- Infostand-Nachrichten vom 23.09.2000 -

ödp-Kreisverband Münster spricht sich für ein
Nachtflugverbot
am Flughafen Münster-Osnabrück aus

Nachdem die Startbahnverlängerung des Flughafens Münster-Osnabrück (FMO) offensichtlich von der rot-grünen Landesregierung beschlossene Sache ist, stellt sich die Frage, ob die zu erwartende zusätzliche Belastung für die Anwohner nicht wenigstens begrenzt werden kann. Aber auch für die Münsteraner ist das Thema FMO weiterhin interessant, denn nicht nur jetzt, sondern auch später werden Flugzeuge über Münster hinweg fliegen. Nur sind diese Flieger dann um ein vielfaches größer.

Eins ist klar: Je mehr Flugbewegungen, um so mehr Umweltverschmutzung. Auch besteht ein höheres Unfallrisiko (Beispiel: Concorde). Das gilt insbesondere, wenn am FMO die Taktfrequenz der Starts und Landungen erhöht wird. Der steigende Frachtverkehr - vorwiegend zur Nachtzeit - erhöht das Risiko und die Emissionen noch einmal.

Deshalb solidarisiert sich die ödp Münster mit den Anwohnern im Bereich des FMO. Eine Nachtruhe von mindestens fünf Stunden sollte zwingend sein. So fordern wir ein Nachtflugverbot zumindest in der Zeit von 24:00 bis 05:00 Uhr.

Der Landesregierung gegenüber bemängeln wir, dass zugunsten prognostizierter Arbeitsplätze der Umwelt- und Lärmschutz, sowie die allgemeine Wohnqualität der Anwohner bedingungslos geopfert wird. Uns reicht es nicht, Beschäftigung um jeden Preis zu schaffen. Neue Arbeitsplätze müssen umwelt- und sozialverträglich sein. Nur so sind sie zukunftsfähig.


Ihr

Gerd Kersting
( Kreisvorsitzender der ödp Münster )

 
 

 

- Zurück zur Nachrichtenseite -