Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Münster lebt gut mit seiner kulturellen Vielfalt, seinen zahlreichen Dienstleistungsangeboten, seinen kurzen Wegen per Rad. Die künftige Stadtplanung und Stadtentwicklung muss daher helfen, das Erreichte zu bewahren und die Stadt unter ökologischen Gesichtspunkten für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen.
Münster ist gerade als Großstadt mit ländlichem Charakter attraktiv.
Die ödp in Münster meint dazu:
Münster soll eine lebenswerte und bürgerfreundliche Stadt bleiben. Der individuelle Charme vieler noch intakter Stadtviertel muss erhalten bleiben. Der grüne Promenadenring und die Frischluftzonen zwischen den Vororten sorgen für ein gutes Klima. Andere Städte beneiden Münster um diese Lebensqualität und ihr Umweltstadtklima!
Doch die derzeitige Politik in Münster gefährdet diesen Zustand. Die Stadt soll durch fragwürdige neue Gewerbegebiete, neue Tiefgaragen- und Parkhausprojekte, durch die Genehmigung zum Bau eines Hochhauses im Norden, durch die Nordtangente und die Bebauungen in der City (Beispiele: Stubengasse, York-Tower) besonders "investorenfreundlich" werden.

ödp-Konzept:
Keine Tiefgarage unter dem Ludgerikreisel wegen der unabsehbaren Folgen für den Grundwasserspiegel sowie für die Bewohner und den dortigen Handel durch die höhere Verkehrs- und Lärmbelästigung
Erhalt des typischen, von Bürgern und Touristen sehr geschätzten Stadtbildes aus dominierenden Kirchtürmen und geringgeschossigen Bauweisen
Kein York-Tower an der Steinfurter Straße, da Münster genug leer stehende Büroräume hat
Mehr Innenstadtbegrünung und ansprechendes Flair
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durch Umgestaltung des Platzes an der Stubengasse zu einer Grün- und Ruhezone, um die Innenstadt für die Bürger, die Kunden und den Handel attraktiver zu machen |
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im Bereich Hafen, um die Lebensqualität in Zentrumsnähe zu verbessern |
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durch Sanierung des gesamten Bahnhofsumfeldes, d. h. Begrünung von Freiflächen, Renovierung und Nutzung von Gebäuden z. B. für ein weiteres Fahrradparkhauses am Osteingang (Ü siehe Verkehr) |
Keine weitere Zersiedelung Münsters am Stadtrand wie z. B. in Albachten, dafür Schließung von Baulücken in citynahen Wohngebieten, jedoch keine Nachverdichtung in der Innenstadt; d. h. Erhalt der grünen Lunge in Wohnkarrees wie z. B. im Kreuzviertel
Keine Bebauung (z. B. für das Kulturforum) auf dem Hindenburgplatz; Erhalt des Platzes als Freifläche (Ü siehe Umwelt etc.)
Erhalt der heutigen Freiflächen am Stadtrand, keine neuen Gewerbeansiedlungen auf der grünen Wiese wie z. B. in Amelsbüren, solange es genügend brachliegende Gewerbeflächen gibt
Zunächst keine weiteren Gelder an das Stadtplanungsamt für unnütze Großprojekte und Architektenwettbewerbe (z. B. Stubengasse s. o.)
Förderung des Wohnungsgenossenschaftswesen durch Anerkennung der Gemeinnützigkeit und Mittelbegünstigung, um ein gerechtes Mietpreisniveau in Münster zu erreichen
Förderung ökologischen Wohnens vor allem in der Nähe von Bus- und Bahnlinien
Ablehnung dubioser städtischer Steuertricks wie des so genannten "Cross Border Leasings", bei dem kommunale Einrichtungen, wie z. B. Kläranlagen oder das Kanalnetz, an US-amerikanische Partner übertragen werden, wodurch die Versorgung der Bevölkerung erheblich gefährdet würde
Lärmsanierungsprogramm für Gebäude: Förderung von Hausbesitzern in lärmbelasteten Gebieten, d. h. bei notwendigem Einbau von Lärmschutzfenstern und türen an Straßen mit hoher Lärmbelastung. (Ü siehe Gesundheit)
Barrierefreies Wohnen für Behinderte und abgesenkte Bordsteine (Ü siehe Soziales)
Erscheinungsbild der Stadt durch kleinere und/oder weniger Mobilfunkmasten verbessern, zumal die derzeit starken Strahlungen die Gesundheit der Bevölkerung beeinträchtigen (Ü siehe Gesundheit; hier Elektro-Smog)