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Sicherheit

Die Sicherheit ist nicht nur für die Bundesrepublik Deutschland eine staatliche, sondern auch für die Gemeinde eine kommunale Aufgabe, die das Ordnungsamt, Polizei und Staatsanwalt in Zusammenarbeit für die Bürger von Münster leisten können.

Bei Sicherheitsproblematiken ist zwischen dem öffentlichen Raum (Straßen, Plätze, öffentliche Gebäude) und dem privaten Bereich zu unterscheiden. Gleichwohl hat der Staat die hoheitliche Aufgabe, auch den privaten Bereich zu schützen und zu respektieren (Beispiel: Häusliche Gewalt Ü siehe Frauen). Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger drückt sich jedoch nicht nur im Kriminalitätsbereich, sondern auch im Verkehrssektor aus.

Staatsanwalt, Ordnungsamt und Polizei arbeiten eng zusammen, um dem Wunsch der Bürger nach Sicherheit gerecht zu werden.

Fakt jedoch ist, dass immer noch zu viele Verletzte und Tote sowohl bei Verkehrsunfällen wie auch bei Straftaten zu verzeichnen sind.

Im Straßenverkehr ist kaum eine Reduzierung der in der Unfallstatistik registrierten Fälle zu erzielen, es sei denn der Verkehr nehme ab. Die Zahlen der Fahrzeugzulassungen sprechen jedoch nicht dafür (Ü siehe Verkehr und/oder auch im Bundesprogramm).

Die polizeiliche Kriminalstatistik für Münster (2003) weist den bislang höchsten Wert an so genannten Fallzahlen auf. Diese Entwicklung geht einher mit einem Rückgang der Aufklärungsquote. Der enorme Anstieg der Fahrraddiebstähle in Münster träge seinen Teil zur Statistik bei.

Die Vergleichszahlen bei der Gewaltkriminalität zeigen hier zwar einen Rückgang auf, in den Jahren davor (vor 1999) war sie aber immer noch niedriger als heute. Anteilig bilden die Körperverletzungs- und Raubdelikte bei den Gewalttaten den Schwerpunkt.

Die Straßenkriminalität (10.141 Fälle gegenüber 11.012 Fällen, meist Diebstahlsdelikte) wie auch die Wohnungseinbrüche (524 Fälle gegenüber 591 Fällen) sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Auffällige Zunahmen sind bei Körperverletzungen (+18,3 %) sowie Eigentumsdelikten (Fahrraddiebstähle + 23,4 %, Wohnungseinbrüche + 12,8 %) zu verzeichnen gewesen.

Die Ausländerkriminalität lag 2003 bei 29 %, ist jedoch um etwa 10 % (Straftaten nach dem Ausländer- oder Asylverfahrengesetz) zu relativieren. Bei Nichtdeutschen liegen die Schwerpunkte im Bereich Diebstahl, Körperverletzung und Rauschgiftdelikte.

Die ödp in Münster meint dazu:

Ein demokratischer Rechtsstaat braucht gerade in einer Stadt wie Münster eine leistungsfähige Zusammenarbeit zwischen Behörden und nicht behördlichen Institutionen, damit für Sicherheit und Ordnung und damit für die Freiheit aller Bürger gesorgt werden kann.

Fähige soziale Strukturen einer Stadt sind die Grundlage für eine gute Sicherheitspolitik. So verurteilen wir auch die Feindbildpflege gegen Polizei und Justiz (Ü siehe Bundesprogramm).

Die Gewaltbereitschaft gegen Personen und Sachen, gerade bei jungen Menschen (siehe Kriminalstatistik Münster), nimmt immer mehr zu. Ursache ist oft, dass in der Gesellschaft (Familie, Schule etc.) die Körperverletzung immer noch als ein geringeres Delikt angesehen wird, als ein Eigentumsdelikt (z. B. Diebstahl). Ein Ungleichgewicht der Rechtsgüter, welches sich auf der kleinsten sozialen Ebene widerspiegelt. So wird oftmals die einfache Körperverletzung, obwohl meist schmerzhafter als der Diebstahl, vor dem Schiedsmann geschlichtet.

Um diesem Dilemma zu begegnen, ist die Politik gefragt, denn ohne die nötige Unterstützung sind Schulen und soziale Einrichtungen oftmals überfordert sowie Polizei und Justiz überlastet.

Das Lernen von sozialem Verhalten in der Gruppe ist Grundlage einer gesunden sozialen Gesellschaft auch im Erwachsenenalter. Das gilt für alle Gesellschaftsschichten und Nationalitäten. Hier sind besonders die Schulen und Kirchen sowie Sport- und Kulturvereine gefragt. Soziales Engagement in diesen Institutionen muss besonders gefördert und belohnt werden (Ehrenamtsamtsarbeit), denn gegenseitige Rücksichtnahme hat in einer gewachsenen Gesellschaft hohe Priorität. Heranwachsende haben so eine adäquate Grundlage, mit einem gesunden Rechtsempfinden ihre eigene Sozialkontrolle zu entfalten. Das fängt in der Familie an, darf aber bei den Schulen, Vereinen und sozialen Einrichtungen sowie den Kirchen nicht aufhören. Allgemeinbildung in Familie und Schule sowie die Nachbarschaftshilfe können positiv dazu beitragen. (Ü siehe Bundesprogramm).

Mehr Bürgerbeteiligung gibt mehr (Selbst-)Sicherheit für den Einzelnen, aber auch für die Gemeinschaft. Transparenz durch Aufklärung fördert die direkte Demokratie, für die sich die ödp auch in Münster einsetzt.


ödp-Konzept:


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