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Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft

Umwelt und Naturschutz

Die Vielfalt der münsterländischen Natur- und Kulturlandschaft mit ihrem Artenreichtum muss für kommende Generationen dauerhaft erhalten werden. Dazu ist ein konsequenter Schutz der Natur notwendig. Naturschutz in der Stadt ist dabei genauso wichtig wie Naturschutz im nicht besiedelten Bereich. Grundlage für einen ausreichenden Schutz ist daher eine an ökologischen Kriterien orientierte Stadt- und Landschaftsplanung, in der die Belange des Wasser-, Luft-, Boden- und Artenschutzes eine Berücksichtigung finden.

Umweltschutz ist für uns untrennbar verbunden mit den Bereichen Verkehr, Energie, Abfall, Land- und Forstwirtschaft, Gewerbe und Industrie. Die Berücksichtigung von ökologischen Grundlagen bei ökonomischen Planungen ist von elementarer Bedeutung.


ödp-Konzept:

 

Landwirtschaft

Landwirtschaft für Mensch und Natur

Die Abhängigkeit der Landwirtschaft von der chemischen Industrie, von Banken, von Öl- und Futtermitteleinfuhren steigt stetig. Der gesamte Bereich Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und Vermarktung wird zunehmend zum Geschäft von wenigen Großbetrieben, wobei die Einführung gentechnisch veränderter Nutzpflanzen und -tiere diese Entwicklung weiter vorantreibt.
Am Ende steht die politische, wirtschaftliche und ökologische Erpressbarkeit unserer Gesellschaft. Intensive Viehhaltung, Monokulturen (z.B. beim intensiven Maisanbau), Überdüngung und Drainage zerstören die natürliche Fruchtbarkeit der Böden, erodieren den Mutterboden und wirken sich verheerend auf Grund- und Oberflächenwasser aus.

Jährlich Zehntausende von Tonnen ausgebrachte "Pflanzenschutzmittel" töten Mikroorganismen in der Ackerkrume und reichern Giftstoffe in den Nahrungsketten, im Grundwasser und in der Atmosphäre an. Rückstände von Pestiziden, Nitraten und Medikamenten finden sich im Trinkwasser und in Lebensmitteln wieder.

Entwässerung von Feuchtgebieten, Begradigung von Bachläufen und Rodung von Hecken zerstören natürliche Lebensgemeinschaften und Landschaften. Die Tier- und Pflanzenwelt verarmt.

Die ödp Münster meint:

Wir achten die Landwirte nicht nur als Lebensmittelproduzenten, sondern auch als Energielieferanten und vor allem als Kulturträger und Landschaftspfleger.

Langfristiges Ziel der ödp ist eine nachhaltige Landwirtschaft, die weit über die heutigen Vorgaben einer "ordnungsgemäßen Landwirtschaft" hinausgeht. Sie erfordert eine extensive Bewirtschaftungsweise, die nicht ausschließlich auf eine optimale Nutzung von Boden und Tieren gerichtet ist. Weil aber der ökologische Landbau die nachhaltigste Form bäuerlicher Landwirtschaft darstellt, ist diese bewährte Anbaumethode besonders förderungswürdig.

Zu einer ökologischen Landwirtschaft gehören auch eine nachhaltige Bodenbearbeitung, maßvolle organische Düngung, Verzicht auf Kunstdünger und synthetische Biozide sowie zahlreiche weitere Maßnahmen wie Auswahl der Pflanzenarten und -sorten (nach Standort), Untersaaten, Zwischenfrüchte und angepasste Fruchtfolgen.

Lebensmittel sollen dezentral erzeugt wie auch vermarktet werden, damit feste regionale Wirtschaftskreisläufe entstehen können und die Abhängigkeit von Großkonzernen abnimmt. Das "Höfesterben" muss auch deshalb gestoppt werden, weil kleine und mittlere bäuerliche Familienbetriebe am ehesten in der Lage sind, ökologische und regionale Gesichtspunkte zu berücksichtigen.


ödp-Konzept:


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