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ödp fasste Beschluss gegen die Nordtangente Gegen den Bau der geplanten Nordtangente sprach
sich jetzt der Kreisverband der Ökologisch-Demokratischen Partei
Münster aus. Nicht nur mit Blick auf die leeren öffentlichen
Kassen sei dieses Mammutprojekt nicht mehr haltbar, so der Vorsitzende
der ödp Münster Gerd Kersting. In Zeiten, in denen Bürger
und Kommune, den Gürtel immer enger schnallen müssten, und spürbare
Kürzungen unter anderem im Sozial-, Kultur- und Umwelthaushalt anstehen,
sollte besser mit weniger hohem finanziellen Aufwand in alternative Verkehrskonzepte
investiert werden. Das würde dann allen nutzen, nicht nur den Autofahrern,
z. B. durch Reduzierung von Stauzeiten, sondern auch den umweltfreundlichen
Verkehrsteilnehmern. Auch würden dann jetzt noch relativ
ruhig liegende Wohngebiete wie am Lincoln-Quartier, an der Meerwiese oder
im Moorhock von den Lärmauswirkungen und gesteigerten Abgasmengen
beeinträchtigt. Zudem würde das gewachsene Coerde durch die
Trassenlage zerschnitten. Die Anwohner der betroffenen Gebiete befürchten
nicht zu Unrecht, dass sich das als Entlastungsstraße
bezeichnete Bauvorhaben als Belastungsstraße entwickeln
wird. Erfahrungsgemäß führt das Angebot neuer großer
Straßen schließlich zu einem zusätzlich höheren
Verkehrsaufkommen. Der ostwestfälische Schwerlastverkehr würde
über die geplante Trasse den Anwohnern vor Ort und der Kommune im
Allgemeinen besonders zur Last fallen. |
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