Alternativvorschlage zur Nordtangente abzugeben. (ödp-Spinnennetzsystem für Busse und UWG-Stadt-Regio-Bahn).

Die Vertreter der Bürgerinitiativen Lincoln und Meerwiese rufen ebenfalls zu einer aktiven Teilnahme am Eingabeverfahren (Abgabeschluss 16.10.2002) auf.



Gerd Kersting