MUT e.V.  Münster
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 Bearbeitung:
 Martin Schneider

Info-Brief 18

Liebe Leserin, lieber Leser!

Nachstehend finden Sie den Info-Brief 18 von MUT e. V. August 2005.

Der Brief wurde in einer besonderen Text-Datei zusammengefasst, das Layout dieser Datei entspricht natürlich nicht dem Layout des Originals. Es fehlen die Bilder und Grafiken. Den Text haben wir hier als Fliesstext erfasst - keine Spalten, wie im Original. Das Original können Sie sich als PDF-Datei anschauen.

Der Info-Brief 18 als PDF-Datei.

18. Info-Brief                          August 2005

MUT e.V. Frauen und Männer im Kampf gegen Brustkrebs

M ü n s t e r

 

 Blick auf Palermo, Sizilien

Nicht weil es dort Sonne gibt, reizt mich der Süden,
sondern weil es dort angenehm ist, im Schatten zu sitzen.

Martin Kessel

 

Themen dieser Ausgabe (u.a.):
Hotline der Brustzentren
Erdstrahlen & E-Smog – ein gefährlicher Mix für unsere Gesundheit?
Ergänzende Therapieverfahren beim Mamma-Carcinom (Teil 2)
Internet-Recherche
Das bleibt unser Geheimnis
Vorstandswahlen Ende Januar 2006

 

ICH MÖCHTE LOSLASSEN KÖNNEN

Loslassen möchte ich
die falsche Vorstellung,
nur ein gesundes Leben
sei ein erfülltes Leben.

Loslassen möchte ich den Ärger,
dass die Krankheit ausgerechnet mich erwischt hat.

Loslassen möchte ich den Neid,
dass es anderen besser geht.

Loslassen möchte ich die Angst,
ich könnte das nicht durchhalten,
was vielleicht auf mich zukommt.

Ich möchte loslassen,
Gott, die vielen Dinge,
die mich innerlich belasten und lähmen.

Ich möchte loslassen können, um offener zu werden
und das Herz frei zu haben für die Kraft,
die Du mir schenken willst, gerade in diesen Tagen.

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Inhaltsverzeichnis

Grußwort

Aktuelle Termine und Veranstaltungen

Vorträge 2005
Wasserentspannung
Hinweis auf andere Veranstaltungen
Tumornetzwerk Krebsberatung im Münsterland e.V.
Hotline der Brustzentren
Die Selbsthilfe: Frauen – Leben mit Brustkrebs

Rückblick

MUT-Nachmittag mit Vortrag am 23. April 2005

Fachbeiträge/Fachberichte

„Erdstrahlen & E-Smog – ein gefährlicher Mix für unsere Gesundheit?“ von Dr. phil. Gerd E. Kramer, Bad Laer

„Ergänzende Therapieverfahren beim Mamma-Carcinom“ , Teil 2, von Dr. med. Holger Marguc, Münster-Roxel

Internet-Recherche

Nachsorge: Untersuchungsintervalle Fragen zum Mammographie-Screening
     oder zur Brustkrebs-Prävention?

Mistel beschäftigt die Gerichte
Gesundheitsinformationen im Netz – Top oder Flop?
Neue Hoffnung für Frauen mit aggressivem Brustkrebs durch den Einsatz
     des Medikamentes Herceptin

Pathologen: Sterblichkeit an Brustkrebs kann um 30 Prozent verringert werden

Erfahrungsberichte

„Das bleibt unser Geheimnis!!?“ von Gilla Eggemann
„Wasserentspannung im Clemenshospital“ von Christa Reißmann

Rubrik: Was es sonst noch gibt

Vereinsnachrichten
Hinweis in eigener Sache
Vorstandswahlen Ende Januar 2006
Entgiften und Schmerzen ausleiten
Literatur-Tipp
„Überleben Glücksache - Was Sie als Krebspatient in unserem
     Gesundheits-system erwartet“ von Sibylle Herbert

Kleiner Pressespiegel

„Zweitbeurteilung - Große Übereinstimmung“ aus: Deutsches Ärzteblatt vom 04.02.2005
„Register für Patientenverfügung“ aus: WN vom 24.05.2005
„Daten-Fundgrube für Kampf gegen Krebs“ aus: MZ vom 31.05.2005
„Alle Untersuchungen sollten genutzt werden – trotz der Kosten“ aus: WN vom 31.05.2005
„Lachen macht schlank“ aus: WN vom 06.06.2005
„Zentrum kommt“ aus: WN vom 17.06.2005

Schmunzelecke

Den Streit nicht wollen
Für ein Brot
„Laßt Blumen sprechen“ von Paul Althaus

Impressum

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Grußwort

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,

nach sechsmonatiger Pause haben wir Ende Juni 2005 wieder mit unserer Vortragsreihe begonnen. Bedingt durch den Neubau der Arkaden in Münster konnten wir den Veranstaltungsraum der Sparkasse Münsterland Ost leider nicht mehr nutzen. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich für das Engagement der Sparkasse Münsterland Ost bedanken, die uns über sechs Jahre in dieser Hinsicht unterstützt haben. Es war im Juni das erste Mal, dass wir einen Vortrag in den Räumen des zentral gelegenen Kolping-Tagungshotels in Münster durchgeführt haben. Das Ambiente ist sehr ansprechend und die Resonanz der Teilnehmer war groß. Herr Prof. Dr. Reck konnte seinen Vortrag über die „Grundlagen der Diagnostik und der Therapie des Brustkrebses“ vor einem interessierten Publikum in einem vollbesetzten Raum durchführen. Wir haben uns darüber sehr gefreut, zeigt es doch auch, wie wichtig die Veranstaltung solcher Vorträge ist. Es wird auch weiter ein wichtiges Ziel des Vereins bleiben, betroffene und am Thema interessierte Frauen und Männer zu informieren und wertvolle Hinweise zur Bewältigung der Krankheit zu geben, soweit uns dieses möglich ist. Die zwei noch ausstehenden und von uns geplanten Vorträge sind in diesem Info-Brief enthalten. Es wäre schön, wenn wieder viele Zuhörer kommen würden.

Der Ihnen vorliegende Info-Brief enthält auch aktuelle Hinweise auf Veranstaltungen Dritter, die für an Krebs erkrankte Menschen von großer Bedeutung sind. Über die Auswirkungen von „Erdstrahlen und E-Smog auf die Gesundheit“ informierte uns Herr Dr. Kramer anlässlich unseres MUT-Info-Nachmittages in einem interessanten Vortrag. Die von ihm demonstrierten praktischen Beispiele waren schon sehr beeindruckend und einleuchtend.

Aber lesen Sie selbst. Ich lade Sie herzlich dazu ein.

Allen Leserinnen und Lesern unseres Info-Briefes wünsche ich eine gute Zeit und einen schönen erholsamen Sommer.

Ihre
Gisela Schneider  1. Vorsitzende

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Aktuelle Termine und Veranstaltungen

Aktuelle Vorträge 2005:

29. Juni 2005

„Grundlagen der Diagnostik und der Therapie des Brustkrebses der Frau und seiner Vorstufen. Bedeutung der Wächterlymphknotenbiopsie“

Prof. Dr. med. Günther Reck, Chefarzt der Frauenldinik am Clemenshospital, Münster

31. August 2005

„Behandlung des Brustkrebses mit Tamoxifen und/oder Aromatasehemmer?
Wer braucht was und wie lange?
Aktuelle Empfehlungen von der 9. internationalen Konferenz in St. Gallen“

Prof. Dr. med. Ralph J. LeIIé Universitätsfrauenklinik, Münster

26. Oktober 2005

„Die Nachsorge der Haut bei Brustkrebs“

PD Dr. med. Hans-Joachim Schulze,  Ltd. Arzt der dermatologischen Abteilung in der Fachklinik Hornheide, Münster-Handorf

N e u e r   V e r a n s t a l t u n g s o r t !

Alle Vorträge finden statt im Kolping-Tagungshotel
Aegidiistr. 21, Münster-Innenstadt Beginn: 19.00 Uhr Eintritt frei!

N e u e r   V e r a n s t a l t u n g s o r t !

 

… möge das Leben Ihnen aufgehen, Tür um Tür;
mögen Sie in sich die Fähigkeit finden, ihm zu vertrauen,
und den Mut, gerade dem Schweren das meiste Vertrauen zu geben …

Rainer Maria Rilke

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Wasserentspannung

Bewegung und Entspannung im Wasser - nur für Vereinsmitglieder-

Dieses Angebot unterstützt brustoperierte Frauen darin, Verspannungen aufzulösen,die Beweglichkeit zu steigern und das Körpergefühl zu verbessern.
Für die Teilnahme ist es nicht erforderlich, schwimmen zu können.

Kurs Nr. 3
vom 22.08. – 19.12. 2005, 15 Abende –
30 Euro
Zeit und Ort:
Jeweils montags von 17.45 – 19.00 Uhr
im Bewegungsbad des Clemenshospitals, Düesbergweg 124, 48143 Münster
Kursleiterin:           Christa Reißmann
Anmeldung:        über das Vereinsbüro unter Tel.-Nr. 02501/70705

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Hinweis auf andere Veranstaltungen

14. September 2005 um 19.00 Uhr

Veranstaltung im Marienhaussaal des St. Franziskus-Hospitals Münster, Hohenzollernring 72 mit Frau Dr. med. Susanne Bihlmaier aus Tübingen zu dem Thema:
Ergänzende Tumortherapie und Chinesische Medizin bei Brustkrebs“

26. November 2005

Patientinnen-Infotag des Brustzentrums Münster
(Universitätsklinik Münster, St. Franziskus-Hospital Münster und Marienhospital Steinfurt) in der Aula des Schlosses in Münster, Hindenburgplatz

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Tumor-Netzwerk Krebsberatungg im Nünsterland e.V.

Angebote für das 2. Halbjahr 2005
Veranstaltungsort: Gesundheitshaus Münster, Gasselstiege 13 in Münster

 „Besser aussehen – Besser fühlen“

Ziel dieses Pflege- und Schminkseminars ist es, Krebspatientinnen während und nach einer Chemo- bzw. Strahlentherapie zu einem lebensbejahenden Umgang mit den äußerlichen Folgen der Behandlung zu ermutigen. Unter Anleitung einer geschulten und erfahrenen Kosmetikexpertin wird den Frauen gezeigt, wie sie z.B. mit dem Wimpernverlust oder mit Hautirritationen besser umgehen können.

Kurs I:  Dienstag, 13.09.2005, 15.00 – 16.30 Uhr, Arbeitsraum 305 

Kurs II: Dienstag, 08.11.2005, 15.00 – 16.30 Uhr, Arbeitsraum 305 

Teilnahmegebühr: kostenlos

Bochumer Gesundheitstraining nach Simonton

Eine Erkrankung hat Auswirkungen auf die gesamte Lebenssituation eines Menschen. Sowohl das körperliche als auch das seelische Wohlbefinden geraten ins Ungleichgewicht. Alltag und Lebenspläne ändern sich plötzlich. Das Bochumer Gesundheitstraining bietet die Möglichkeit, in Ergänzung zur medizinischen Behandlung etwas für das eigene Wohlergehen zu tun. 

- 9 x mittwochs ab 14.09.2005, (nicht am 05.und 12.10.2005) 18.00 – 21.00 Uhr
- Gesundheitshaus, R 404
- Teilnahmegebühr: 116 Euro, erm. 87 Euro
- Leitung: Claudia Holt-Greiwe, Mitarbeiterin der Krebsberatungsstelle
- Anmeldung in der Krebsberatungsstelle

Guo Lin Qigong – ein Selbsthilfeweg für Krebsbetroffene und chronisch Kranke

In China wird Qigong als eine über 4000 Jahre alte Bewegungskunst zur Gesunderhaltung, Rehabilitation und Harmonisierung des ganzen Menschen eingesetzt. Aufbauend auf den traditionellen Qigong-Übungen wurde das so genannte Guolin-Qigong vor 30 Jahren von einer Chinesin gleichen Namens zur Heilung von Krebs und anderen chronischen Erkrankungen entwickelt.

Samstag, 19.11. und Sonntag 20.11.2005,
jeweils ab 10.30 Gesundheitshaus, R 403
Teilnahmegebühr: 88 Euro, erm. 66 Euro
Leitung: Wang Li

Gymnastik für Frauen nach einer Brustoperation

Mit gezielten gymnastischen Übungen entwickeln die Teilnehmerinnen nach einer Brustoperation ein neues Haltungsgefühl. Ein Einstieg in den laufenden Kurs ist möglich.

14 x montags ab dem 29.08.2005 (nicht am 03.10. und 10.10.2005) von 17.15 – 18.45 Uhr
Teilnahmegebühr. 64,40 Euro (Erm. auf Anfrage)
Leitung: Ingrid Linden  Volkshochschule Münster, Aegidiimarkt 3, R 4 N
Anmeldungen für diese Kooperationsveranstaltung mit der VHS sind im Infotreff unter Tel.: 0251/4924321 möglich.

Eine neue Brust?
Möglichkeiten des Brustwieder-aufbaus vom Silikonkissen bis zu den modernen DIEP und SGAP-Lappen

Trotz moderner Diagnostik und schonender Brust erhaltender Therapiemöglichkeiten müssen sich jährlich 9000 Frauen einer Brustamputation unterziehen. Für viele Frauen bedeutet ein Brustwiederaufbau eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität. Vorurteile über Risiken und Belastungen eines solchen Eingriffs sind jedoch für die persönliche Entscheidung der einzelnen Frau fehl am Platze, denn auch das seelische Gleichgewicht trägt zur Heilung bei. Dieser Vortrag wird die Vielfalt der möglichen Techniken darstellen und ausführlich auf die Wiederherstellung mit reinem transplantierten Fettgewebe, den sog. Perforatorlappen eingehen.

Referenten: Dr. med. Alberto Peek, Klinik für Plastische- und Brustchirurgie, Vogtareuth und Frau PD Dr. Jutta Liebau, Ltd. Ärztin, Klinik für Plastische Chirurgie der Fachklinik Hornheide in Münster-Handorf

Montag, 07.11.2005, 19.30 Uhr im Gesundheitshaus, R 403
Teilnahmegebühr: 3 Euro

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Hotline des Brustzentrums Münster
(Universität, St. Franziskus-Hospital Münster, Ev. Johannisstift Münster, Josephs-Hospital Warendorf)

0251/83-48 278 Brustzentrum Münster

0251/83-46 000 Stationäre Aufnahme

0251/83-45 170 Onkologische Ambulanz

 

Hotline des Brustzentrums Münsterland
(Region Münster und Coesfeld)
(Clemenshospital Münster, Raphaelsklinik Münster, Herz-Jesu Krankenhaus Münster-Hiltrup, Fachklinik Hornheide, St. Vincenz-Hospital Coesfeld, Franz-Hospital Dülmen)

0251/976 5555

Stand: 09. April 2005

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Die Selbsthilfe: Frauen – Leben mit Brustkrebs       

Zwei Selbsthilfegruppen in Münster stellen sich vor :

                  Wir wollen.....
Miteinander reden                        mit einander diskutieren
uns informieren                            gemeinsam Spaß haben
einander helfen                                       uns Mut machen
Ja sagen zum Leben                                         öffentlich werden

Termine  der Selbsthilfegruppe Münster für das 2. Halbjahr 2005
in der Volkshochschule Münster, Aegidiistraße 3, Raum 107 von 15.00 – 17.00 Uhr

03. August 2005
07. September 2005
05. Oktober 2005 
02. November 2005
07. Dezember 2005

Termine der Selbsthilfegruppe Hiltrup für das 2. Halbjahr 2005
in der Volkshochschule Hiltrup, Kursraum  von 19.00- 21.00 Uhr

10. August 2005 (Urlaub)
14. September 2005
12 Oktober 2005
09. November 2005
14. Dezember 2005

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.    Bis dahin wünschen wir Ihnen eine gute Zeit.

Kontaktaufnahme:
MUT e.V.                                      Anita Breitenstein
Telef. 02501/70705                           Telef. 02506/1303      

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Rückblick

MUT-Nachmittag mit Vortrag am 23. April 2005

An diesem Nachmittag waren die Vereinsmitglieder zum geselligen Beisammensein bei Kaffee, Tee und Kuchen im Restaurant Meinolf in der Stadthalle Hiltrup eingeladen. Das Treffen bot den Mitgliedern Gelegenheit für Gespräche und Kontakte, weil in der 1. Hälfte diesen Jahres keine Vorträge geplant waren. Für die Vortragsreihe musste der Verein wegen der geänderten Nutzungs-bedingungen für den Raum in der Sparkasse Münsterland Ost einen neuen Veranstaltungsraum finden. Gisela Schneider, 1. Vorsitzende des Vereins, konnte berichten, dass nun die Termine für die neue Vortragsreihe am 29. Juni, 31. August und 26. Oktober 2005 jeweils um 19.00 Uhr im Kolping-Tagungshotel, Aegidiistraße 21 in Münster feststehen.

Über „Erdstrahlen & Elektrosmog – ein gefährlicher Mix für unsere Gesundheit?“ hielt anschließend der Referent des Nachmittags, Herr Dr. phil. Gerd. W. Kramer aus Bad Laer, einen interessanten Vortrag.

Die Bedeutung von gesundheitlichen Belastungen durch Erdstrahlen und Elektrosmog wird in den Medien seit langem kontrovers diskutiert. Deshalb wollten wir gerne mehr darüber erfahren.

Dr. Kramer gab uns viele Informationen und Erklärungen zu diesem recht schwierigen Thema. Danach lohnt es sich darüber nachzudenken, ob wir Mahlzeiten in der Mikrowelle erwärmen wollen, schnurlos telefonieren möchten, Computer im Schlafzimmer platzieren, und lieber Steckdosenleisten, Radiowecker und Lampen, die mit einem Trafo ausgestattet sind, von unserem Ruheplatz fernhalten. Vielleicht sollten wir auch unser Bett einmal an einen anderen Platz stellen um zu prüfen, ob wir dann besser schlafen.

Es war ein Nachmittag mit vielen spannenden und interessanten Diskussionen und Demonstrationen. Wer mehr über dieses Thema wissen möchte: Ab Seite 11 hat Herr Dr. phil. Kramer eine Zusammenfassung seiner Ausführungen geschrieben.

Antonia Waning

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Fachbeiträge, Fachberichte

Erdstrahlen & E-Smog – ein gefährlicher Mix für unsere Gesundheit?

MUT-Infonachmittag am 23. April 2005 im Haus Meinolf in Münster-Hiltrup
Vortrag von Dr. phil. Gerd. E. Kramer, Bad Laer

Die Qualität „des Ortes“ rückt zunehmend in den Focus:

Nach neuesten Erkenntnissen der Bio-Psycho-Physik (in der das gesamte Wissen dieser drei Disziplinen zusammenläuft!) kann der Mensch nicht mehr länger nur auf einen „verstandesbegabten Körper“ reduziert werden. Aus energetischer Sicht sind wir eher ein „elektromagnetisches Feld mit eigenem Bewusstsein in einem physischen Körper!“ Mit dieser Auffassung vollzieht diese noch junge interdisziplinäre Forschungsrichtung eine Erkenntnis  nach, die der Physiker und Nobelpreisträger Erwin Schrödinger bereits schon 1945 wie folgt formulierte:

„Der Organismus saugt fortwährend Ordnung aus der Umwelt um sich auf. Dadurch erhält er sich selbst auf einer hohen Ordnungsstufe. Entscheidend sind offenbar die speziellen Wechselwirkungen des Organismus mit seiner Umwelt. Diese Ordnung aufrecht zu erhalten, sprich gesund zu bleiben, scheint primär nicht davon abhängig zu sein, dass Substanzen aufgenommen werden, deren Menge in Gewicht messbar ist, sondern scheint davon abzuhängen, in welcher Ordnungskategorie der Reiz den Organismus trifft, welche Reize gleichzeitig wirken und welche sich gegenseitig löschen oder verstärken!“

Die von unserem Biosystem benötigte natürliche, gesunde Strahlung kann speziell durch geopathologische Reizstreifen, Kreuzungspunkte etc. oder technisch erzeugte Frequenzen mit entsprechenden elektromagnetischen Feldern überlagert werden. In der Summe der gesamten Belastungen kann hier – je nach örtlichen Bedingungen – ein gefährlicher Mix entstehen, der im Körper biologische Effekte und gesundheitliche Schäden verursachen kann, und bei einer Standortuntersuchung sehr häufig bei chronisch erkrankten Menschen und bei Krebsbetroffenen anzutreffen ist. Die Summe der Störfelder, deren Intensität, die Verweildauer in diesen Feldern und Einflüsse aus anderen Störquellen (z.B. Umweltbelastungen, Schwermetalle etc.) fordern und überfordern sehr oft die Abwehrkraft  bzw. das Kompensationsvermögen des jeweiligen Biosystems und haben somit immer einen individuellen Reaktionsablauf zur Folge!

So rückt zunehmend in der ganzheitlichen Heilkunde – insbesondere mit Blick auf die steigende Zahl der chronisch Erkrankten, d.h. therapieresistenten Menschen – die „Qualität des Ortes“ in den Focus; im Grunde müssen beide behandelt werden: „der Mensch durch den Heilkundigen und der Ort durch den Geopathologen!“ Dieses Behandlungskonzept Mensch & Ort ist kein Wunschdenken mehr. Der Berufsfachverband Geopathologie & Baubiologie e.V. hat in einer groß angelegten Studie mit 1.344 chronisch erkrankten Menschen nachgewiesen, dass durch die qualifizierte Sanierung des Standortes in Zusammenarbeit mit einem Arzt oder Heilpraktiker bei mehr als 80% der Betroffenen eine völlige Beschwerdefreiheit bzw. eine deutliche Besserung der Beschwerden erreicht werden konnte!

Was ist genau unter dem Begriff Geopathologie zu verstehen?

Die Silbe „Geo“ verrät uns, dass es etwas mit unserer Erde zu tun haben muss, und „pathologisch“ nennen die Mediziner etwas, was krankmachende Wirkung hat. Sinngemäß versteht man unter Geopathie krankmachende Boden- bzw. Erdstrahlen, die durch Erdanomalien entstehen und negativ auf den Bioorganismus einwirken. Unter Geopathologie versteht man dann das Wissen um die standortbedingten Erkrankungen, die etwas mit Erdstrahlen zu tun haben.

Ist der Einfluss ortsabhängiger Erdstrahlen überhaupt wissenschaftlich bewiesen?

Seit dem 02.04.1989 sind Erdstrahlen (d.h. deren Einfluss auf Biosysteme) nicht das „Hirngespinst einzelner Spinner“, sondern von einer interdisziplinär zusammengesetzten Forschergruppe der UNI München – mit der derzeit zur Verfügung stehenden Messtechnik - wissenschaftlich bewiesen worden. Fast zeitlich fand eine Untersuchung mit gleicher Themenstellung in Österreich statt. Bei dieser Studie konnten ebenfalls die Anomalien messtechnisch erfasst und deren Einfluss auf Biosysteme wissenschaftlich bestätigt werden.

Obwohl dieses gesicherte Wissen bereits schon seit rd. 16 Jahren allen hieran Interessierten zugänglich ist, wird leider auch heute immer noch sehr oft die Existenz von krankmachenden Erdstrahlen in den Bereich des Aberglaubens verwiesen oder gar als „Spinnerei“ abgetan.

Welche pathogenen Erdstrahlen, die Biosysteme belasten, sind heute bekannt?

Aus jahrzehntelangen Forschungen wissen wir heute, dass in der Geopathologie nicht nur Wasseradern, sondern auch Brüche der Erdkruste, Erdverwerfungen, Radon (aus dem Erdinneren ausströmendes Gas), Radioaktivität und z.T. krankmachende Gitternetz -Kreuzungspunkte, unter denen sich der Laie kaum etwas vorstellen kann, als krankmachende Belastungen nicht unterschätzt werden dürfen. Hinzu kommt hier mit zunehmender Tendenz die Summe der Elektrosmogbelastungen insb. auch in Regenerationsräumen. Der in der o.a. Studie des Berufsfachverbandes für Geopathologie & Baubiologie dokumentierte Heilungs- und Besserungserfolg bei fachgerechter Schlafplatzsanierung (Geopathie & Elektrosmog) zeigt deutlich auf, dass diese möglichen Belastungen viel stärker als bisher angenommen, als Wegbereiter einer Krankheit Beachtung finden müssen! Übrigens wurde diese Studie in enger Zusammenarbeit mit Ärzten und Heilpraktikern durchgeführt.

Welche Krankheitsbilder können ortsabhängige Erdstrahlen verursachen?

Das mögliche Störspektrum ist standortspezifisch und kann sehr vielschichtig, aber auch in der Auswirkung von Mensch zu Mensch verschieden sein. Nach bisherigen Erkenntnissen wirken geopathogene Einflüsse sehr häufig bei folgenden Krankheitsbildern mit: Allergien, Schmerzen des Rheumatischen Formenkreises, Schlafstörungen, Migräne, Stoffwechselstörungen, Hypertonie und Durchblutungsstörungen und Tumorgeschehen. Es wird über die praktische Sanierungsarbeit „vor Ort“ immer deutlicher, dass es zwischen Therapieresistenz bzw. chronischen Erkrankungen und geopathogenen u./o. E-Smog- Belastungen des Betroffenen einen Zusammenhang gibt.

Kann man den geopathogenen Erdstrahlen ihre krankmachende Energie nehmen?

Diese örtlichen, pathogenen Einflüsse zu ermitteln, und für den Betroffenen durch gezielte Maßnahmen zur Sanierung des Schlaf- und/oder auch Arbeitsplatzes spürbar Abhilfe zu schaffen, liegt in der Aufgabe des hierfür speziell durch den Berufsfachverband der Geopathologen & Baubiologen e.V. ausgebildeten Geopathologen. Nach wie vor bleibt im Falle einer Schlafplatzbelastung das Wegrücken des Bettes die erste Wahl. Sehr oft lässt sich dies aber aus räumlichen Gründen nicht realisieren. In einem solchen Fall hat der Berufsfachverband spezielle Abschirmmatten entwickelt, die ein Gutachten bzgl. ihrer Abschirmwirkung hinterlegt haben. Bei der Sanierung des Schlafplatzes (insb. bei einem chronisch Erkrankten) arbeitet der vom Verband ausgebildete Geopathologe eng mit dem Arzt oder Heilpraktiker zusammen. Dies ist bei einer mittleren bzw. starken Belastung des Klienten für einen dauerhaften Sanierungserfolg dringend erforderlich. Neben einer erfolgreichen Schlafplatzsanierung muss häufig auch die Belastung im Körper ausgeleitet, und ggf. auch die bisherige Medikationen neu eingestellt werden. Zudem ist über die enge Zusammenarbeit auch der Sanierungserfolg „vor Ort“ überprüfbar, denn nach einigen Wochen darf die zuvor festgestellte Belastung im Biofeld des Betroffenen nicht mehr feststellbar sein.

Was das Thema „Erdstrahlen“ betrifft, so scheint das Wissen darum sehr alt zu sein, denn von Paracelsius, dem großen Arzt und Heiler des Mittelalters ist uns in der Sprache seiner Zeit folgender Ausspruch überliefert: „Ein krankes Bett ist der sicherste Ort  seine Gesundheit zu ruinieren!

Was verstehen wir unter Elektrosmog?

Dieser Begriff setzt sich zusammen aus dem Englischen fog & smog und wird als die Summe aller elektrotechnischer Strahlungen bezeichnet. Wäre z.B. Elektrosmog „schwarz“, wir könnten oft unsere eigene Hand vor Augen nicht mehr sehen. Doch Elektrosmog ist unsichtbar und leider besitzen wir Menschen keinerlei Sinnesorgane, um diese Strahlung wahrnehmen zu können. Durch die Flächendeckung ist diese Strahlung heute allgegenwärtig. Forschungsergebnisse zeigen auf, dass elektromagnetische Felder, die durch die totale Elektrifizierung unserer Lebens- und Arbeitswelt auftreten, im Körper biologische Effekte verursachen können. Es handelt sich hier zumeist um hoch- oder niederfrequente elektrische Wechselfelder. Art und Höhe einer evtl. Schädigung ist von der Frequenz, der Amplitude und der Modulationsform abhängig, also sinusförmig oder impulsförmig (digital).

Ist die Belastung durch den 50 Hz.-Hausstrom unbedenklich?

Speziell im Bereich des niederfrequenten Hausstroms müssen wir unterscheiden zwischen dem elektrischen Strom und den Auswirkungen der damit betriebenen Geräte. Diese Geräte und deren Zuleitungen erzeugen nicht nur elektrische Wechselfelder, sondern auch gefährliche elektromagnetische Felder, die in ihrer Schädigungswirkung keinesfalls harmlos sind. Diese elektromagnetischen Felder sind kaum abschirmbar! Der Dipl. Ing. für Elektrotechnik, Prof. Dr. Andreas Varga sieht das Biosystem des Menschen mit der Frequenz von 50 Hz. schon völlig überlastet und formuliert das Ergebnis seiner Forschungen wie folgt:

„Alle Wellen und Strahlen sind auf ihre Weise wirksam; die 50 Hz.-Frequenz bildet im leitenden Körper ausgeprägte Wirbelströme, die die innere Zellkommunikation und wichtige Funktionen stören“

Zudem ist bekannt, dass ein von außen wirkendes elektromagnetisches Feld das Blut ent -magnetisieren kann. Wird die magnetische Komponente unseres Blutes gelöscht, so wird auch die körpereigene Aktivität herabgesetzt und damit auch die Aktivität unseres Immunsystems, denn im Blut werden die Antikörper erzeugt, die die Viren und fremde Zellen vernichten sollen. Bei Untersuchungen fand man auch heraus, dass diese Felder die Fähigkeit unseres Körpers blockieren, Schwermetalle und Gifte auszuscheiden, und zudem noch Azidose (Übersäuerung) begünstigen.  Machen wir uns weiter bewusst, dass unser Körper zu 65/70% aus Wasser besteht. Wasser ist nach neuesten Erkenntnissen ein „Informations- und Energieträger“. Dies bedeutet, dass wir über unser „Körperwasser“ an alle Stromquellen ankoppeln können, und dies wiederum kann die körpereigenen Stromkreise „überladen“. Auch Bahnstromfelder mit einer Frequenz von 16 2/3 Hz. (die sich z.T. weiträumig über die Kanalisation ausdehnen!) können durch Ankopplungseffekte einen hohen Einfluss auf die Gesundheit haben!

Wie ist die hochfrequente Strahlung zu bewerten und setzt die „gepulste Strahlung“ hier noch einen drauf?

Zu der zunehmenden Elektrifizierung im Lebensraum des „homo electricus“ des 21 .Jahrhunderts addiert sich noch die hochfrequente Strahlung hinzu. Wir können uns der Strahlung von Radiosendern, und neuerdings von Sendern des mobilen Telefons nicht entziehen! Durch die nahezu flächendeckende „Verwabung“ sind wir alle erfüllt von der Strahlung der mobilen Kommunikation mit höchstbedenklichen digitalen Signalen. Hier sind neben dem Handy besonders noch die DECT-Mobiltelefone zu nennen. Wichtig ist zu wissen, dass die DECT-Basisstationen eines schnurlosen Digitaltelefons ständig (Tag und Nacht) mit 250mW bei 1880 bis 1900 MHz. sendet! Im Grunde können wir uns von der Wirkung her auch gleich einen Funkmast ins Haus stellen! Neue Studien - auch von Ärzteinitiativen – schlagen Alarm und fordern dringenden Handlungsbedarf ein. Einfach nur skandalös ist die Tatsache zu nennen, dass es für die Elektrosmog-Belastungen weltweit immer noch keine gültigen Grenzwerte gibt. So sind z.B. in Schweden Grenzwerte in der Diskussion, die nur ein 500-stel des offiziellen deutschen Grenzwertes anstreben, in Russland liegt der Grenzwert bereits weit unter dem deutschen Wert, und Studien aus den USA empfehlen sogar nur noch ein 5.000-stel des deutschen Grenzwertes!

Welche Elektrosmog-Symptome sind bekannt?

Schlafstörungen, Dauermüdigkeit und Kopfschmerzen, Nervosität, Konzentrations- und Lernstörungen, ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Antriebsarmut, Verspannungen und Schädigung unseres Erbgutes, Störungen der Zellkommunikation, Beeinflussung des Zentralen Nervensystems und Schwächung des Immunsystems, und ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen. (Tieruntersuchungen mit Belastungen durch elektromagnetische Felder zeigen eine deutliche Tumorgenese!)

Bei längerer Expositionszeit und Belastung können weitere Symptome auftreten wie: erhöhter Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Atembeschwerden, Sehstörungen, Hirnstörungen. Viele Betroffene stellen häufig nach Veränderung des Aufenthaltsortes wechselnde Befindlichkeiten fest. Zudem entsteht bei einer entsprechenden Exposition ein höheres Krebsrisiko. Spätestens bei diesen Symptomen sollte ein fachkundiger Arzt oder Heilpraktiker konsultiert, vor allem aber auch die Ursache beseitigt bzw. das Biosystem geschützt bzw. gestärkt werden!

Mit welchen einfachen Maßnahmen können wir im häuslichen Bereich E-Smog reduzieren und damit einen Aktivbeitrag zu unserer Gesundheit leisten?

Folgende Maßnahmen kosten kein bzw. wenig Geld:
--> Abstand halten zu folgenden Geräten bzw. Installationen:
* Hallogenleuchten, sie erzeugen extrem hohe magnetische Felder,
* Heizdecken, eine intensivere Bestrahlung ist kaum möglich,
* Musikboxen & Radiowecker in Kopfnähe, durch Anschluss E-Smogfeld
* Nachttischlampen (mit dickem Fuß = Trafo!), produzieren starkes Feld
* „standby-Schaltungen“ bei Geräten vermeiden, sie halten das Feld aufrecht
* Billige Stecknetzteile ersetzen, denn sie sind wahre E-Smog-Weltmeister
-->  und nur abgeschirmte Stecknetzteile, Kabel und Verteiler benutzen!
-->  Mikrowelle ab sofort nicht mehr benutzen, deshalb entsorgen bzw. sofort Stecker ziehen!

(akt. Forschungsergebnisse zur Schädlichkeit der Mikrowellennahrung können bei u.a. Adresse angefordert  werden!)

Zusammenfassende Bewertung:

Neben den schon immer da gewesenen geopathologischen Einflüssen sind heute  alle Biosysteme einer immer intensiveren und vielfältiger werdenden technischen Strahlungsbelastung ausgesetzt. Wir stehen vor dem Problem, dass die rasante technische Entwicklung (z.B. in der Telekommunikation mit gepulsten digitalen Signalen) schneller voran schreitet, als die breite Erforschung ihrer Auswirkung auf Bioorganismen möglich ist.

Unstrittig ist, dass diese Strahlung - für Mensch und Natur real - messtechnisch nachzuweisen ist. Nur über die Auswirkungen auf Biosysteme wird – wenn wir besonders an die Telekommunikation mit der gepulsten Strahlung denken - aus verständlichen Gründen sehr heftig gestritten. Selbst jedem Laien, der sich lediglich auf seinen logischen Verstand stützt, muss es unstimmig erscheinen, wenn er beim Betreten eines Flugzeuges sein Handy ausschalten muss, um die elektronischen Systeme an Bord in ihrer Funktionsfähigkeit nicht zu stören. Dem Menschen dagegen als „elektromagnetisches Wesen“, das wesentlich komplexer als jeder Computer ist, sollen diese Felder nichts ausmachen? Unbeschadet dessen wird die flächendeckende „Verwabung“ mit Sendemasten des Mobilfunknetzes (z.T. in Wohngebieten getarnt!) per Gesetz durchgesetzt, obwohl nicht nur einzelne ernstzunehmende Forscher, sondern auch neuerdings Ärzteinitiativen zu Vorsicht mahnen und dringenden Handlungsbedarf einfordern!

Bei der BSE-Krise wurde im Interesse des Verbraucherschutzes, nachdem die Auswirkungen deutlich wurden, sofort gehandelt. Um die Ursachen für BSE- Erkrankung diskutiert man heute noch. Im Bereich der E-Smogproblematik verhallen die Mahnungen von ernstzunehmenden Forschern, neuerdings aber auch Ärztegruppen mit handfesten Studien (deren Ergebnisse im Interesse der Volksgesundheit zu großer Vorsicht mahnen und Handlungsbedarf einfordern!) noch immer ungehört – die Politik lässt uns hier offensichtlich allein!

Von offizieller Seite wird weiterer Forschungsbedarf angemeldet und auf das Fehlen ausreichender epidemiologischer Studien verwiesen. Oft wird dies um den Hinweis ergänzt, dass nach dem „aktuellen Stand der Wissenschaft“ ein unmittelbarer Zusammenhang z.B. zwischen dieser Strahlung und Krebs nicht nachgewiesen sei. Bei neuen Handys findet man in der Betriebsanleitung bereits Warnungen die darauf hinweisen, der Strahlungsgefahr wegen das eingeschaltete Gerät nicht an „wichtige Körperstellen“ zu bringen. Nun ist ja völlig unstrittig, dass der Kopf ein wichtiges Körperteil ist. Offensichtlich haben Schadensersatzklagen in den USA zu dieser juristischen Absicherungsformulierung geführt. Zudem lässt in der Pro- & Contra-Diskussion die Funklobby die Hinweise auf die  schädigenden Auswirkungen, die über die Tierversuche belegt sind, wegen „nur bedingter Übertragbarkeit bzw. Vergleichbarkeit“ nicht gelten. Wollte man diese Ausweichargumentation wirklich ernst nehmen, dann müsste streng genommen auch die Pharmaindustrie die über Tierversuche entwickelten und auf ihre Wirksamkeit ausgetesteten Medikamente aus dem Markt nehmen! So trifft hier die Kritik von Max Planck speziell seine konservativen Forscherkollegen in besonderer Weise mit der von ihm formulierten  Erkenntnis: “Die Wissenschaft schreitet durch ständige Begräbnisse voran – denn die Erkenntnisse von morgen sind die Irrtümer von heute!“

…allerdings müssen wir bei der deutlich spürbaren Verlangsamung der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung sehr aufpassen, dass der Mensch dabei nicht auf der Strecke bleibt!

Wenn Sie an weiteren Informationen interessiert sind, oder sich für einen häuslichen Check- up interessieren, um mögliche Einflüsse „durch die Qualität Ihres Ortes“ auf Ihr Biosystem auszuschließen, setzen Sie sich telefonisch in Verbindung mit:

INITIATIVE GEOPATHIE &  BIOENERGETIK – Hainbuchenweg 1 -  49196 BAD LAER Tel.05424 /40573

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Nicht weil die Dinge unerreichbar sind, wagen wir sie nicht – weil wir sie nicht wagen, bleiben sie unerreichbar .                
 
Lucius Annaeus Seneca

 

Ergänzende Therapieverfahren beim Mamma-Carcinom

Vortrag vom 24. November 2004 bei MUT e.V. von Dr. Holger Marguc  -  Teil 2

Eine Serie von drei Artikeln stellt die Zusammenfassung eines Vortrages dar, den Dr. Marguc im November 2004 für MUT e.V. gehalten hat. Der erste Teil war im 17. Info-Brief zu lesen, der dritte und letzte Teil folgt im Info-Brief 19.

Die Orthomolekulartherapie

Die Orthomolekular-therapie geht auf den zweifachen Nobelpreis-träger Linus Pauling zurück.
Das Therapieprinzip beinhaltet die Gabe von hoch dosierten Vitaminen, Enzymen und Mineralstoffen bei nachgewiesenem Bedarf. Die überragende Rolle einer ausgewogenen Ernährung mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr steht in der Prävention von Tumorerkrankungen mittlerweile außer Zweifel. Darüber hinaus sind die nicht enzymatischen Antioxidantien wie Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, Selen, Melatonin Glutathion und Coenzym Q10 von Bedeutung. Die Ernährungssituation der Tumorpatientinnen ist bereits vor Beginn einer Krebstherapie unzureichend. Unter Chemotherapie sind zudem alle Stoffwechselschritte reduziert, die auf die B-Vitamine und die Vitamine E, D, K als Cofaktoren angewiesen sind. Trotzdem scheint auch in der Prävention von Krebserkrankungen die breit gefächerte Substitution einer Monotherapie überlegen zu sein. Für Tumoren der Mundhöhle, des Rachens und der Lunge ist bewiesen, dass antioxidative Substanzen das rezidivfreie Überleben verlängern können. Es besteht kein Grund, dies nicht auch bei gynäkologischen Tumoren zu versuchen.
Die Wirkungen der Antioxidantien ist im Nachfolgenden erläutert.

Vitamin A oder ß-Karotin
- Wirkungsverstärkung der Zytostatika
- Verringerung der Kardiotoxizität (schädigende Wirkung auf das Herz)
- Vorbeugung von Rezidiven

Vitamin C
- Verringerung der Kardiotoxizität
- Wirkungsverstärkung der Zytostatika

Glutathion
- Verringerung der Nephrotoxizität (schädigende Wirkung auf die Nieren)

Vitamin E (am besten d-alpha-Tocopherol - / -  1IE entsprechen 0,67 mg Vitamin E)
- Vermindertes Auftreten einer Mukositis (Schleimhautentzündungen)
- Wirkungsverstärkung von Zytostatika
- Verringerung der Kardiotoxizität
- Induktion der Apoptose (Untergang von Tumorzellen)

Selen
- Verminderung der Kardio- und Nephrotoxizität
- Verminderung von Zytostatikaresistenzen
- Induktion der Apoptose

Zur begleitenden Behandlung bei Tumorkachexie eignen sich Fischölkapseln und nach Abschluss der Chemotherapie bei Erschöpfung hoch dosiert Coenzym Q10 (50 – 90 mg/d). Ebenfalls bei Kachexie können zum Muskelaufbau Carnitin und Arginin eingesetzt werden.

Die gegen den Tumor gerichtete Wirkung des Selens ist sehr gut belegt. Tumorpatienten weisen häufig sehr niedrige Selenspiegel auf. Bei Aufnahme von Selen im ernährungsphysiologischen Bereich lässt sich das Krebsrisiko signifikant senken. Da Deutschland Selenmangelgebiet ist, empfehle ich, Selen täglich zu substituieren. Für diese tägliche Substitution ist Selenhefe ausreichend.

In der Onkologie wird Selen für folgende Wirkungen eingesetzt:

- Stabilisierung des Immunsystems
- Minderung der Nebenwirkungen einer Zytostatikatherapie oder Radiatio
- Verringerung der Zytostatikaresistenz von Tumorzellen
- Verringerung eines Lymphödems

Selen wirkt überdies radioprotektiv, ohne die Strahlenwirkung auf das Tumorgewebe zu beeinträchtigen.

Die Aufhebung der Zytostatikaresistenz in der Tumorzelle stellt man sich so vor:

In der Tumorzelle ist reduziertes Glutathion enthalten, das an der Entgiftung von Sauerstoffradikalen mit beteiligt ist. Durch Zufuhr von Selen entsteht Selenglutathion, und Sauerstoffradikale können nicht mehr inaktiviert werden. Selenglutathion in hoher Dosierung leitet den geplanten Zelltod, die Apoptose, ein. Weiter gesteigert werden
- der chemotaktische Index der Neutrophilen (d.h. diese Zellen werden leichter
   durch bestimmte Botenstoffe an den Ort des Bedarfs geleitet)
- die Interferonbildung der Lymphozyten
- die Anzahl und Aktivität der natürlichen Killerzellen

Die Selengabe bei einer Krebserkrankung sollte in Form von anorganischen Natriumselenit erfolgen. Am günstigsten ist die Wirkung dann, wenn eine Stunde vor Zytostatikatherapie mit der Selengabe begonnen wird. Auch die positive Wirkung des Natriumselenits bei Entstauungsbehandlung eines Lymphödems ist belegt.

Dosierungsempfehlungen von Natriumselenit
- 2 Tage präoperativ bis zum OP - Tag: 500 – 1000µg/ Tag oral
- Postoperativ: 500 µg/d oral
- Während Chemotherapie und Strahlentherapie: 500 – 1000 µg/d intravenös
- Während der Intervalle der Primärtherapie: 200 – 300 µg/d oral
- Tumornachsorge: 200 µg/d über 12 Wochen oder 100µg/d oral kontinuierlich

Empfehlungen für die tägliche Dosierung von Mikronährstoffen

a) bei starkem oxidativem Stress während Chemo- oder Strahlentherapie
Selen       250-500 µg        morgens
Beta-Carotin      25-50 mg          mittags
Vitamin C   bis 2000 mg       mittags
Vitamin E   400-800 mg        mittags
Zink        15-20 mg          abends

b) bei mäßigem oxidativem Stress in der Nachsorge
Selen       50-200 µg         morgens
Beta-Carotin      15-25 mg          mittags
Vitamin C   bis 1000 mg       mittags
Vitamin E   bis 400 mg        mittags
Zink        15-20 mg          abends

Infusionstherapie in der Onkologie mit Orthomolekularen Wirkstoffen

Die Infusionstherapie kann zum einen die Wirkung der Standardtherapien verbessern, zum anderen die Lebensqualität von Patientinnen mit weit fortgeschrittenem Krebsleiden verbessern.
Infundiert werden:
- Vitamin C in hoher Dosierung, z.B. 7,5 Gramm zweimal wöchentlich, entweder als
  Blocktherapie 6 – 12 mal oder im Finalstadium zur Unterstützung des Allgemeinbefindens.
  Vitamin C sollte wegen der möglichen Bildung unlöslicher Komplexe nicht mit Selen
  gegeben werden.
- Natriumselenit bis 1000µg vor Chemo- oder Strahlentherapie

Der Effekt der Hebung der Lebensqualität ist besonders bei Patientinnen und Patienten interessant, deren Tumorleiden weit fortgeschritten ist. Diese sind häufig stark geschwächt und kaum noch in der Lage, Nahrung aufzunehmen. Mit der Orthomolekularen Infusionstherapie wird der Allgemeinzustand gebessert.

Das Vorurteil, man ernähre mit der Orthomolekularen Therapie nur die Tumorzellen, ist unbegründet.

Die Mesotherapie

Mit der Mesotherapie steht eine Behandlungsform zur Verfügung, deren Vorteile für Patienten und Arzt gleichermaßen offen liegen
- örtliche Begrenzung der Therapie, Medikamente werden nur über dem Ort der
  Beschwerden gegeben
- Sehr geringe Dosierungen von Medikamenten werden in die Haut gegeben, von wo aus
  sie an den Ort der Beschwerden gelangen. Dadurch werden Nebenwirkungen und
  eventuell toxische Effekte der Medikamente vermieden. Dies macht z.B. die
  Schmerztherapie in der Schwangerschaft möglich
- Es wird so selten wie nur möglich behandelt.

Die Methode wurde von dem französischen Arzt Dr. Michel Pistor entwickelt und ist heute in Frankreich und den Ländern des romanischen Sprachenraumes bis hin nach Südamerika etabliert. Auch in Deutschland wächst die Zahl derjenigen Ärzte, die diese Methode zum Nutzen ihrer Patientinnen und Patienten anwenden. Schon die Tatsache, dass diese Medizin in Frankreich - mit all seinen sehr hohen Qualitätsstandards - etabliert ist, zeigt, dass es sich hierbei um keine Außenseitermethode handelt, deren Nutzen nicht nachgewiesen ist. Es werden in der Regel Medikamente infiltriert, die von einem „herkömmlichen“ Arzt auch gegeben würden. Mit einem entscheidenden Unterschied:
bei Einnahme eines Medikamentes wird dieses zunächst verstoffwechselt und kommt dann, wenn überhaupt, in nicht bekannter niedriger Konzentration an den Ort der Beschwerden an. Es ist offensichtlich, dass über diesen Umweg eine ganze Reihe von Nebenwirkungen erkauft wird.

Selbstverständlich wird die erfahrene Therapeutin oder der erfahrene Therapeut auch Medikamente aus dem Bereich der Naturheilkunde oder der Homöopathie anwenden. Diese Methode ist vor allem deswegen bei der durch verschiedene stark wirkende Medikamente geschwächten, an einem Carcinom erkrankten Patientin von besonderem Vorteil.

Es gilt:

So gezielt wie möglich, so gering wie möglich, so selten wie möglich.

Woher kommt der Terminus „Mesotherapie“?

Der Begriff „Meso“ ist der Embryologie entlehnt und bezieht sich auf eines der drei Keimblätter , aus denen der Embryo entsteht. Hier gibt es ein Ento- Meso- und Ektoderm, aus denen sich später unterschiedliche Organsysteme entwickeln. Aus dem Mesoderm entwickeln sich unter anderem bestimmte Schichten der Haut, die die Zielgebiete der Mesotherapie sind, aber auch Nerven, die mit tieferen Schichten und Organen in Verbindung stehen.

Wie muss man sich die Infiltration der Medikamente in die Haut vorstellen?

Die nach den Vorgaben Pistors und der Gesellschaft für Mesotherapie für die einzelnen Krankheitsbilder gemischten Medikamente werden mit einer speziell für die Bedürfnisse entwickelten Nadel in die Haut eingebracht. Diese Nadel ist nicht länger als 3 Millimeter und speziell geschliffen, um unnötige Blutungen zu vermeiden. Je nach Indikation wird dies über eine Spritze mit der Hand geschehen oder mittels einer speziell hierfür entwickelten „Pistole“.

Letztere hat den Vorteil, dass verschiedene Infiltrationstechniken vorprogrammiert und mit einem Stempel die Haut vorgespannt werden können, was der Prozedur ein wenig die Schmerzen nimmt. Die Vorspannung ist jedoch durch den geübten Therapeuten auch mit der Hand möglich.

Es gibt nun verschiedene Arten der Infiltration:
- Sehr schnelle Meso-Salven, bei denen mit der Hand oder der Maschine schnell in die
  Haut eingegangen wird.
- Meso-Serien, also schnelles und kurzes Eingehen in die Haut, wobei etwa 1/50
  bzw. 1/100 ml Wirkstoff pro Einstich gespritzt werden
- Meso-Infiltrationen, meist nach der dritten Sitzung. Hierbei werden einzelne Hautareale
  über 8 bis 15 Minuten – Tröpfchen für Tröpfchen – infiltriert.

Wie wirkt die Mesotherapie?

Die Mesotherapie wirkt über verschiedene Mechanismen, die mittlerweile hinreichend erforscht sind und in Frankreich auch weiteren Forschungsarbeiten unterliegen. Diese sind:
- Punktion der Haut. Hierbei findet eine Stimulation der tieferen Hautschichten statt. Es
  kommt zu Freisetzung von Endorphinen und gefäßaktiven Substanzen. Das Medikament
  verbleibt lange in der Haut, weil es nicht der großen Zirkulation zugeführt wird.
  Es diffundiert von hier aus an den Ort der Beschwerden. Theoretisch bleibt die Feststellung,
  dass die Mesotherapie auf alle aus dem embryonalen Mesoderm entstandenen Strukturen
  wie Bindegewebe, Knochen, Knorpel, Gefäßinnenschicht und Blutzellen wirkt.
- Lange Verweildauer in der Haut. Dadurch wird die erste Leberpassage umgangen.
  Diffusion der Medikamente in Richtung auf den Beschwerdeort.
- Lokale Effekte wie Verbesserung der Durchblutung, direkte Wirkung auf kleinste Nervenäste.
  Verbesserung von Muskelverspannungen. Ausgleich von energetischen Störungen.

Welche Krankheitsbilder kommen für die Mesotherapie in Frage?

Die Anwendungsmöglichkeiten der Mesotherapie sind die örtlich umgrenzten Beschwerdebilder. Es ist hier unmöglich, alle Krankheitsbilder aufzuzeigen. Behandelt werden jedoch vor allem
- Schmerzsymptome (Arthrosen aller Art, Neuralgien, Schulter-und Sehnenschmerzen bzw.
  Schmerzen an deren Ansatz wie Tennis- oder Golfellenbogen, auch die sog.
  „Mauskrankheit“, die die Beschwerden der beiden erstgenannten vereint.
  Schmerzende Schulter, Kopfschmerzen, Verspannungsschmerzen).
- Haarausfall
- Durchblutungsstörungen und Dystrophien (z.B. Morbus Raynaud, M. Sudeck),
  Kontrakturen (Dupuytren)
- Gynäkologische Krankheitsbilder (Unterbauchschmerzen, Menopausenbeschwerden,
  Dysmenorrhoe, Prämenstruelles Syndrom)
- Schwer behandelbare Geschwüre (Ulcera), auch trophische Ulcera der unteren Extremitäten.
- Schwindel und Ohrgeräusche
- Kosmetische Indikationen (Faltenbehandlung, Behandlung der Zellulite,
  Elimination lokal störender Fettpolster bei Gewichtsreduktion), Bio-Face-Lifting
- Erektile Dysfunktion und weibliche Erektionsstörungen

Die Mesotherapie kommt unter onkologischem Gesichtspunkt vor allem bei der Therapie von Schmerzzuständen in Frage, die auf Verspannungszustände zurückzuführen sind. Aber auch diffuse Organschmerzen sind über diese Therapieform sehr gut behandelbar. Aufgrund der sehr guten Wirkung bei Durchblutungsstörungen ist der Einsatz bei Erkrankungen der Extremitäten im Zusammenhang mit einer onkologischen Grunderkrankung sehr gut vorstellbar.

Wird fortgesetzt.

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Nachsorge: Untersuchungsintervalle

Konnte durch die Operation der Tumor ganz entfernt werden, und ist keine weitere Therapie mehr erforderlich, so wird geraten, regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen. Diese haben vor allem das Ziel, einen örtlichen Rückfall - falls er eintritt - möglichst früh zu erkennen, um ihn damit erfolgreicher behandeln zu können.

Eine intensive Suche nach Fernmetastasen bringt für die Behandlungsmöglichkeiten in der Regel keinen Vorteil. Beim Umfang der Untersuchungen findet derzeit ein Umdenken statt, denn ein Mehr an Methoden scheint die Ziele der Nachsorge nicht besser erreichen zu können als wenige ausgewählte Untersuchungen. Zudem kann ein großer Untersuchungsaufwand auch belastend sein und abschreckend auf die Patientin wirken.

Bei den Empfehlungen zur Art der Untersuchungen und den zeitlichen Abständen gibt es zwar große Übereinstimmungen zwischen den verschiedenen Kliniken, in den Details kann jedoch unterschiedlich vorgegangen werden. Außerdem kann der Arzt das individuelle Rückfallrisiko berücksichtigen und das Programm entsprechend anpassen. Es kann an dieser Stelle deshalb nur eine Orientierung gegeben werden, die Details zum Ablauf der Untersuchungen muss man jeweils beim behandelnden Arzt erfragen.

In den ersten drei Jahren werden Untersuchungen in kurzfristigen, dann in mittelfristigen Abständen durchgeführt. Nach fünf Jahren ohne Rückfall genügen Kontrollen in längeren Abständen. Bei jedem Termin erkundigt sich der Arzt genau nach dem Befinden und führt eine körperliche Untersuchung durch. Dabei werden der Brustbereich, die Brustkorbwand und die Lymphabflusswege der Brust abgetastet. Es wird überprüft, ob der Arm der operierten Seite durch eine Lymphstauung angeschwollen ist und ob die Leber vergrößert ist. Werden durch das Abklopfen des Skelettes Schmerzen verursacht, so könnten Tochtergeschwülste in den Knochen die Ursache sein. Die Mammographie der brusterhaltend operierten sowie der Brust auf der Gegenseite ergänzen das Programm in den dafür vorgesehenen zeitlichen Abständen. Sie sollten sich die Technik der Selbstuntersuchung aneignen oder sich von Ihrem Arzt einweisen lassen und diese regelmäßig durchführen. Wie Sie die Selbstuntersuchung richtig durchführen zeigen wir in einer bebilderten Anleitung zur Selbstuntersuchung. Kommt es zu einem verdächtigen Befund, so werden zusätzliche Untersuchungen zur Abklärung durchgeführt.

Die regelmäßige Bestimmung von Tumormarkern oder das Suchen nach Metastasen mit Hilfe von Knochenszintigramm, Lungenröntgen und Lebersonographie bringen nichts. Sie tragen aber zur Verunsicherung bei, da es bei diesen Routineuntersuchungen häufiger auch falsch positive Befunde gibt.

Autor: Dr. H.-J. Koubenec (Impressum) Quellen: KID, Deutsches Krebsforschung-zentrum
Roche: Brustkrebs eigenes Expertenwissen
aus: Internetrecherche unter www.brustkrebs-info.de

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Fragen zum Mammographie-Screening oder zur Brustkrebs-Prävention?

Neue Hotline des Deutschen Krebsforschungszentrums informiert aktuell und individuell

Nach jahrelangen Diskussionen ist es soweit: Die Einführung des Mammographie-Screenings für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren im deutschen Gesundheitswesen hat begonnen. Bayern ist das erste Bundesland, in dem das Screening nun fast flächendeckend angeboten wird. Noch in diesem Jahre sollen weitere Länder folgen. Doch für viele Frauen ist das Thema noch sehr abstrakt. Was nützt das Mammographie-Screening? Was erwartet eine Frau bei der Untersuchung? Was kann jede einzelne Frau tun, um Brustkrebs vorzubeugen? Eine neue Hotline gibt ab dem 1. Juli telefonisch Antworten auf diese und viele andere Fragen zum Mammographie-Screening und zur Brustkrebs-Prävention. Unter der Nummer 06221 - 42 41 42 ist der Telefonservice montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr zu erreichen.

Auch nach der Aufnahme des Mammographie-Screenings in das gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramm wird noch über das Thema diskutiert. Dabei unterscheiden sich die Äußerungen von Ärzten, Wissenschaftlern, Politikern und Frauenorganisationen oft erheblich. Unterschiedlichste Zahlen sind im Umlauf, aber was sie konkret bedeuten, verstehen oft nur Fachleute. Für eine Frau ist es aber wichtig, diese Zahlen und Statistiken zu verstehen, um frei entscheiden zu können, ob sie am Screening teilnimmt oder nicht. Viele Fragen tauchen auf: Was bedeutet die Untersuchung für eine einzelne Frau? Was heißt „normales“, was bedeutet „erhöhtes“ Brustkrebsrisiko? Kann man es beeinflussen? Die Frauen wollen z. B. auch wissen, warum nur Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eingeladen werden und ob sie auch ohne Einladung am Screening teilnehmen können. Sie suchen nach Ansprechpartnern, die auf individuelle Fragen eingehen, denn selbst die beste Broschüre kann ein gutes und klärendes Gespräch nicht ersetzen.

Diesem Informationsbedürfnis kommt das Deutsche Krebsforschungszentrum mit seinem neuen Telefonservice entgegen: Die Hotline soll Frauen dabei unterstützen, ihr persönliches Brustkrebsrisiko besser einschätzen zu können, und informiert nach dem aktuellen Wissensstand über Möglichkeiten zur Vorbeugung von Brustkrebs.

Der Telefonservice ist ein Beitrag zur Umsetzung der Gesundheitsziele für Brustkrebs, wie sie im Rahmen eines vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung initiierten Programms formuliert wurden (s. unter www.gesundheitsziele.de).

Die Hotline wird gefördert durch das Deutsche Krebsforschungszentrum und die AstraZeneca GmbH.

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Hotline Mammographie-Screening und Prävention ab 1. Juli 2005
Montag bis Freitag, 8 bis 20 Uhr unter 06221 – 42 41 42

Anrufer können ihre Telefonnummer hinterlassen, wenn die Leitungen vorübergehend besetzt sind. Ein Rückruf erfolgt schnellstmöglich.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden -Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.

(Quelle: Pressemitteilung DKFZ Nr. 31 (28.06.2005, AG/HJG/And)

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Mistel beschäftigt die Gerichte

Erstes Musterverfahren zugunsten der Patienten entschieden

Die Frage um die Kostenerstattung der Mistel beschäftigt mittlerweile die Gerichte. Das Sozialgericht in Düsseldorf hat am 01.03.2005 in einem Hauptverfahren entschieden, dass Mistelpräparate der anthroposophischen Medizin uneingeschränkt verordnet werden dürfen, d.h. bereits unmittelbar nach der Diagnose und für den gesamten Krankheitsverlauf (AZ S 8 KR 321/04). Die Kosten dafür sind von den gesetzlichen Krankenkassen zu tragen. Mittlerweile verdichten sich die Hinweise, wonach die Rechtssprechung über die Kostenerstattung der anthroposophischen Misteltherapie zu Gunsten der Patienten entscheiden wird.

Die Verordnung der Mistel fällt nach dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz unter zwei Ausnahmeregelungen. Danach müssen phytotherapeutische Mistelpräparate weiterhin zur palliativen Behandlung, anthroposophische Mistelpräparate fünf Jahre nach einer Krebserkrankung zur aktiven Nachsorge verordnet werden. Ob ein Arzt dieser Empfehlung folgt oder nicht, hängt u. a. davon ab, welcher Kassenärztlichen Vereinigung er angeschlossen ist. Einige Kassenärztliche Vereinigungen drohen den Ärzten mit Regress, wenn sie die Mistel außerhalb der palliativen Behandlung verordnen. Nach wie vor werden wahrscheinlich viele Ärzte sehr verhalten reagieren und die Patienten anweisen, bei ihrer Krankenkasse um Kostenübernahme zu bitten. Nach dem Bundesmantelvertrag für Ärzte liegt die Verordnung von Arzneimitteln jedoch in der Verantwortung des Vertragsarztes. Die Genehmigung von Arzneimittelverordnungen durch die Krankenkasse ist unzulässig (§ 29.1). Ein kassenärztlich zugelassener Arzt darf seinem Patienten eine Kassenleistung also nicht vorenthalten! Patienten sollten ihren Arzt ermuntern, von seinem Recht Gebrauch zu machen und eine anthroposophische Misteltherapie auf Kassenrezept zu verordnen. Wegen der eindeutigen Gesetzeslage und dem aktuellen Urteil ist – solange das Wirtschaftlichkeitsgebot beachtet wird – kein Regress zu befürchten. Verordnet der Arzt die Misteltherapie nur auf Privatrezept, kann der Patient bei der Krankenkasse einen Antrag auf Kostenerstattung stellen. Lehnt die Kasse das ab, kann der Patient sein Recht vor dem Sozialgericht einklagen. Erfahrungsgemäß ist das jedoch sehr zeitintensiv.

In dem Fall, den das Sozialgericht in Düsseldorf zu verhandeln hatte, klagte eine Krebspatientin gegen die Barmer Ersatzkasse. Die Kasse hatte sich geweigert, die Kosten für deren Misteltherapie zu übernehmen und sich darauf berufen, dass die Mistel nur in der „palliativen Behandlung“ erstattungsfähig sei, d.h. erst wenn die Krankheit weit fortgeschritten ist und nur noch Symptome gelindert werden sollen. Eine solche Einschränkung – so das Gericht – gilt nur für die phytotherapeutischen Mistelpräparate (z.B. Eurixor, Lektinol), nicht jedoch für die anthroposophischen (z.B. Iscador, Helixor, Abnobaviscum, Iscucin). Diese sind in vollem Umfang während der gesamten Krankheitsphase verordnungs- und damit auch erstattungsfähig. Der Arzt muss keine besondere Qualifikation haben. Er muss lediglich nachweisen können, dass er sich über den anthroposophischen Ansatz, z.B. in einem Vortrag, informiert hat.

Patienten, die bei der Verordnung der Misteltherapie auf Schwierigkeiten stoßen, können sich direkt an die Herstellerfirmen wenden. Dort werden sie unterstützt. Weitere Unterstützung bieten der Dachverband Anthroposophische Medizin (Chausseestraße 29, 10115 Berlin, Tel. 030 – 28877095, Fax 030 – 97893869) und natürlich auch die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. (Postfach 102549, 69015 Heidelberg, Tel. 06221 – 138020, Fax 06221 – 1380220).

(aus: Impulse – Mitteilungen für Mitglieder, Förderer und Freunde der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V., 05/2005 Ausgabe 87)

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Gesundheitsinformationen im Netz – Top oder Flop?

Suche nach der „Stecknadel im Heuhaufen“

Wer zum Beispiel in der Suchmaschine Google das Stichwort „Krebstherapie“ eingibt, erhält eine unüberschaubare Flut von 116 000 Ergebnissen. Doch selbst wenn man die gesuchte Information gefunden hat, kann man nicht sicher sein, dass sie aktuell und wissenschaftlich fundiert ist. „Die Informationsflut zu bewältigen und das Richtige herauszufiltern, ist für viele Menschen nicht leicht“, berichtet Marie Rösler, Leiterin der Beratungsstelle der Krebsgesellschaft Bremen e.V.. Fast täglich wenden sich Patienten mit selbst recherchierten Informationen an sie und bitten um Beratung und Unterstützung: Ist die Information seriös? Passt sie für meine spezielle Krankheitssituation? Wer kann mir weiterhelfen?

Orientierungsmöglichkeiten im Internetdschungel

Um sich vor falschen und unseriösen Informationen aus dem Web zu schützen, haben Wissenshungrige zwei Möglichkeiten: Sie können auf Angebot von seriösen Institutionen zurückgreifen oder ihre kritische Sicht im Hinblick auf Gesundheitsinformationen schulen. Zuverlässige Auskünfte zum Thema Krebs bietet die Website der Deutschen Krebsgesellschaft unter www.krebsgesellschaft.de. Unter www.patienten-information.de erfahren Internetsurfer, wie sie ihren kritischen Blick für die Qualität von Informationen schärfen können. Orientierung bietet auch das Logo vom Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem e.V. (Afgis) – es zeichnet anhand festgelegter Qualitätskriterien zuverlässige Webseiten aus.

„Generell gilt, dass man sich niemals allein auf das Internet verlassen sollte“, rät Sylvia Sänger. „Ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt können die Informationen nicht ersetzen.“ Wer aber weiß, wie er die Vorteile des Internets nutzt, kann sich auf das nächste Gespräch vorbereiten und es effektiv nutzen. Das erleichtert gemeinsame Entscheidungen mit dem Arzt und einen besseren Umgang mit der Erkrankung.

Online-Gütezeichen für medizinische Information

www.afgis.de
Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem – vergibt Gütezeichen im Internet

www.hon.ch (englisch)
Health on the Net Foundation – Weltweite Qualitätsprüfung von Internetseiten

Was macht eine gute Patienteninformation aus?

Prüfen Sie die Qualität mit folgenden Fragen:
- Wer ist der Herausgeber (Impressum), welche Ziele und Absichten verfolgt er?
- Gibt es klare Angaben zu behandelten Themen und Zielgruppen?
- Sind Literaturquellen und weitere Hilfsangebote angegeben?
- Sind Autor und Qualifikation offen gelegt?
- Gibt es Angaben zu Aktualität und Gültigkeit der Information?
- Sind alle möglichen Behandlungsoptionen dargestellt?
- Werden Nutzen und Risiken der dargestellten Methoden erläutert?
- Werden Unsicherheiten beschrieben? (Was ist noch nicht bewiesen?)
- Wird erklärt, wie sich die Behandlung auf das tägliche Leben auswirkt?

 (aus: Periskop – Das aktuelle Magazin der Deutschen Krebsgesellschaft, Heft 2, Jahrgang 8 / Mai 2005)

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www.idw-online.de
Internet-Recherche vom 27.05.2005
Informationsdienst Wissenschaft, 18.05.2005

Neue Hoffnung für Frauen mit aggressivem Brustkrebs durch den Einsatz des Medikamentes Herceptin

Professor Dr. med. Christoph Thomssen von der halleschen Universität wirkt an weltweiter Studie mit.

Frauen mit Brustkrebs können vielleicht auf eine bessere Therapie und teilweise auf eine vollständige Heilung hoffen. Erste frühe Ergebnisse weltweiter Studien belegen, dass durch den Einsatz von Herceptin (mit dem Antikörper Trastuzumab) auch in der Anfangsphase der Erkrankung eine Verbesserung oder die Zeitspanne, in der nach einer Krebserkrankung kein Rückfall zu verzeichnen ist, deutlich verlängert werden kann. Im Vergleich mit der herkömmlichen Behandlung durch Chemotherapie konnte durch den kombinierten Einsatz im frühen Krankheitsstadium von Herceptin und Chemotherapie nach einer chirurgischen Behandlung (die so genannte adjuvante Therapie) die Rückfallrate im 1. Jahr nach der Operation um 52 Prozent gesenkt werden.

Die ersten Daten der Studien wurden am Pfingstmontag (16. Mai 2005) auf dem amerikanischen Krebskongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Orlando vorgestellt. Bekannt ist bereits seit längerem, dass durch den Einsatz des Medikamentes Herceptin bei fortgeschrittenem Brustkrebs eine Verbesserung der Überlebensdauer um ein Drittel erreicht werden kann.

An einer der weltweiten Studien wirkte der Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Leiter des Brustzentrums, Professor Dr. med. Christoph Thomssen, mit. Er betreute unter anderem in Halle Frauen, die mit dieser Antikörper-Therapie behandelt wurden. Professor Thomssen hatte zuvor auch schon Patientinnen in Hamburg damit therapiert. "Das Medikament bringt eine deutliche Verbesserung der Heilungschancen für Frauen, die an einer speziellen Form des Brustkrebses erkrankt sind", betont der Mediziner. Etwa 5100 Patientinnen im Frühstadium der Brustkrebserkrankung aus weltweit 39 Staaten nahmen an dieser "HERA-Studie" teil.

Allerdings können nur etwa 20 bis 30 Prozent der jährlich etwa 48000 Frauen, die in Deutschland an Brustkrebs erkranken, auf den Einsatz des Medikamentes hoffen. Denn nur bei ihnen ist die Herceptin-Therapie sinnvoll. Diese Frauen leiden unter einer besonderen Art des Brustkrebses, der sich durch ein aggressives Streuen von Metastasen auszeichnet und bisher eine schlechte Prognose hatte. Diese Tumoren tragen ein spezielles Zellmerkmal: den Oberflächenrezeptor HER-2. Gegen dieses Eiweiß wurde ein "humanisierter monoklonaler Antikörper" entwickelt, der sich an die Tumorzellen anlagert und dann das Immunsystem dazu bringt, die Krebserkrankung zu bekämpfen und die Bildung von Metastasen verhindert. Das Medikament ist in Deutschland bisher nur für Patientinnen im fortgeschrittenen Krankheitsstadium zugelassen.

Die Studien belegen, dass Frauen länger ohne Rückfall (Rezidiv) leben können. Wie sich der Einsatz von Herceptin allerdings auf die Überlebenszeit insgesamt auswirkt, ist noch ungewiss, da die Studien erst im Jahr 2000 begonnen haben.

Kontakt:
Klinikum der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
06097 Halle (Saale), Verwaltungsdirektion, Referat Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0345 55-75748 oder 55-71032
Fax: 0345 55-75749
E-Mail:
theresia.wermelskirchen@medizin.uni-halle.de
oder
jens.mueller@medizin.uni-halle.de
URL dieser Pressemitteilung:
http://idw-online.de/pages/de/news112544
© 1995-2005 Informationsdienst Wissenschaft e.V.

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www.idw-online.de/pages/de/news112796
Internet-Recherche vom 27.05.2005
Informationsdienst Wissenschaft, 19.05.2005

Pathologen: Sterblichkeit an Brustkrebs kann um 30 Prozent verringert werden
Wuppertal, 19. Mai 2005

"Wir wollen, dass die Sterblichkeit an Brustkrebs auch in Deutschland um bis zu 30 Prozent gesenkt wird", erklärte Prof. Werner Böcker (Münster) bei einer Pressekonferenz anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie (DGP), die vom 18. bis zum 21. Mai in Wuppertal stattfindet. Dies sei erreichbar. Behauptungen, wonach die Mammographie als Massenuntersuchung ("Screening") zu unsicher sei, beruhten auf veralteten Studien. Im Gegenteil habe die Einführung des Brustkrebs-Screenings in anderen europäischen Ländern gezeigt, dass dadurch Knoten in der Brust in einem so frühen Stadium entdeckt werden, dass die Krankheit meist vollständig geheilt und die Sterblichkeit eindeutig gesenkt werden kann.

Wichtig seien jedoch die Zusammenarbeit zwischen Ärzten verschiedener Fachrichtungen und eine hohe Qualität der verschiedenen Untersuchungsmethoden.

Die entscheidende Frage, ob es sich um einen gut- oder bösartigen Tumor handelt, könne nur durch Pathologinnen und Pathologen beantwortet werden, betonte der Präsident der DGP, Prof. Helmut E. Gabbert aus Düsseldorf. Von der Untersuchung an Gewebeproben hänge auch die richtige Therapie ab. "Deswegen ärgert es mich, dass wir Pathologen zum Beispiel in Fernsehkrimis immer noch mit Rechtsmedizinern verwechselt werden", sagte in Wuppertal Prof . Manfred Stolte aus Bayreuth. Denn die Aufgabe der Pathologie sei der Dienst am lebenden Menschen. Auch für neue Heilmethoden etwa gegen Brustkrebs sei die pathologische Forschung maßgebend, ergänzte Prof. Hans H. Kreipe aus Hannover.

Die Mammographie für alle Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen wird auf Beschluss des Bundestages derzeit eingeführt. Früher wurde die Untersuchung nur bei entsprechendem Verdacht bezahlt. Nun sollen alle Frauen zur kostenlosen Untersuchung eingeladen werden, wie dies bereits in einigen Modellregionen geschieht. Bei rund zwei Prozent der erfassten Frauen ist anschließend eine Gewebeuntersuchung notwendig. Lediglich bei 15.000 von drei Millionen mammographierten Patientinnen wird durch die pathologische Diagnostik schließlich Brustkrebs festgestellt, der wegen der frühzeitigen Entdeckung dann aber fast immer durch einen kleinen Eingriff und ohne Strahlen- und Chemotherapie endgültig geheilt werden kann. Böcker berichtete, dass nur speziell qualifizierte Pathologen an dem Programm teilnehmen dürfen, die sich zudem einer permanenten Qualitätskontrolle unterziehen.

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Wer der Sonne entgegen wandert,
lässt den Schatten hinter sich.
Fritz Woike

 

Erfahrungsberichte

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- eine wahre Geschichte aus meinem Leben

Im August 1999 erkrankte ich an Brustkrebs. Ein halbes Jahr nach der Operation ließ ich mir einen Brustaufbau mit einem Silikon-Implantat machen. Ich fand es ganz toll, da ich vorher mit dem unsymmetrischen Aussehen große Probleme hatte. Doch leider musste dieser Aufbau im Jahr 2003 wegen eines Rezidivs wieder entfernt werden.

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