Energie
Die heutige Energiegewinnung beruht zu 95% auf der Nutzung von fossilen und atomaren Energieträgern. Das belastet Natur und Umwelt, weil zum einen bei jeder Verbrennung Abwärme und Treibhausgase entstehen und zum anderen die Endlagerung von atomarer Brennelemente nicht abschließend geregelt ist.
Die Energieversorgung (Gas und Strom) der Münsteraner Bevölkerung ist derzeit über die Stadtwerke (Tochtergesellschaft der Stadtverwaltung) geregelt. Die Hoheit der öffentlichen Hand über das Produkt Energie als kostbares Gut ist nicht als Tafelsilber zu "verscherbeln", wie das Ergebnis des letzten Bürgerentscheids zur Privatisierung der Stadtwerke Münster zeigte.
Die Option von Öko-Strom stellt eine gute Alternative zu anderen Stromversorgern dar.
Münsters Stromproduktion läuft derzeit nicht über die Verbrennung von Müll, weil das die Bürger der Stadt so durchgesetzt haben.
Die ödp in Münster meint dazu:
Erhalt der Stadtwerke in öffentlicher Hand
Dezentralität von Fernwärme-Heizkraftwerken im Stadtgebiet
Kein Bau einer Müllverbrennungsanlage
Kein Brennelementezwischenlager/Atomkraftwerk im Münsterland. Keine Atomtransporte in und um Münster. (Ü siehe Sicherheit Ü siehe Umwelt und Naturschutz)
Auch lokal müssen Schadstoffe wie Kohlendioxid reduziert werden. Münster hat hier mit seiner Auszeichnung als Klimahauptstadt eine Vorbildfunktion zu erfüllen.
Oberstes Ziel muss es sein, auch in Münster dafür zu sorgen, den CO2-Ausstoß zu verringern. Alle Kommunen im Münsterland müssen hier an einem Strang ziehen, sonst können das Land, der Bund und die "eine Welt" nicht die Ziele von Kioto und Johannesburg verwirklichen. Keiner der erneuerbaren Energieträger sollte dabei bevorzugt werden. Vielmehr muss ein ausgeklügeltes und effizientes Netz aus den verschiedenen Energieträgern geknüpft werden. Hier sind Naturwissenschaft, Politik, Wirtschaft, Wohnungs- und Städtebau zur Zusammenarbeit aufgefordert.
Eine Privatisierung der Energieversorgung kommt jedoch aus umwelt- und sicherheitspolitischen Gründen nicht in Frage (Ü siehe Gesundheit Ü siehe Sicherheit).
Erneuerbare Energien erzeugen im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen keine Klimaschädigungen (Emissionen). Regenerativer Strom kann regional produziert werden und erfordert keine teuren, aufwändigen und landschaftszerstörenden Überlandleitungen in abgeschiedene Regionen, denn die Energie kann oft direkt vor Ort produziert werden. Die für den langen Transport von Strom erforderliche Zerschneidung der Landschaft kann hier unterbleiben und ist gegenüber einer so genannten "Verspargelung der Landschaft" durch Windkraftanlagen das schlimmere Übel. Regenerative Anlagen sind nicht nur aus Umweltschutzgründen der fossilen und atomaren Stromerzeugung, sondern aus Sicherheitsgründen insbesondere den Atomkraftanlagen, vorzuziehen (Ü siehe Sicherheit).
Windkraftanlagen sind trotz ihrer Hemmnisse weiterhin zu fördern. Ihre Standorte sind jedoch so zu wählen bzw. zu konzentrieren, dass Gesundheitsschäden, z. B. durch Schlagschatten oder Lärm, verhindert werden.
Im städtischen Bereich (Münster) sind die effizienteren Technologien wie Wärme-Kraft-Kopplung, Solarthermie (Nutzung von Sonnenwärme z. B. mit Wasserstofftechnik, Siliziumtechnik, Wärmespeicher u. a.), Geothermie (Erdwärme, Abwärme) oder Biogasanlagen für die Energieversorgung der Bevölkerung vermehrt so einzusetzen, dass durch eine intelligente Vernetzung der verschiedenen Energieformen das Ziel erreicht wird, die jeweils verfügbare Energiequelle optimal zu nutzen. So sind moderne, ökologisch verträgliche Wasserkraftanlagen in geeigneten Regionen ebenfalls zu fördern
Deshalb:
Volle Kraft für erneuerbare Energien! Sparsamkeit und Dezentralität sind unsere Prinzipien!

ödp-Konzept:
CO2-Reduzierung durch mehr Nahwärmeanschlüsse, mehr Blockheizkraftwerke sowie einen hohen Anteil an Erdgaswärme im Stadtgebiet; d. h. auch Kohlendioxideinsparung durch mehr Photovoltaik- bzw. Solaranlagen in der Innenstadt, Windkraftanlagen am Stadtrand und durch Verringerung des Autoverkehrs
Begrünung öffentlicher Gebäude, denn ein immergrüner Pflanzenwuchs kann bis zu 35 % Heizenergie sparen, im Sommer sogar bis zu 70 % Kühlenergie liefern
Pilotprojekte zur Nutzung der Solarenergie in öffentlichen Gebäuden und Aufbau von Solartankstellen
Stadtweite Aufklärungskampagne über Einsparungsmöglichkeiten bei Strom und Wasser
Unterstützung privater und gewerblicher Nutzung der Solar-, Biogas- und Windenergie durch städtische Beratung und finanzielle Zuschüsse
Bei Errichtung neuer Wohnprojekte die Energieproduktion möglichst durch Blockheizkraftwerke (doppelt so hohe Energieeffizienz als bei herkömmlicher Energiegewinnung) sicherstellen
Einrichtung von Brauchwasserkreisläufen bei Neu- und Umbauten, z. B. durch Regenwassernutzung
Anbau nachwachsender Rohstoffe (Raps, Schilfgras u.a.) auf stillgelegten Agrarflächen, um eine dezentrale Energieversorgung in den Stadtteilen per Mini-Blockheizkraftwerk (Garagengröße) zu ermöglichen
Konsequentes Energieeinsparungsprogramm in Münsters Innenstadt, z.B. durch Abschaltung der meisten Lichtsignalanlagen bei Nacht
Forcierung von regenerativen Energieträgern zur Energieversorgung der Münsteraner Bevölkerung, d. h., Rohstoffe zu verbrennen (z. B. Öl oder Kunststoffe) muss der Vergangenheit angehören. Rohstoffe sind zu kostbar, als dass wir sie der Nachwelt nicht mehr zur Verfügung stellen (Ü siehe Müllpolitik)
Die Vertreter der Stadt Münster haben sich in den kommunalen Spitzenverbänden für die Freistellung regenerativer Energieträgern (z. B. Windkraft, Wasserkraft und Sonne) von der Öko-Steuer einzusetzen
Förderung von Wärmedämmung sowie Heizungsanlagen mit größtmöglichem Wirkungsgrad, denn dadurch werden die Umwelt und der Geldbeutel entlastet
"10.000-Dächer-Solar-Programm" für Münster
Förderung der Stadtwerke Münster im Bereich regenerativer Energien
Verzicht auf unsinnige / umweltunfreundliche Werbeausgaben dafür mehr Aufklärung für Maßnahmen zum Energiesparen
Keine Atomenergie in und um Münster und keine Atomtransporte durch Münster und das Münsterland, z. B. nach Gronau, Ahaus etc. (Ü siehe Sicherheit Ü siehe Umwelt und Naturschutz)
Städtische Anreize zum Stromsparen für industrielle Kraft-Wärme-Kopplung, um weitere Energie einzusparen
Einführung eines Energie-Cents auf alle Haushalte Münsters zur Unterstützung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), um Anreize zum Energiesparen zu schaffen und gleichzeitig den ÖPNV attraktiver zu gestalten (Ü siehe Verkehr)