MUT e.V.  Münster
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 Bearbeitung:
 Martin Schneider

Info-Brief 9

Liebe Leserin,  lieber Leser!

Nachstehend finden Sie den Info-Brief 9 von MUT e. V.  aus Oktober 2002.

Der Brief  wurde in einer  besonderen Text-Datei zusammengefasst, das Layout dieser Datei entspricht natürlich nicht dem Layout des  Originals. Es fehlen z. B. die Bilder. Den Text haben wir hier als Fließtext erfasst - keine Spalten, wie im Original. Das Original können Sie sich als PDF-Datei anschauen.

Der Info-Brief 9 als PDF-Datei

9. Info-Brief                           Oktober 2002

Wir überwinden die tiefe Kluft zum anderen
nur über die Brücke der Selbsterkenntnis.
 

Themen dieser Ausgabe (u.a.):

Sonderveranstaltungen 2. Hj. 2002

„Koalition Brustkrebs“Fahrt nach „Kloster Paradiese“

Die Gesundheitsakte „akteonline“

Erlebnisberichte einer Betroffenen

„Frauen sind eitel. Männer? Nie- !“
 

Wer nicht an Wunder glaubt,
ist kein Realist.

 

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Inhaltsverzeichnis

Grußwort 
Aktuelle Termine und Veranstaltungen  
Vorträge 2. Hj. 2002 
Entspannung und Bewegung im Wasser
Gesprächskreis für betroffene Frauen
Stammtischtermine 2. Hj. 2002
Sonderveranstaltungen 2. Hj. 2002 
   -  29. 09. 2002 Brustkrebsinformationstag in Düsseldorf
   -  30.10. – 03.11.2002 Münsterlandschau in der Halle, Schwerpunkt „Wellness, Körper, Geist
   -  10.11.02 Patientinnenkongress Brustkrebs in Hamm  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
   -  Adventabend mit Märchenerzählerin am 04. Dezember 2002
Rückblick  
 Die „Koalition Brustkrebs“
Fahrt nach „Kloster Paradiese“ in Soest am 14.09.2002
Fachbeiträge, Fachberichte  
Die Gesundheitsakte „akteonline“
Die Gesundheitsakte „akteonline“ (2)
Internet-Recherchen – verschiedene Pressemitteilungen: 
   -  Forscher: Neue Brustkrebstherapie sehr erfolgreich 
   -  Bundesweite Untersuchung zu Lebensqualität bei Krebspatientinnen geplant
   -  Genetiker nutzen Bodenbakterien als lebende Fabriken für Krebsmittel 
Erfahrungsberichte  
Erlebnisberichte von Adelheid Weller: “Der schöpferische Sprung aus der Krise“ und
                                „Was geschieht in Zeiten der Krise, der Krankheit und des Leids?“
Die Selbsthilfe: „Frauen – Leben mit Brustkrebs“ – Termine  
Gedicht von Hermann Hesse  
Rubrik: Was es sonst noch gibt  
Vereins-Informationen    
Mitgliederversammlung MUT e.V. am 06.11.2002
Telefonberatung für betroffene Frauen 
Tipps für ein gutes Arztgespräch
Zufriedenheit mit den Leistungen der Krankenkasse? 
Die Idee von Susanne Stockmann-Ehrmann 
Die Bücherecke: 
     -    Buchbesprechung „Als der Mond vor die Sonne trat“  
     -    Buchtipps  
Die Schmunzelecke  
„Frauen sind eitel. Männer? Nie-!“ von Kurt Tucholsky aus „Panter, Tiger & Co“  
Impressum  

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Grußwort

Liebe Mitgliedsfrauen und – männer, verehrte Leserinnen und Leser,

ich hoffe, Sie hatten alle einen guten Sommer und sind nun frisch gestärkt für das Alltagsleben.

In den letzten Wochen hat es viele Veränderungen im Gesundheitswesen gegeben. Die Hoffnung, dass Vorsorgeprogramme für die Behandlung des Brustkrebses als chronische Krankheit greifen könnten, wurde bis jetzt noch nicht erfüllt. Erst nach der Bundestagswahl haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Ärzte den Widerstand aufgegeben und die entsprechenden Verträge unterzeichnet, die noch einer rechtlichen Prüfung bedurften. Die so genannten „Chronikerprogramme“ werden jedoch von vielen Ärzten und Fachleuten sehr kritisch bewertet und es bleibt abzuwarten, ob sie für die betroffenen Frauen tatsächlich eine Verbesserung in der Versorgung darstellen.

Eine Folge der Uneinigkeit in den Strategien für die Bekämpfung des Brustkrebses ist die Spaltung der Koalition Brustkrebs. Lesen Sie bitte dazu den Artikel „Was ist aus der Koalition Brustkrebs geworden?“

Wie immer möchten wir in unserem Rückblick unsere Mitglieder über die Aktivitäten des Vereins informieren. Unter Erfahrungsberichte beschreibt eine betroffene Frau sehr einfühlsam ihre Empfindungen im Umgang mit der Krankheit.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit.

Ihre Gisela Schneider
1. Vorsitzende

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Setze Dir Ziele
bevor es andere für Dich tun!

 

Aktuelle Termine und Veranstaltungen

Im Dezember    -    Vortragspause    -    kein Vortrag

Mittwoch, 23.10.2002  19.00 Uhr

„Brustkrebs – Was ich schon immer fragen wollte.“
- Übersicht über neue Behandlungsverfahren

Referent: Herr Dr. med. Christian Jackisch,
Oberarzt der Universitätsfrauenklinik Münster

Mittwoch, 27.11.2002  19.00 Uhr

„Wertigkeit der verschiedenen Rekonstruktionsverfahren in der Behandlung des Brustkrebses aus plastisch chirurgischer Sicht“

Referent: Herr Dr. med. Peter Mikowsky,
Chefarzt der Abteilung für plastische und rekonstruktive Chirurgie am Evangelischen Krankenhaus, Johannisstift, Münster

Alle Vorträge im Veranstaltungssaal der Sparkasse
 Münsterland Ost, Hötteweg 10, Münster-Innenstadt,
Beginn: 19:00 h, Eintritt frei.

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Entspannung und Bewegung im Wasser für Brustkrebsbetroffene

Im Bewegungsbad der Uni-Kliniken Münster, Ebene 5 West
Termin: montags 17.45 – 19.00 Uhr
Anmeldung im Vereinsbüro, Telefon: 02501/70705

Gesprächskreis für betroffene Frauen

Leitung: Frau Dr. med. Mechtild Kuhlmann
Termine: 10.10.2002, 24.10.2002, 31.10.2002,
21.11.2002, 28.11.2002
Ort: Gesundheitshaus, Gasselstiege 13 in Münster
Zeit: 19:30 h bis 21:00 h
Kursgebühr: 25,00 € für Nicht-Mitglieder des Vereins MUT e.V.,
15.00 € für Mitglieder
Anmeldung: Vereinsbüro MUT, Tel. 02501/70 70 5
mittwochs und donnerstags von 16:00 h – 18:00 h
Für das 1. Hj. 2003 ist ebenfalls ein Gesprächskreis geplant.

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...und dann gibt es noch unseren
  Stammtisch im Kolping Tagungs-Hotel, Aegidiistraße in Münster

10. Oktober 2002     - 19.00 Uhr

14. November 2002  - 19.00 Uhr

zu dem wir Sie nochmals recht herzlich einladen!

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Sonderveranstaltungen für das 2. Halbjahr 2002

Brustkrebs-Informationstag für Patientinnen, Angehörige, Interessierte
Sonntag, 29. September 2002, Beginn: 10:30 h, Ende: 17:30 h,
 Rheinterrassen Düsseldorf
Veranstalter: Senologie Brustklinik Luisenkrankenhaus Düsseldorf,
Dr. med. M. Rezai
MUT e.V. wird dort mit einem Info-Stand vertreten sein.

Münsterlandschau in der Halle Münsterland vom
30. Oktober – 03. November 2002 Thema:
„Wellness, Körper und Geist“ von 10:00 h bis 18:00 h
Unter der Koordination des Frauenbüros der Stadt Münster werden sich verschiedene Vereine und Organisationen mit einem Ausstellungsschwerpunkt „Frauen“ dort präsentieren.  MUT e.V. wird ebenfalls mit einem Info-Stand vertreten sein. Es wird ein breitgefächertes Programm angeboten. Weitere Einzelheiten sind aus der Tagespresse zu entnehmen.

Patientinnenkongress in Hamm für Betroffene – Angehörige - Interessierte
Sonntag, 10. November 2002, von 11:00 h – 17:30 h im Ökozentrum Hamm, Sachsenweg 8
Die wissenschaftliche Leitung hat Dr. med. H. Wiebringhaus, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde, St. Barbara Klinik , Hamm-Heessen. Die Veranstaltung wird organisiert vom Westdeutschen Brust-Centrum, dem Br ustzentrum Hamm und der Krebsgesellschaft NRW.

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04.12.2002
Gemütlicher Adventsabend bei Kerzenschein
mit der Märchenerzählerin Frau Ina Niehaus
Im Haus Meinolf (Stadthalle Hiltrup) Westfalenstr. 197 in Münster
- Nur für Mitglieder -

Märchen sind für Menschen jeden Alters wertvoll. Sie drücken Hoffnung aus und zeigen, dass jeder selbst seines Glückes Schmied ist und sein Glück nicht nur einem gütigen Schicksal, sondern auch seinen eigenen Fähigkeiten verdankt.
Lassen Sie sich entführen in das Land der Phantasie. Ein Abend nur für Sie inmitten aller Vorbereitungen und Planungen für die Festtage. Freuen Sie sich auf einen stimmungsvollen Dezemberabend.
Um besser planen zu können, bitten wir um Anmeldung bis zum 20.11.2002 im Vereinsbüro. Danach werden wir Sie über die Einzelheiten schriftlich informieren.

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Rückblick 

Die „Koalition Brustkrebs“
Was ist aus der „Koalition Brustkrebs“ geworden?

Am 11. April 2002 hatte ich Sie zur außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins eingeladen. Das Hauptthema war der Beitritt zur „Koalition Brustkrebs“ und zur „Stiftung Koalition Brustkrebs“. Die Koalition Brustkrebs ist ein Zusammenschluss unabhängiger Vereine, Patientinneninitiativen und Aktivistinnen mit dem Ziel, gemeinsame Strategien für die Bekämpfung des Brustkrebses zu entwickeln und sich für eine bessere Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge nach europäischen Standards und Leitlinien einzusetzen. Die Mitglieder-versammlung hat sich einstimmig für den Beitritt zur Koalition ausgesprochen.

In den letzten Monaten hat es zwei Treffen in Kassel und in Fulda gegeben. Bereits in Kassel wurde klar, dass die Zusammenarbeit der Gruppen und Initiativen sehr schwierig ist, weil die Ziele und Vorstellungen doch sehr weit auseinander liegen. Auch die mit Stolz im letzten Jahr verabschiedeten 11 Punkte des Basispapiers konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass es hier inhaltlich große Dissonanzen gab, und die Auslegung dieser Thesen nicht einheitlich erfolgte. Hinzu kamen unterschiedliche Auffassungen über den Inhalt der Geschäftsordnung, der Satzung für den Stiftungsvertrag, über die Erstellung einer „Richtlinie für den Umgang mit Sponsoren“ und die Forderung einiger Mitglieder, unbedingt eine „Ehren- oder Sponsorenerklärung“ abzugeben. Energien wurden durch das gegenseitige „Bekämpfen“ vergeudet; Frust und Enttäuschung kam bei vielen Teilnehmerinnen dieser Treffen auf, und eine inhaltliche Diskussion der anzustrebenden Ziele fand nicht mehr statt. Visionen für die Zukunft wurden noch beim letzten Treffen im Juli in Fulda entwickelt. Das Naheliegende wurde nicht mehr gesehen. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sanken auf den Nullpunkt. Eine Einigung über den erfolgten Aufruf zur Gründung der „Stiftung Koalition Brustkrebs“ und über die Vorsorgeprogramme für Brustkrebs als chronische Krankheit (Disease Management Programme) war nicht mehr möglich. So kam es zu den Alleingängen einiger Gruppen, die letztendlich zu einer Spaltung der Koalition Brustkrebs geführt haben. Die Vereine „Breast Health“ in Hamburg, „mamazone“ in Augsburg, „Onkogyn“ in Gaggenau, WIR ALLE in Köln und einige Aktivistinnen gründeten im August 2002 einen neuen Dachverband mit dem Namen „PINK“. Die Kölner Patientinneninitiative WIR ALLE stellte am 20. August 2002 einen Antrag auf Auflösung der Koalition Brustkrebs bei gleichzeitiger Übertragung der Nutzungsrechte und des Namens auf PINK und forderte per E-Mail alle Mitglieder zur Abstimmung auf. Achtzehn Mitglieder waren für eine Auflösung der Koalition bei gleichzeitiger Übertragung der Nutzungsrechte, während acht Mitglieder dagegen votierten. Es konnte keine Einstimmigkeit erzielt werden. Im Vorfeld dieser bedauerlichen Aktion waren schon die S. G. Komen Breast Cancer Foundation, die Frauenselbsthilfe nach Krebs und ein Einzelmitglied aus der Koalition Brustkrebs ausgestiegen, weil keine gemeinsame Grundlage mehr vorhanden schien.

MUT e.V. ist in der Koalition Brustkrebs geblieben, der wir erst im April 2002 durch das Votum der Mitgliederversammlung offiziell beigetreten sind. Der „Stiftung Koalition Brustkrebs“, die am 04. September 2002 während meiner Abwesenheit in Aachen unter Beteiligung von Presse und Öffentlichkeit gegründet wurde, sind wir noch nicht beigetreten. Ich denke, wir sollten die Entwicklung zunächst abwarten. Meines Erachtens hat die Spaltung der Koalition der Brustkrebsbewegung in Deutschland sehr geschadet. Es ist offenkundig, dass keine Gemeinsamkeit in den Zielen und Inhalten vorhanden ist. Das ist sehr bedauerlich.

PINK heißt „Patientinnen Initiativen Nationale Koalition Brustkrebs“. Der Dachverband befindet sich noch in der Gründung zum Verein. Die Mitglieder haben die Vision „Brustkrebs für immer zu besiegen“. Über die Zielsetzung werden wir im nächsten Info-Brief berichten.

Gisela Schneider

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Fahrt nach „Kloster Paradiese“ in Soest am 14.09.2002
Partnerschaft Klinik „Kloster Paradiese“ Soest und MUT e.V. Münster

Gewiss ist der Besuch der Radfahrergruppe aus Soest Mitte August 2001 mit dem Empfang im Rathaus der Stadt Münster allen noch in guter Erinnerung. 10 RadfahrerInnen besuchten Münster auf der ersten Etappe ihrer 18 Tage dauernden Benefiz-Radtour von Soest nach Vällingby (Schweden) und zurück nach Soest.

Seitdem gibt es den Kontakt zum Kloster Paradiese über Infos, Fotos und Vorträge. Am 14. September folgten wir also der Einladung zu einem Gegenbesuch nach Soest. Früh morgens um 8.30 Uhr trafen sich die 14 Teilnehmer in Hiltrup in bester Wochenendlaune. Nach einer guten Stunde Fahrt erreichten wir die Privatklinik hinter dicken alten Klostermauern vor den Toren der Stadt Soest.

Freundlich begrüßt wurden wir von Herrn Dr. med. Thomas Oyen, Arzt im Kloster Paradiese und Vorstand des Kloster Paradiese Krebshilfe e.V. und Herrn Behse, der für uns den Tag organisiert hatte. Von Herrn Dr. Oyen erfuhren wir einiges über die abwechslungsreiche Geschichte des ehemaligen Klosters. Die Idee, in dem alten Klostergebäude eine Klinik einzurichten, war ihm auf einer Radtour gekommen. Aber bis zur Umsetzung dieser Idee war noch so manche Hürde zu nehmen. Doch die Arbeit hat sich gelohnt. Gemeinsam mit drei anderen Fachärzten wurde das Projekt verwirklicht.Wir fühlten uns gleich wohl in der behaglichen Atmosphäre des alten Fachwerkgebäudes.

Die Klinik verbindet die naturwissenschaftliche Medizin mit traditionellen Erfahrungen der Naturheilkunde und neuen Erkenntnissen der Komplementärmedizin. Damit erreicht sie eine bedeutsame Erweiterung des Behandlungsspektrums im Verhältnis zur „reinen“ Schul- bzw. konventionellen Medizin. So kann der bestmögliche Behandlungsweg für die jeweiligen Patienten gefu