Schule
Bildung und Erziehung - wichtigste Grundlagen für unsere Zukunft
Es ist darauf zu achten, dass eine den Eltern angebotene Ganztagsschule nicht zu einer Ungleichbehandlung der Familien führt. Ganztagsschulen einzurichten heißt, den Eltern einen Teil ihrer Betreuungsaufgaben abzunehmen. Hierzu sind finanzielle Mittel erforderlich, die jedoch denen nicht vorenthalten werden dürfen, die die Ganztagsschule nicht in Anspruch nehmen wollen. Andernfalls würden Eltern in eine vorgegebene Richtung gedrängt, was eine Bevormundung der Eltern in ihrer Wahlfreiheit und die weitere Schwächung ihrer Erziehungskompetenz bedeuten würde.
Die ödp in Münster meint:
Wir halten es grundsätzlich
für richtig, dass staatliche Mittel zur Schülerbetreuung
eingesetzt werden, da es sich dabei heute um eine Leistung für
die gesamte Gesellschaft handelt. Das Erziehungsprivileg der Eltern
verlangt aber, dass sie selbst darüber entscheiden, wie ihre
Kinder betreut werden; das heißt Eltern müssen durch die
Zuweisung der adäquaten Geldmittel die freie Wahl haben zwischen
der Finanzierung der externen Ganztagesbetreuung ihrer Kinder und der
persönlichen Wahrnehmung dieser Aufgabe. Dieses Konzept ist am
besten im Rahmen eines Erziehungsgehaltes zu verwirklichen (Ü
siehe Bundesprogramm), von dem die Eltern gegebenenfalls die
zusätzlichen Kosten der Ganztagsschule zu finanzieren haben.
Auch dürfen die wirklichen Neigungen der Kinder nicht
wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden. Die in Deutschland
auf Eigeninitiative von Kindern und Eltern aufbauenden Strukturen der
Freizeitgestaltung (z.B. in Musikschulen, Sportvereinen) dürfen
nicht beeinträchtigt werden.
In die Bildung unserer Kinder
investieren heißt unsere Zukunft sichern! Die PISA-Studie hat
klar gezeigt, dass Schulen in Deutschland mehr Förderung
bekommen müssen. Eine gute Schulausbildung heißt Förderung
von Lehrern, Schülern und Eltern. Dabei können wir von
unseren europäischen Nachbarn viel lernen.

ödp-Konzept:
Einsatz für den Erhalt von wohnnahen Grund- und Hauptschulen auch bei Einzügigkeit (dezentral)
Attraktivere Schulhofgestaltung unter Beteiligung der Schüler und Schülerinnen
Jede zweite Schule in Münster berichtet über leichte und jede dritte über große Mängel hinsichtlich des Renovierungszustandes; eine rechtzeitige Beseitigung solcher Mängel erspart hohe Folgekosten
Ausreichende Ausstattung der Schulen mit Fachräumen
Gleichbehandlung aller Schulen und Schulformen bei der Vergabe kommunaler Mittel, auch für die Schulen in privater und kirchlicher Trägerschaft, z. B. Friedensschule, Waldorfschule und Montessori-Schule
Eine bessere Beratung und eine schulpsychologische Betreuung soll die Gewalt an Schulen vermindern. Jede Schule sollte schulpsychologische Beratungen anbieten, d.h. die Berater sollten die Schulen regelmäßig besuchen und Sprechstunden für Schüler, Lehrer und Eltern anbieten
Ernährungsberatung der Eltern zum Zeitpunkt der Einschulung ihrer Kinder im Rahmen der Einschulungsuntersuchung. Weitere Förderung oder eine dauerhafte Beratung an Schulen zur gesunden Ernährung, wie z.B. die "Aktion Kasimir"
Überarbeitung der Sicherheit auf Schulwegen zu Fuß oder per Rad in Zusammenarbeit mit den Schulen. Tempo 30 km/h auf den Straßen an Schulen, z. B. am Rats-Gymnasium (Ü siehe Verkehr)
Die ödp in Münster meint:
Die freie Entscheidung, ob jemand sein Kind selbst erziehen will und zu Hause bleibt oder einem Erwerb nachgehen möchte, ist nur durch eine vernünftige Betreuung gewährleistet. Viele Frauen wollen heute keine Kinder bekommen, weil sie zwischen Familie und Beruf wählen müssen. Bessere Kinderbetreuungsangebote gibt es in europäischen Nachbarländern. Viele Alleinerziehende haben keine andere Wahl und suchen nach Lösungen.

ödp-Konzept:
Ganztagesschulen und Ganztagesbetreuungsangebote sollen bedarfsgerecht das bisherige Schulangebot ergänzen, auf keinen Fall aber verpflichtend für alle eingeführt werden. Eltern sollen wählen können, ob sie die Ganztagsschule in Anspruch nehmen oder ihre Kinder selbst betreuen. Keine der beiden Formen darf durch staatliche Einflussnahme stärker gefördert werden als die andere, um eine Ungleichbehandlung der Familien zu vermeiden.
Städtische Förderung für alle Grundschulen zur "verlässlichen Grundschule von 08:00 16:00 Uhr" mit qualifizierter Betreuung
Maßnahmen und Projekte zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen an allen Schulen, z.B. Kooperation mit Kinderhorten, Sportvereinen und Tageselternvereinen