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Liebe Leserin, lieber Leser!
Nachstehend finden Sie den Info-Brief 16 von MUT e. V. Dezember 2004.
Der Brief wurde in einer besonderen Text-Datei zusammengefasst, das Layout dieser Datei entspricht natürlich nicht dem Layout des
Originals. Es fehlen die Bilderund Grafiken. Den Text haben wir hier als Fliesstext erfasst - keine Spalten, wie im Original. Das Original können Sie sich als PDF-Datei anschauen.
Der Info-Brief 16 als PDF-Datei.
16. Info-Brief Dezember 2004
MUT e.V.
Frauen und Männer im Kampf gegen Brustkrebs
M ü n s t e r

Es ist genauso wichtig, eine Idee zu verwirklichen wie sie zu haben. (Edward de Bono)
Themen dieser Ausgabe (u.a) Vorträge Sommerfahrt
MUT-Info-Stand vor dem Bankhaus Lampe Früherkennung von Brustkrebs Selbstuntersuchung der Brust Fragen, die Frauen stellen sollten Mitgliederversammlung MUT am 25.01.2005 Dankeschön
Advent Rainer Maria Rilke
Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt, und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird, und lauscht hinaus. Den weißen Wegen streckt sie die Zweige hin – bereit, und wehrt dem Wind und wächst entgegen der einen Nacht der Herrlichkeit.
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Inhaltsverzeichnis .
Grußwort
Aktuelle Termine und Veranstaltungen
Vorträge Wasserentspannung Literaturkreis Die Selbsthilfe: Frauen – Leben mit Brustkrebs (Termine)
Rückblick
MUT – Sommerfahrt 2004: Unser „Tilbecker Barfußgang“ MUT – Info-Stand vor dem Bankhaus Lampe am 01.Oktober 2004 Patientinnen-Kongress in Düsseldorf am 10. Oktober 2004 Wissenschaftliches Symposium der Krebsgesellschaft NRW 3. Informationstag des Brustzentrums Münster am 13. November 2004 MUT - Info-Nachmittag am 20. November 2004 Hilfe für die Zeiten der Chemotherapie
Fachbeiträge/Fachberichte 14
„Zusammenfassung des Vortrages über neue Erkenntnisse in der radiologischen Früherkennung von Brustkrebs“ von
Frau Simona Spital, Radiologin im Medical Center am Clemenshospital in Münster
„Ganz einfach: Selbstuntersuchung der Brust“ „Fragen, die Frauen stellen sollten“ „Früherkennung: Das können Sie (sich) leisten“ Neues Internetportal Internet-Recherche Raloxifen senkt das Risiko für Brustkrebs Weniger Brustkrebsrezidive mit adjuvantem Letrozol Patientenakte im Internet wird vom Arzt gefüttert
Rubrik: Was es sonst noch gibt
Vereinsnachrichten Mitgliederversammlung MUT am 25.01.2005 20 Dankeschön! Literatur-Tipp „Ich brauche euch zum Leben“ von Annette Rexrodt von Fircks
Kleiner Pressespiegel
„Maßgeschneiderte Chemotherapie“ (aus: WN vom 27.07.04) „Ärzte müssen Zuwendung lernen“ (aus: Psychologie heute / Aug. 2004) „Register soll dem Krebs auf die Schliche kommen“ (aus: WN, Okt. 2004) „Das schwache Geschlecht in der Krebsmedizin“ (aus FAZ, Sept. 2004) „Recht auf Freude“ (aus: WN vom 24.07.04) „Vorurteile auch bei Ärzten“ (aus: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 101, Heft 37, 10.09.04) „Hormontherapie auf dem Rückzug“ (aus: BARMER 03/2004) „Wundermittel hilft nicht (aus: WN, 05.10.04) „Klinische Forschungsstudien bei Brustkrebs“ (aus: WN vom 28.08.04)
Die Schmunzelecke
Falls ihr denkt, es wäre kalt.... Eine Weihnachtsgeschichte: “Der Weihnachtsstern“
Impressum
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MUT TUT GUT
Grußwort
Liebe Vereinsmitglieder, sehr geehrte Leserinnen und Leser,
ist „Mut“ ein schönes Wort? Im Sommer dieses Jahres wurde vom Deutschen Sprachrat ein Wettbewerb
ausgeschrieben, um das „schönste deutsche Wort“ zu finden. Die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries kam durch ein
Zitat von Bertold Brecht – „ein Teil allen Talents ist die Courage“ – auf das Wort „Mut“. Ihre Begründung lautete: „Man
brauche Mut, um unpopuläre Entscheidungen zu treffen oder weiter zu kommen“. Auch die Essayistin Susan Sontag
hat anlässlich der Vergabe des Friedenspreises 2003 gesagt: „Mut ist die einzig neutrale Tugend.“ Der Philosoph Arthur
Schopenhauer machte die folgende Aussage: “Nächst der Klugheit ist Mut eine für unser Glück sehr wesentliche Eigenschaft.“
Wir wollen mit unserem Vereinsnamen MUT ausdrücken, dass wir „jemandem Mut machen“ oder dass wir „guten Mutes
sind“. Daraus entwickelte sich der Slogan „MUT TUT GUT“, der immer wieder in den letzten Info-Briefen stand.
Nun geht das Jahr 2004 seinem Ende entgegen. Was hat es uns gebracht? Wir haben von vielen Menschen
Unterstützung erfahren und wurden immer wieder neu motiviert, unsere ehrenamtliche Arbeit für den Verein und für die
betroffenen Frauen weiter fortzusetzen. Es ist nicht immer leicht, wenn man die Traurigkeit der betroffenen Frauen
sieht und miterleben muss. Es ist jedoch auch Verpflichtung, die uns handeln lässt, denn der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke nur einen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und für das Jahr 2005 alles Gute,
Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit.
Ihre Gisela Schneider, 1. Vorsitzende
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„Da wir die Gesundheit dem Schicksal verdanken, schulden wir Dank auch dem Arzt, da wir aus seinen Händen die Wohltat
des Schicksals empfangen.“ Seneca
Aktuelle Termine und Veranstaltungen
Vorträge
Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
leider können wir nicht sofort im Februar 2005 mit der neuen Vortragsreihe beginnen. Durch den Neubau der Arkaden in
Münster an der Ludgeristraße wird der Altbau der Sparkasse Münsterland Ost am Hötteweg 10, wo sich auch der
Veranstaltungssaal befindet, abgerissen. Nach Rücksprache mit den Verantwortlichen der Sparkasse Münsterland Ost
wurde uns in Aussicht gestellt, dass wir nach Fertigstellung der Arkaden den neuen Veranstaltungsraum nutzen dürfen. Nähere Einzelheiten dazu erfahren wir aber erst im März 2005.
Voraussichtlich werden die Arkaden Ende Mai 2005 fertig gestellt sein. Wegen der einmaligen zentralen Lage würden
wir gerne das Angebot der Sparkasse Münsterland Ost annehmen, denn unsere Vortragsreihe ist doch stark mit den
Räumlichkeiten der Sparkasse verbunden. Deshalb wollen wir bis Ende Juni 2005 eine Pause mit der Vortragsreihe
einlegen. Dafür haben Sie sicher Verständnis. Sobald wir von der Sparkasse grünes Licht bekommen, werden die
Vorträge für das Jahr 2005 durchgängig geplant. Vielleicht haben Sie zu den Themen besondere Wünsche, die wir
berücksichtigen können. Dann melden Sie sich bitte bei mir. Die Termine geben wir im nächsten Info-Brief, der im April 2005 erscheinen wird, bekannt.
Gisela Schneider
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Entspannung und Bewegung im Wasser für an Brustkrebs erkrankte Frauen
nur für Vereinsmitglieder
Dieses Angebot unterstützt brustoperierte Frauen darin, Verspannungen aufzulösen, die Beweglichkeit zu steigern und
das Körpergefühl zu verbessern. Für die Teilnahme ist es nicht erforderlich, schwimmen zu können.
Termine 1. Hj. 2005: Kurs Nr. 1 vom 10.01.2005 – 14.03.2005 Kurs Nr. 2 vom 04.04.2005 – 04.07.2005
Zeit: Jeweils montags von 17.45 h bis 19.00 h
Ort: Bewegungsbad des Clemenshospitals, Düesbergweg 124, 48153 Münster
Gebühr: Kurs Nr. 1 - 9 Abende - 18,00 € Kurs Nr. 2 - 10 Abende - 20,00 €
Die Kursgebühr ist jeweils im voraus - mit Kursbeginn - fällig! Eine Rückerstattung der Kursgebühr erfolgt nicht.
Kursleiterin: Christa Reißmann
Anmeldung: Es ist eine schriftliche Anmeldung per Anmeldekarte erforderlich. Bitte berücksichtigen Sie: Falls sich mehr
Teilnehmerinnen anmelden, als der Kurs aufnehmen kann, erfolgt die Kursbelegung in der Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen.
Teilnehmerzahl: Die Teilnehmerzahl ist auf max. 8 Personen begrenzt
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Literaturkreis 1. Halbjahr 2005 ... Worte sind wie Sterne
Angebot für an Brustkrebs erkrankte Frauen
Beginn: Mittwoch, 12.01.2005
Weitere Termine: 09.02.2005, 09.03.2005 und 13.04.2005
Zeit: jeweils von 18.30 h bis 20.00 h
Ort: Gesundheitshaus, Gasselstiege 13, 48159 Münster
Kursgebühr: Für den Gesamtkurs - 4 Abende - zahlen
Vereinsmitglieder 8,00 Euro, Nichtmitglieder 16,00 Euro. Die Kursgebühr ist im voraus – mit Kursbeginn – fällig!
Hinweis: Ein Einstieg ist jederzeit möglich! Bei Teilnahme an Einzelterminen beträgt die Kursgebühr pro Abend: Für Vereinsmitglieder 2,50 Euro,
für Nichtmitglieder 5,00 Euro
Kursleiterin: Birgit Dépel – für Rückfragen zu erreichen unter: (02 51) 27 04 317
Dieser Literaturkreis ist kein „Zauberkreis“, doch er kann MUT machen! Der Titel des Literaturkreises „Worte sind wie
Sterne“ führt uns durch die Welt der Romane, Erzählungen und Lieblingsbücher. Auf der Suche nach neuer
Lebensfreude lesen wir gemeinsam Bücher, die vor allem der Seele gut tun. Es sind Bücher, die von Sehnsucht und
Träumen erzählen. Sie stärken die Hoffnung, schenken uns neues Selbstvertrauen und fördern die Kreativität. Im
Mittelpunkt steht der Austausch über gemeinsam ausgesuchte und gelesene Bücher. Wir werden uns auch mit Büchern
über Brustkrebs beschäftigen, die im Verstehen und Verarbeiten der Erkrankung hilfreich sind. Gehen Sie mit uns auf
die spannende Reise durch die Vielfalt der Literatur. Eine besondere Geschichte kann uns wunderbare Aussichten
bieten. Sie kann uns überraschen, uns inspirieren. Finden Sie mit uns „Worte wie Sterne“, die das „LEBEN“ trotz allem erheitern und bestärken.
Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten! Bitte melden Sie sich während der Sprechzeiten im Vereinsbüro, oder
direkt bei der Kursleiterin - Tel. (02 51) 27 04 317 bzw. per E-mail: rbmpu@web.de an. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen begrenzt.
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Die Selbsthilfe „Frauen – Leben mit Brustkrebs“ – Termine
Termine der Selbsthilfegruppe Münster für das 1. Halbjahr 2005 in der Volkshochschule Münster, Aegidiistraße 3, Raum 107 von 15.00 – 17.00 Uhr
05. Januar 2005 02. Februar 205 02. März 2005 06. April 2005 04. Mai 2005 01. Juni 2005 05. Juli 2005
Termine der Selbsthilfegruppe Hiltrup für das 1. Halbjahr 2005 in der Volkshochschule Hiltrup, Kursraum von 19.00 – 21.00 Uhr
12. Januar 2005 09. Februar 2005 09. März 2005 13. April 2005 11. Mai 2005 08. Juni 2005 13. Juli 2005
Kontaktaufnahme: Vereinsbüro MUT e.V., Tel. 02501 - 70705
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Rückblick
MUT-Sommerfahrt 2004: Unser „Tilbecker Barfußgang“
Prima Sommerwetter hatten wir am 17. Juli 2004 beim Barfußgang auf dem Gelände des Stifts Tilbeck. Dabei hatten wir
Anfang Juli schon Bedenken, ob es wegen des anhaltend kühlen und nassen Wetters überhaupt möglich sein würde,
diesen Weg barfuß zu gehen. Aber am 17. Juli war es dann plötzlich so heiß, dass wir alle gerne auf Schuhe verzichteten.
17 Teilnehmer machten sich um 14 Uhr auf den 2,5 km langen Rundweg, dessen Start und Ziel der Parkplatz neben
dem großen Wasserturm ist. Den erfrischenden Auftakt bildete ein „Kneippbad“. Auf dem weiteren Weg machten
unsere Füße die Bekanntschaft mit der unterschiedlichen Wärme und Beschaffenheit von Rindenmulch, Sand,
Baumscheiben, Kies, Steinen, Ackerboden und Asphalt, und wir spürten die wohltuende Kühle und Nachgiebigkeit von
Grasflächen, Moos, Waldboden und Matsch. Unvergessen bleibt wohl auch das Gefühl beim Durchschreiten des Schlammbades. Gut, dass es am Ziel der Wanderung eine Wasserpumpe gab! Die haben wir ausgiebig genutzt.
Wandern und Sonne – das macht durstig! Weiter ging unsere Fahrt deshalb zum Café des Sandsteinmuseums
Havixbeck. Bei Kaffee, Kuchen und anderen leckeren Dingen saßen wir draußen unter großen Sonnenschirmen und
ließen es uns gut gehen. Doch nach einiger Zeit zogen dunkle Wolken herauf und der Wind wurde plötzlich so stark, dass wir alle schnell mithalfen, Kissen und Geschirr vor dem Unwetter in Sicherheit zu bringen.
Wer noch etwas Zeit hatte, nahm jetzt gerne die Gelegenheit wahr, sich im Sandstein-Museum umzusehen. Auch ein
kleiner Laden lud hier zum Stöbern ein. Und wir freuten uns darüber, dass uns eine Mitgliedsfrau aus Havixbeck hier
noch kurz besuchte. Den erwarteten mächtigen Gewitterregen gab es erst, als wir schon im sicheren Auto auf dem Heimweg waren. Der brachte dann die ersehnte Abkühlung nach diesem heißen Tag.
Wenn dieser Bericht Appetit gemacht hat auf ein Ausprobieren bzw. Wiederholen im nächsten Jahr, hier noch ein
kurzer Hinweis: Der Weg ist während der Tagesstunden geöffnet von Mitte April bis Mitte Oktober. Am Ende des Weges bietet ein schöner Garten Blumen zum Selberpflücken. Und: Auch am Stift Tilbeck gibt es hinter dem
Wasserturm ein kleines Café, das zu leckerem Kaffee und Kuchen einlädt …
Antonia Waning
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MUT-Infostand vor dem Bankhaus Lampe am Domplatz in Münster am 1.10.2004 von 13.30 bis 18.00 Uhr
Der Monat Oktober ist weltweit als Brustkrebsmonat bekannt. Deshalb hatte MUT am 1. Oktober einen Info-Stand
unter dem Motto „Früherkennung von Brustkrebs“ geplant. Diese Aktion lief parallel zur bundesweiten Aktionswoche
„Engagement macht stark“. Zu dem Thema „Früherkennung von Brustkrebs“ wurde vom Vorstand eine neue
Plakatwand konzipiert. Umgesetzt wurde diese von Antonia und mir. Die Vorderseite zeigt die „Möglichkeiten der Früherkennung“, auf der Rückseite stehen unsere Forderungen und Ziele.
Bereits um 13.00 Uhr waren wir für Gespräche mit betroffenen oder nichtbetroffenen Frauen bereit. Um die
Hemmschwelle abzubauen, gingen wir mit einer gelben Rose auf die Frauen zu. Die Resonanz der angesprochenen
Frauen war erstaunlich gut. Viele nahmen unsere Vorschläge zur Selbstuntersuchung gerne auf und nahmen sich einen
Duschflyer zur Erinnerung mit. Einige versorgten sich mit entsprechender Lektüre. Auch viele persönliche Gespräche konnten wir führen.
Fazit dieser Veranstaltung: Das Thema „Früherkennung von Brustkrebs“ wird von vielen Frauen noch zu lasch
gehandhabt. Es bleibt auch für uns ein ständiger Bedarf an Information. Viel positive Resonanz haben wir als Vorstand bei diesem Infostand erfahren können. MUT ist mobil!
Marianne Röhr
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Patientinnenkongress Brustkrebs Düsseldorf, Rheinterrasse, Sonntag, 10. Okt. 2004
Wie schon in den beiden Jahren zuvor, waren wir auch jetzt wieder eingeladen zum Patientinnenkongress, veranstaltet
von der Senologie und Brustklinik Luisenkrankenhaus in Düsseldorf (zertifiziertes Brustzentrum). Wir waren von Frau
Fettweis (1. Vorsitzende von ISI e.V. – Internationale Senologie Initiative) gebeten worden, mit einem Info-Stand an
dieser Veranstaltung teilzunehmen. Gerne haben wir diese Einladung angenommen und sind zu dritt nach Düsseldorf
gefahren. Unseren Stand haben wir in erster Linie unter das Thema „Früherkennung“ gestellt und entsprechende
Unterlagen angeboten. Natürlich hatten wir auch zahlreiches anderes Info-Material – angefangen von unserem eigenen
Info-Brief über die Literaturliste bis hin zu allgemeinen Broschüren und Zeitschriften - zum Thema Brustkrebs ausgelegt
. In den Pausen, zwischen den einzelnen Vorträgen, hatten wir regen Besuch an unserem Stand. Viele Fragen zum Thema Brustkrebs, Früherkennung und Nachsorge wurden an uns herangetragen. Es war eine gut besuchte
Veranstaltung - ca. 500 Besucher kamen zu den verschiedenen Vorträgen - die erneut das ganze Spektrum zum Thema Brustkrebs abdeckten. Nach einem Grußwort durch Herrn Dr. med. Rezai und den OB der Stadt Düsseldorf,
stellte Frau Fettweis die Organisation ISI e.V. vor. Herr Dr. rer. nat. Tuschen sprach über die „Ziele und Aufgaben des
Westdeutschen Brust-Centrums“. Der weitere Vortragsbogen spannte sich von „Diagnostik und Früherkennung“ (Prof.
Dr. med. Schulz-Wendtland), über den „Entwicklungsstand der operativen Behandlung“ (Dr. med. Rezai),
„Strahlentherapie bei Brustkrebs“ (PD Dr. med. Hartmann), „Antikörper-Therapie bei Mammakarzinom“ (PD Dr. med.
Jackisch) bis zur Frage „Ist Brustkrebs familiär bedingt?“ (Prof. Dr. med. Schmutzler). Auch die Themen
„Komplementäre Therapie“ (Prof. Dr. med. Beuth), „Fatigue - Symptome und therapeutische Möglichkeiten“ (Dr. med.
Sandmann) sowie die „Nachsorge beim Mammakarzinom“ (Dr. med. Darsow) waren in den Vortragskreis eingebunden.
Insgesamt war es wieder einmal eine erfolgreiche und gut gelungene Veranstaltung. Die BesucherInnen sind sicherlich
gut informiert nach Hause gegangen. Und auch wir können auf einen guten Veranstaltungstag zurückblicken.
Helga Arnold
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Nur durch Mut bekommt man Ordnung in sein Leben
Wissenschaftliches Symposium der Krebsgesellschaft NRW und Jubiläum des Tumorzentrum Münsterland e.V. im Schloss Münster
Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Tumorzentrums Münsterland e.V. fand am 15. Oktober 2004 im Schloss
Münster das 36. Wissenschaftliche Symposium der Krebsgesellschaft NRW mit dem Titel „Target-oriented Therapy –
Innovative Ansätze in der Krebstherapie“ statt. Eingeladen dazu hatten Prof. Dr. med. Hans Georg Bender, 1.
Vorsitzender der Krebsgesellschaft NRW, und Prof. Dr. med. Ludwig Kiesel, 1. Vorsitzender des Tumorzentrums
Münsterland e.V.Mit dem steigenden Lebensalter steigt auch die Zahl der Tumorneuerkrankungen. Das Ziel einer
flächendeckenden optimalen Behandlung wird zunehmend durch ökonomische Zwänge erschwert. Wissenschaftler aus
Hannover, Mannheim und Münster informierten an diesem Veranstaltungstag über neue und innovative Medikamente
sowie Behandlungsmodalitäten, die den Patientinnen und Patienten trotz finanzieller Engpässe zugute kommen.Abends stand die Mitgliederversammlung der Krebsgesellschaft NRW auf dem Programm.
Am Vormittag des 16. Oktober 2004 war dann auch die Öffentlichkeit ins Schloss Münster eingeladen zu einer kleinen
Feierstunde anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Tumorzentrums Münsterland e.V. Die Grußworte sprachen Prof.
Kiesel als 1. Vorsitzender des Tumorzentrums Münsterland e.V., Prof. Jürgens als stellv. Vorsitzender der Krebsgesellschaft NRW und Frau Reismann als Bürgermeisterin der Stadt Münster. Über die Geschichte des
Tumorzentrums informierte Prof. Grundmann, Ehrenvorsitzender des Tumorzentrums Münsterland e.V., sehr anschaulich anhand von Zeitdokumenten.
Prof. Hense, Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin Münster, informierte die Gäste über die heutige Arbeit des
Krebsregisters für den Regierungsbezirk Münster. Datenquelle für dieses Register sind jährlich ca. 12.000 Meldungen
des Onkologischen Schwerpunktes Münster – Nachsorgeleitstelle, ca. 2.500 Meldungen kommen von den niedergelassenen Ärzten, ca. 5.000 Pathologiebefunde und ca. 5.000 Todesbescheinigungen.
Die Anzahl der Neuerkrankungen wird jährlich aufgeschlüsselt nach Geschlecht und Art der Krebserkrankung. Die
erfassten Daten bieten dann beispielsweise die Möglichkeit, Problemgebiete auf Krebshäufigkeit hin zu untersuchen (Belastung durch Chemiewerke, Sendemasten usw.). Deutschlandweit würden jährlich ca. 88.000 neue
Erkrankungsmeldungen registriert.
Prof. Debus, Universitätsklinik Heidelberg, referierte dann über „Comprehensive Cancer Centre“ – Modell für die Zukunft
? Nach seinen Aussagen bringen Studien eine Verbesserung der Heilungsrate, die Behandlung nach Leitlinien mehr
Überlebenszeit. Deshalb sei die Auswahl des Behandlungsplatzes wichtig.Noch haben die deutschen Tumorzentren
Probleme wegen unklarer Strukturen und der Beliebigkeit zur multidisziplinären Zusammenarbeit. Damit sich das ändert,
braucht es die Bereitschaft zu Reformen, Mut zu Innovation und Kooperation und den Verzicht auf Besitzstände.
Leitmotiv sollten Qualität und Kompetenz sein. Auch die Einbeziehung der mündigen informierten Patientinnen und Patienten sei wichtig.
Die Aktivitäten eines CCC (Tumorzentrums) beziehen sich auf die Entwicklung neuer Strategien, Patientenversorgung
(leitlinien-orientiert, Second Opinion) und edukative Aufgaben (Facharztausbildung, Informationsdienst zu Aufklärung,
Gesundheit und Prävention).Verbesserungen durch CCC in Heidelberg: Eine neue Qualität in der onkologischen Versorgung, die Verknüpfung von Forschung und klinischer Onkologie sowie neue Diagnose- und Therapieansätze.
Über Brustzentren und DMP beim Mammakarzinom sprach Dr. Tuschen vom Westdeutschen Brust-Centrum Düsseldorf.
171 Kliniken beteiligen sich bisher an der Dokumentation durch das Programm des WBC. Halbjährlich gibt es eine Benchmarking-Dokumentation.
Als Vorteil nannte er: Agieren statt Reagieren, DMP und Planungssicherheit, Brustzentren und Einkaufsmodelle. Das große Ziel sei Synergie. „Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen!“ (Aristoteles)
Antonia Waning
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3. Informationstag des Brustzentrums Münster am 13. November 2004 in der Aula des Schlosses in Münster
Er hat schon Tradition: Unter dem Motto „Früherkennung, Therapie und Nachsorge“ fand am 13. November 2004 in der
Aula des Schlosses in Münster der 3. Informationstag des Brustzentrums Münster für Betroffene, Angehörige und
Interessierte statt. An diesem Tag wurden wieder viele interessante Vorträge und Informationen für Patientinnen
geboten, die an Brustkrebs erkrankt sind. Vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Gesellschaft steigt die Zahl
der bösartigen Brusterkrankungen in Deutschland jährlich an. Welche vorbeugenden Maßnahmen und aktuellen Therapiestrategien bieten sich an? Wie sehen die unterstützenden Maßnahmen nach der Therapie aus? Welche
Untersuchungen müssen im Rahmen der Nachsorge unbedingt durchgeführt werden?
Das sind nur einige Themen aus einem großen Spektrum, das am Patientinnentag behandelt wurde. Nach der
Begrüßung und der Einleitung in das Thema durch Herrn Prof. Ludwig Kiesel referierte Frau Dr. Welling über „Familiärer
Brustkrebs; Erkrankungs- und genetisches Risiko“. Herr Prof. Dr. Böcker schloss sich mit einem Vortrag über
„Vorläuferformen und Karzinoma in situ“ an. Frau Dr. Weigel ging auf die „Bildgebende Früherkennung des
Mammakarzinoms“ ein. „Minimal belastende präoperative Abklärungsverfahren durch Stanzbiopsie und Mammotome“
waren die Themen von Frau Dr. Tio und Frau Dr. Fallenberg. Auf „Moderne Therapieverfahren (operativ, radiologisch,
immun-, chemo- und hormontherapeutisch)“ gingen die Herren Prof. Kiesel, PD Dr. Schuck und Dr. Rensing ein.
Anschließend schloss sich eine rege Frage- und Diskussionsrunde an. Hier wurde deutlich, dass es sich bei den Zuhörerinnen um aufgeklärte Patientinnen handelte.
Nach der Mittagspause referierte Herr Dr. Rensing über „Nachsorge – was muss und was sollte gemacht werden?“. Die
Dipl.-Theologin Petra Jebali behandelte die „Besonderen Aspekte der Krankheitsverarbeitung“. Frau Dr. Bönninghaus
-John stellte die Frage „Heilung durch Rehabilitation?“. Als besonderer Service schlossen sich Expertenrunden an, die in Kleingruppen auf besondere Fragen der Patientinnen eingingen.
Wir von MUT waren eingeladen, im Foyer einen Info-Stand aufzubauen. Das haben wir gerne gemacht. Dabei hatten
wir Gelegenheit, mit den betroffenen Frauen ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung war gut besucht. Es waren auch viele Mitgliedsfrauen aus unserem Verein gekommen, die das Angebot des Brustzentrums Münster gerne
angenommen haben, um sich über die aktuellen Therapiestrategien zu informieren. Es fand ein reger Gedankenaustausch statt. Das Thema Brustkrebs wurde einmal mehr aus der Tabuzone geholt.
Solche Patientinnentage sind wichtig und sollten regelmäßig einmal im Jahr angeboten werden. Sie helfen den
betroffenen Frauen, sich zu Expertinnen ihrer Krankheit entwickeln zu können.
Gisela Schneider
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MUT-Infonachmittag 2004
Inzwischen hat er ja schon einen festen Platz in der Jahresplanung, unser Mitgliedertag zum Jahresende. In diesem
Jahr sollte es keine Weihnachtsfeier sein, sondern ein besonderer Infonachmittag, der am 20. November 2004 im Restaurant „Haus Meinolf“ in Münster-Hiltrup stattfand.
Dass sich Viele darauf freuten, zeigte die Zahl von fast 40 Anmeldungen. Außer Kaffee und Kuchen hatte unsere
Vorsitzende, Gisela Schneider, für uns an diesem Nachmittag zwei Kurzvorträge organisiert.
Im ersten Vortrag erklärte die Phar-mareferentin und Ökotrophologin Marion Mersch-hemke von der Fa. WELEDA die
Sichtweise der anthroposophi-schen Medizin und sprach über die Wärmeprozes-se im Körper.
Wärmeprozesse wirken regulierend auf alle Stufen des Körpers. Angeregt werden können sie beispielsweise durch
Wärme von außen (Wärmflasche, Körperöle mit ätherischen Zusätzen, Bäder mit Zusätzen), aber auch durch Erwärmung von innen, beispielsweise über Gewürze (z.B. Ingwer). Begeisterung und Emotionen fördern die
Wärmeprozesse ebenso. Es sei wichtig, die eigene Körperwahrnehmung zu schulen. Auch die Ernährung habe einen
großen Stellenwert. Der Verzehr von Obst bewirke eine bessere Stärkung des Körpers als die Einnahme synthetisch hergestellter Vitaminpräparate.
Und noch ein Hinweis zur Mistel: Sie wirke sich positiv auf alle Bereiche aus und sei gut zur Ergänzung.
Die Heilprak-tikerin Inge-borg Schwarze gab im zweiten Kurzvortrag Einblicke in die „Heilenerge-tische integrative
Körpertherapie“.
Im Laufe unseres Lebens können Blockaden im Energiesystem entstehen, die dann zu unterschiedlichen Problemen
führen. Die Behandlung besteht darin, Energien in Bereiche des Körpers zu schicken. Dabei wird beispielsweise geprüft,
wie sich der jeweilige Bereich anfühlt. Auftauchende Gedanken wollen wahrgenommen werden. Auch Körperstärken und Schwächen sind zu erspüren. Damit umgehen zu lernen, sei ebenfalls Teil der Behandlung.
Abschließend gab Frau Schwarze einen kleinen Einblick in die Behandlung, um den Umgang mit Heilenergien verständlicher zu machen.
Gisela Schneider bedankte sich im Namen des Vereins mit einem Blumenstrauß bei den Referentinnen.
Es war ein informativer und geselliger Nachmittag, der bei den Mitgliedern sichtlich großen Anklang gefunden hat. Es
wäre schön, wenn sich bei der nächsten Einladung wieder so viele Mitglieder einfinden würden.
Antonia Waning
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Hilfe für die Zeiten der Chemotherapie
Die KOPFHOCH-Textilhüte aus weichen, pflegeleichten Naturfasern sind atmungsaktiv und passen sich eleastisch dem
Kopf an. Durch besondere Passform wird dem Kopf optisch mehr Profil gegeben. Man kann den Hut einfach unter vorhandenen Hüten tragen oder ihm durch Stirnbänder, Broschen, Perlen usw. eine persönliche Note geben.
Unser Selbstwertgefühl steigt, wenn wir uns wohler fühlen in uns selbst Infos und Kontakt: Dr. Karin Baumhöver Lützerathstr. 161a - 51107 Köln e-mail: info@kopfhoch.info Tel. 0221-8695919 - Fax 0221-8695920
Wer mutig, dankbar und ein aufrechter Freund ist, den sucht das Glück selbst auf, um bei ihm zu wohnen. Indische Spruchweisheit
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Fachbeiträge, Fachberichte
Zusammenfassung des Vortrages über neue Erkenntnisse der radiologischen Früherkennung von Brustkrebs (Simona Spital, Radiologische Praxis im Medical Center am Clemenshospital)
Die Brustkrebs-erkrankung ist eine entscheidende Todes-ursache bei Frauen und die Rate der Neuerkrankungen mit z.B
. Deutschlandweit jährlich ca. 50 000 Erkrankungen sehr hoch. Eine regel-mäßige und syste-matische Tast
-Selbstuntersuchung der Brust hilft eine Erkrankung frühzeitiger aufzudecken und ist unverzichtbar. Jedoch bleiben trotz dieser Untersuchung ca. 50% der Mamma-Karzinome unentdeckt.
Eine qualitätsgesicherte Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust) ist derzeit das Beste, was man Frauen zur
Risikoverminderung anbieten kann. Die EU-Länder sind jetzt gefordert, die EU-Richtlinien für ein flächendeckendes Mammascreening umzusetzen.
Im Rahmen dieses Screening - Programms werden ab 2005 alle Frauen zwischen dem 50. und 70.Lebensjahr
routinemäßig 2-jährlich zu einer von den Kassen bezahlten Mammographie eingeladen.
Die Qualitätsstandards stellen dabei höchste Ansprüche, um Fehldiagnosen zu vermeiden und frühestmögliche
Erkennung bösartiger Befunde zu ermöglichen. Hierzu werden Aufnahmen nur in speziell ausgerüsteten Mammographie
-Einheiten durchgeführt und von 2 speziell geschulten Ärzten, sowie einem Programmverantwortlichen zusammen ausgewertet. Die Aufnahmetechnik und die Auswerteverfahren sind genau festgelegt und auch die Abklärung
verdächtiger Befunde wird nur in speziell ausgelegten und anerkannten Zentren durchgeführt, um die Qualität zu steigern.
Die Auswertung der Aufnahmen erfolgt unter Benutzung der neuen sogenannten BIRADS –Klassifikation, die die Befunde
in 5 Kategorien unterteilt von Birads I =`unauffällig` über Birads II =`gutartiger Befund` bzw. III = `wahrscheinlich
gutartiger Befund` und über BIRADS IV = `wahrscheinlich bösartiger` bis zu BIRADS V= `bösartiger Befund`. Dabei
wird die Parenchymdichte (Gewebsdichte) (1-4), sowie Gewebeverteilung, Verkalkungen, Gewebsarchitekturstörungen und Herdbefunde beurteilt.
Die neuartigen Mammographiegeräte erlauben durch geänderte Filter, Anodenmaterial-zusammensetzung und
bedarfsgesteuerte Strahlenabgabe eine bessere Qualität bei geminderter Strahlenbelastung. Die aktuellen digitalen
Mammographiegeräte senken die Strahlenbelastung nochmals. Auch werden seltener Wiederholungs-aufnahmen nötig.
Die Bilder sind durch Ausschnitt-vergrößerung gut auswertbar, sowie jederzeit gut verfügbar und vergleichbar. Daher bildet die Mammographie die Basis des Screenings.
Weitere Verfahren, die ergänzend einsetzbar sind, stellen die Ultraschalluntersuchung (Mammasonographie) und die
Kernspinuntersuchung der Brust dar. Die Vor - und Nachteile dieser beiden strahlungsfreien Verfahren machen sie zur
wertvollen Ergänzung der Mammographie z.B bei unklaren Mammographiebefunden, jedoch muss ihr Einsatz im Einzelfall überlegt und sinnvoll geplant werden.
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G anz einfach: Selbstuntersuchung der Brust
1.
Stellen Sie sich mit anliegenden Armen vor den Spiegel. Achten Sie auf Veränderungen der Brust, des Umfangs, der Form oder des Aussehens der Haut.
2.
Heben Sie beide Arme an. Bewegen sich Ihre Brüste mit? Betrachten Sie sich von vorn und den Seiten.
Sehen Sie Hautfalten, -einziehungen oder –vorwölbungen? Vergleichen Sie Ihre Brüste. Gibt es Veränderungen?
3.
Drücken Sie jede Brustwarze zwischen Daumen und Zeigefinger.
Sollte Flüssigkeit erscheinen, achten Sie auf die Farbe.
4.
Tasten Sie mit allen Fingern der flachen Hand im Uhrzeigersinn. Die rechte Brust mit der linken Hand, die linke mit der rechten Hand.
5.
Tasten Sie jeweils ein Viertel der Brust ab. Im oberen äußeren Viertel ist das Gewebe meist dichter.
Bemerken Sie Verhärtungen, Knötchen oder besonders empfindliche Stellen?
6.
Tasten Sie Ihre Brust im Liegen mit anliegendem Arm auf dieselbe Weise ab.
7.
Tasten Sie Ihre Achselhöhle bei herabgelassenem Arm und erhobenem Arm ab. Stellen Sie Veränderungen oder Verdickungen fest?
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Fragen, die Frauen stellen sollten
Früherkennung ist wichtig und oft spielt dabei die Zeit eine wichtige Rolle. Im Folgenden finden Sie deshalb eine kleine
Zusammenfassung der Punkte, auf die Sie beim Besuch Ihrer Frauenärztin/Ihres Frauenarztes achten sollten.
Eine gute Frauenärztin / ein guter Frauenarzt … - spricht mit Ihnen, bevor Sie sich ausziehen müssen.
- erkundigt sich, ob es seit Ihrem letzten Besuch Veränderungen/Probleme gegeben hat. - untersucht Sie gründlich bei der Vorsorge, wobei das Abtasten der Brust ca. 15 Minuten dauern sollte.
- zeigt Ihnen genau, wie Sie einmal im Monat Ihre Brust selbst untersuchen sollten. - bespricht mit Ihnen zusammen das weitere Vorgehen bei evtl. auftretenden Unregelmäßigkeiten.
Ihre Brust zeigt eine Veränderung auf bzw. Sie oder Ihre Ärztin / Ihr Arzt tasten einen Knoten. Sie sollten dann …
- dringend eine gute Mammographie machen lassen. Fragen Sie in der radiologischen Praxis nach, ob dort die Zahl von
ca. 4000-5000 Mammographien pro Jahr und Arzt erreicht wird und ob ein zweiter Arzt die Mammographie auch befundet. - Zur zusätzlichen Abklärung kann auch noch ein Ultraschall gemacht werden.
Kann nicht eindeutig abgeklärt werden, ob die Veränderung gutartig ist, dann …
- gehen Sie in eine gute Klinik, d.h. dort sollten zwischen 100 und 150 Neuerkrankungen pro Jahr behandelt werden
und die medizinischen Fachabteilungen interdisziplinär zusammenarbeiten. Nur dort ist eine qualifizierte Abklärung und Behandlung gewährleistet.
- Vorsicht!
Lassen Sie sich den Knoten nicht auf die Schnelle einfach mal so herausnehmen, denn bei Bösartigkeit benötigen Sie
eine auf sich zugeschnittene Therapie, die nur größere Häuser/Zentren anbieten. Außerdem kommt eventuell eine
Chemotherapie vor der Operation für Sie in Frage. Davor muss aber eine qualifizierte Stanzbiopsie zur Abklärung
erfolgen. Der Begriff „Brustzentrum“ ist leider nicht zertifiziert, daher bitte unbedingt vorher nachfragen.
(aus: www.onkologie.de/public)
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Früherkennung: Das können Sie (sich) leisten
Neben gesunder Ernährung, Sport und Nichtrauchen gibt es eine weitere Möglichkeit, etwas für seine
Gesundheit zu tun – die regelmäßige Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen. Sie sollen Risiko- und Verdachtsfälle von häufigen und gefährlichen Krankheiten möglichst früh erfassen.
Nach dem 35. Lebensjahr haben Männer und Frauen einen Anspruch auf eine allgemeine Gesundheitsuntersuchung –
und das alle zwei Jahre. So sollen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen sowie Störungen des Stoffwechsels wie Diabetes früh erkannt werden. Da der Arzt mit dem Patienten redet und Hinweise auf mögliche
Symptome wie etwa chronischen Husten bekommt, kann dabei auch die Krebsvorsorge und -früherkennung zum Thema werden.
Neben einem Beratungsgespräch führt der Arzt u. a. folgende „Checks“ durch: eingehende körperliche Untersuchung,
Blutuntersuchungen auf Fettstoffwechselstörungen, Zuckerkrankheit, Gicht und Nierenfunktionsstörungen sowie Urinuntersuchungen auf Eiweiß, Zucker, Blutkörperchen und Bakterien.
Empfohlene Krebs-Früherkennungsuntersuchungen
Frauen ab 20: Untersuchung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane, Gebärmutterabstrich. Ab 30 zusätzlich: Tastuntersuchung der Brust und Achselhölen.
Männer ab 45: Tastuntersuchung der Prostata sowie Inspektion der äußeren Geschlechtsorgane. Männer und Frauen ab 50: Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl einmal jährlich. Ab 56: Darmspiegelung alle 10
Jahre; alternativ: alle 2 Jahre Stuhlbluttest.
Obwohl diese Untersuchungen kostenlose Leistungen aller gesetzlichen Krankenkassen sowie der privaten
Versicherungen sind und die Praxisgebühr hier nicht gezahlt werden muss, nehmen nur etwa 15 bis 20 Prozent der anspruchsberechtigten Bevölkerung diese Untersuchungen regelmäßig wahr.
Krebs-Früherkennungsuntersuchungen
Die meisten Krebsarten sind heilbar, wenn sie im Anfangsstadium erkannt werden. Deshalb können Mitglieder der
gesetzlichen Krankenkassen, Frauen ab dem 20. und Männer ab dem 45. Lebensjahr, einmal jährlich eine Krebs-Früherkennungsuntersuchung („Krebsvorsorge“) in Anspruch nehmen.
Bei Frauen macht der Arzt einen Gebärmutterhalsabstrich, durch den er feststellen kann, ob Zellveränderungen
vorliegen. Dank dieser Untersuchung hat Gebärmutterhalskrebs in Deutschland an Häufigkeit deutlich abgenommen. Zusätzlich werden Brüste und Achselhöhlen zur Erkennung von Brustkrebs abgetastet.
Bei Männern werden Geschlechtsteile und die Vorsteherdrüse (Prostata) untersucht. Der Arzt untersucht die Prostata
vom Enddarm aus. Die Untersuchungen sind in der Regel schmerzfrei. Gutartige und bösartige Darmtumoren können
leicht bluten, ohne dass man es bemerkt. Dies kann durch den Test auf verborgenes Blut im Stuhl sichtbar gemacht werden.
Nach Ablauf des 55. Lebensjahres wird bei Männern und Frauen eine Darmspiegelung (Rektoskopie und Koloskopie) zur
Früherkennung von Darmkrebs von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert.
Selbstuntersuchung
Zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr ist der bösartige Hodentumor die häufigste Krebserkrankung des Mannes, obwohl
er mit ein bis zwei Prozent aller Tumorerkrankungen selten ist. Daher wird empfohlen, dass Männer bereits ab dem 18.
Lebensjahr regelmäßig ihre Hoden abtasten, um Auffälligkeiten und Veränderungen früh zu bemerken. Ebenso sollten
Frauen zusätzlich zu den Früherkennungsuntersuchungen regelmäßig selbst ihre Brust abtasten. Die eigene Haut sollte man ebenfalls regelmäßig genauer betrachten und Veränderungen gegebenenfalls abklären lassen.
Anleitungen für die Selbstuntersuchung gibt der Arzt. Aber auch die Ländergesellschaften der Deutschen
Krebsgesellschaft verfügen über entsprechende Unterlagen.
Hier sollten Sie Ihren Arzt konsultieren: Bei Frauen: - Knoten und/oder Verhärtungen in der Brust - Verziehung einer Brustwarze
- Blutungen außerhalb der normalen Regelblutung, z.B. nach den Wechseljahren oder nach dem Geschlechtsverkehr - Bräunlicher Ausfluss Bei Männern - Schwachser oder unterbrochner Urinfluss
- Unfähigkeit zum Wasserlassen - Schwierigkeiten zu Beginn des Wasserlassens - Verhärtung oder Vergrößerung eines Hodens
(aus: PERISKOP Nr. 4/Okt. 2004)
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Neues Internetportal
Die Krebsgesellschaft NRW hat ein neues Internetportal – in dieser Art in Deutschland einzigartig: www.sicher-fuehlen
.de informiert Frauen über Brustkrebsfrüherkennung und hilft, die Selbstuntersuchung der Brust eigenständig zu erlernen oder Kenntnisse aufzufrischen. Das Portal ergänzt auch die Seminare der Krebsgesellschaft zur
Selbstuntersuchung der Brust, die im Rahmen der Aktion „Sicher Fühlen“ seit 2002 erfolgreich durchgeführt werden.
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Man kann die Welt oder sich selbst ändern. Das Zweite ist schwieriger. Mark Twain
Internet-Recherchen
www.aerztezeitung.de - Internet-Recherche vom 05.08.04 - Forschung und Praxis, 30.07.2004
Raloxifen senkt das Risiko für Brustkrebs
Der selektive Östrogen-Rezeptor-Modulator Raloxifen scheint noch mehr zu können, als bei Frauen in der
Postmenopause vor Frakturen zu schützen: Er senkt außerdem das Brustkrebs-Risiko signifikant.
Das wurde erstmals in der MORE-Studie (Multiple Outcomes of Raloxifene Evaluation) bei mehr als 7700
postmenopausalen Frauen mit Osteoporose (relative Risikoreduktion von 72 Prozent in vier Jahren) beobachtet, und
konnte jetzt nach insgesamt acht Jahren bestätigt werden, berichtete Dr. Silvana Martino vom John Wayne Cancer
Institute in Santa Monica in Kalifornien. 5200 der 7700 Frauen aus der MORE-Studie hatten in der als CORE (Continuing
Outcomes Relevant to Evista®) weitergeführten Untersuchung weiterhin doppelblind Raloxifen oder Placebo für weitere vier Jahre erhalten. Primärer Endpunkt war die Brustkrebsrate.
Erkrankten in der Placebo-Gruppe innerhalb der acht Jahre etwa drei von 100 Frauen an Brustkrebs, betraf dies unter
Verum lediglich eine von 100 Frauen. Dies entspreche einer relativen Risikoreduktion von 66 Prozent, sagte Martino. Mit
einer Zunahme unerwünschter Wirkungen sei unter der Langzeittherapie nicht zu rechnen. Beachtet werden müsse gegebenenfalls das bekanntlich erhöhte Thromboembolie-Risiko. (ner)
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www.aerztezeitung.de - Internet-Recherche vom 05.08.04 - Forschung und Praxis, 30.07.2004
Weniger Brustkrebsrezidive mit adjuvantem Letrozol
Bei Frauen in der Postmenopause mit Hormonrezeptor-positivem Mammakarzinom kann mit dem nichtsteroidalen
Aromatasehemmer Letrozol (Femara®) das Risiko von Fernmetastasen um 40 Prozent gesenkt werden.
Bei Patientinnen mit zum Zeitpunkt der Diagnose bereits befallenen Lymphknoten war die Mortalität um 39 Prozent im
Vergleich zu Placebo niedriger.
Diese neuen Ergebnisse der MA-17 Studie stellte der Studienleiter Paul Goss aus Toronto beim ASCO vor. Zudem
konnte sowohl das Rezidivrisiko als auch das Risiko für kontralaterale Mammakarzino-me um nahezu die Hälfte gesenkt werden.
Die 5187 Patien-tinnen erhielten nach Abschluß einer fünfjährigen Tamoxifen-Behandlung entweder 2,5 mg Letrozol
oder Placebo. Es ist durch Studien belegt, daß weniger Frauen krankheitsfrei überleben, wenn sie länger als fünf Jahre mit Tamoxifen behandelt werden. (otc)
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www.aerztezeitung.de - Internet-Recherche vom 05.08.04 - Ärzte Zeitung, 28.07.2004
Patientenakte im Internet wird vom Arzt gefüttert
Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein bindet E-Mamma-Akte an die Gesundheitsakte von careon.de an
NEU-ISENBURG (ger). Die Verbindungen zwischen elektronischen Gesundheitsakten der Patienten und der
elektronischen Dokumentation bei Ärzten werden enger. Jetzt gibt es eine erste Anwendung, die es erlaubt, Daten aus der Praxis-EDV über die D2D-Schnittstelle in eine solche Patientenakte zu exportieren.
Das Unternehmen careon.de GmbH in Tübingen hat jetzt bekannt gegeben, daß sich die Kassenärztliche Vereinigung
Nordrhein dafür entschieden hat, die sogenannte E-Mamma-Akte über den D2D-Standard an die Gesundheitsakte von
careon.de anzubinden. Die E-Mamma-Akte ist gedacht für eine einrichtungsübergreifende ärztliche Dokumentation von Krankheitsverläufen bei Frauen mit Brustkrebs.
Für Patientinnen, die eine Gesundheitsakte im Internet führen, bedeutet dies, daß Arztbriefe oder auch andere
elektronische Dokumente über eine sichere Verbindung aus der E-Mamma-Akte vom Arzt in die Gesundheitsakte bei
careon.de importiert werden können. Dort können die Patientinnen auf die Daten zugreifen und sie auch gegebenenfalls einem anderen Arzt, der nicht auf die E-Mamma-Akte zugreifen kann, zur Verfügung stellen.
Nach Informationen von Gilbert Mohr, EDV-Spezialist bei der KV Nordrhein, kann mit diesem System in Zukunft jeder
D2D-Anwender auch außerhalb der E-Mamma-Akte aus dem internen Netz Daten in die externe Akte übermitteln, zum Beispiel einen Arztbrief.
Die Internet-Akte kann ansonsten von den Patienten gefüttert werden, zum Beispiel mit Informationen über die
Medikation, über Allergien oder andere Erkrankungen. Es gibt außerdem Funktionen, die eine automatische Erinnerung an fällige Vorsorge-Untersuchungen ermöglichen.
Die careon.de GmbH ist einer der führenden Anbieter web-basierter Anwendungen für das persönliche
Gesundheitsmanagement. Die Kosten der careon-Gesundheitsakte werden zur Zeit von zwölf privaten und gesetzlichen
Krankenversicherungen übernommen. Nach Angaben von careon.de sind zur Zeit mehr als 15 000 aktive Nutzer registriert.
Weitere Informationen im Internet: www.gesundheitsakte.de
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Rubrik: Was es sonst noch gibt
Vereinsnachrichten
Stand der Mitgliederzahl im Dezember 2004: 146
Ein herzliches Willkommen allen neuen Mitgliedern!
Mitgliederversammlung
Liebe Vereinsmitglieder,
der Vorstand lädt zur Mitgliederversammlung ein am Dienstag, den 25. Januar 2005, um 19:30 Uhr. Die Versammlung
findet im Gesundheitshaus, Raum 403, Gasselstiege 13 in Münster statt. Persönliche Einladungen werden Ihnen rechtzeitig zugeschickt. Gisela Schneider
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D a n k e s c h ö n !
Das Jahr 2004 geht nun seinem Ende entgegen und es ist Zeit, sich bei allen Menschen zu bedanken, die uns auch in
diesem Jahr so reichlich mit Rat und Tat und auch in finanzieller Hinsicht unterstützt haben.
Zunächst möchte ich mich bei allen Referentinnen und Referenten bedanken, die für uns in diesem Jahr die Vorträge
gehalten und maßgeblich dazu beigetragen haben, dass unsere Vortragsreihe als gute und informative Veranstaltung
geschätzt wird. Sie haben sich ehrenamtlich in den Dienst einer guten Sache gestellt. Mein Dank gilt der Dipl.-Sozialpädagogin Frau Monika Hitz vom St. Franziskus-Hospital in Münster, Herrn Dr. Jürgen Wehmeyer,
niedergelassener Onkologe und Hämatologe in Münster, Herrn Dr. Gerhard Strittmatter, Dipl.-Psych., Dipl.-Theol. an der
Fachklinik Hornheide in Münster-Handorf, Herrn Dr. med. Ulrich Irskens, Anästhesist am Herz-Jesu-Krankenhaus in
Münster-Hiltrup, Frau Simona Spital, Radiologin im Medical Center am Clemenshospital in Münster, Herrn Dr. med.
Jürgen Wegmann, Oberarzt für Gynäkologie am St. Franziskus-Hospital in Münster und Herrn Dr. med. Holger Marguc,
niedergelassener Gynäkologe in Münster-Roxel. Die Vorträge wurden im Veranstaltungssaal der Sparkasse Münsterland
Ost durchgeführt, die uns seit sechs Jahren großzügig die Nutzung des Raumes gestattet hat. Mein Dank geht hier ganz besonders an Frau Karin Tacke, die organisatorisch dafür verantwortlich zeichnet.
Für die finanziellen Zuwendungen, die der Verein MUT e.V. in diesem Jahr erhalten hat, möchte ich mich bei der
Stiftung Siverdes der Stadt Münster, der BARMER, der TK, der DAK, der IKK, bei der Fa. Hoffmann-La Roche und bei allen privaten Spenderinnen und Spendern ganz herzlich bedanken.
Die Fa. Westerholt Papier und Büro und der CCC Copy Shop haben uns auch in diesem Jahr wieder tatkräftig
unterstützt. Vielen Dank auch an die Volkshochschule der Stadt Münster, die uns in Hiltrup unentgeltlich ein Büro zur Nutzung überlässt.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei den Telefonberatungsfrauen Gisela Eggemann, Adelheid Weller, Gabi Märtin, Antonia
Waning und Dietlinde Thyssen, die das ganze Jahr über sehr engagiert waren und ehrenamtlich diesen Dienst für MUT am Telefon verrichtet haben.
Vielen Dank an unseren Webmaster Martin Schneider, der auch dieses Jahr wieder kreativ unsere Internetseiten
bearbeitet und das Layout für unsere Info-Briefe erstellt hat.
Nicht zuletzt auch meinen Dank an die Vorstandsfrauen Birgit Dépel, Antonia Waning, Helga Arnold und Marianne Röhr,
die mich bei der vielfältigen Vorstandsarbeit unterstützten und dabei viel von ihrer Freizeit investiert haben.
Gisela Schneider 1. Vorsitzende
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Literatur-Tipp
Annette Rexrodt von Fircks - „Ich brauche euch zum Leben“ - Rowohlt Verlag, 2004
Nach dem großen Erfolg ihrer ersten beiden Bücher hat Annette Rexrodt von Fircks nun ein neues Buch geschrieben.
„Ich brauche euch zum Leben“, ist der Titel ihres dritten Buches, das sie vor allem für Angehörige und Freunde von krebskranken Menschen geschrieben hat.
Als ihr die Ärzte sagten, dass sie Krebs habe, war das ein unbeschreiblicher Schock für sie. Die Familie konnte ihr aber
in der ersten Zeit der Verzweiflung nicht helfen. Und sie weiß, anderen Betroffenen geht es auch so.
Das Buch zeigt die vielfältigen Möglichkeiten auf, wie Angehörige und Freunde dem Erkrankten am besten helfen
können, wenn die Diagnose Krebs fällt. Welche Unterstützung können sie geben und wie gehen sie selber mit den
Gefühlen von Traurigkeit und Angst um? Denn es ist wichtig zu wissen, dass die Helfer auch an sich selbst denken müssen, damit sie nicht ausbrennen und danach nicht mehr helfen können.
Annette Rexrodt von Fircks ist sich sicher, dass Angehörige lernen können, dem Erkrankten wirklich zu helfen.
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Kleiner Pressespiegel
Maßgeschneiderte Chemotherapie Genforschung: Wissenschaftler arbeiten an einer individuellen Behandlung
Manche Krebskranke müssen während einer Chemotherapie grauenhafte Nebenwirkungen durchleiden. Andere Patienten
spüren dagegen kaum etwas von der Behandlung. Grund dafür sind möglicherweise Nuancen in den Genen der
Betroffenen. Die Erforschung solcher winziger Unterschiede zwischen den Genen einzelner Krebskranker könnte eines
Tages zur Entwicklung „maßgeschneiderter“ Chemotherapien ohne die gefürchteten Nebenwirkungen führen. Vielleicht
lässt sich dann schon vorher beurteilen, wie die Patienten auf bestimmte Therapieformen reagieren werden.
Bisher bemüht sich die Medizin vor allem darum, auf die von Person zu Person unterschiedlichen genetischen Defekte
einzugehen, die den Krebs ausgelöst haben. Weniger Augenmerk finden die sonstigen Gen-Variationen, die entscheidend dafür sind, wie elend es den Patienten während der Therapie geht.
Der Wissenschaftler Harry Bleiberg vom Jules-Bordet-Institut in Brüssel erklärte bei einer Tagung der Amerikanischen
Gesellschaft für klinische Onkologie in New Orleans, Erkenntnisse darüber könnten vielleicht erklären, „warum ein
Medikament der einen Person gut tut und einer anderen nicht, oder warum sich bei jemandem schwere toxische Wirkungen zeigen“.
In einer Studie an 494 Patienten hatten Jeff Sloan und andere Mediziner von der Mayo-Klinik Unterschiede in solchen
Genen erkundet, die die Verwertung des Vitamins Folsäure im menschlichen Körper regulieren. Sloan fand heraus, dass
diese Gen-Muster anscheinend einen Einfluss darauf haben, wie gut eine bei fortgeschrittenem Darmkrebs verwendete
Kombination aus drei Medikamenten anschlägt. Zu den möglichen Nebenwirkungen dieser Therapie gehören Schwäche,
Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Austrocknung, Taubheitsgefühl in Händen und Füßen sowie eine Verringerung der Zahl der weißen Blutkörperchen.
Viele normale Gene kommen bei einzelnen Menschen in leicht unterschiedlichen Nuancen vor. Bei der Erforschung des
Gens DPYD beispielsweise kam das Mayo-Team zu dem Schluss, dass Patienten mit zwei bestimmten Variationen dieses Gens offenbar weit weniger von Schwäche befallen werden als Menschen mit der üblichen Form des Gens.
Bei einer anderen Studie im Massachusetts General Hospital wurde eine Gen-Variante identifiziert, die Einfluss darauf
zu haben scheint, ob Patienten, die wegen fortgeschrittenen Lungenkrebses behandelt werden, während der Chemotherapie an Erbrechen und anderen Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt leiden. Dabei fand man heraus, dass
30 Prozent der Kranken mit unüblichen Varianten dieses Gens zur Entwicklung schwerer Nebenwirkungen neigen.
(aus: Westfälische Nachrichten vom 27.07.04)
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Ärzte müssen Zuwendung lernen
Auch nach 30 Jahren psychoonkologischer Forschung und Praxis liegt bei der Betreuung von Brustkrebspatientinnen noch etliches im Argen.
Die Diagnose Brustkrebs schockt in Deutschland jährlich 46.000 Frauen. Sie geraten in einen Ausnahmezustand, der
lange anhält – nicht nur während der Therapie, die je nach Tumorbeschaffenheit zwischen 12 und 18 Monaten dauert, sondern auch noch Jahre danach, bis die seelische Belastung abgeklungen ist.
Nach der Diagnose geraten die Frauen in die Mühlen des Medizinbetriebs. Oft geschieht das viel zu schnell. Sie
erhalten nicht die Zeit, sich zu informieren und gemeinsam mit ihrem Arzt in Ruhe die weiteren Schritte zu überlegen.
Dabei ist die psychische Betreuung der Krebskranken vom ersten Tag an außerordentlich wichtig. Hier herrscht immer
noch ein erhebliches Defizit – trotz 30 Jahren psychoonkologischer Forschung und der Etablierung psychoonkologischer Dienste an Universitätskliniken und großen Krankenhäusern.
Diese Tatsache wurde unlängst durch die Studie Die an Brustkrebs erkrankte Frau im Medizinbetrieb der Deutschen
Krebshilfe bestätigt, für die 400 Betroffene ausführlich befragt worden waren. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass
„viele Patientinnen mehr am Medizinbetrieb leiden als an ihrer Krankheit“. „Krasse Mangelzustände“ in der psychologischen Betreuung von Krebspatienten bestätigt auch Jens-Ulrich Rüffer vom Vorstand der
Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft: „Nach wie vor messen viele
Mediziner der Handlung deutlich mehr Bedeutung zu als der Kommunikation. Bei den behandelnden Ärzten muss die
psychoonkologische Kompetenz erhöht werden. Außerdem müssen wir Konzepte erarbeiten, um bereits zum Zeitpunkt
der Verdachtsdiagnose den Frauen Anhaltspunkte dafür zu geben, was in Zukunft auf sie hinsichtlich Operation, Behandlung und Nachsorge zukommt und wo sie zusätzliche Unterstützung einholen können.“
Dabei sind Onkologen und Selbsthilfegruppen durchaus gut in der Lage, Krebspatienten bei der Bewältigung ihrer
lebensbedrohlichen Krankheit zu helfen, ebenso der Familien- und Freundeskreis. Weit abgeschlagen rangieren dagegen
Hausärzte und Apotheker. Dies zeigen erste Zwischenergebnisse aus der mit 1000 Befragten bislang größten Fragebogenaktion zur Patientenzufriedenheit bei Krebserkrankungen (Schwerpunkt: Brust-, Blut- und Darmkrebs).
Diese wurde vom Life Sciences Management Institut Berlin, das der Technischen Universität angegliedert ist, in Zusammenarbeit mit der Hubert-Burda-Stiftung, der Brustkrebsinitiative mamazone und der Darmkrebs
-Selbsthilfegruppe Kirstins Weg sowie verschiedenen Onkologen entwickelt und durchgeführt.
Die zentrale Frage lautete: „Was konnte Ihnen Ihr Hausarzt, Apotheker, Onkologe, die Selbsthilfegruppe, der Freundes
- und Familienkreis oder das Internet geben, was Ihnen bei der Bewältigung der Krankheit geholfen hat?“ Dazu Fred
Harms, der Leiter der Studie: „Die eindeutigen Aussagen gehen dahin, dass zwei Drittel der Befragten hauptsächlich
von den Informationen ihrer Onkologen und den Selbsthilfegruppen profitierten. Lediglich 30 Prozent gaben an, von
ihrem Hausarzt oder Apotheker sinnvolle Informationen zur Krankheit und ihrer Bewältigung bekommen zu haben.“
Außerdem zeigen die Antworten, dass Patienten, sobald sie aus ihrer passiven Rolle heraustreten und aktiv werden,
durchaus selbst in der Lage sind, sich hilfreiche Informationen zu verschaffen. „Allerdings“, so Harms, „sagen vor allem
Frauen, dass sie mit ihren behandelnden Ärzten kaum darüber sprechen können, wie es in ihnen aussieht, weil die Psychologie in der Onkologie noch immer nicht den Stellenwert hat, den sie verdient.“
Ferner zeigt die Studie die konstruktive Wirkung von Unterstützung aus dem Familien- und Freundeskreis. Kommt dort
eine offene Diskussion über die Krankheit zustande, gehen sechs von zehn Patienten die Bewältigung mit
Problemlösungen aktiv an. Ein offener Umgang mit der Krebskrankheit verbessert die Lebensqualität. Dabei spielt der Austausch im Internet ebenfalls eine wichtige Rolle – oder in einer Gruppe.
Dass es Frauen mit Brust- oder Darmkrebs, die an einem psychoedukativen Gruppenangebot teilgenommen haben,
besser geht, zeigen aktuelle Vorabauswertungen der ersten randomisierten Multicenterstudie in Deutschland zur
psychologischen Intervention bei Krebskranken. Die Studie an der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg wurde Ende
letzten Jahres abgeschlossen und auf dem diesjährigen Krebskongress im März vorgestellt: Insgesamt wurden 252
Patientinnen, die zum ersten Mal an Krebs erkrankt waren, in eine Sofortgruppe und eine Wartegruppe aufgeteilt. Die
Frauen in der Behandlungsgruppe, die an zwölf wöchentlichen Sitzungen teilnahmen, zeigten nach eigener
Einschätzung deutliche Verbesserungen in ihrer Lebensqualität und Befindlichkeit. Allerdings war diese Verbesserung im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht so gravierend und überdauernd wie erwartet.
„Deshalb überlegen wir jetzt, wie wir das unterstützende psychologische Angebot für die Frauen noch verbessern und
maßschneidern können“, kommentiert Studienleiter Joachim Weis, Leiter der Fachabteilung Psychoonkologie der Klinik
für Tumorbiologie in Freiburg. Verbesserungsmöglichkeiten sieht er auch bei der Schulung von Onkologen, damit
psychosoziale Probleme frühzeitig erkannt und entsprechende fachliche Hilfe eingeleitet werden kann. Er sagt: „Die
betroffenen Frauen wollen mit ihren Ängsten und Sorgen ernst genommen werden. Wenn der Arzt auf diese Aspekte eingeht, wird das Vertrauensverhältnis nachhaltig verbessert und die Kooperation für die folgenden
Behandlungsschritte gefördert. Die bereits existierenden Standards zur Gesprächsführung lassen sich von geschulten Ärzten mit wenig Zeitaufwand umsetzen.“
Zusammen mit anderen Forschergruppen erarbeitet Weis derzeit ein Konzept für eine weitere Studie, um die Anfälligkeit
der Patientinnen für Folgeerkrankungen zu ermitteln. „Dazu gibt es in Deutschland überhaupt noch keine
repräsentativen Aussagen. Es wäre wichtig zu wissen, in welchen Phasen eine erhöhte Empfindlichkeit für psychische
Folgestörungen auftritt und wann der Betreuungsbedarf am höchsten ist, wenn Symptome der Angst oder Depression sowie als Begleiterscheinung die Fatigue (chronische Müdigkeit und Erschöpfung) auftreten.“
Für krebskranke Frauen ist es wichtig, die anfängliche Verunsicherung zu überwinden und neues Selbstbewusstsein
aufzubauen. Dies kann auch aus einem attraktiven Äußeren erwachsen. Das mag einer der Gründe sein, warum die
Kosmetikkurse der Initiative Aktiv gegen Krebs, die in 130 Städten an Kliniken und Rehaeinrichtungen angeboten werden, von so vielen Frauen besucht werden.
Regine Schulte Strathaus
(aus: Psychologie heute / August 2004)
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Register soll dem Krebs auf die Schliche kommen Daten über die Krankheit werden in Münster gesammelt (von Wilfried Goebels)
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