Wirtschaft
Die bisherige Wirtschaftspolitik zerstört unsere natürliche und soziale Umwelt immer mehr.
In Münster ist das deutlich an den geplanten Bauvorhaben 3. Nordtangente (die so genannte Entlastungsstraße Nord), Ludgerikreisel, York-Tower, Stubengasse u. v. a. zu erkennen. Auch hier in unserer Stadt geht es immer darum, Kaufkraft nach Münster zu holen, ohne die Umweltverträglichkeit über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus zukunftsorientiert zu berücksichtigen.
Weitere politische Planungsbereiche (von Kultur bis Demokratie, von Familie bis Arbeitsmarkt etc.) werden aus ökonomischen Gründen immer mehr ins Kalkül gezogen; ob das z. B. die Privatisierung der Stadtwerke oder das Verleasen von öffentlichen Einrichtungen ("Cross Borderleasing" Ü siehe Stadtentwicklung) ist.
Fakt ist zurzeit: Ökonomie geht vor Ökologie.
Die ödp in Münster meint dazu:
Nur eine Wirtschaftsweise, die zu einer ökologischen Gleichgewichts- und Kreislaufwirtschaft führt und sich in die Kreisläufe der Natur einfügt, kann auf Dauer bestehen. (Ü siehe Bundespolitisches Programm). Deshalb streiten wir in Münster für eine Wirtschaftspolitik, die nicht kurzsichtiges Gewinnstreben, sondern Nachhaltigkeit zum Ziel hat, d. h., im Rahmen einer Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft verantwortlich zu handeln.
Münster hat auf Grund seines Status als sogenannte Provinzialhauptstadt eine besondere Verantwortung gegenüber der Region, insbesondere wenn es darum geht, die Wirtschafts- und Verwaltungskraft mit der Gesetzmäßigkeit der Umwelt in Einklang zu bringen.
Also: Ökonomie im Einvernehmen mit Ökologie ist unsere Devise!

ödp-Konzept:
Stärkung des Mittelstandes, da er für mehr Ausbildungsplätze sorgt, als es Konzerne leisten; 70% des Mittelstandes stellen die Arbeitsplätze und 83% die Ausbildungsplätze
Unterstützung von Familienbetrieben, da Kleingewerbe und Einzelhandel oft einen humaneren Arbeitsplatz bieten als Großbetriebe
Beseitigung der unnötig vielen Vorschriften für Kleinbetriebe, die derzeit durch den Verwaltungsaufwand oft übermäßig behindert werden
Sichere und sinnvolle Arbeitsplätze durch einen Strukturwandel für moderne, d. h. umweltfreundliche Energieproduktion
Besondere Förderung von Firmen und Einrichtungen, die umweltschonende Produkte verwenden oder produzieren. (Ü siehe Energie und Tierschutz)
Initiieren von Pilotprojekten, die umweltschonende Technologien einsetzen; Beispiel: Kryo-Recycling (Ü siehe Müllpolitik)
Mehr Werbung zur Ansiedelung neuer Betriebe mit regenerativen Technologien
Bessere Bahnanbindungen für neue Gewerbegebiete
Schaffung und Ausweisung zusätzlicher Flächen für Zukunftstechnologien, z. B. Tankstellen mit regenerativen Energieträgern (Ü siehe Verkehr)
Förderung von Betrieben mit Produkten aus nachhaltig erzeugten heimischen Holzbeständen (nachwachsender Rohstoff), z. B. rotkernige Buche
Keine Gründung von kommunalen Wirtschaftsunternehmen, die in direkter oder indirekter Konkurrenz zu heimischen Unternehmen stehen
Bewusste und korruptionsfreie Einbeziehung der Münsteraner Betriebe bei der Vergabe öffentlicher Aufträge
Einrichtung eines speziellen Projektmanagements für eine zügige Bauabwicklung bei öffentlichen Straßenbaumaßnahmen, um Anlieger nicht unnötig zu belasten
Förderung der Attraktivität der Innenstadt durch größere Flexibilität bei Genehmigungen und Regelungen für die Gastronomie und bestimmte Aktivitäten des Einzelhandels
Bei der Wirtschaftsförderung einen gesunden Mix zwischen Handelsketten und kleinen Fachgeschäften anstreben, um (für die Kommune) durch die Risikostreuung (2/3 kleinere Firmen gegenüber 1/3 große Firmen) mehr Sicherheit im Umgang mit Insolvenzen und damit einhergehendem Arbeitsplatzverlust zu haben