Kinder und Jugend
Viele Kinder und Jugendliche haben heute
weniger Beziehung zur Natur. Das belegt der "Jugendreport Natur 2004".
70% der Kinder meinen z. B., dass Enten gelb seien. 7% der Jugendlichen würden
nur noch gerne mit einem Förster in den Wald gehen. Ein so genanntes "Bambi-Syndrom"
lässt die Natur zwar schützenswert, aber auch niedlich erscheinen.
Ein Grund hierfür ist offensichtlich der negative Einfluss auf Kinder und
Jugendliche durch Medien, vorwiegend das Fernsehen. Eltern, Lehrer und Erzieher
haben immer geringere Einflussmöglichkeiten. (Ü
siehe Familie)
Die ödp in Münster meint:
Auch in Münster sollten unsere Kinder eine Perspektive haben! Sie brauchen Zuwendung und Betreuung für ein glückliches Leben, verlässliche Beziehungen und gesunde Ernährung.
Eine bestmögliche Erziehung und Bildung unserer Kinder ist die wichtigste Voraussetzung für eine glückliche Zukunft der gesamten Gesellschaft. Sie muss sicherstellen, dass die Jugend alle Fähigkeiten und Techniken, aber auch das Wissen mitbekommt, das sie braucht, um für alle Herausforderungen vorbereitet zu sein. Deshalb muss eine ganzheitliche Entwicklung der Persönlichkeit vorrangiges Bildungsziel sein. Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, Rücksichtnahme, die früher im größeren Familienverband selbstverständlich vermittelt wurden, sollten erlernt werden. Die Erziehung zur Ehrfurcht vor allem Leben, Verantwortung im Umgang mit der Schöpfung und den Mitmenschen, die Bereitschaft zur Mitgestaltung der Gesellschaft und zum politischen Engagement stärkt die Persönlichkeit und beugt auch gefährlichen Tendenzen (Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, Drogenkonsum) vor.

ödp-Konzept:
Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, und hier insbesondere die der freien Träger, muss abgesichert und in enger Kooperation mit ihnen den Anforderungen entsprechend weiterentwickelt werden
Förderung von Vereinen, die eine erforderliche Betreuung von Kindern vor dem Kindergartenalter realisieren, z. B. bei Alleinerziehenden und berufstätigen Müttern und Vätern (Ü siehe Familie)
Erhalt der bestehenden Jugendeinrichtungen, denn wer heute bei Kinder- und Jugendarbeit spart, muss morgen die wesentlich höheren Folgekosten zahlen
Wirkungsvolle Bekämpfung von Suchtgefahren in Zusammenarbeit mit Fachleuten, z. B. vom INDRO in Zusammenarbeit mit Elternhaus und Schule (Ü siehe Gesundheit)
Förderung der direkten Demokratie in der Kommunalpolitik durch die Einrichtung bzw. Durchführung von Jugendparlamenten, Jugendbeiräten und Jugendbürgerversammlungen. Stärkung des Mitspracherechts (Stimmrecht) junger Menschen mit dem Ziel, Ideen in den Stadtrat einzubringen
Wecken des politischen Interesses bei Minderjährigen durch die Möglichkeit der Wahlberechtigung schon im Alter von 14 bis 15 Jahren, wenn diese sich auf Antrag bis sechs Wochen vor der Wahl in die Wählerlisten eintragen lassen, ohne dass die Zustimmung der Sorgeberechtigten dazu erforderlich ist