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Liebe Leserin, lieber Leser!
Nachstehend finden Sie den Info-Brief 24 von MUT e. V. August 2007.
Der Brief wurde in einer besonderen Text-Datei zusammengefasst, das Layout dieser Datei entspricht natürlich nicht dem Layout des Originals. Es
fehlen die Bilder und Grafiken. Den Text haben wir hier als Fliesstext erfasst - keine Spalten, wie im Original. Das Original können Sie sich als PDF-Datei anschauen.
Der Info-Brief 24 als PDF-Datei.
24. Info-Brief August 2007 MUT e.V. Frauen und Männer im Kampf gegen Brustkrebs M ü n s t e r

Die schönen Augenblicke behalte in Erinnerung. Sie sind der Zauber des Alltags.
Themen dieser Ausgabe (u.a.):
Aktion Lucia 2007 Adventsfeier mit Märchenerzählerin
Informationsveranstaltung: Diagnose Brustkrebs Patienten Kongress der Deutschen Krebshilfe Bericht aus Heidelberg: Patient und Arzt im Dialog
Mit Kindern von an Krebs erkrankten Eltern die Krankheit begreifen Über die Lebenskunst der Freundschaft in Krise und Krankheit Mitgliederversammlung 2007
Literatur-Tipps Kleiner Pressespiegel
Sommerwolken reisen in hellen Kleidern mit Rückenwind ohne zu fragen woher und wohin Sorglos ziehen sie weiter
Sommerwolken reisen ohne Gepäck
(Anne Steinwart)
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Grußwort
Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
die Sommerferien sind leider zu Ende und der Arbeits- und Vereinsalltag hat uns wieder.
Wir fühlen uns erholt und nehmen euphorisch unsere Arbeit wieder auf. Endlich wollen wir die neuen Gedanken und Impulse umsetzen, die sich in Zeiten der Entspannung
angesammelt haben, bis wir merken, dass es nicht so einfach ist und wir an den täglichen Gegebenheiten und Ereignissen scheitern. Jeder von uns hat so eine Situation schon erlebt.
Aber was hilft es zu resignieren? Wir sollten uns nicht so schnell von dem eingeschlagenen Kurs abbringen lassen.
Vielleicht hilft Ihnen dabei auch diese Ausgabe des Info-Briefes. Für Vereinsmitglieder sind
wieder einige interessante Angebote dabei. So laden wir ein zum MUT-Info-Nachmittag und Enneagramm-Aufbaukurs, zum Malwochen-ende und zur Adventsfeier mit Märchen-erzählung.
Für Frauen, die in diesem Jahr mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert wurden, veranstalten wir Ende Oktober einen Vortrag im Stadthotel Münster. Hier werden
Orientierungshilfen vorgestellt und die Therapien erläutert. Sie sind herzlich eingeladen.
Ihnen wünsche ich angenehme und wohltuende Herbsttage und grüße Sie ganz herzlich.
Ihre Gisela Schneider 1. Vorsitzende
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Inhaltsverzeichnis
Termine und Veranstaltungen
Vorträge MUT Telefonberatung
Aktion Lucia 2007 Hinweis auf Patientinnentag
Wasserentspannung Hotlines
MUT-Info-Nachmittag Enneagramm-Aufbaukurs
Neuer Malkurs Adventsfeier mit Märchenerzählerin
Selbsthilfe Angebot der Krebsberatungsstelle
Rückblick
Informationsveranstaltung: Diagnose Brustkrebs Patienten Kongress der Deutschen Krebshilfe Kommunikation in der Onkologie
Bericht aus Heidelberg: Patient und Arzt im Dialog Enneagramm-Wochenende Malwochenende
Fachbeiträge/Fachberichte
Mit Kindern von an Krebs erkrankten Eltern die Krankheit begreifen Über die Lebenskunst der Freundschaft in Krise und Krankheit
Internet-Recherche
Vier Gene fördern Metastasen Mit Antikörpern gegen Krebs
Wichtige Ursache für Brustkrebs entdeckt
Erfahrungsberichte
Skulptur-Projekte 2007
Rubrik: Was es sonst noch gibt
Vereinsnachrichten Außerordentliche Mitglieder versammlung 2007
Ratgeber: Das Chemohirn Ratgeber: Soziale Informationen 2007 Palliativnetz Münster e.V.
Literatur-Tipps
Mama hat Krebs Plötzlich ist alles ganz anders – wenn Eltern an Krebs erkranken
Das ist Krebs
Kleiner Pressespiegel
Trockene Schleimhäute nach Krebstherapien Nicht nur der Körper leidet – auch die Seele Bessere Früherkennung durch Magnetresonanztomografie
Schreckliche Diagnose – aber große Heilungschancen Spezielle Blutgefäße in Krebsgeschwüren Zu wenig Geld für Brustzentren
Schmerzlindernde Strahlentherapie bei Knochenmetastasen Mit Fingerspitzengefühl dem Krebs auf der Spur
Schmunzelecke
Schlafmittel Ein kleiner Witz
Wenn der Mut sich nicht mehr fühlt
Impressum
Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos.
Sigmund Freud
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Aktuelle Termine und Veranstaltungen
Aktuelle Vorträge
Einladung
24. Oktober 2007 „Diagnose Brustkrebs! Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es heute?“ Frau Dr. med. Barbara Krause-Bergmann,
Ltd. Ärztin am Brustzentrum Münster, St. Franziskus-Hospital in Münster
V e r a n s t a l t u n g s o r t!
Der Vortrag findet statt im STADTHOTEL MÜNSTER (früher Kolping-Tagungshotel) Aegidiistr. 21, Münster-Innenstadt. Beginn: 19:00 Uhr
Das Stadthotel Münster ist mit den Buslinien 2 und 10 zu erreichen! Haltepunkt Schützenstr. Der Eintritt ist frei!
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Telefonberatung im Vereinsbüro
Selbstbetroffene Frauen beraten Betroffene und Angehörige
Wir sind für Sie zu sprechen mittwochs und donnerstags von 16.00 – 18.00 Uhr im MUT-Vereinsbüro (Eingang VHS Hiltrup),
Westfalenstraße 197, Münster-Hiltrup, Tel.-Nr. 0 25 01 / 70 70 5.
Sie können mit uns sprechen, wenn Sie - Fragen zum Umgang mit der Krankheit Brustkrebs haben,
- Informationsmaterial zu bestimmten Themen benötigen, - sich über die Vereinsaktivitäten informieren möchten, - nach der Operation sportlich aktiv werden wollen,
- einfach mit einer auch betroffenen Frau reden möchten.
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Aktion Lucia am 06. Oktober 2007 in Münster
53 Lichter gegen Brustkrebs
Wie in den letzten Jahren, möchten wir uns
auch 2007 an der Aktion Lucia beteiligen und uns vor den Münster-Arkaden an der
Ludgeristraße mit einem Info-Stand präsentieren. Lucia heißt Lichtträgerin. Der Name dieser Aktion steht für das brennende Anliegen, das bundesweit Brustkrebsinitiativen,
Selbsthilfegruppen und Einzelkämpferinnen verbindet. Das gemeinsame Ziel heißt: Mehr Licht ins Thema „Brustkrebs in Deutschland“. Jeden Tag sterben 53 Frauen in Deutschland
an Brustkrebs. Leider ist das immer noch so, trotz vieler neuer Therapien und Behandlungsmöglichkeiten.
Wenn das Ordnungsamt der Stadt Münster es genehmigt, möchten wir von 15 – 18 Uhr vor
den Münster-Arkaden an der Ludgeristraße einen Info-Stand aufstellen und 53 Grablichter für die Frauen anzünden und ihrer gedenken.
Gisela Schneider
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Wichtiger Hinweis! Wichtiger Hinweis!
Am 17. November 2007 veranstaltet das Brustzentrum Münster (Universität Münster und St. Franziskus-Hospital Münster)
einen gemeinsamen Patientinnen-Informationstag. Der Veranstaltungsort und die Uhrzeit stehen noch nicht fest.
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Wasserentspannung
Bewegung und Entspannung im Wasser -- nur für Vereinsmitglieder –
Dieses Angebot unterstützt brustoperierte Frauen darin, Verspannungen aufzulösen, die
Beweglichkeit zu steigern und das Körpergefühl zu verbessern. Für die Teilnahme ist es nicht erforderlich, schwimmen zu können.
Kurs Nr. 3 Vom 06. August 2007 bis 17. September 2007, 7 Abende = 14,00 Euro
Kurs Nr. 4 Vom 08. Oktober 2007 bis 17. Dezember 2007, 11 Abende = 22,00 Euro
Zeit und Ort: Jeweils montags von 17:45 – 19:00 Uhr im Bewegungsbad des Clemenshospitals, Düesbergweg 124, 48143 Münster
Kursleiterin: Christa Reißmann
Anmeldung: Über das Vereinsbüro unter Tel.-Nr. 02501/70705
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H O T L I N E S
Hotlines des Brustzentrums Münster Universität Münster: Brustzentrum Münster: 0251 / 83-48 278
Stationäre Aufnahme: 0251 / 83-46 000 Onkologische Ambulanz: 0251 / 83-45 170
St. Franziskus-Hospital Münster: 0251 / 935 3974
Hotlines des Brustzentrums Münsterland Clemenshospital Münster: 0251 / 976 5555 Raphaelsklinik Münster: 0251 / 5007 5555
Hotline des Herz-Jesu-Krankenhauses in Münster-Hiltrup 02501 / 172 461
Hotline Mammographie-Screening und Prävention ab 01. Juli 2005 Neue Hotline des Deutschen Krebsforschungszentrums
informiert aktuell und individuell Montag bis Freitag: 8 bis 20 Uhr unter 06221 / 43 41 42
Hotline Zentrale Stelle Mammographie-Screening 0251 / 929 5000 Montag – Donnerstag 07:30 Uhr bis 17:00 Uhr Freitag
07:30 Uhr bis 14:00 Uhr
Hotline Bildgebung Referenzzentrum Mammographie Münster 0251 / 83-45 650
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MUT-Info-Nachmittag am 22. September 2007
im Haus Meinolf
Wie jedes Jahr möchten wir interessierte Vereinsmitglieder zu einem Info-Nachmittag in
gemütlicher Runde bei Kaffee, Tee und Kuchen ins Restaurant Haus Meinolf in Münster-Hiltrup, Westfalenstr. 197 einladen.
Die Naturkosmetikerin und Visagistin Petra Meyknecht wird uns in die Geheimnisse der
Naturkosmetik einwei-hen. Außerdem wird sie uns Reiki vorstellen, eine Jahrtausend alte japa-nische Heilkunst. Reiki eignet sich gut zur unterstützenden Behand-lung bei
Erkrankungen, die mit schulmedizini-schen Heilverfahren behandelt werden.
Als weitere Referentin konnten wir die Heilpraktikerin und Dipl. Oec. Troph. Susanne Melzer gewinnen. Das Interesse an dem Beruf der Heilpraktikerin ist
bei Frau Melzer durch eigene Erkrankung und Heilerfahrung entstanden. Ihr Anliegen ist es,
gestörte Systeme wieder in ein Gleichgewicht zu bringen. Am Beispiel von Händen und Füßen als Reflexzonen für den gesamten Körper möchte sie zeigen, wie man die eigene
Lebendigkeit und Kraft im Körper erhöhen kann. In einer Traumreise möchte sie erfahrbar machen, wie man über die eigene Innenschau erkennen kann, was für Schätze wir in uns tragen.
Wer an diesem informellen Nachmittag teilnehmen möchte, muss sich bis zum 17. September 2007 im Vereinsbüro unter der Telefon-Nr. 02501/70705 anmelden. Der
Anrufbeantworter ist geschaltet.
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Einladung zum ENNEAGRAMM-AUFBAUKURS
„Um von anderen verstanden zu werden, muss man den anderen verstehen. Um andere zu verstehen, muss man vorher sich selbst verstehen“. (Paul Watzlawik)
Liebe Teilnehmerinnen der Enneagramm-Grundkurse,
psychosomatische Untersuchungen haben erwiesen, dass das menschliche Immunsystem
wesentlich durch die Qualität der Beziehungen stabilisiert wird. Sogar das Blutbild kann sich im Klima förderlichen Zusammenwirkens messbar verbessern.
Ein Grund mehr für an Krebs erkrankte Menschen, die Kultur des Zusammenseins zu pflegen
. Dabei können bewährte Erkenntnisse psychologischer Lehren und spiritueller Weisheiten geübt und in den Alltag eingebaut werden.
Mit dem Grundkurs Enneagramm haben Sie sich bereits mit den Bauch-, Herz- und Kopfenergiemustern vertraut gemacht. Mit dem inneren Beobachter sind Sie Ihren
individuellen persönlichen Stärken und Schwächen sowie Ihren Trost- und Stresspunkten näher gekommen. In empathischer Suchhaltung, absichtslos, akzeptierend und aufmerksam
können Sie sich mit Ihrem Partner oder wichtigen Bezugspersonen auf den Weg machen, die täglichen Interaktionen zu verbessern.
Das Enneagramm kann als ein Schlüssel dienen, in Begegnung mit dem „inneren Kind“ zu
kommen. Das frühere Kind in Not: bei der „Bauchenergie“ das in der Autonomie beschnittene Kind, bei der „Herzenergie“ das ungeliebte und traurige Kind, und bei der
„Kopfenergie“ das sehr ängstliche, nicht stabil gehaltene Kind.
Im Wechselspiel der Beziehungen geht die zwischenmenschliche Grundbewegung der
Bauchenergie eher „gegen-die-anderen“, die Herzenergie „auf-die-anderen-zu“ und die Kopfenergie „von-den-anderen-weg“.
Jede sich entwickelnde zwischenmenschliche Beziehung lebt von der Spannung und von der Balance zwischen diesen drei Polen.
In gegenseitiger Wertschätzung und Achtung der „lebensnotwendigen“ Andersartigkeit des Partners können die drei Beziehungsenergien angesehen werden.
Probehalber setzen wir uns die „Charakterbrille“ des Partners auf, um uns annähernd
vorzustellen, wie die Welt aus der Perspektive der anderen Brille aussehen könnte. Hierbei werden die eigenen Anteile an Konfliktsituationen deutlich und einengende Zuschreibungen können zurückgenommen werden.
Entwicklungsprozesse brauchen Schutz, Halt, einen sicheren Rahmen und sehr viel Zeit.
Wissen wir doch, wie schwer es ist, ein Leben lang wiederholte Gewohnheiten zu erkennen und vor allem zu verändern.
In der Arbeit mit dem Entwicklungsmodell für Beziehungen stellen wir uns folgende Fragen:
• Wo sind meine einmaligen Gaben und Stärken in meinem Charaktermuster? • Welche einmaligen Gaben und Stärken hat mein Beziehungspartner?
• Wie ergänzen sich unsere Stärken und Gaben? Welche Synergien können wir pflegen? • Wo wünsche ich mir / wo wünscht sich der Partner mehr Verständnis und Toleranz?
Bei dem in der Arbeit mit dem Enneagramm in Beziehungen zugrunde gelegtem „BEZIEHUNGS-POWER-KREISLAUF“ geht es um vier Schritte:
1. Verschiedenheiten annehmen: - Bereitschaft mich selbst so anzunehmen, wie ich bin
- Bereitschaft, den Partner / die Bezugsperson so anzunehmen, wie er / sie ist 2. Verschiedenheiten erarbeiten: - Meine Stärken und Gaben und die des Partners wahrnehmen
- Die Grenzen erkennen und akzeptieren - Die möglichen Differenzen klären 3. Kreativ kombinieren Die Ergänzung suchen 4. Umsetzen und entfalten
Im Zusammenagieren unserer Stärken und Gaben liegt unsere gemeinsame Kraft.
Sie sind herzlich zum Enneagramm-Aufbaukurs eingeladen! Samstag, den 27. Oktober 2007 von 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
im VHS-Gebäude Münster-Hiltrup, Westfalenstraße 197
Anmeldungen sind bis zum 20. Oktober 2007 im Vereinsbüro erbeten. Sie erreichen uns unter der Nummer: 02501 / 70705.
Die Kursbegleitung übernimmt wieder Antonia Waning. Es entstehen keine Kursgebühren. Der Verein MUT e.V. übernimmt die entstehenden Gebühren der Raummiete. Bitte bringen Sie die Grundkurs-Arbeitsmappen
zu dem Treffen mit. Um Übernahme der Kosten für die neuen Kursmaterialien wird gebeten. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen und danke dem Vorstand des
MUT e.V. für die Ermöglichung des Fortbildungstages.
Ihre Adelheid Weller SupervisorinDGSv, Enneagramm-Trainerin ÖAE
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Neuer Malkurs
Ein Malwochenende für unsere Vereinsmitglieder ist am Samstag, 10. November 2007 von 10.00 – 18.00 Uhr und am Sonntag, 11. November 2007
von 10.00 – 14.00 Uhr wieder im „La Vie“ in Münster-Gievenbeck.
Zum Jahresende macht es sicher besonderen Spaß, mit den verschiedensten Materialien ein
Bild zu erstellen. Vielleicht haben Sie schon eine Idee, was Sie malen möchten? Anregungen finden Sie auch in Büchern und auf Fotos, die von der Floristin und Kunstpädagogin Katharina Jakubith mitgebracht werden.
Gemalt wird mit Acrylfarben auf Leinwand. Leinwände können mitgebracht oder im Kurs
erworben werden. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob und in welcher Größe Sie Leinwände benötigen, damit diese dann am Wochenende vorrätig sind.
Kursgebühren werden nicht erhoben, nur die Materialkosten sind von den Teilnehmerinnen zu zahlen.
Bitte melden Sie sich bis zum 3. November 2007 im Vereinsbüro (Tel.-Nr. 02501-70705) an.
Wenn Sie außerhalb der Bürozeiten anrufen, können Sie auch den Anrufbeantworter nutzen.
Antonia Waning
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Einladung zur Adventsfeier mit Märchenerzählerin
Am Samstag, dem 1. Dezember 2007 findet von 15.30 bis 18.30 Uhr ein adventliches MUT
-Kaffeetrinken im großen Seminarraum der VHS Hiltrup (Vereinsbüro), Westfalenstraße 197 statt.
Wir freuen uns sehr, dass an diesem Nachmittag die Märchenerzählerin Mechthild
Heilenkötter aus Hiltrup kommen wird, um uns Märchen zu erzählen. Das wird bestimmt ein ganz besonderes Ereignis!
Damit wir planen können, melden Sie sich bitte bis zum 26.11.2007 im Vereinsbüro an
(Tel.-Nr. 02501-70705. Sie können auch den Anrufbeantworter nutzen).
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Frauen – Leben mit Brustkrebs“ -Selbsthilfe-
Eine Selbsthilfegruppe in Münster stellt sich vor :
Wir wollen.....
miteinander reden mit einander diskutieren uns informieren gemeinsam Spaß haben einander helfen uns Mut machen
ja sagen zum Leben öffentlich werde
Termine der Selbsthilfegruppe Münster für das 2. Halbjahr 2007 in der Volkshochschule Münster, Aegidiistraße 3, Raum 107 von 15.00 – 17.00 Uhr
03. Oktober2007 (Tag der Einheit) 07. November 2007 06. Dezember 2007
Kontaktaufnahme: Anita Breitenstein Telefon: 02506-1303
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Angebot der Krebsberatungsstelle
Programm 2. Hj. 2007 (gekürzter Auszug) Ärztliche Beratungen
Neue medikamentöse Therapien bei Krebs
An jedem 3. Mittwoch im Monat bieten Fachärztinnen und Fachärzte für Onkologie und
Hämatologie von 16.00 – 19.00 Uhr Einzelberatungen zu neuen und bewährten medikamentösen Therapien (Chemotherapie und Immuntherapie) bei Krebs an.
15. 08. 2007: Prof. Dr. Wolfgang Berdel, Chefarzt der Med. Klinik und Poliklinik des UKM
19. 09. 2007: Onkologische Praxis Dr. Regina Kriebel-Schmitt und Volker Burstedde, Münster
17. 10. 2007: Onkologische Praxis Dr. Jürgen Wehmeyer, Christian Lerchenmüller, Karsten Kratz-Albers, Münster
21. 11. 2007: Prof. Dr. Jens Atzpodien, Leiter der internistischen Onkologie in der Fachklinik Hornheide, Münster
19. 12. 2007: Dr. Anne Bremer, Ltd. Ärztin der Inneren Medizin II im St. Franziskushospital, Münster
Komplementäre Krebsbehandlung
Die Einzelberatungen und Seminare zu Behandlungsmöglichkeiten, die die schulmedizinische Krebstherapie ergänzen, finden 1 x im Monat mittwochnachmittags ab 16
.00 Uhr statt. Sie haben unterschiedliche Schwerpunkte: 01. 08. 2007: Dr. Michael Chariat: Klassische und erweiterte Naturheilverfahren
05. 09. 2007: Dr. Heinz Kellinghaus: Klassische Homöopathie 10. 10. 2007: HorstNeitemeier, Heilpraktiker: Naturheilverfahren, Phytotherapie und Homöopathie
07. 11. 2007 Dr. Michaela Chariat: Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) 05. 12. 2007: Dr. Gregor Sträter: Anthroposophische Medizin Organisatorisches
Die Beratungen oder Seminare sind kostenlos und vertraulich. Sie werden ehrenamtlich durchgeführt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Gesundheitskurse
Nicht erkrankt aber mit betroffen - ein Seminar für Angehörige und Freunde von Krebskranken –
Auch für Angehörige und Freunde krebskranker Menschen ergeben sich durch die neue Lebenssituation vielerlei Belastungen und Unsicherheiten. Die Erkrankung und deren
Behandlung stehen so im Vordergrund, dass es ihnen schwer fällt, die eigenen Probleme, Ängste und Bedürfnisse ernst zu nehmen und darüber zu sprechen. Sie möchten die Kranken
nicht zusätzlich belasten sondern möglichst umfassend unterstützen. Samstag, 01. 09. 2007 und Sonntag, 02. 09. 2007 von 10.30 – 14.00 Uhr, R 307
4 x Dienstags: 09. 10., 30. 10., 20. 11. und 11. 12. 2007 von 19.00 – 21.15 Uhr, R 307 Teilnahmegebühr: 83 €, erm. 62 € Leitung: Rosemarie Wachtel, Mitarbeiterin der Krebsberatungsstelle
Bochumer Gesundheitstraining nach Simonton
Eine Erkrankung hat Auswirkungen auf die gesamte Lebenssituation eines Menschen.
Sowohl das körperliche als auch das seelische Wohlbefinden geraten ins Ungleichgewicht. Alltag und Lebenspläne ändern sich plötzlich. Das Bochumer Gesundheitstraining bietet die
Möglichkeit, in Ergänzung zur medizinischen Behandlung etwas für das eigene Wohlergehen zu tun. 9 x mittwochs ab 05. 09. 2007 (nicht am 26. 09. und am 03. 10.) von 18.00 – 21.00 Uhr,
und Samstag, 24. 11. 2007, von 10.00 – 15.15 Uhr, Vortragsraum Teilnahmegebühr: 150,50 €, erm. 113 € Leitung: Claudia Holt-Greiwe, Mitarbeiterin der Krebsberatungsstelle
Anmeldungen für diese Kooperations-veranstaltung mit der VHS sind in der Krebsberatungsstelle möglich.
Besser aussehen- besser fühlen
Ziel dieses Pflege- und Schminkseminars ist es, Krebspatientinnen während und nach einer
Chemo- bzw. Strahlentherapie zu einem lebensbejahenden Umgang mit den äußerlichen Folgen der Behandlung zu ermutigen. Eine Auswahl geeigneter Kosmetikprodukte wird kostenlos zur Verfügung gestellt.
Kurs I: 28. 08. 2007 von 15.00 – 16.30 Uhr, Raum 307 Kurs II: 13. 11. 2007 von 15.00 – 16.30 Uhr, Raum 307 Teilnahmegebühr: keine Leitung: NN
Guolin Qigong – ein Selbsthilfeweg für Krebsbetroffene und chronisch Kranke
In China wird Qigong als eine über 4000 Jahre alte Bewegungskunst zur Gesunderhaltung, Rehabilitation und Harmonisierung des ganzen Menschen eingesetzt.
Samstag, 15. 09. 2007 und Sonntag, 16. 09. 2007 von 10.30 – 16.00 Uhr, R 403 Teilnahmegebühr: 88 €, erm. 66 € Leitung: Frau Wang Li
Heilende Kräfte im Tanz für krebsbetroffene Frauen
Tanz ist Bewegung- und Bewegung ist Leben. Tanz ist auch die Bewegung jeder Emotion:
Freude, Schmerz, Lust, Trauer. Tanz bringt die Lebensenergie ins Fließen und unterstützt die Zellatmung. Die Gruppe ist offen für Frauen jeden Alters und jeder Konstitution.
Schnupperabend: Mi 19. 09. 2007, 19.15 – 21.15 Uhr, Oase Kurs: 7 x mittwochs ab 10. 10. 2007 (nicht am 17. 10. 2007), Oase Teilnahmegebühr: Schnupperabend: 12 € Kurs:84 €, erm. 63 €
Leitung: Luisa Duvenbeck, biodynamische Tanzpädagogin und Tanztherapeutin i. A.
Kooperationsveranstaltungen
Gymnastik für Frauen nach einer Brustoperation
Informationen und Anmeldungen für diese Kooperationsveranstaltung mit der VHS sind dort im Infotreff unter Tel: 0251 / 4924321 möglich.
Sich bewegen heißt leben – Onko-Walking für Menschen mit Krebserkrankung
Informationen und Anmeldung für diese Kooperationsveranstaltungen mit dem VGS sind dort unter Tel: 0251 / 293440 möglich.
Vorträge
Ernährung während und nach der Krebstherapie
Die Ernährung kann wesentlich zum Wohlbefinden während und nach der Krebstherapie
beitragen. Wie kann eine bedarfsgerechte, vollwertige und schadstoffarme Ernährung aussehen? Welche Möglichkeiten gibt es, Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit,
Mundtrockenheit, Schleimhautentzündung oder Übelkeit zu lindern? Was sollte beachtet werden, wenn das Gewicht wieder erhöht werden soll oder wenn Beschwerden aufgrund von
Nahrungsunverträglichkeiten nach einer Operation auftreten? Diese und andere Fragen werden an diesem Abend thematisiert. Montag, 20. 08. 2007, 19.30 Uhr
Referentin: Gabriele Neumann, Dipl. Oekotrophologin, Ernährungsberaterin
Lymphödeme bei Krebserkrankungen
Die Entfernung von Lymphknoten spielt eine große Rolle bei der Diagnostik und Behandlung
von Krebserkrankungen. Eine Gefahr und häufige Folge der Entfernung ist das Lymphödem, eine oft mit Schmerzen und Bewegungseinschränkung verbundene Schwellung durch Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe.
Montag, den 10. 09. 2007, 19.30 Uhr Referentin: Cordula Donhauser, Lymphdrainage- Manual-, Triggerpunkt-therapeutin
Sozialrechtliche Hilfen für krebskranke Menschen
Trotz aller Einschnitte im sozialen Netz haben krebskranke Menschen Anspruch auf viele
Sozialleistungen, die die Lebensbedingungen erleichtern sollen. Dieser Vortrag möchte einen Überblick über die vielfältigen Hilfen und deren Anspruchsvoraussetzungen vermitteln Montag, 12. 11. 2007, 19.30 Uhr
Referentin: Monika Hitz, Dipl. Soz. Päd., Sozialdienst Franziskus-Hospital
Die Vorträge finden im Vortragsraum, R 403, statt. Teilnahmegebühr: 3 Euro.
So einfach können Sie teilnehmen:
Zu den Vorträgen müssen Sie sich nicht anmelden. Zu den Kursen muss bis eine Woche vor Kursbeginn eine schriftliche Anmeldung inklusive
Einzugsermächtigung für die Kursgebühren eingegangen sein. Bei einer Abmeldung nach Anmeldeschluss kann die Teilnahmegebühr nicht zurück erstattet werden.
Zu den ärztlichen Beratungen melden Sie sich bitte in der Krebsberatungsstelle an. Alle Veranstaltungen finden, soweit nicht anders angegeben, im Gesundheitshaus in Münster statt.
Weitere Informationen erhalten Sie in der Krebsberatungsstelle des Tumor-Netzwerk im Münsterland (TiM) e. V. im Gesundheitshaus
Gasselstiege 13, 48159 Münster Tel: 0251 / 52 42 81 oder 52 33 38 Fax: 0251 / 52 25 85 E-Mail: info@krebsberatung-muenster.de Internet: http.//www.krebsberatung-muenster.de
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Wer mit Anerkennung knausert, spart am falschen Ende. Dale Carnegie
Rückblick
Informationsveranstaltung vom Brustzentrum Münsterland am 25. April 2007 Diagnose Brustkrebs
Am Mittwoch, 25. April 2007, fand von 17.00 bis 19:30 Uhr im großen Sitzungssaal der
Bezirksregierung in Münster die diesjährige Informationsveranstaltung des Brustzentrums Münsterland statt. Die Diagnose Brustkrebs ist auch heute noch für die betroffenen Frauen
eine Hiobsbotschaft. „Diagnostik und Therapie von Brusterkrankungen erfordern ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und ärztlicher Kompetenz. Die erheblichen wissenschaftlichen
Fortschritte in diesen Bereichen können von einer einzelnen medizinischen Institution kaum noch bewältigt werden, sondern verlangen die enge Kooperation mehrerer Fachdisziplinen
und Krankenhäuser im Verbund“, schreibt Prof. Dr. Günther Reck in seinem Einladungsschreiben.
Unter diesem Gesichtspunkt wurde die Veranstaltung dann auch durchgeführt. In den
Kurzvorträgen wurde eine Brücke geschlagen von der Mammographie zur Onkologie, wobei auch auf die Fortschritte bei der Behandlung des Brustkrebses und auf die Sentinel
-Lymphknoten-Biopsie eingegangen wurde. Die verbesserte Versorgung von Patientinnen durch das Brustzentrum Münsterland wurde ebenfalls dargestellt. Ein Höhepunkt der
Veranstaltung war sicherlich die Autorenlesung von Sybille Herbert. Sie las aus ihren Büchern „Überleben Glücksache“ und „Diagnose: Unbezahlbar“ und ging sehr kritisch auf die Gesundheitsreform ein.
Im Foyer der Bezirksregierung war dann anschließend die Möglichkeit, sich an Info-Ständen
zu informieren. Wir haben dort auch einen Stand betreut. Der Austausch mit anderen betroffen Frauen und Initiativen ist immer sehr anregend.
Gisela Schneider
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Patienten Kongress der Deutschen Krebshilfe am 28. April 2007 im Universitätsklinikum in Münster
Der Patienten Kongress am Universitätsklinikum war eine Initiative des Patientenbeirates
der Deutschen Krebshilfe und hatte die verschiedenen Erkrankungen wie Brustkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs und Hirntumoren zum Inhalt. Außerdem wurden die aktuellen
Entwicklungen in der Krebsmedizin vorgestellt. Mit der Podiumsdiskussion „Rauchverbote – Notwendigkeit oder Freiheitsberaubung?“ wurde die Veranstaltung eröffnet. Die Diskussion
wurde von der Rundfunkmoderatorin Christiane Poertgen moderiert. Die Bürgermeisterin von Münster – Frau Karin Reismann – sprach Grußworte und war aktives Mitglied in der
Diskussionsrunde, die doch sehr kontrovers geführt wurde. Anschließend wurden parallel in den verschiedenen Lehrsälen die Vorträge zu den unterschiedlichen Krankheitsbildern
durchgeführt. Ein Schwerpunkt war auch der Umgang mit psychischen und sozialen Problemen bei einer Krebskrankheit. Nachmittags wurden dann von den Fachärzten
Sprechstunden in kleinem Rahmen angeboten, die gut besucht waren.
Leider war insgesamt die Resonanz dieser Veranstaltung trotz guter Werbung nicht sehr
hoch. Das war schade, weil das Programm sehr vielfältig und gut ausgewogen war. Aber vielleicht war auch das sehr gute und heiße Wetter daran schuld.
Im Foyer waren die Info-Stände der verschiedenen Initiativen, Vereine und der Deutschen
Krebshilfe aufgebaut. Auch wir von MUT e.V. hatten dort einen Stand, der im Verhältnis gut besucht war. So anstrengend eine Standbetreuung auch ist – sie macht doch die
Auseinandersetzung mit anderen Menschen erst möglich und bringt Zufriedenheit.
Gisela Schneider
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Kommunikation in der Onkologie am 03. Mai 2007 beim Universitätsklinikum in Münster
Das Brustzentrum Münster bot am 03. Mai 2007 ein Seminar für Patientinnen der
gynäkologischen Onkologie/Senologie an. Der Schwerpunkt waren die Gesprächsstrategien für Patientinnen. Die Gestaltung der Arzt-Patienten-Beziehung aus der Perspektive der
Patientin stand im Vordergrund. Es ist nicht einfach mit der gegenseitigen Verständigung, besonders dann nicht, wenn man in kurzer Zeit viele wichtige Details vermitteln oder
erfragen möchte und zudem noch unter starkem seelischen Druck steht.
Die Dipl.-Theol. und Psychoonkologin Petra Jebali und diePriv.-Doz. Dr. med. Pia Wülfing
von der Universitätsfrauenklinik in Münster führten sehr einfühlsam durch das Thema.
Gisela Schneider
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Bericht über den Kongress „Patient und Arzt im Dialog“ – 25 Jahre Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr
13. Internationaler Kongress vom 11. – 13. Mai 2007 in Heidelberg von Antonia Waning
Interessiert las ich im Frühjahr im MUT-Büro das umfangreiche Festprogramm zum 25
-jährigen Bestehen der Biologischen Krebsgesellschaft Heidelberg. Die Vorträge bekannter Referenten wie O.C. Simonton, Rüdiger Dahlke, Anselm Grün, JirinaPrekopu.v.a.m.
interessierten mich. Seit meiner ersten Brustkrebserkrankung im Jahr 1993 informiere ich mich über komplementäre Behandlungsmöglichkeiten. So stand mein Entschluss schnell fest
, an diesem Kongress teilzunehmen, und ich fuhr auf eigene Kosten zu diesem Wochenende.
Mit der Bahn kam ich pünktlich in Heidelberg an, prima - das ist ja nicht immer so. Und die Kongresshalle konnte ich gut mit Straßenbahn und Bus erreichen.
1500 Teilnehmer wurden dort zum Kongress erwartet, um sich über biologisch ganzheitliche
Methoden zur Vorbeugung und Behandlung von Krebserkrankungen zu informieren. Rund 100 Einzelveranstaltungen standen auf dem Programm. Ein wissenschaftlicher Programmteil war
ausschließlich dem medizinischen Fachpublikum vorbehalten. Neue Aspekte der ganzheitlichen Krebsbehandlungen wurden ebenso diskutiert wie bewährte Verfahren.
Beeindruckend war der festliche Rahmen der Eröffnungsfeier am Freitagvormittag!
Nach dem offiziellen Beginn mit Grußworten sowie den Ansprachen des Präsidenten der
Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK), Prof. Dr. med. Klippel und des Ärztlichen Direktors der GfBK, Dr. med. György Irmey, führte dieser dann weiter durch das Programm.
Er wünschte den Besuchern, dass sie von diesen Kongresstagen frischen Mut, neue Hoffnung und viele anregende Heilimpulse mit nach Hause nehmen.
Dr. Dr. E. Dieter Hager ging dann in seinem Vortrag: GfBK – die Avantgardisten in der Krebstherapie auf die Gründung der GfBK vor 25 Jahren ein.
Obwohl das Interesse an komplementären und alternativen Methoden in der Bevölkerung
schon damals groß gewesen sei, wurde weder die Forschung gefördert noch standen den Kranken neutrale Informationsquellen zur Verfügung. Das führte im Jahre 1982 zur
Gründung der GfBK. Seither wurden verschiedene Schriften und Bücher über komplementäre Krebstherapien verfasst und regionale Beratungsstellen in verschiedenen Städten
eingerichtet. Die GfBK habe heute etwa 8.000 Mitglieder und viele Förderer. 150 Forschungsprojekte wurden bisher gefördert. Jährlich würden etwa 30.000 Anfragen beantwortet.
Heute sieht es so aus:
- Die Tumorimmuntherapie mit ihren vier Säulen, die Hyperthermie als fünfte Säule sowie Mikronährstoffe finden zunehmend Bedeutung.
- Psychotherapie = Der positive Einfluss auf das Überleben ist heute dokumentiert. - Mistel-/Thymustherapie = Der Nutzen ist belegt. - Sport = Reduziere das Risiko an Brustkrebs zu sterben um die Hälfte.
- Gemüseverzehr = Längeres Überleben bei Brustkrebs - Ernährungsberatung = Verbessert die Lebensqualität während der Strahlentherapie.
Zum Abschluss seines Vortrags sagte Dr. Hager: „Wir warten immer noch auf den Tag, an dem ein weiser Politiker vom Himmel fällt und die therapeutische Bedeutung und das
ökonomische Sparpotential der komplementären Methoden erkennt und daraus politische Konsequenzen in der Forschung, Lehre und Anwendung zieht.“
Der Arzt, Psychotherapeut und Buchautor Dr. Rüdiger Dahlke hielt dann einen Vortrag mit dem Thema: „Lebenskrise Krebs – Chance zur Entwicklung?“.
Immer noch ist Krebs die Krankheit, vor der sich die Menschen am meisten fürchten. Krebs kann fast überall im Körper vorkommen. Spätere Krebspatienten sind häufig Menschen,
die sich weit von ihren eigenen Lebensträumen entfernt haben. So weit, dass sie schon gar
nicht mehr wissen, was sie selbst einmal wollten. Das Leben der fremden Tugend ist nicht sehr heilsam. Der Trend der Gesellschaft ist ein „lauwarmes Verhalten“. Und provozierend
sagte er: Das Problem ist, mit 40 Jahren zu sterben und sich erst mit 80 eingraben zu lassen. Das ist gefährlich. So soll es nicht sein, aber das ist heute der Trend. Jeder muss
aber selbst herausfinden, wohin sein Weg geht und ob er sein Leben lebt. Zur Überprüfung empfiehlt er einen kurzen Test. Wenn man die folgenden Fragen viermal spontan mit „Ja“
beantworten kann, ist man relativ ungefährdet.
Diese Fragen lauten: 1. Lebe ich mit dem Menschen, den ich liebe? 2. Liebe ich die Arbeit, mit der ich lebe? 3. Lebe ich an dem Ort, den ich liebe?
4. Wenn ich morgen gehen müsste, könnte ich gehen, ohne viel versäumt zu haben?
Die künstlerischen Beiträge zwischen den Vorträgen waren wirklich sehens- und hörenswert.
Da möchte ich zuerst Wadokyo – eine jahrhundertealte Tradition des japanischen Trommelns nennen. Das hat wohl alle Zuhörer beeindruckt. Eine tolle Show, die diese drei
Personen mit anfangs leisen, dann aber enorm lauten und kraftvollen Trommelschlägen zeigten. Und im weiteren Programmablauf begeisterte die Zuhörer dann Britta Wessel mit
einem „Tangong“ - Tanz der Schöpfung, der zu ganz leisen Klängen getanzt wurde.
Chanten – darunter versteht man heilsames Singen – sowie Gong-Akzente waren weitere
aktivierende und belebende Elemente zwischen den Vorträgen und rundeten das Festprogramm ab.
Angebote für Erholungspausen waren: - Klangliege, auf einer Soundwolke konnte man die Wirkungen einer Klangmassage
erleben. Musik wird dabei nicht nur über das Gehör, sondern mit dem ganzen Körper erlebt. - Fußreflexzonen-Massage. Sie führt über Energiebahnen am Fuß zu innerer Harmonie und
zum Ausgleich. Das Allgemeinbefinden wird verbessert, Verkrampfungen und Stauungen beseitigt. - Reiki-Anwendungen. Das ist eine ganzheitliche Heilmethode, die ihre Wurzeln in Japan
hat. Sie fördert die Tiefenentspannung, schafft Balance und aktiviert die Selbstheilungskräfte. - Cranio-Sakral-Therapie. Dabei versucht der Therapeut durch Abtasten des Schädels das
Pulsieren der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit wahrzunehmen. Er kann Rückschlüsse auf Verspannungen ziehen und diese durch kaum wahrnehmbare Druckbewegungen beseitigen.
Am 12. Mai 2007 hatte die GfBK um 19.30 Uhr zu einem Festabend ins Foyer der Stadthalle eingeladen. Ein buntes Programm erwartete die Gäste.
Wichtig war für mich am zweiten Veranstaltungstag die Teilnahme am Seminar:
Ganzheitliche Ansätze bei Brustkrebserkrankungen aus konventioneller und biologischer Sicht Ich schreibe hier eine kurze Zusammenfassung meiner Notizen über das 4-stündige Seminar:
Einige Regeln für die Lebensführung:
Allgemein: Angst überwinden, Verantwortung übernehmen, Vertrauen in den persönlichen Weg haben, Geduld haben und die Hoffnung nicht verlieren.
Gewicht: Ab 18 Jahre möglichst Gewicht halten, vor allem bei erblichem Brustkrebs wichtig. Energieaufnahme: Hohe Energieaufnahme und wenig Bewegung hat negativen Einfluss. Der
Verzehr von Obst- und Gemüse wird empfohlen. - Vitamin D (auch durch Sonne) ist wichtig. - Belastende Genussmittel (Kaffee, Limo, Alkohol, Süßigkeiten u.a.) meiden.
- Mehr Hülsenfrüchte, Fisch und Eier sollten verzehrt werden! - Nur Bio-Fleisch! Rapsöl, Olivenöl, Leinöl benutzen. - Fettarmer Joghurt, Nüsse, Samen. - Täglich mindestens 1,5 Liter Wasser oder Tee trinken.
- 3 Mahlzeiten täglich, die letzte sollte aber nicht nach 18 Uhr liegen. - 1 Fast- oder Safttag pro Woche. - Gründlich kauen, in Ruhe essen. Genießen und auf jeden Fall „auf den Bauch hören“!
- Bewegung ist wichtig. Entspannungsverfahren ebenso.
Konventionelle Therapien aus ganzheitlicher Sicht: Leitlinien sind in ihrer Bedeutung als Orientierungshilfe richtig einzuschätzen und im Sinne
eines individuellen Behandlungskonzeptes optimal zu nutzen. „Es gibt keine Regeln, wie man Regeln anwendet.“ (Immanuel Kant)
- Patienten sollten sich für ein Krankenhaus entscheiden, in dem mindestens 100 Frauen mit Erstbefund jährlich operiert werden
- Es ist wahrscheinlich günstiger, wenn die Operation in der zweiten Zyklushälfte durchgeführt wird.
Biologische Therapien bei Brustkrebs:
Immunstimulation mit tierischen Organextrakten Thymuspräparate - Verminderte Infektanfälligkeit - Bewährt begleitend zur Chemotherapie
- Schon vor der OP beginnen, um das Immunsystem anzuregen - Lebensqualität wird gesteigert. Durchführung ratsam nach den gesamten Behandlungen! Injektionen besser als Dragees.
Dauer: 3 Monate im Jahr; 2 x in der Woche; Nicht zusammen mit Enzymen geben.
Leber-Milz-Peptide - Aktivierung von Lymphozyten - Freisetzung von Zytokinen - Stabilisierung des Stoffwechsels
Wird eingesetzt zur Steigerung der Lebensqualität. Appetit, Übelkeit, Fatigue bessern sich. Erholung wird gefördert. - Präparat: Factor AF2 ist am besten erforscht. Für 6 Monate im Jahr empfohlen.
Nebenwirkung: Rötung, Schwellung (wenig gesehen). Kosten: 500 – 1000 Euro für 6 Monate
Misteltherapie In Studien sei nachgewiesen worden, dass bei Brustkrebspatientinnen die Lebensqualität
verbessert wird, Nebenwirkungen von Strahlen- und Chemotherapie reduziert werden und das Immunsystem angeregt wird. Es gäbe auch Hinweise darauf, dass Misteltherapie die Überlebenszeit verlängern kann.
Darmsanierung, Mikrobiologische Therapie und Enzyme Die Oberfläche des Darms hat die Größe von 400 Quadratmetern. Sie besteht aus 80 %
Abwehrzellen und hat ein eigenes Immunsystem. Insbesondere bei Magen-Darm-Störungen sei eine Darmsanierung durch Ernährungsmaßnahmen und eine mikrobiologische Therapie zu empfehlen, da die Resorption
von Enzymen in hohen Dosierungen nur über den Magen-Darm-Trakt und mithilfe einer intakten Darmflora erfolgt. Enzyme werden auch zur Behandlung von Lymphödemen und bei
Zahnproblemen eingesetzt. Wobemugos E gibt es nicht mehr, der neue Name sei Neozym.
Phytoöstrogene, Selen und orthomolekulare Substanzen Nur Leinsamen zeigt nachweislich einen Brustkrebsschutz, aber nicht Soja. Leinsamen muss
geschrotet sein! Bei Hitzewallungen während der Einnahme von Tamoxifen kann Traubensilberkerze ausgleichen. Evtl. ergibt sich auch bei Knochenproblemen ein Nutzen.
Eine genaue Ernährungs- und Beschwerdeanamnese sollte erhoben werden, denn Mikronährstoffe können bei bestimmten Krankheitsphasen gezielt zur Unterstützung der
Immunabwehr und Tumorbekämpfung eingesetzt werden. Selen ist wichtig, weil es an der Zerstörung von Tumorzellen beteiligt ist und die gesunden Zellen schützt. Weitere
allgemeine Empfehlung wurde ausgesprochen für Zink, Vitamin D, Vitamin C, Vitamin B-Komplex und Aminosäuren (bei Schwäche).
Eine weitere Vortragsreihe war dem Thema Hyperthermie gewidmet. Hier meine Notizen: Hyperthermie (HT)
Hyperthermie als Baustein zur Prognoseverbesserung Dr. Wehner:
Die Vielfältigkeit der Möglichkeiten, auf den Organismus und die Begleitbehandlungen zu wirken, macht die Hyperthermie im Bemühen um Prognoseverbesserung so interessant.
- „Es gibt keine austherapierten Patienten, höchstens einfallslose Ärzte.“ - Bessere integrative Verfahren schaffen für jeden Einzelfall! - Erhöhte Schmerzfreiheit bei Knochenmetastasen durch Hyperthermie
An der Charitée Berlin sind alle Behandlungsformen mit HT möglich. Prof. Wagner in Osnabrück soll HT haben. Krebsforschungszentrum Heidelberg hat keine HT. Dort hat man Vorbehalte.
Laser-induzierte Thermotherapie bei Mikrometastasen OA Dr. Jangus, Klinik Frankfurt:
Die MR-gesteuerte LITT stellt derzeit bei malignen Erkrankungen des Abdomens, speziell aber bei nicht-resektablen Mikrometastasen das optimale Therapieverfahren dar mit einer
hohen lokalen Tumorkontrolle, einer niedrigen Komplikationsrate und den ersten Ergebnissen zum Langzeitüberleben. Sichtbare Mikrometastasen werden durch Ablation lokal entfernt, nicht durch Resektion.
Dauer: 10–25 Minuten. Leider kann beim Eingriff die Temperatur noch nicht gemessen werden.
Elektrohyperthermie Die Onkothermie ist eine Hyperthermie, die besonders gut geeignet ist, gezielt malignes
Gewebe in oberflächlichen als auch tiefer gelegenen Läsionen zu zerstören. Elektromagnetische Wellen werden auf das Tumorgewebe abgestrahlt. Das zerstört wesentlich mehr Krebszellen als HT allein.
Innovative Behandlungskonzepte bei Prostatakarzinom: Dr. Douwes, Bad Aibling, St. Georg: - 40.000 Neuerkrankungen jährlich
- Ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. - Problem: Chronische Entzündung, Ernährung ist zu fett, süß und kalorienreich.
- Leider hätten bei Diagnose aber schon 30 – 50 % der Patienten Zellablagerung in anderen Gewebebereichen. Vor 10 Jahren wurde ein Konzept entwickelt, bei dem durch eine transurethrale
Thermotherapie eine Tumordestruktion vorgenommen wird. Dabei stirbt der Tumor in der Prostata bzw. geht in Apoptose. Kombiniert wird diese tumordestruktive Methode mit einer
kompletten Androgenblockade für die Dauer von 6 Monaten. Damit dies funktioniert ist aber auch ein striktes Gesundheitsprogramm mit Ernährungsumstellung usw. notwendig.
Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass ich die Vorträge an allen Tagen gut auswählen musste,
weil diese oftmals gleichzeitig in verschiedenen Räumen stattfanden. Zwischendurch habe ich aber auch mein „Erholungsprogramm“ gestartet mit Spaziergängen durch Heidelberg, das
alte Schloss wollte ich natürlich sehen und auch am Neckar entlanggehen. Am Sonntagnachmittag war es mir sogar noch möglich, mit dem neuen „Solarboot“ eine kleine
Rundfahrt auf dem Neckar zu machen. Beim Betreten des Bootes bekam ich vom Kapitän ein Gläschen Sekt angeboten. Auf meine verwunderte Nachfrage sagte er: „Heute ist doch
Muttertag.“ Das war eine nette Überraschung.
Übrigens: Für die Rückfahrt brauchte der Zug eine Stunde länger als vorgesehen war …
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Das war der 2. Grundkurs Enneagramm vom 20. – 22. April 2007
Adelheid Weller, Supervisorin, Enneagramm-Trainerin und Mitglied von MUT e.V. hatte –
nach dem er-folgreichen er-sten Kurs – noch einmal einen Grundkurs für die MUT-Frauen angeboten. Sie-benMitglieds-frauen lernten so das Enneagramm kennen.
An drei Tagen machten sie sich mit dieser alten Weisheitslehre vertraut. Das hieß natürlich
nicht nur, die Einteilung in die verschiedenen Persönlichkeitstypen des Enneagramms kennenzulernen, sondern auch, ganz viel über sich selbst zu erfahren. Und mit diesem
Wissen dann zu verstehen, warum Menschen auf so unterschiedliche Art und Weise reagieren.
Mit Texten, Gedichten, Märchen, Musik usw. gingen wir an diesen Tagen auf eine spannende
Entdeckungsreise. Obwohl es ein dreitägiger Kurs war, ging die Zeit schnell vorbei, denn alle Teilnehmerinnen waren begeistert bei der Sache.
Zum Schluss bedankten sich alle ganz herzlich bei Adelheid Weller für die Durchführung dieses schönen und informativen Wochenendes.
Hinweis: Für die Teilnehmerinnen der Grundkurse findet ein Enneagramm-Aufbaukurs am 27.10.2007 statt (siehe Ankündigung in diesem Infoheft).
Antonia Waning
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Ein Malwochenende im Mai 2007
Malen ist wie Spielen; es macht Spaß, entspannt und belebt.
Am ersten Wochenende im Mai trafen sich acht MUT-Frauen im Bildungshaus „La Vie“ in Münster-Gievenbeck, um mit Pinsel und Acrylfarben kreativ zu arbeiten.
Das Haus selbst mit seinen hellen, großzügigen Räumen führte die Teilnehmer schnell aus dem Alltagsgeschehen in die Welt der Farben und Formen. Tische, Pinsel, Farben und
Leinwände waren vorbereitet, und wer bei der Motivwahl noch Anregungen wünschte, konnte in Kunstkalendern, Büchern oder Bildmappen blättern. Beistand gab aufmerksam
und ermutigend die Kunstpädagogin Katharina Jakubith.
Mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit griffen die Frauen zum Pinsel, obwohl sie ungeübt
und manche auch ganz unerfahren waren. Ruhe und Konzentration verbreiteten eine fast heilsame Atmosphäre. Nichts störte; kein enges Zeitraster, keine Organisationszwänge.
Gemalt wurden die unterschiedlichsten Bilder: z.B. ein Glückwunsch in chinesischen Schriftzeichen, ein Blumenstillleben, Münsters Prinzipalmarkt, eine Landschaft mit Baum,
ein Strand mit Kindern, ein Gebirge in Blautönen, ein Frauenkopf. Anerkennung kam von der Gruppe, und auch das machte Mut.
Für das „leibliche Wohl“ in den Pausen war etwas bereitgestellt. Die gute Stimmung war
fast zu greifen. Alle waren froh, sich den Luxus einer kurzen Auszeit zum Wochenende ge-gönnt zu haben. Und manche Frau wird für sich festgestellt haben: „Ich kann ja malen, auf
meine Art, mit meinem Pinselstrich, und es macht mir Spaß.“
Froh und zufrieden und mit neuen Erfahrungen konn-ten die Teilnehmerinnen am
Sonntagmittag ihr fertiges Bild oder auch mehrere Bilder unter den Arm klemmen und nach Hause fahren.
Ingeborg Oliver
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Fachbeiträge, Fachberichte
Mit Kindern von an Krebs erkrankten Eltern die Krankheit begreifen von Carola Hennig, Dipl.-Päd.; Dipl.-Soz.-Päd.; Kinder- u. Jugendlichenpsychotherapeutin
Einleitung Insgesamt leben rund 5 Mio. krebskranke Menschen in Deutschland. Ungefähr 400.000
erkranken jährlich neu. Das bedeutet, alle anderthalb Minuten fällt die Diagnose. Laut Robert-Koch-Institut sind ca. 150.000 Kinder durch die Erkrankung eines Elternteils jährlich
neu betroffen. Jeder dritte Krebskranke hat zum Zeitpunkt der Diagnosestellung Kinder, die noch zu Hause leben. Vielen Eltern ist es angesichts der eigenen durch die Erkrankung hervorgerufenen Probleme
und Unsicherheiten nicht möglich, mit ihren Kindern offen über Ängste und Sorgen zu sprechen. Ungefähr die Hälfte der Kinder leben im Schatten der Ereignisse, entwickeln
Verhaltensauffälligkeiten, körperliche Symptome, zeigen schulischen Leistungsabfall, geraten in soziale Isolation. (Quelle: Rexrodt von Fircks Stiftung)
I Die Diagnose Krebs betrifft die ganze Familie Die Diagnose Krebs betrifft die ganze Familie! Das Leben des Erkrankten wird erschüttert.
Es stellen sich Fragen, die plötzlich alles, vielleicht auch das Leben in Frage stellen. Der Boden unter den Füßen ist nicht mehr da – aber er fehlt nicht nur dem Betroffenen, sondern
auch dem Partner/in und den Kindern. Die Familie muss sich, je nachdem, welcher Elternteil erkrankt ist, neu organisieren. Fällt
der Ernährer der Familie aus, drohen vor allem finanzielle Einbußen. Erkrankt der Elternteil, der sich hauptsächlich um die Kinder kümmert, muss der Familienalltag umorganisiert
werden. Neben dem Verarbeiten der Diagnose kommen ganz neue Herausforderungen, neue Pflichten im Alltag für alle dazu. Konkret: Wer fährt den Erkrankten zur Therapie oder zum
Arzt? Wer kocht das Essen? Wer holt die Kinder vom Kindergarten, von der Schule ab und wer kümmert sich dann um sie? Wer bringt sie zum Fußballtraining oder zum
Ballettunterricht? Wer macht die Hausaufgaben mit ihnen? Die Diagnose Krebs ist ein Schock. Verzweiflung, Trauer, Wut, Aggression sind normale
Reaktionen, mit denen die Erwachsenen erst einmal fertig werden müssen. Neben all diesen Gefühlen, Sorgen und Verpflichtungen der Eltern bleibt oft nur wenig Zeit und
Aufmerksamkeit für die Kinder. Kinder spüren die Belastungen der Eltern auf vielfache Weise und sind davon betroffen. Auch ihr Alltag gerät aus den Fugen. Die Kinderwelt, die
bis dahin sicher war, ist plötzlich unsicher geworden. Das verursacht Angst, die sich manchmal auf kaum durchschaubare, störende oder unangenehme Weise äußern kann.
Wenn Erwachsene das nicht erkennen und einordnen können, reagieren sie oft in einer Weise, die die Unsicherheit und die Angst der Kinder verstärkt. Die Not der Kinder bleibt
unerkannt und kann auf Dauer ernste seelische Folgen nach sich ziehen. Das bedeutet, dass Kinder gerade in dieser besonderen Situation besonders Zuwendung, vor allem das Gefühl von Sicherheit brauchen.
II Warum mit Kindern über die Krankheit sprechen?
2.1 Beispiel: Annas Mutter hat Krebs – und will ihr Kind schonen
„Erst am Tag vor der Biopsie sagt Annas Mutter ihrem Mann, dass sie ins Krankenhaus
gehen muss. Natürlich sorgt er sich sehr, aber als er merkt, dass sie nicht darüber sprechen möchte, nimmt er sie nur schweigend in die Arme. Als Anna von der Schule heimkommt,
erfährt sie von der Nachbarin, bei der sie immer ihre Hausaufgaben macht, dass Mama für ein paar Tage weggefahren ist. Anna bricht in Tränen aus und lässt sich nicht beruhigen.
Mama hat sich von ihr nicht verabschiedet und Anna hat sich von ihrer Mama nicht verabschieden können. Sie denkt, dass man sie für etwas bestraft hat. Wenn sie bloß
wüsste, was sie angestellt hat! Früher hat die Mama sie lieb gehabt, gedrückt, geschmust, gekuschelt. Früher hat die Mama mit ihr gelacht und gespielt. Jetzt ist sie einfach weggegangen, ohne ihr etwas zu sagen.
Als Papa am Abend heimkommt ist er sehr ernst. Anna sagt, dass sie die Mama gar nicht mehr lieb hat, weil sie alleine weggefahren ist und sie zurückgelassen hat. Da wird Papa
böse und schickt Anna zu Bett. Sie versteht die Welt nicht mehr und klammert sich an ihren Teddybären, während sie sich in den Schlaf weint.
Ein paar Tage später kommt Mama zurück. Anna will ihr in die Arme fliegen und sie ganz fest drücken, aber Mama streichelt ihr nur freundlich über die Wange und sagt, sie sei sehr
müde von der Reise. Anna ist enttäuscht – sie hat sich doch sooo auf die Mama gefreut. Und mitgebracht bekommen hat sie auch nichts …“
(entnommen aus dem Buch von Susanne Krejsa: „Mama hat Krebs. Mit Kindern die Krankheit begreifen“ S. 10f. – nähere Angaben zum Buch in diesem Infobrief unter „Buchtipps“)
Bei diesem Beispiel wird sehr gut geschildert, wie sich das Verhalten der Eltern für das Kind
Anna darstellt. Der Focus wurde gezielt auf Anna gerichtet, um nachvollziehen zu können, wie das Verhalten der Eltern von Anna verstanden wird. Anna denkt, dass sie der Grund ist,
warum sich ihre Mutter ihr gegenüber ganz anders verhält als sonst. Anna glaubt, sie sei Schuld daran, dass es ihrer Mutter schlecht geht.
Im Allgemeinen richtet sich der Focus jedoch nicht auf das Schicksal der Kinder. Es wird nicht danach gefragt, wie es den Kindern geht oder wie die Kinder mit der neuen Situation
und den damit verbundenen Belastungen klarkommen. Die Kinder bleiben im Schatten. Die Schattenkinder, wie Peter Riedesser – ein Hamburger
Kinderpsychiater – sie nennt, sitzen in der Klemme: Anders als die Erwachsenen haben Kinder noch kein Beziehungsgeflecht, an das sie sich für Informationen, Unterstützung und
Trost wenden können. Sie haben nur 1 – 2 Bezugspersonen, von denen ihr psychisches Wohl abhängt: Mutter und Vater. Wenn aber genau diese beiden Personen – oft im besten
Glauben – die Kommunikation mit dem Kind abbrechen oder einschränken, ist das Kind ganz allein. Allein mit dem völlig unverständlichen und Angst erzeugenden Verhalten seiner
Eltern. Wenn die Kinder also den Grund für den elterlichen Kummer nicht erfahren, werden sie ihrer Phantasie freien Lauf lassen und sich Szenarien ausmalen, die die Wirklichkeit
vielleicht bei weitem übertreffen. Mit solchen Gedanken allein gelassen, kann bei Kindern ein Gefühl der Unsicherheit, des Verlassenseins und der Isolation entstehen.
Darum: 2.2 Jede Wahrheit ist besser als die Ungewissheit
Kinder können zutiefst verletzt sein, wenn sie glauben – oder tatsächlich feststellen –, dass sie von etwas ausgeschlossen wurden, was für ihre Familie sehr wichtig ist. Diese
Ausgrenzung ist schmerzhafter als die Wahrheit, die ihnen vorenthalten wurde. Kinder können diesen Vertrauensbruch niemals vergessen und werden sich auch bei anderen
Gelegenheiten immer fragen: Lügen mich meine Eltern jetzt wieder an und warum haben mich meine Eltern angelogen? Das kindliche Vertrauen zu den Eltern und häufig generell zu allen Erwachsenen ist untergraben.
=> Beispiel: Jana H. Die 11jährige Jana fährt in den Ferien zu Verwandten. Einen Tag später muss überraschend
die an Brustkrebs erkrankte Mutter aufgrund erhöhter Blutwerte stationär ins Krankenhaus. Die Eltern beschließen, erstmal ihrer Tochter nicht mitzuteilen, dass die Mutter im
Krankenhaus liegt, um Jana nicht die Ferien zu verderben. Jana versucht über den Tag verteilt immer wieder, zu Hause anzurufen. Da sich erst am nächsten Tag der Vater am
Telefon meldet, hat Jana schon längst Verdacht geschöpft und ist ziemlich außer sich. Sie drängt darauf, mit ihrer Mutter zu sprechen. Schließlich muss der Vater ihr gestehen, dass
die Mutter im Krankenhaus liegt. Jana ist sehr enttäuscht. Ihre Enttäuschung wächst noch mehr, als sie herausfindet, dass auch ihre Verwandten über den Krankenhausaufenthalt der
Mutter Bescheid wussten. Jana will umgehend nach Hause. Der Vater muss sie am nächsten Tag abholen. Mit 12 Jahren macht Jana eine Psychotherapie und kann benennen, dass sie
seit diesem Tag ihren Eltern nicht mehr vertrauen könne. Jana hatte als Folge eine Angststörung entwickelt, die sich so äußerte, dass sie „Panikanfälle“ (wie die Mutter es
beschrieb) bekam, wenn die Mutter weggehen wollte oder nicht zur vereinbarten Zeit nach Hause kam. Jana telefonierte ihrer Mutter ständig hinterher – zeitweise rief sie alle 2
Minuten an – um zu kontrollieren, ob es ihrer Mutter gut gehe.
Darum sollte man als betroffene Eltern bedenken: - Je schmerzlicher eine Tatsache ist, desto wichtiger ist es, mit den Kindern darüber zu sprechen.
- Selbst ein Gespräch, das vielleicht nicht so gut gelaufen ist, ist besser als das Schweigen. Denn Kinder beobachten ihre Eltern ständig. Sie erfassen jede kleinste Veränderung. In
derselben Familie spüren in der Regel die Familienmitglieder voneinander, wie es dem anderen geht. Da ist es für Kinder nur eine verhängnisvolle Doppelbotschaft, wenn das, was
sie wahrnehmen, nicht mit dem übereinstimmt, was sie von den Eltern gesagt bekommen. Verhängnisvoll ist die Widersprüchlichkeit deswegen, weil sie bei Kindern immer wieder
dazu führt, dass sie an sich selbst zweifeln. Ein Grund, warum Eltern nicht mit ihren Kindern über die Krankheit sprechen, ist, das Kind zu schonen.
Hinzu kommt, dass sich die Wahrnehmung vieler Eltern durch eine Krankheit verändert. Eltern, die selbst schwer erkrankt sind, erleiden oft eine Erschöpfung ihrer mitfühlenden
Kompetenz/Fähigkeit gegenüber ihren Kindern und können daher Signale der Not, die von Kindern ausgesendet werden, nicht mehr wahrnehmen. Sie neigen dazu, die Belastung ihrer
Kinder zu unterschätzen. Häufig leiden sie infolgedessen an Schuldgefühlen, weil sie ihren elterlichen Funktionen nicht mehr ausreichend nachkommen können.
Darum: Wenn Eltern selbst nicht über die Erkrankung reden können oder wollen, dann sollte eine
andere Vertrauensperson, der andere Elternteil, gute Freunde, Therapeuten oder Ärzte in der Klinik, mit den Kindern sprechen. Man kann den Kindern durchaus sagen, dass Vater
oder Mutter zur Zeit nicht so gut über die Erkrankung sprechen können, dass das Kind aber jederzeit mit seinen Fragen und Sorgen zu dieser Person kommen kann. Wenn diese
Vertrauensperson jemand von außerhalb der Familie ist, kann mit dem Kind ein regelmäßiger Kontakt vereinbart und vom Erwachsenen aufrecht erhalten werden. Zu
erwarten, dass das Kind auf den Erwachsenen zugeht, wäre wahrscheinlich eine Überforderung.
2.3 Mit Kindern über Krebs sprechen Wie kann ich ein Gespräch beginnen? Eine Möglichkeit besteht darin, die Kinder erstmal
einfach zu fragen, was sie über Krebs als Krankheit wissen. Dabei lassen sich auch gleich eventuelle Fehlinformationen richtig stellen.
Man sollte sich nicht davor scheuen, wenn man mal eine Antwort nicht weiß, ruhig zu sagen: „Das kann ich dir im Moment nicht beantworten, aber ich werde es herausfinden.“
Gut für den weiteren Umgang mit der Erkrankung wären eine Mischung aus medizinischen Fakten und den eigenen Gefühlen und Empfindungen – und das dann altersgemäß.
Das Verständnis von Kleinkindern ist noch begrenzt. Für sie ist es vor allem wichtig zu wissen, dass sie sich nicht mit Krebs anstecken können und dass sie nichts zum Entstehen
dieser Krankheit beigetragen haben (z. B. an einer Puppe zeigen, Bilderbücher). Kinder im Schulalter können verstehen, dass die Krankheit Auswirkungen hat und die Eltern
daran hindert, einigen ihrer normalen Aktivitäten nachzugehen. Für dieses Alter sollte man die Erkrankung in Bildern und möglichst einfach beschreiben, was Krebs ist und wie
behandelt wird. Auch hier ist wichtig, den Kindern zu sagen, dass sie sich nicht mit Krebs anstecken können und die Kinder nichts für die Erkrankung können. Die Kinder sollten
informiert werden darüber, was mit dem Erkrankten und der Familie passiert. Mit einem Kind dieses Alters kann man über Gefühle sprechen – konkret: man kann ihm z. B. sagen, dass es weinen darf.
Bei älteren Schulkindern (10 – 12 Jahre) ist es wichtig, den Kindern explizit zu sagen, dass alle ihre Gefühle normal und in Ordnung sind.
Generell sollten Kinder auch auf Veränderungen, die durch die Therapie entstehen, vorbereitet werden, z. B. Gewichtsveränderungen, Haarausfall oder körperliche Veränderungen durch eine Operation.
Teenager können die Situation schon verstehen. Ihnen sollte man soviel Informationen über die Erkrankung geben, wie sie haben möchten. Bei allem darf natürlich nicht vergessen werden:
2.4 Eltern sind auch nur Menschen Wenn das Kind die Diagnose mitgeteilt bekommt, sind sicher nicht alle Probleme gelöst.
Jedes Kind ist anders und reagiert anders. Sie verfügen über ihre eigenen Verhaltensweisen zur Verarbeitung des Erfahrenen. Und das kann Eltern manchmal auf eine harte Probe stellen.
Ein Beispiel: „Wenn der achtjährige Sebastian wütend auf seine Mutter ist, greift er zum Äußersten:
Geschieht dir recht, dass du Brustkrebs hast. Das freut mich! Anfangs war die Mutter bei diesen Worten zutiefst verletzt und zog sich zurück. Seit ihrer Psychotherapie weiß sie, was
hinter den verbalen Schlägen steckt. Sebastian versteht nicht, dass sie bei der Brustoperation mit anschließender Chemotherapie viel Energie gelassen hat, sich dem
Alltag oft nicht mehr gewachsen fühlt. Erschöpfung und Frust – das muss die Mutter zugeben – bekommt der Junge zu spüren. Er rächt sich auf seine Weise.“
Es ist häufig so, dass die Kinder sehr viel Wut empfinden. Die Wut richtet sich zum Beispiel
gegen den Krebs als Spielverderber des gegenwärtigen Lebens oder auf die Mutter, die Krebs bekommen hat und damit alle Aufmerksamkeit in der Familie auf sich zieht. Wenn die
Mutter häufig ins Krankenhaus muss und der Vater sehr viel Zeit bei seiner Frau verbringt, können Kinder sich vernachlässigt und ausgeschlossen fühlen.
Es ist nicht selten, dass schwerkranke Eltern über das Verhalten ihrer Kinder enttäuscht
sind. Eltern wollen zwar ihre Kinder durch ihre Krankheit nicht belasten und sind traurig, dass sie das nicht verhindern können,- aber sie erwarten sich auch Mitgefühl und Rücksichtnahme.
Wenn die Mutter beispielsweise unter Übelkeit durch die Chemotherapie leidet, ihr Kind sich
jedoch mit Freunden treffen, laute Musik hören, zu einer Party gehen will, erscheint das den Eltern manchmal als gefühllos. Jedoch ist dieses Verhalten für die Kinder oft dringend nötig,
um für sich das Gefühl zu haben, normalen altersgemäßen Alltag erleben zu können und sich altergemäß verhalten zu dürfen. Sie schützen sich damit vor Überforderung und der
Isolierung von Gleichaltrigen. Es ist gut, ihnen diesen Entwicklungs- und Schutzraum zu ermöglichen und manchmal Kompromisse auszuhandeln.
Es sollte nicht vergessen werden, dass jedes Familienmitglied auch weiterhin seinen
eigenen Freiraum braucht und auch die Gewissheit, dass nicht ein anderes Familienmitglied diesen Freiraum als Rücksichtslosigkeit oder Egoismus abwertet.
Es ist schwierig, sich einzugestehen, dass die eigene Krankheit die ganze Familie betrifft
und verängstigt. Erkrankte Eltern zeigen oft – wie bereits erwähnt – starke Schuldgefühle, weil sie sich die Schuld an der schwierigen Situation ihrer Kinder geben und weil sie den
elterlichen Pflichten mangels Kraft und Geduld für ihre Kinder nicht so nachkommen können, wie sie gerne wollen.
Die Eltern haben für ihre Kinder eine wichtige Modellfunktion, gerade auch in Krisenzeiten:
Es tut beiden Seiten gut, wenn die Eltern gut für sich selbst sorgen und sich Hilfe und Entlastung von außerhalb der Familie holen, z. B. in der Selbsthilfegruppe, in einer
Beratung oder Psychotherapie, mit einer Kur. Durch die Entlastung der Eltern werden auch die Kinder entlastet.
III Resümee Abschließend ein kurzes Resümee:
(Riedesser) Inzwischen weiß man, dass eine schwere körperliche Erkrankung einer Mutter
oder eines Vaters die psychische und soziale Entwicklung eines Kindes nachhaltig beeinträchtigt. Kinder körperlich kranker Eltern sind als eine Risikopopulation im Hinblick
auf die Entwicklung psychiatrischer Störungen zu betrachten.
Zurück zu der Zahl vom Anfang: allein in Deutschland rechnen Experten des Robert-Koch
-Instituts jährlich mit etwa 150.000 neu betroffenen Kindern – ausschließlich bezogen auf die Diagnose Krebs. Fast die Hälfte von ihnen zeigt ohne psychotherapeutische Begleitung
deutliche Verhaltensauffälligkeiten, schulischen Leistungsabfall und soziale Isolation. Häufig treten Angstsymptome, depressive Verhaltensweisen und psychosomatische Beschwerden auf.
Selbstwert und soziale Kompetenz sind bei diesen Kindern erniedrigt. Das Risiko, später
tatsächlich psychisch zu erkranken, ist für diese Kinder doppelt so hoch wie für andere Kinder gleichen Alters. Präventiv psychotherapeutisch begleitete Kinder dagegen zeigen
deutlich weniger klinisch relevante Auffälligkeiten.
Kinder, die über die Krankheit informiert sind, zeigen weniger Angst als nicht aufgeklärte
Kinder. Die Bewältigung durch die Kinder hängt von der Qualität der elterlichen Beziehung und der gemeinsamen elterlichen Bewältigung ab.
Die durch eine schwere Erkrankung eines Elternteils hervorgerufenen Veränderungen erfordern bei Kindern verschiedener Altersstufen eine große Anpassungsleistung.
Daraus ergibt sich die Forderung: Das medizinische Versorgungssystem und auch die Öffentlichkeit müssten dafür Sorge
tragen, dass Kinder an den Krankheiten ihrer Eltern psychisch nicht zusammenbrechen und erkranken, sondern durch Vermittlung geeigneter Hilfen diese Belastungen verarbeiten können.
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„Ein Freund ist ein Mensch, der Dich an die Melodie Deines Lebens erinnert, wenn Du in Gefahr bist, sie zu vergessen“ (Rolf Zerfaß)
Über die Lebenskunst der Freundschaft in Krise und Krankheit
Ja, es gibt sie, diese Zeiten, wo an den Naht- und Bruchstellen der Lebensreise die Lebensmelodie immer leiser wird oder verloren geht.
Und wenn Krise oder Krankheit die Wahrnehmung einengen und Leben entzaubert scheint, gibt es sie, diese Freunde, di |