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Jahresbericht der Karnevalsgesellschaft Narrenzunft vom Zwinger für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009/ 2010

In der letztjährigen Jahreshauptversammlung habe ich mir erlaubt, den Jahresbericht auf Stichworte hin zu kürzen. Dieses stieß bei mehreren Mitgliedern auf Unverständnis. Sie baten, doch zukünftig wieder die ausführliche Form für den Jahresbericht zu wählen. Diesem sei hiermit folge geleistet. Macht Euch auf einiges gefasst. Und nun wünsche ich unterhaltsame Stunden:

Maigang der Narrenzunft vom Zwinger am  09.05.2009

Petrus meinte es gut mit den frohen Wanderern der Zwingerfamilie und so trafen sich denn auch eine große Anzahl von Mitgliedern und Freunden am Fahrradparkhaus vor dem Hauptbahnhof. Unter der Führung unseres Zunftmeisters Gerd Militz ging es pünktlich los. Zunächst wanderte man durch das Bahnhofsviertel, um schließlich in den Südpark abzubiegen. An der evangelischen Kirche im Geistviertel wartete bereits der Präsident mit dem Versorgungswagen. Den durstigen Kehlen konnte hier Linderung verschafft werden. Anschließend ging es nun weiter durch das Geistviertel und die dort befindlichen Kleingartenanlagen. Nach gut zwei Stunden wandern wurde schließlich das Ziel, die Kleingartenanlage „Friedlicher Nachbar“ erreicht, wo zahlreiche helfende Hände des Militz-Clans alles für ein zünftiges Grillfest vorbreitet hatten. Hier trafen nun auch die Freunde ein, die nicht mitgewandert waren. Zu erzählen gab es viel, hatte man sich doch größtenteils seit Aschermittwoch nicht mehr gesehen. Grillmeister Rudi Laarmann jun. heizte dem Grill mächtig ein und schon bald zog der Duft von frisch gegrilltem Fleisch in die Nasen der Anwesenden. Kurz gesagt, es hat allen sehr gut geschmeckt und auch die gekühlten Getränke fanden reißenden Absatz. Als die Sonne unterging, saß man noch lange Zeit im Freien und sprach so über dütt un datt.

Familienausflug der Zwingerfamilie 16. – 18. Mai 2009

Zum ersten Mal muß ein Chronist über ein Ereignis in der NVZ reden, bei dem er nicht dabei gewesen ist. Also der kommende Punkt ist ohne Gewähr.
Endlich war es wieder soweit. Um Punkt 8:00 Uhr  am 16. Mai startete der Sieckendiek-Bus mit Hubert am Steuer vom Hörstertor und ab ging es über Kassel und Fulda  in Richtung Rhön. Der Wettergott meinte es gut, außer ein paar Regentropfen auf der Hinfahrt herrschte gutes Wetter. So konnte Luzia Schaphorn, die diese Fahrt wieder einmal für die Narrenzunft vom Zwinger organisiert hatte, zum ausgiebigen Frühstück unter freiem Himmel laden, Sekt inclusive. Mit musikalischer Begleitung, gespielt von Werner Fehmer unserem Freund von der KG Die Schlossgeister,  auf dem Schifferklavier, schmeckte es noch mal so gut. Kurz nach Mittag erreichte man den Zielort Ostheim vor der Rhön. Hier stand die erste Besichtigung auf dem Programm. Unter sachkundiger Leitung  besichtigte man Ostheim und die bekannte  Wehrkirche. Anschließend belegte man die Zimmer im reservierten Hotel. Nach dem ausgiebigen Abendessen lud der Hotelier zu einem Tanzabend mit Überraschungen in den Speisesaal ein. Der darauffolgende Tag war für eine Tour durch die Rhön reserviert. Nach einem Mittagessen in Tann  ging es zur Wasserkuppe, zum Schwarzen Moor und anschließend auf den Kreuzberg hinauf. Hier gab es für die reiselustigen Zwingeraner eine Stärkung bei frisch gezapftem Klosterbier mit anschließender Verteilung von Heiligenscheinen. Der Abend war für die lustigen Aktivitäten der Zwingerfamilie reserviert. „Generalmusikdirektor“ Werner Fehmer unterhielt mit Volksliedern auf dem Akkordeon und so mancher lustiger Sketch (u.a. Mia aus Hohenholte, ausgeführt von Lilo Ogriseck) wurde vorgetragen. Außerdem gab es vom Wirt ausführliche Informationen über die Rhön. Nach einer kurzen Nacht hieß es dann wieder „Auf nach Münster“. Durch wunderschöne Landschaften bewegte sich der Bus in Richtung Heimat. In Alsfeld legte man einen Zwischenstopp ein und machte eine Stadtrundfahrt. Kurz vor Münster gab es dann noch traditionell Wein und Käse, womit die Fahrt einen runden Abschluss bekam. Allen hat es gut gefallen und sie freuen sich schon auf die nächste Tour, welche in Richtung Nordsee nach Tönning in Schleswig-Holstein gehen wird.

Sommerfest, 15.08.2009

Bei herrlichem Sonnenschein traf sich die Zwingerfamilie am Haus Heuckmann in Gremmendorf, um ihr Sommerfest zu feiern. Der Andrang war groß, auch deshalb gab es viele Bewerber um die Schützenkette. Unter fachkundiger Anleitung des Schießmeisters Heinz Wahlers wurde kräftig auf den hölzernen Vogel geschossen. Wie üblich gingen die meisten Schüsse daneben aber nach dem, für Karnevalisten nicht anders zu erwarten, 3 x 111. Schuss fiel der Vogel schließlich zu Boden. Glücklicher neuer Schützenkönig ist nun Dr. Reinhard Herlitzius, der sich Luzia Schaphorn zur Königin erwählte. Vorjahreskönig Gerd Militz und seine Frau Erika mussten, wenn auch schweren Herzens, die Insignien an das neue Königspaar abgeben. Die ganze Zwingerfamilie ließ die neuen Regenten denn auch hoch leben. 
Zum traditionellen Sommerfest gehören neben dem Königsschießen auch noch Dart-Werfen und Kegeln. Auch hier zeigten die Mitglieder der Narrenzunft ihr Können und hervorragende Leistungen. Dieses wurde durch kleine Präsente, gestiftet von den Mitgliedern und Freunden der Zwingerfamilie, honoriert. Nach einem geschmackvollen Abendessen saß man anschließend  noch lange unter freiem Himmel beisammen und genoss den wunderschönen Tag.

Erste Radtour der Zwingerfamilie am 03.10.2009

Der Tag der Deutschen Einheit 2009 wurde von der Karnevalsgesellschaft Narrenzunft vom Zwinger mit ihrer ersten Radtour begangen. Ausgeklügelt und geplant hatte diese Tour Zunftmeister Gerd Militz. Eine große Gruppe Radler traf sich am Namensgeber der Gesellschaft, am Zwinger in der Promenade. Das Wetter meinte es gut mit den Zwingeranern, es gab keinen Regen und für die gesamte Wegstrecke einen kräftigen Rückenwind. (Im Umkehrschluß sei schon vorher verraten, für die Rückfahrt herrschte erheblicher Gegenwind) So ging es dann, wenn auch mit einigen Startschwierigkeiten (zu wenig Luft), zunächst in Richtung Schleuse, wo man sich über den Fortgang der Bauarbeiten an der neuen Kanalschleuse ein Bild machte. Gemeinsam besichtigte man dort das Informationszentrum des Wasser- und Schiffahrtsamtes über den Dortmund-Ems-Kanal und die Schleuse. Weiter ging es durch Münsters Vororte in den Dyckburgwald. Auf dem Parkplatz des dortigen Gymnasiums wartete Narrensekretär Rudi Laarmann jun. mit dem Versorgungswagen. Hier wurde sich gestärkt, bevor es entlang der Werse (Kommentar el Presidente: „Hier bin ich ja noch  nie gewesen.“) zur Pleistermühle ging. Von hier aus war es nur noch ein Steinwurf bis zum Ziel, dem Carport des Narrensekretärs, wo fleißige Hände schon alles für ein zünftiges Grillfest vorbereitet hatten. Unter dem Carport standen Tische, Stühle  und Heizpilze, so war es muckelig warm.
Hier trafen dann auch die Zwingeraner ein, die nicht mitgeradelt waren. Der Tag ging bei gutem Essen und Getränken zu Ende. Alle sind sich einig,  2010  wird es wieder eine Radtour geben.
Dieses waren die außernärrischen Ereignisse und Veranstaltungen der Zwingerfamilie, was beweißt, daß in der NVZ ein lebendiges Vereinsleben existiert und man nicht nur in der närrischen Zeit gerne zusammen ist. Freuen wir uns nun auf die Aktivitäten in der Karnevalszeit.

Befreiung des Zwingerkiärlkens 11.11.2009

11.11.2009, endlich Start in die neue Karnevalssession. Die Zwingerfamilie brannte förmlich darauf, ihren kleinen Glücksbringer, das Zwingerkiärlken, in ihre Arme schließen zu können. Doch was war das? Der Präsident trat im neuen Vereinslokal „Brasserie am Kanal“ vor die versammelte Zwingerfamilie und eröffnete ihnen, dass das Zwingerkiärlken diese Session nicht mit den Zwingeranern feien werde. Er habe am Nachmittag das Zwingerkiärlken aus dem Zwinger abholen und zur Brasserie bringen wollen. Doch das Zwingerkiärlken weilte nicht im Zwinger. Stattdessen hing ein Brief am Eingang, aus dem hervorging, dass das Zwingerkiärlken zur Kur gefahren sei. Diese sei ihm ärztlich verordnet worden. Große Betroffenheit machte sich zunächst im Saale breit. Als der Präsident aber den Brief des Zwingerkiärlkens vorlas und unser Glücksbringer darin fest versprach, in der nächsten Session wieder in unsere Mitte zu kommen, da war denn doch großes Verständnis zu spüren. Der Abend in der „Brasserie am Kanal“ wurde dann aber doch noch sehr gemütlich. Gerd Militz präsentierte die von ihm dekorierten Schaukästen in der Brasserie mit den Vereinsinsignien und Orden. Ordensmeister und Senatspräsident Dr. Timm Thoss verlieh die ersten Sessionsorden, mit dem Motiv des Alten Wasserturms auf der Geist auf der Geist, gesponsert durch unseren Knabbelordensträger Christian Rolinck von der Privatbrauerei Iserlohn. 
So saß man dann noch so manche Stunde in gemütlicher Runde beisammen und klönte. Für die Narrenzunft vom Zwinger hatte die neue Karnevalssession begonnen.

Knabbeltest 12.11.2009

Schon einen Tag nach dem Karnevalsauftakt in die neue Session kam für den Kandidaten Christian Rolinck die Stunde der Wahrheit. Würde er den Knabbeltest in der Brasserie am Kanal bestehen? Zahlreiche Knabbelordensträger der Vorjahre waren zum Test erschienen, zum einen, um dem Kandidaten den Rücken zu stärken, zum anderen, um ihre eigene Neugier zu befriedigen, ob der Kandidat denn würdig war, ihnen nachzufolgen. Prinz Andreas IV. und seine Adjutanten waren ebenso zugegen. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Präsidenten und einigen aufmunternden Liedern brachten die Knallfrösche der NVZ ihren „Cotton-Eye Joe“ auf die Bühne, sehr zum Gefallen der Anwesenden. Dann wurde der Stehtisch in die Mitte gerollt und das Knabbelmenü angerichtet. Trockenes, zweimal gebackenes Weißbrot in warmer Milch mit einem Schuß Cognac, frei nach dem Rezept von Constantin Freiherr von Heeremann-Zuydwyck. Sowohl Christian Rolinck, als auch Prinz Andreas IV. langten kräftig zu und in Rekordzeit war das Menü verzehrt. 
Fazit: Der Kandidat ist würdig, den 48. Knabbelorden der KG „Narrenzunft vom Zwinger“ zu erhalten. Nun ging es zum gemütlichen Teil des Abends. Getränke und Essen waren von der Iserlohner Privatbrauerei gesponsert und allen Gästen mundete es bestens. Man saß noch lange froh gelaunt zusammen und sprach den Getränken zu, was zur Folge hatte, dass unser Kandidat leicht angesäuselt in sein Hotel fuhr, Prost!

Schlagertaufe der KG Narrenzunft vom Zwinger 14.11.2009

Zur traditionellen Schlagertaufe lud die Karnevalsgesellschaft Narrenzunft vom Zwinger am Samstag dem 14.11.2009  in den Wersehof nach Münster-Handorf ein. Im Mittelpunkt des Abends stand die „Schlagertaufe“, in welcher die neuen Schlager sich den kritischen Ohren der Gäste stellen. In diesem Jahr waren es leider nur zwei neue Schlager. Zum einen „Schaut her, ich bin´s“, komponiert von Werner Fehmer,  vorgetragen von Anna Hüning, zum anderen „Hey Freunde jetzt passiert etwas“ komponiert von Werner Fehmer, getextet von Karl-Heinz Vergers, vorgetragen von den Münsterländer Muntermachern, alias Fehmer/Vergers. Das Publikum entschied sich mit großer Mehrheit für den letztgenannten Titel, der anschließend nochmals vorgetragen wurde. Umrahmt wurde die Schlagertaufe von einem bunten närrischen Programm, u.a. mit den „Knallfröschen“  und ihrem „Grand Prix, Chanson de la Eurovision“ mit dem Titel „Dinge Dong“ sowie den „Jungfrauen“ der NVZ, die nochmals ihr „Rotkäppchen“ auf die Bühne brachten. Des Weiteren waren  Tanzgarden der NZA,  der KG Die Schlossgeister und die „Wellenbrecher“ der KG Narrenzunft Aasee mit von der Partie. Als Vater und Sohn gingen Karsten Militz und Karl-Heinz Vergers in die Bütt.  
Für ihre Verdienste um die Narrenzunft vom Zwinger erhielten Petra Neurohr und Kerstin Ogriseck den Hausorden der Narrenzunft aus den Händen des Ordensmeisters verliehen. Das Stadtjugendprinzenpaar Andree II. und Marleen I. stattete der Veranstaltung seinen Besuch ab und überbrachte Grüße vom Prinzen Ándreas IV. der wegen anderer terminlicher Verpflichtungen nicht zu dieser Veranstaltung kommen konnte. Nach Abschluß des offiziellen Programms gab es eine Polonaise und man tanzte bis in den Morgen hinein.

Adventsfeier, 13.12.2009

In der stillen Zeit vor Weihnachten treffen sich die Zwingeraner jedes Jahr zur Adventsfeier. So auch in diesem Jahr, diesmal in der „Brasserie am Kanal“. Im vorweihnachtlich geschmückten Saal wurde es richtig voll, zahlreiche Mitglieder der Zwingerfamilie wollten mitfeiern. Der Präsident begrüßte alle Anwesenden und freute sich über den großen Zuspruch. Lilo Ogriseck, Luzie Schaphorn und Beate Vergers hatten besinnliche Geschichten ausgewählt, welche sie selber vortrugen. Gemeinsam sang man das ein oder andere weihnachtliche Lied, begleitet vonJanine Neurohr auf der Trompete. Dann wurde es ganz still im Saal, der Nikolaus stand vor der Tür. Er grüßte die närrische Familie und freute sich ganz besonders auf die anwesenden Kinder. Für sie hatte er extra kleine Geschenke mitgebracht über die sich die Kinder sehr freuten. Obwohl der Nikolaus ja eigentlich Streßsituationen von Beruf aus meistern kann, wirkte er sichtlich nervös und aufgeregt, hoffentlich ist er auf dem Heimweg nicht von der Polizei angehalten worden. Dem Nikolaus zur Ehre sang man ein Lied, dann musste er auch schon wieder gehen. Doch die Zwingerfamilie saß noch lange zusammen und freute sich schon mal auf Weihnachten.

Senatsfrühschoppen, 10.01.2010

Helau Ihr Zwingernarren und ein frohes Neues Jahr, so begann Dr. Timm Thoss, Senatspräsident der Narrenzunft vom Zwinger seine Einleitung auf dem Senatsfrühschoppen. Trotz der Wetterunbilden (starker Schneefall) war der Saal im Wersehof gut gefüllt mit gutgelaunten Narren. Und das Programm konnte sich sehen lassen. Gesang und Tanz, Rede und Show, für jeden war etwas dabei. Im Mittelpunkt standen natürlich die Ehrungen. So wurde Eleonore (Elle) Voß zur Ehrensenatorin ernannt, als weitere Ehrensenatorin stand Bettina Sieckendiek, Unternehmerin aus Versmold-Peckeloh auf dem Programm. Senatorin der NVZ wurde Beate Vergers und das Mitglied Heinrich Schier erhielt für 50 jährige Mitgliedschaft eine Ehrenurkunde und die gleichzeitige Ernennung zum Ehrenmitglied. 
Höhepunkt des närrischen Vormittags war allerdings die Verleihung der Kalli-Winter-Medaille an Herrn Ulrich Schröder, Ehrenpräsident des ZiBoMo in Wolbeck. In seiner Laudatio zeichnete Diethard Oeding, Präsident des Bundes Westfälischer Karneval, den närrischen Lebensweg. Sichtlich gerührt nahm Ulrich Schröder die hohe Auszeichnung entgegen und bedankte sich in humorvollen Worten. Natürlich war auch eine große Abordnung seiner Muttergesellschaft mit von der Partie unter Führung des amtierenden Hippenmajors. Sie steuerte mit ihrem Gesang zum guten Programm noch einiges bei. 
Nach gut drei Stunden Programm, hervorragend aufgestellt von unserem Narrensekretär Rudi Laarmann jun. und dem unvermeidbaren Knabbelmenü für die Geehrten, ging ein abwechslungsreicher Vormittag zu Ende, was aber nicht bedeutete, daß dann alle schon nach Hause gingen. Manche kamen erst beim Schein der Laternen nach Hause.

P.S. für den Senatspräsidenten wird im kommenden Jahr im Programm des Senatsfrühschoppens das Wort „Helau“ an jedem Programmpunkt separat  und fettgedruckt aufgeführt, damit er dieses zu rufen nicht andauernd vergisst. 

Verleihung des 48. Knabbelordens am 23.01.2010

Der Höhepunkt der närrischen Zeit in der NVZ ist die Verleihung des Knabbelordens. Im Vereinslokal „Brasserie am Kanal“ war der Festsaal bis auf den letzten Platz gefüllt. So stand einem bunten, abwechslungsreichen Abend nichts im Wege. Neben den hauseigenen Akteuren wie den Jung-Frauen die ihren singenden Pflaumenbaum zeigten und den Knallfröschen, welche ihre aktuellen Darbietungen vortrugen, und der Sängerin und den Sängern waren auch die Akteure der befreundeten Karnevalsgesellschaften „Die Schlossgeister“ und „Narrenzunft Aasee“ am bunten , närrischen Programm beteiligt. In die Bütt stieg, sehr zur Freude allen Anwesenden im Saal der „Maulkorb“ Gisbert Wellerdieck. In seiner exakt auf die NVZ zugeschnittenen Rede bekamen nicht nur die Vorstandsmitglieder der NVZ ihr Fett weg, Wellerdieck spannte auch den Bogen über die Lokalpolitik und die große Politik in Berlin. Standing Ovations bei jedem „Uns geht´ s gut, wir haben keine Sorgen“ waren die Folge. 

Dann stand die Verleihung des Knabbelordens auf dem Programm. In seiner Laudatio ließ Präsident Karl-Heinz Vergers das Leben des jungen Christian  Rolinck von der Geburt bis in die Jetztzeit vorbeilaufen. Seine Jugendstreiche und Aktivitäten bei der Bundeswehr wurden mit einem Schmunzeln der Anwesenden gerne zur Kenntnis genommen. Aus den Händen des Ordensmeisters erhielt Rolinck schließlich den Knabbelorden umgehängt. Ihm zur Seite standen die Anwesenden Ordensträger aus den Vorjahren, allen voran Prof. Dr. Alfred Koch (102) dem Nestor der Knabbelordensträger. Christian Rolinck bedankte sich mit einer kurzen Rede für die ihm zu Teil gewordene Ehre und gab daraufhin eine Lokalrunde. Dann wurde es voll im Saal, stand doch der Prinz Andreas IV. mit seiner Prinzengarde vor der Tür und mit ihnen zusammen die Stadtwache. Alles erhob sich von den Stühlen und lauschte dem aktuellen Prinzensong „Hey wir woll´  n den Prinzen sehn“ und der unvermeidlichen Zugabe. Natürlich hatte der Prinz auch Orden für den neuen Knabbelordensträger und verdiente Karnevalisten im Saal mitgebracht. Danach musste Prinz Andreas IV. weiter, denn auf ihn warteten noch mehrere Veranstaltungen im närrischen Münster. So hatte denn die Stadtwache genügend Platz um ihren Tanz den Zwingernarren vorzutragen.
Ein rundum gelungener Abend ging nach über 3 ½ Stunden Programm mit einem weiteren Höhepunkt zu Ende. Das Vadruper Fanfarenchorps heizte mit ihren melodischen Rhythmen noch einmal so richtig ein, der Saal stand Kopf.
Diese Veranstaltung hat bewiesen, dass man gut daran getan hat, den Veranstaltungsort zu wechseln. Ein proppenvoller Saal in der Brasserie bringt mehr Stimmung als ein überdimensionierter Backsaal im Speicher oder eine nicht mehr finanzierbare Veranstaltung im Weißen Saal der Halle Münsterland. Wir dürfen schon jetzt auf die nächste Knabbelordensverleihung gespannt sein, da von den anwesenden Abordnungen der münsterschen Karnevalsgesellschaften alle ihr Wiederkommen in der kommenden Session zugesagt haben.

Haus Hall, 06.02.2010

Erstmalig mit dem privaten PKW und nicht mit einem Bus fuhren die Aktivisten der NVZ nach Gescher ins Haus Hall. In Gescher wurden wir schon wieder sehnsüchtig erwartet. Unter dem Motto „Wir lassen die Puppen tanzen“ war der Festsaal wieder toll geschmückt und, wie nicht anders zu erwarten, rappelvoll. In diesem Jahr war die NVZ nur mit eigenen Akteuren nach Gescher gefahren und gestaltete so ein buntes Programm. Mit dabei natürlich der Spielmannzug Gescher und die hauseigene Prinzengarde. Auch der amtierende Prinz von Gescher – seinen Namen, den hab ich vergessen – stattete den Haus Haller Narren seinen Besuch ab. Zum Abschluß des Programms hagelte es Orden von Haus Hall. In aufwendiger Handarbeit haben sie einen schönen Orden gestaltet, der alle Teilnehmer noch lange an diesen wunderschönen Nachmittag im Haus Hall erinnern wird. Nach gut zwei Stunden Programm ging es wieder nach Münster, natürlich nicht, ohne vorher für das kommende Jahr ein wiederkommen zu versprechen. Von hieraus zunächst einmal der Dank an alle, die mit ihrem privatem PKW nach Gescher gefahren sind und der Vereinskasse der NVZ so eine nicht unerhebliche Entlastung geboten haben.

Kinderkarneval, 07.02.2010

Seit mehr als dreißig Jahre feiern die KG Die Schlossgeister und die NVZ ihren Kinderkarneval gemeinsam, so auch in der vergangenen Session. Allerdings ist mangels kindlichem Nachwuchs die Beteiligung der NVZ in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurück gegangen. Und da am selben Tag auch noch die SKA Veranstaltung in der Halle Münsterland über die Bühne ging, waren neben dem Vizepräsidenten und einigen Mitgliedern der NVZ keine Akteure der NVZ  am Programm beteiligt. Dieses hat der Veranstaltung allerdings nicht geschadet. Der Saal im Gemeindezentrum St. Petronilla in Handorf war zum Bersten gefüllt mit bunt kostümierten, kleinen Narren, welche bei Spiel, Spaß und Gesang einen bunten Nachmittag verbrachten. Nun, bestimmt wird sich die Beteiligung närrischen Nachwuchses aus den Reihen der NVZ in den kommenden Jahren auf natürlichem Wege wieder steigern. Wetten?

Vier unter einer Kappe, 13.02.2010

Den ganzen Tag hatte es kräftig geschneit. Über 20 Zentimeter Schnee waren vom Himmel gefallen und selbst bei Veranstaltungsbeginn schneite es noch immer. Keine guten Voraussetzungen für einen Kostümball am Stadtrand von Münster. Und dennoch, zu Beginn der Veranstaltung um 20:11 Uhr befanden sich mehr als 200 fantasievoll verkleidete Narren in Bröker´ s Speicher No. 10 ein. Die vier Präsidenten der veranstaltenden Gesellschaften CCC, Wiedertäufer, Schlossgeister und NVZ begrüßten am Eingang jeden Gast persönlich mit Handschlag und baten um eine Spende für die Veranstaltung, die freien Eintritt bot. Unter den Klängen des Spielmannszuges Hohe Geist zog man ein und ein Programm der närrischen Höhepunkte einer jeden beteiligten Gesellschaft ging über die Bühne. Von der NVZ war neben den Knallfröschen mit ihrem „Dinge Dong“ und „Cotten Eye Joe“ auch Anna Hüning als Sängerin mit dabei. Die Band „Sunny Boys“ aus Havixbeck steuerte  ihre Musik zu einem gelungenen Tanzabend bei und das Publikum feierte bis in die frühen Morgenstunden. Einer der Höhepunkte war sicherlich die Prämierung der drei phantasievollsten Kostüme mit Preisen, gesponsert von der Firma Bröker. 
Zu wünschen wäre dieser Veranstaltung ein stärkerer Besuch von Mitgliedern der beteiligten Gesellschaften. Von der NVZ waren nicht einmal 20 Gäste bei dieser bunten, ausgelassenen Feier dabei. Das können wir besser, oder?

Rosenmontag, 15. 02.2010

Klirrende Kälte, aber kein Schnee, so kann man den Rosenmontag wettertechnisch zusammenfassen. Aber unter der Kälte litt der Besuch des Rosenmontagszuges in diesem Jahr doch gewaltig. Die Reihen der Narren am Theater, dem Standort der NVZ, waren doch lichter als sonst Jahren. Aus Spargründen hatte die NVZ in diesem Jahr auf eine aktive Teilnahme mit einem eigenen Rosenmontagswagen verzichtet. Die Wirtschaftskrise ist auch an den Einnahmen der NVZ nicht spurlos vorübergegangen.  Nichts desto trotz waren die Zwingernarren ausgelassen wie eh und je und äußerst gespannt auf den Rosenmontagszug. Dieser ließ auch nicht lange auf sich warten und war schon vor 12:30 Uhr mit der Spitze am Theater. Wer nun dachte, dass geht aber flott in diesem Jahr, der sah sich am Schluß des Zuges denn wohl getäuscht, denn es war wieder einmal mehr ein Umstand als ein Umzug. Farbenprächtige Höhepunkte waren, wie in jedem Jahr, die befreundeten Vereine aus den benachbarten Niederlanden mit ihren tollen Wagen. Aber auch die heimischen Gefährte konnten sich größtenteils sehen lassen. Allerdings gab es auch wieder die viel bescholtenen „Bretterkisten“ bemannt mit Leuten, die mit Karneval soviel am Hut haben wie die Affen im Zoo. Bierflaschen winkend und mit viel zu lauter Musik zogen sie mit ihren nichtssagenden Beiträgen an den Karnevalisten vorbei. Wann endlich begreift der Bürgerausschuß Münsterischer Karneval das solche Beiträge nichts im Rosenmontag zu suchen haben? 
Um 14:45 Uhr beendete die Straßenreinigung mit ihrer generalstabsmäßigen Reinigung des Zugweges den Rosenmontagszug am Theater. Wenn alles klappt, wird die NVZ im kommenden Jahr am Rosenmontag mit einem eigenen Beitrag  wieder dabei sein. 

Heringsessen, 16.02.2010

Kennen sie Mia aus Hohenholte? Nein? Dann waren Sie am Heringsgessen nicht dabei. Der Wirt unseres Vereinslokales „Brasserie am Kanal“ hatte zum Fischessen geladen und viele Zwingeraner kamen. Zunächst einmal ließ der Präsident in gut gesetzten Reimen die abgelaufene Session noch einmal Revue passieren,  es wurden die bekannten Lieder gesungen, drei Mitgliederinnen der Jung-Frauen zeigten was passieren kann, wenn man mit der Fernbedienung durch die Sender im Fernsehen zappt, Beate Vergers behauptete, Männer seien nur das Stück zur Probe, Frauen aber das Meisterstück und eben Mia aus Hohenholte, alias Lilo Ogriseck berichtete von ihren Erfahrungen als Führerscheinprüfling, au weia. 
Das Essen mundete allen Teilnehmern prächtig und um kurz vor 22 Uhr bedankte sich Vizepräsident Achim Voß bei Allen aktiven Unterstützern der NVZ für die geleistete Arbeit. Danach hieß es, Orden ab, Session zu Ende. 

Fazit:

Die NVZ hat bewiesen, dass sie ein nicht unbedeutender Teil der närrischen Szene in Münster ist. Fast alle Veranstaltungen, ob karnevalistisch oder außerhalb der närrischen Zeit, waren gut besucht und das unabhängig vom dem in der abgelaufenen Session nicht immer guten Wetter. Trotz Sparmaßnahmen, welche leider nach einer zu teuren vorangegangenen Session notwendig waren, hat die Qualität der Veranstaltungen nicht gelitten.  Im Gegenteil, der Ortswechsel beim Knabbelorden hat der Veranstaltung gut getan, wir feiern wieder einen volksnahen, familiären Karneval und bewegen uns nicht in Sphären, die wir auf die Dauer nicht bezahlen können. Stiefkind der NVZ ist leider der Stammtisch. An jedem zweiten Freitag im Monat treffen wir uns im Hubertihof hier um die Ecke, allerdings mit sehr geringer Resonanz. Ich lade hier und jetzt alle Anwesenden herzlich ein, beim nächsten Stammtisch, am 09. April um 19:00 Uhr in den Hubertihof zu kommen. Ich würde mich freuen, wenn zahlreiche Mitglieder und auch noch Nichtmitglieder sich dort sehen lassen würden. 
Ein Dank geht von hier zunächst einmal an alle Zwingeraner, die durch ihre Teilnahme an den Veranstaltungen der NVZ viel zum Gelingen der abgelaufenen Session beigetragen haben, weiter so. Und ein Dank an unseren neuen Vereinswirt Thomas Zivanovic, der uns in der abgelaufenen Session stets mit Rat und Tat beiseite stand und unsere Gesellschaft wo er nur konnte unterstützt hat.
Für die Zukunft wünsche ich unserer Zwingerfamilie weiterhin alles Gute und viel Erfolg.

 

© Karnevalsgesellschaft Narrenzunft vom Zwinger eV, 1997-2010 Letzte Änderung 11.04.2010
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