|
Liebe Leserin, lieber Leser!
Nachstehend finden Sie den Info-Brief 25 von MUT e. V. Dezember 2007.
Der Brief wurde in einer besonderen Text-Datei zusammengefasst, das Layout dieser Datei entspricht natürlich nicht dem Layout des Originals. Es fehlen die Bilder und Grafiken. Den
Text haben wir hier als Fliesstext erfasst - keine Spalten, wie im Original. Das Original können Sie sich als PDF-Datei anschauen.
Der Info-Brief 25 als PDF-Datei.
25. Info-Brief Dezember 2007
MUT e.V. – Frauen und Männer im Kampf gegen Brustkrebs M ü n s t e r

Es ist besser, das kleinste Licht anzuzünden, als über die allgemeine Dunkelheit zu jammern.
Konfuzius
Themen dieser Ausgabe (u.a.):
6. Informationstag Brustzentrum Münster Brustkrebs ganzheitlich behandeln Literaturtipp: Fünfundfünfzig plus
Seitenanfang
Die gute Nacht Von Berthold Brecht
Der Tag, vor dem der große Christ Zur Welt geboren worden ist War hart und wüst und ohne Vernunft. Seine Eltern, ohne Unterkunft
Fürchteten sich vor seiner Geburt Die gegen Abend erwartet wurd. Denn seine Geburt fiel in die kalte Zeit. Aber sie verlief zur Zufriedenheit. Der Stall, den sie noch gefunden hatten
War warm und mit Moos zwischen den Latten Und mit Kreide war auf die Tür gemalt Dass der Stall bewohnt war und bezahlt. So wurde es doch noch eine gute Nacht Auch das Heu war wärmer, als sie gedacht.
Ochs und Esel waren dabei Damit alles in der Ordnung sei. Eine Krippe gab einen kleinen Tisch Und der Hausknecht brachte ihnen heimlich einen Fisch. (Denn es musste bei der Geburt des großen Christ
Alles heimlich gehen und mit List.) Doch der Fisch war ausgezeichnet und reichte durchaus Und Maria lachte ihren Mann wegen seiner Besorgnis aus Denn am Abend legte sich sogar der Wind
Und war nicht mehr so kalt, wie die Winde sonst sind. Aber bei Nacht war er fast wie ein Föhn. Und der Stall war warm und das Kind war sehr schön. Und es fehlte schon fast gar nichts mehr
Da kamen auch noch die Dreikönig daher! Maria und Joseph waren zufrieden sehr. Sie legten sich zufrieden zum Ruh’n Mehr konnte die Welt für den Christ nicht tun.
Seitenanfang
Grußwort
Liebe Vereinsmitglieder, liebe Leserinnen und Leser,
Was liegt mir am Herzen?
In einer Broschü-re zur Früher-kennung von Brustkrebs wurde das Mammo-graphiescreening mit dem
Anlegen eines Sicherheits-gurtes beim Au-tofahren vergli-chen: Der Sicher-heitsgurt kann den eventuellen Unfall nicht verhindern, aber die Folgen des Unfalls abschwächen. Den Gurt legen wir alle an, wenn wir
uns in ein Auto setzen. Wir haben uns daran gewöhnt. Es ist eine Selbstverständlichkeit, die bei Nichtbeachtung zu einem Bußgeld führen kann. An das Mammographiescreening haben wir uns noch
nicht so recht gewöhnt. Dieser einfache Vergleich macht aber deutlich, wie lebenswichtig Früherkennung sein kann. Deshalb setzen wir uns auch dafür ein! Jede Frau im Alter von 50 bis 69 Jahren sollte dieses
Angebot annehmen. Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, ist gerade in dieser Altersgruppe besonders groß. Je kleiner der Tumor bei der Entdeckung ist, je größer sind die Heilungschancen. Das heißt nicht,
dass sich jüngere Frauen nicht um ihre Brustgesundheit kümmern sollten. Auch für diesen Personenkreis werden von den Krankenkassen Früherkennungsuntersuchungen angeboten, die von den Frauenärztinnen
und Frauenärzten durchgeführt werden. Ergreifen Sie einfach die Initiative und erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Wer besser informiert ist, der kann auch besser entscheiden!
Beim Durchlesen dieses Info-Briefes werden Sie wieder auf erbauliche Zeilen stoßen und anregende
Hinweise erhalten, wie die Behandlung einer Krebserkrankung beeinflusst werden kann. Wir haben wieder eine kleine Auswahl an Informationen für Sie zusammengetragen.
Vielleicht ist für Sie etwas dabei.
Ich möchte mich für dieses Jahr von Ihnen verabschieden. Genießen Sie die Advents- und Weihnachtszeit
mit allen Sinnen und viel Freude. Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben alles Gute und Gesundheit für das Neue Jahr.
Ihre Gisela Schneider 1. Vorsitzende
Seitenanfang
Öffne dein Herz für deine Mitmenschen, so wie es die Engel tun, dann wirst du mit Wärme empfangen. Ellen Dumont
Inhaltsverzeichnis
Aktuelle Termine
Vorträge MUT Telefonberatung
Wasserentspannung Hotlines
Termine Selbsthilfe Angebot der Krebsberatungsstelle
Rückblick
MUT-Info-Nachmittag Aktion Lucia 2007
Gynäkologische Krebserkrankungen Enneagramm-Seminar
MUT-Malwochenende 6. Informationstag Brustzentrum Münster
Fachbeiträge
Brustkrebs ganzheitlich behandeln Anerkannte Komplementärmedizin
Internet-Recherchen
PatientInnen-Uni Hannover Mehr Dialog bei Krebs
Trastuzumab bei Brustkrebs Weshalb die Brustkrebsrate zurückgeht
Erfahrungsberichte
In Kreativität meine Lebensvision gestalten Information zur Kunsttherapie
Rubrik: Was es sonst noch gibt
Vereinsnachrichten Herzlichen Dank!
Mitgliederversammlung 2008 Selbsthilfegruppe ANKER
Literaturtipps
Heilimpulse bei Krebs Brustkrebs: 100 Fragen – 100 Antworten Fünfundfünfzig plus
Kleiner Pressespiegel
Ohne Lampe unter Tage aus: WN, 01.09.2007 Beratung im Netz bei Brustkrebs aus: WN, 11.09.2007 Brustkrebs keine Chance geben aus: WN, 09.10.2007 Das Gen DMBT 1 aus: Befund Krebs, Ausgabe 2/2007
Neue Therapie-Empfehlung: Strahlentherapie auch bei Brustkrebsvorstufen
aus: Magazin Leben? Leben!, Ausgabe 3/2007 Kurzzeit-Psychotherapie für Brustkrebspatientinnen mit Depressionen
aus: Magazin Leben? Leben!, Ausgabe 3/2007 Gelbes Gewürz gegen Krebs aus: Magazin Leben? Leben! 3/2007
Schmunzelecke
Wie sich das Christkind das Bein gebrochen hat Segen für das Neue Jahr
Wie sich das Christkind das Bein gebrochen hatte Segen für das Neue Jahr
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis
Aktuelle Termine und Veranstaltungen
Aktuelle Vorträge 2008
Zur Information
Zurzeit sind noch keine neuen Vorträge geplant. Am 24. Januar 2008 findet um 19:30 Uhr im Gesundheitshaus der Stadt Münster die
Mitgliederversammlung des Vereins mit der Wahl eines neuen Vorstandes statt.
Telefonberatung im Vereinsbüro
Selbstbetroffene Frauen beraten Betroffene und Angehörige
Wir sind für Sie zu sprechen mittwochs und donnerstags von 16.00 – 18.00 Uhr im MUT-Vereinsbüro (Eingang VHS Hiltrup),
Westfalenstraße 197, Münster-Hiltrup, Tel.-Nr. 0 25 01 / 70 70 5.
Sie können mit uns sprechen, wenn Sie
- - Fragen zum Umgang mit der Krankheit Brustkrebs haben,
- - Informationsmaterial zu bestimmten Themen benötigen,
- - sich über die Vereinsaktivitäten informieren möchten,
- - nach der Operation sportlich aktiv werden wollen,
- - einfach mit einer auch betroffenen Frau reden möchten.
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis
Wasserentspannung
Bewegung und Entspannung im Wasser -- nur für Vereinsmitglieder –
Dieses Angebot unterstützt brustoperierte Frauen darin, Verspannungen aufzulösen, die Beweglichkeit zu
steigern und das Körpergefühl zu verbessern. Für die Teilnahme ist es nicht erforderlich, schwimmen zu können.
Kurs Nr. 1
Vom 07. Januar 2008 bis 10. März 2008, 9 Abende = 18,00 Euro
Rosenmontag findet kein Kurs statt.
Zeit und Ort:
Jeweils montags von 17:45 – 19:00 Uhr im Bewegungsbad des Clemenshospitals, Düesbergweg 124, 48143 Münster
Kursleiterin: Christa Reißmann Anmeldung: Über das Vereinsbüro unter Tel.-Nr. 02501/70705
Seitenanfang
Inhaltsverzeichnis
H O T L I N E S
Hotlines des Brustzentrums Münster
Universität Münster: Brustzentrum Münster: 0251 / 83-48 278 Stationäre Aufnahme: 0251 / 83-46 000 Onkologische Ambulanz: 0251 / 83-45 170
St. Franziskus-Hospital Münster: 0251 / 935 3974
Hotlines des Brustzentrums Münsterland
Clemenshospital Münster: 0251 / 976 5555 Raphaelsklinik Münster: 0251 / 5007 5555
Hotline des Herz-Jesu-Krankenhauses in Münster-Hiltrup
02501 / 172 461
Hotline Mammographie-Screening und Prävention ab 01. Juli 2005 Neue Hotline des Deutschen Krebsforschungszentrums informiert aktuell und individuell
Montag bis Freitag: 8 bis 20 Uhr unter 06221 / 43 41 42
Hotline Zentrale Stelle Mammographie-Screening 0251 / 929 5000 Montag – Donnerstag 07:30 Uhr bis 17:00 Uhr Freitag 07:30 Uhr bis 14:00 Uhr
Hotline Bildgebung Referenzzentrum Mammographie Münster 0251 / 83-45 650
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis
Frauen – Leben mit Brustkrebs“ -Selbsthilfe-
Eine Selbsthilfegruppe in Münster stellt sich vor :
Wir wollen.....
- miteinander reden mit einander diskutieren
- uns informieren gemeinsam Spaß haben
- einander helfen uns Mut machen
- ja sagen zum Leben öffentlich werden
Treffpunkt: Volkshochschule Münster, Aegidiistraße 3, Raum 107 von 15.00 – 17.00 Uhr Termine für das Jahr 2008:
-
02. Januar 2008 02. Juli 2008
-
06. Februar 2008 06. August 2008
-
05. März 2008 03. September 2008
-
02. April 2008 01. Oktober 2008
-
07. Mai 2008 05. November 2008
-
04. Juni 2008 03. Dezember 2008
Kontaktaufnahme: Anita Breitenstein Telefon: 02506-1303
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis
Programm 1. Hj. 2008 (gekürzter Auszug)
Ärztliche Beratungen
Neue medikamentöse Therapien bei Krebs
Einmal im Monat mittwochs bieten Fachärztinnen und Fachärzte für Onkologie und Hämatologie von 16
.00 – 19.00 Uhr Einzelberatungen zu neuen und bewährten medikamentösen Therapien (Chemotherapie und Immuntherapie) bei Krebs an.
> 20.02.2008: Onkologische Praxis Dr. Regina Kriebel-Schmitt und Dr.Volker Burstedde, Münster
> 12.03.2008: Onkologische Praxis Dr. Jürgen Wehmeyer, Dr. Christian Lerchenmüller, Dr. Karsten Kratz-Albers, Münster
> 16.04.2008:Prof. Dr. Dr. Jens Atzpodien, Leiter der internistischen Onkologie in der Fachklinik Hornheide, Münster
> 21.05.2008:Prof. Dr. Wolfgang Berdel, Chefarzt der Med. Klinik und Poliklinik des UKM
> 18.06.2008:Dr. Anne Bremer, Ltd. Ärztin der Inneren Medizin II im St. Franziskushospital, Münster
Komplementäre Krebsbehandlung
Die Einzelberatungen und Seminare zu Behandlungsmöglichkeiten, die die Krebstherapie ergänzen, finden
1 x im Monat mittwochs von 16.00 – 19.00 Uhr statt. Sie haben unterschiedliche Schwerpunkte:
> 13.02.2008: Dr. Michaela Chariat: Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
> 05.03.2008: Dr. Heinz Kellinghaus: Klassische Homöopathie
> 02.04.2008: Horst Neitemeier, Heilpraktiker: Naturheilverfahren, Phytotherapie und Homöopathie
> 07.05.2008: Dr. Michael Chariat: Klassische und erweiterte Naturheilverfahren
> 04.06.2008: Dr. Gregor Sträter: Anthroposophische Medizin
Organisatorisches Die Beratungen oder Seminare sind kostenlos und vertraulich. Sie werden ehrenamtlich durchgeführt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Gesundheitskurse
Nicht erkrankt aber mit betroffen - ein Seminar für Angehörige und Freunde von Krebskranken –
Im Mittelpunkt dieses Seminars steht die Entlastung und Stärkung der Angehörigen, was auf verschiedene
Weise möglich ist. Dazu gehört der gegenseitige Austausch in der Gruppe, Lösungen für Probleme zu erarbeiten und eigene Kraftquellen zu erschließen. Außerdem werden fachliche Informationen zur
Krankheitsbewältigung und zu anderen Unterstützungsangeboten vermittelt.
Samstag, 16. 02. 2008 und Sonntag, 17. 02. 2008 von 10.30 – 14.00 Uhr, R 402
4 x Dienstags: 11. 03., 08. 04., 29. 04. und 27. 05. 2008 von 19.00 – 21.00 Uhr, R 305
Teilnahmegebühr: 83 €, erm. 62 €
Leitung: Rosemarie Wachtel, Dipl. Soz. Päd., Mitarbeiterin der Krebsberatungsstelle
Bochumer Gesundheitstraining nach Simonton
Eine Erkrankung hat Auswirkungen auf die gesamte Lebenssituation eines Menschen. Sowohl das
körperliche als auch das seelische Wohlbefinden geraten ins Ungleichgewicht. Alltag und Lebenspläne ändern sich plötzlich. Das Bochumer Gesundheitstraining bietet die Möglichkeit, in Ergänzung zur
medizinischen Behandlung etwas für das eigene Wohlergehen zu tun.
9 x mittwochs ab 06. 02. 2008 (nicht am 19. 03. und am 26. 03. 2008) von 18.00 – 21.00 Uhr, und Samstag, 26. 04. 2008, von 10.00 – 15.15 Uhr, R 404
Teilnahmegebühr: 150,50 €, erm. 113 €
Leitung: Claudia Holt-Greiwe, Dipl. Soz. Päd., Mitarbeiterin der Krebsberatungsstelle
Anmeldungen für diese Kooperations-veranstaltung mit der VHS sind in der Krebsberatungsstelle möglich.
Besser aussehen - Besser fühlen
Ziel dieses Pflege- und Schminkseminars ist es, Krebspatientinnen während und nach einer Chemo- bzw.
Strahlentherapie zu einem lebensbejahenden Umgang mit den äußerlichen Folgen der Behandlung zu ermutigen. Eine Auswahl geeigneter Kosmetikprodukte wird kostenlos zur Verfügung gestellt.
Kurs I: 29. 01. 2008 von 15.00 – 16.30 Uhr, Raum 307
Kurs II: 22. 04. 2008 von 15.00 – 16.30 Uhr, Raum 307
Teilnahmegebühr: keine
Leitung: NN
Guolin Qigong – ein Selbsthilfeweg für Krebsbetroffene und chronisch Kranke
Guolin-Qigong ist eine in China entwickelte Übungsfolge, die zu den Behandlungsformen der Traditionellen Chinesischen Medizin gehört. Diese Bewegungsübungen sind mit einer besonderen
Atemtechnik, der Windatmung, verbunden und dienen dazu, die Immunkräfte zu stärken.
3 x freitags von 15.00 – 20.00 Uhr: 18. 04., 23. 05. und 20. 06. 2008, Raum 403
Teilnahmegebühr: 132 €, erm. 99 €
Leitung: Frau Wang Li
Heilende Kräfte im Tanz für krebsbetroffene Frauen
Tanz ist Bewegung - und Bewegung ist Leben. Tanz ist auch die Bewegung jeder Emotion: Freude,
Schmerz, Lust, Trauer. Tanz bringt die Lebensenergie ins Fließen, unterstützt die Zellatmung und stärkt das Immunsystem.
Samstag, 08. 03. 2008 und Samstag, 17. 05. 2008 von 10.00 – 12.15 Uhr und von 14.15 bis 16.00 Uhr, R 404
Teilnahmegebühr: jeweils 30 €, erm. 22,50 €
Leitung: Luisa Duvenbeck, biodynamische Tanzpädagogin und Tanztherapeutin
Kooperationsveranstaltungen
Gymnastik für Frauen nach einer Brustoperation Informationen und Anmeldungen für diese Kooperationsveranstaltung mit der VHS sind dort im Infotreff
unter Tel: 0251 / 4924321 möglich.
Sich bewegen heißt leben – Onko-Walking für Menschen mit Krebserkrankung
Informationen und Anmeldung für diese Kooperationsveranstaltungen mit dem VGS sind dort unter Tel: 0251 / 293440 möglich.
Vorträge
Das Leben mit Krebs aktiv gestalten - die Kraft des eigenen Weges entdecken - Wenn der erste Schock der Diagnose Krebs überstanden ist und es darum geht, in den Alltag
zurückzukehren, stellen Betroffene häufig fest, dass sie nachhaltig unter Ängsten leiden und dass sich durch die Erkrankung vieles in ihrem Leben verändert hat, das teilweise neu gestaltet werden muss. Sie
haben das Bedürfnis, ihre Lebensqualität zu verbessern und begeben sich auf einen Weg, der von Fragen geleitet wird wie z. B.: „was tut mir gut, was gibt mir Sicherheit, was ist mir wichtig im Leben, wie kann
ich besser Sorge für mich tragen?“ Da jeder Mensch einzigartig ist, ergibt sich für jeden auch ein ganz einzigartiger Weg. Ein guter Kontakt zu dem eigenen Befinden und zu eigenen Bedürfnissen ermöglicht,
auf diesem Weg neue Kraft und neue Lebensfreude zu entdecken. An diesem Abend werden zwei Betroffene von ihren persönlichen Erfahrungen berichten. Montag, 11. 02. 2008, 19.30 Uhr
Referenten: Emma Laser und Klaus Sprinz, Betroffene
Palliativmedizin - mehr Lebensqualität durch ganzheitliche Behandlung -
Das Wort „Palliativ“ leitet sich von dem lateinischen Wort „Pallium“ ab, das Mantel bedeutet. Wie ein Mantel soll die palliative Behandlung die Patienten schützend umhüllen.
Die Palliativmedizin bietet besonders schwerstkranken Menschen und ihren Angehörigen Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebensqualität. Sie zeichnet sich durch eine umfassende Versorgung aus, die
medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Hilfen beinhaltet. In dieser Informationsveranstaltung wird vorgestellt, wie diese Hilfen konkret aussehen können. Montag, 07. 04. 2008, 19.30 Uhr
Referentin: Dr. med. Ulrike Hofmeister, 1. Vorsitzende des Palliativnetz Münster e. V.
Stärkung des Immunsystems durch komplementäre Therapiemöglichkeiten aus der Naturheilkunde
Das Immunsystem ist durch eine Krebserkrankung und deren Behandlung, z. B. durch Chemo- und Strahlentherapie, starken Belastungen ausgesetzt. In diesem Vortrag werden ergänzende
Behandlungsmöglichkeiten der Naturheilkunde wie beispielsweise Mistel,- Thymus, -und Sauerstofftherapie und naturheilkundliche Stoffwechselregulation vorgestellt, die der Stärkung des Immunsystems dienen.
Besondere Aufmerksamkeit wird der Körperentgiftung und dem Darm als immunologisch wichtigem Organ gewidmet. Montag, 05. 05 2008, 19.30 Uhr
Referent: Michael Herzog, Heilpraktiker, Leiter der Hufeland-Schule Senden
Die Vorträge finden im Vortragsraum, R 403, im Gesundheitshaus statt. Teilnahmegebühr: 3 Euro.
So einfach können Sie teilnehmen: Zu den Vorträgen müssen Sie sich nicht anmelden.
Zu den Kursen muss bis eine Woche vor Kursbeginn eine schriftliche Anmeldung inklusive
Einzugsermächtigung für die Kursgebühren eingegangen sein. Bei einer Abmeldung nach Anmeldeschluss kann die Teilnahmegebühr nicht zurück erstattet werden.
Zu den ärztlichen Beratungen melden Sie sich bitte in der Krebsberatungsstelle an. Alle Veranstaltungen finden, soweit nicht anders angegeben, im Gesundheitshaus in Münster statt.
Weitere Informationen erhalten Sie in der Krebsberatungsstelle des Tumor-Netzwerk im Münsterland (TiM) e. V. im Gesundheitshaus Gasselstiege 13, 48159 Münster
Tel: 0251 / 52 42 81 oder 52 33 38 Fax: 0251 / 52 25 85 E-Mail: info@krebsberatung-muenster.de
Internet: http.//www.krebsberatung-muenster.de
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis
Rückblick
MUT-Info-Nachmittag am 22. September 2007 im Haus Meinolf
Zu unserem Info-Nachmittag im Haus Meinolf waren 19 Frauen gekommen, um sich bei Kaffee, Tee und
Kuchen von den Referentinnen Susanne Melzer und Petra Meyknecht über Reflexzonen, Naturkosmetik und Reiki informieren zu lassen. Es war ein sehr entspannter Nachmittag. Die Dipl.Oec.Frau Susanne
Melzer hat uns für den Info-Brief eine Kurzfassung ihres Vortrages zusammen gestellt.
Was hat Lebendigkeit mit Heilung zu tun? von Susanne Melzer
Haben Sie - liebe Leserin/ lieber Leser - sich schon einmal gefragt, was das Leben zusammen hält, warum
der eine so krank ist und der andere nicht oder wieso ein Mensch glücklich zu sein scheint und bei einem anderen viel Kampf herrscht?
Ich möchte mich kurz vorstellen, meine eigene Geschichte berichten und hoffe, Sie ein bisschen neugierig
gemacht zu haben, auf die Beantwortung dieser inneren Fragen. Ich bin Oecothropologin (Studium der Ernährungs-wissenschaften in Giessen) und Heilpraktikerin. Mein Interesse an dem Beruf der
Heilpraktikerin begründet sich in eigener Erkrankung und Heilerfahrung, sowie vielen Fragen, die ich mir schon als Kind gestellt habe. Was steckt denn hinter Erkrankungen? Warum hat der eine diese
Erkrankung, der andere etwas ganz anderes? Was ist denn Krankheit und was ist Gesundheit? Was ist Heilung und wie geht das? Was kann ich tun, wenn ich Not und Schmerzen habe?
Über meinen eigenen Weg konnte ich diese Fragen immer besser beantworten und Zusammenhänge verstehen lernen.
Ich habe mit 22 Jahren schulmedizinisch keine Unterstützung für meine chronischen Beschwerden
bekommen können und so machte ich mich auf, neue Wege zu erkunden. Über meine Schwester lernte ich eine Heilpraktikerin kennen, die so arbeitet wie ich heute auch. Sie unterstützte mich mit ihrer
naturheilkundlichen und homöopathischen Arbeit sehr und mir ging es recht schnell besser, so dass ich mich entschieden habe, dieses Wissen weiterzugeben und anderen Menschen nahe zu bringen.
Mein Anliegen ist es, gestörte Systeme wieder in ihr Gleichgewicht zu bringen. Außerdem möchte ich
erfahrbar und verstehbar machen, was Lebendigkeit ist und warum Lebendigkeit so wichtig ist. Wenn Sie, liebe Leserin/lieber Leser, einmal bitte an ihrem Arm oder ihrem Ohrläppchen mit der Hand entlang
streichen, können sie nach einigen Minuten spüren, dass der Arm oder das Ohr kribbelt. Das ist ihre Lebendigkeit. Je mehr Lebendigkeit im System fließt, umso gesünder wird es. Mit der
Fußreflexzonentherapie kann ich die Lebendigkeit, über den Druck am Fuß, der eine Dehnung und Bewegung in den Reflexzonen der jeweiligen Organe hervorruft, verstärken. In jedem Fuß sitzt der ganze
Mensch über die Reflexzonen. Auch die Hände, die Ohren, die Nase und der Mund werden als so genannte Somatotope bezeichnet, das heißt hier befindet sich der ganze Mensch noch einmal über die Reflexzonen.
Krankheit verstehe ich als Zustand, wo über bewusste und unbewusste Themen eine Enge und
Verkrampfung im Körper entsteht. Das führt auf Zellebene zu Stauungen im Zellstoffwechsel bis hin zu Zellmem-branstörungen. Mittels des elektromagnetischen Bluttestes kann ich diese Verkrampfungen und
Zellmembranstörungen messen lassen, um somit eine Aussage zu treffen, wie es in dem System des jeweiligen Menschen aussieht. Ich kann erkennen, ob ein Organ erschöpft ist oder schon krank oder gar
kaputt ist. Meine Arbeit liegt dann darin, das System wieder aufzubauen, was ergänzend, präventiv oder auch bei Krebserkrankungen als Nachsorge zur Schulmedizin gesehen werden kann.
Die Organe des Körpers arbeiten wie eine Mannschaft zusammen. Wenn irgendwo ein Schwachpunkt
auftritt, müssen andere Organe das betreffende Organ unterstützen, um somit einen kompensierten Zustand aufrecht-zuerhalten. Nach einiger Zeit bleibt dem Körper nur die Drosselung oder gar der
Zustand, dass Zellen kaputt gehen.
Zur Unterstützung des Körpers arbeite ich mit Nosoden. Damit kann ich krankmachende und belastende
Stoffe, wie Viren, Pilze, Bakterien, Stoffwechselprodukte, Säuren, etc. ausleiten. Nosoden sind homöopathische Zubereitungen der krankmachenden Stoffe. Durch die Ausleitung mit diesen Nosoden,
wird der Körper unterstützt, schneller wieder hochzukommen, wenn er erschöpft ist und das System nicht fit genug ist, um selber gut auszuleiten.
Die Unterstützung des Körpers mit der Schlangenenzymtherapie der Firma Horvi eignet sich hervorragend
bei Krebser-krankungen. Homöophatische Komplexmittel, Vitamine und Mineralstoffe, sowie Phytotherapeutika und Ernährungsberatung, helfen ebenfalls wieder gesund zu werden.
Ganz wichtig ist mir der Bereich der Meditation und Innenschau, da meiner Ansicht nach, jeder
Erkrankung ein inneres Thema zugrunde liegt. Da diese Themen meist unterbewusst bzw. unbewusst sind und die Ursache nicht mehr mit der Wirkung in Zusammenhang gebracht wird, fehlt häufig ein
Verständnis dafür. Hier helfen Meditationen, Seminare, die ich in meiner Praxis anbiete und auch z.B. Familienaufstellungen, um das Handwerkszeug zu bekommen, diese Bereiche verstehen zu lernen. Ganz
herzlich möchte ich Sie einladen zu meinen Meditationen, die fortlaufend immer montags um 18.30 in meiner Praxis in der Davertstr. 32, gegenüber der Kirche in Amelsbüren, stattfinden.
Wir können der Sonne nicht entgegeneilen, auch nicht nachlaufen, aber wir können sie immer im Herzen tragen. Carla Pols
Mit diesen Worten möchte ich mich von Ihnen, liebe Leser, verabschieden und würde mich freuen, den einen oder anderen bei z.B. einer Meditation begrüßen zu dürfen.
Mit herzlichen Grüßen, Ihre Susanne Melzer
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis
Aktion Lucia am 06. Oktober 2007 in Münster 53 Lichter gegen Brustkrebs
Mehr Licht in das Thema Brustkrebs in Deutschland tragen! Unter diesem Motto stand auch in diesem
Jahr unsere Aktion Lucia. Nachdem Antonia Waning, Annette Schwicking und ich unseren Info-Stand vor den Münster-Arkaden auf der Ludgeristraße in Münster aufgestellt hatten, haben wir pünktlich um 15 Uhr
die 53 Grablichter zum Gedenken an die 53 Frauen angezündet, die täglich den Kampf gegen diese Krankheit in Deutschland verlieren. Leider sind es trotz vieler neuer Therapien und
Behandlungsmöglichkeiten immer noch 53 Frauen, denen nicht geholfen werden konnte.
Viele Passanten und Besucher sind vor unserem Stand stehen geblieben, um sich über das Thema zu
informieren und auch um ihre eigene Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen. Wir haben auch viele Fragen zur Früherkennung und zum Screening beantwortet. Es waren auch junge Mädchen am Stand, die
Unterlagen für ihre Mütter mitnehmen wollten. Auch die rosa Brustkrebsschleifen wurden gerne mitgenommen und als Zeichen der Solidarität mit den betroffenen Frauen angesteckt. „Das ist total cool!“
haben wir immer wieder gehört. Es hat mich besonders gefreut, dass sich junge Menschen von unserem Stand angesprochen fühlten und dieses Thema für ganz wichtig halten.
Es war ein anstrengender aber auch interessanter Nachmittag, mit vielen guten Gesprächen. Das Wetter
war auch angenehm und trocken. Als wir gegen 18 Uhr unseren Stand wieder abgebaut haben, waren wir rund um zufrieden mit unserer Präsentation.
Gisela Schneider
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis
Gynäkologische Krebserkrankungen Ein Informationstag der Krebsberatungsstelle Münster
Unter dem Motto „Chancen nutzen durch Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung“ veranstaltete die
Krebsberatungsstelle Münster am 20. Oktober 2007 einen Informationstag für Betroffene, Angehörige, Mädchen und Interessierte im Gesundheitshaus der Stadt Münster. Die gynäkologischen
Krebserkrankungen standen im Vordergrund. Welche Möglichkeiten der Therapie, Behandlung und Nachsorge in diesen
Krankheitsbildern ausgeschöpft werden können, wurde sehr anschaulich durch Vorträge und in Workshops erläutert. Wann ist eine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs als Vorbeugung und
Früherkennung sinnvoll? Dieses Thema wird zurzeit öffentlich kontrovers diskutiert. Welche Vor- und Nachteile sind zu beachten? Zusätzlich fanden medizinische Beratungen zu ergänzenden
Naturheilverfahren wie der Homöopathie, der Traditionellen Chinesischen Medizin und der klassischen und erweiterten Naturheilverfahren statt. Lesen Sie bitte hierzu auch den Artikel von Prof. med. Josef
Beuth über „Anerkannte komplementäre Maßnahmen in der Krebsbehandlung“, der in diesem Info-Brief unter Fachbeiträge erscheint.
Wir MUT – Frauen haben unseren Infostand betreut, der wie immer eine gute Resonanz hatte. Es wurden viele Fragen an uns gestellt, die wir gerne beantwortet haben.
Gisela Schneider
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis
Neue Erfahrungen beim Enneagramm-Seminar „Beziehungen“
Am 27. Oktober 2007 fand der Enneagrammtag „Beziehungen“ unter Leitung von Adelheid Weller statt.
Mit großem Interesse waren die Teilnehmerinnen bei der Sache. Frau Weller stimmte uns mit dem Gedicht „Was es ist“ von Erich Fried und einer Rosenmeditation auf das Thema ein. Wir erfuhren von
den Gaben und Stärken der einzelnen Charaktermuster und auch der Beziehungspartner.
Mir bleibt vor allem in Erinnerung: Wichtig für eine gute Beziehung ist es
> die Verschiedenheiten anzunehmen
> Grenzen zu akzeptieren und
> mögliche Differenzen zu klären.
Und nicht zu vergessen ist: Jede Beziehung lebt auch von Spannung und Balance.
Das Lied: „Es gibt immer einen Weg!“ ist ein richtiger Ohrwurm und wird mich noch lange an dieses interessante Seminar erinnern.
Mit einem herzlichen Dankeschön und einem kleinen Präsent des Vereins bedankten sich die Teilnehmerinnen bei Adelheid Weller am Ende dieses sehr informativen Tages.
Antonia Waning
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis
Das war das MUT-Malwochenende am 10./11. November 2007
Unser kreatives Wochenende begann an diesem regnerischen November-Wochenende mit einem
Rundgang durch eine kleine Ausstellung von Acrylbildern, die kürzlich von Teilnehmern der Kurse von Frau Jakubith im „La Vie“ gemalt worden waren. Anschließend wurde im „Pausenraum“ der Tagesablauf
kurz abgespro-chen, und dann machten wir uns an die Arbeit. um mit Pinsel und Farbe unsere Ideen umzusetzen. Wer zu Beginn noch unschlüssig gewesen war, hatte spätestens nach dem Blättern in
Kunstkarten und Büchern ganz konkrete Vorstellungen davon, welche Bilder er gerne malen wollte.
Unter der Leitung von Katharina Jakubith probierten wir mit großem Eifer auch Neues aus. Nicht immer
klappte alles gleich auf Anhieb. Aber mit Tipps und Vorschlägen von Frau Jakubith wurden die Bilder dann so, wie wir sie uns vorgestellt hatten.
Es war schon anstrengend, aber unsere Arbeit an diesen beiden Tagen hat sich doch gelohnt! Am
Sonntagnachmittag nahmen wir schöne Bilder mit nach Hause, die uns auch an dieses Wochenende erinnern werden.
Und: Am Samstagnachmittag konnten wir beim Malen sogar einem Kinderklavierkonzert unten in der Aula des Hauses zuhören. Also – ein rundum schönes Kreativ-Wochenende
Antonia Waning
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis
6. Informationstag des Brustzentrums Münster „Leben mit Brustkreb
Blicken wir einer neuen Ära entgegen? Das Brustzentrum des Universitätsklinikums Münster in
Kooperation mit der Klinik für Brusterkrankungen des St. Franziskushospitals in Münster unter der politischen Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters veranstaltete gemeinsam den 6. Brustkrebs
-Informationstag. Er trug das Motto „Leben mit Brustkrebs“. In diesem Sinne rückten die Beiträge stärker als im vergangenen Jahr den PatientInnen-Blickwinkel in den Vordergrund. Es gab gleich zu Beginn eine
gern genutzte Möglichkeit, zum Thema „Operationsfolgen – was tun?“ Fragen an die Fachärztinnen zu stellen. Was soll man tun, wenn sich auch nach zwei Jahren noch Wundwasser im Narbengewebe
befindet? Wann wird die MRT-Untersuchung im Rahmen der Nachsorge von den Krankenkassen übernommen? Zu wem sollte man gehen, wenn man einen plastischchirurgischen Brust korrigierenden
Eingriff wünscht? Zu welchem Zeitpunkt sollte dieser Eingriff frühestens stattfinden und was sollte im Vorfeld zum Brustaufbau beachtet werden? Statt „mein Mann will es“ solle man für sich herausfinden, ob
man mit einer amputierten Brust leben könne.
Im Anschluss an diesen Part informierte Frau Dr. Wülfing sehr informativ und anschaulich über neue
Substanzen und zielgerichtete Therapiemöglichkeiten. Wer näher interessiert ist, kann sich den Vortrag als pdf-Datei zuschicken lassen. Frau Dr. Bremer informierte über ärztliche und sonstige Möglichkeiten, die
Nebenwirkungen einer Chemotherapie in den Griff zu bekommen. Rehabilitation, Bewegung und Sport sowie ein neues Angebot zur Unterstützung für betroffene Kinder waren weitere interessante Themen.
Die Veranstaltung schloss mit einem Beitrag zur Krisenbewältigung und dem Erfahrungsbericht nach einer Brustkrebserkrankung.
Die an der Universitätsklinik als Psycho-Onkologin arbeitende Diplomtheologin Petra Jebali gab einen
Überblick über die verschiedenen Phasen der Krankheitsbewältigung, wo trotz Internet und den damit verbundenen neuen Möglichkeiten der behandelnde Arzt erster Ansprechpartner für Informationen und
Fragen bleibt. Der Prozess ist individuell sehr verschieden und vielfältig. Wo früher das Funktionieren im Beruf, die Fürsorge für die Familie außer Frage stand, stürzen Viele ab, beschäftigen sich mit Trauer,
Verlust- und Todesängsten, brauchen plötzlich - manchmal von Angehörigen und Freunden unverstanden - Zeit für sich, um Kraftquellen zu entdecken, die das aktuelle Wohlbefinden bestärken. Ein solcher
seelischer Sturzflug tritt häufig nach Beendigung der Behandlung und Rehabilitation auf. Er sei normal, betonte Frau Jebali, denn Gesundheit bedeute nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern auch die
Fähigkeit, mit ihr zu leben.
Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Die Gelegenheit, Fragen an die Spezialisten zu stellen, wurde von
den Teilnehmerinnen gerne wahrgenommen. Auch wir von MUT e.V. waren für viele Frauen Ansprechpartner, und unser Info-Stand war gut frequentiert. In der Eingangshalle zum Freiherr- vom-
Stein-Saal der Bezirksregierung Münster am Domplatz waren wir gut platziert. Es begrüßte und verabschiedete uns dann auch ganz lieb der „Amtsschimmel“.
Ursula Decker-Bönniger/Gisela Schneider
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis

Dietlinde Thyssen
Ich male mir den Winter
Ich male ein Bild, ein schönes Bild, ich male mir den Winter. Weiß ist das Land, schwarz ist der Baum, grau ist der Himmel dahinter.
Wer mein Bild besieht, wie’s da Winter ist, wird den Winter durch und durch spüren. Der zieht einen dicken Pullover an
vor lauter Zittern und Frieren.
(aus: Schulbuch „Umweltfreunde“)
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis
Fachbeiträge, Fachberichte
Brustkrebs ganzheitlich behandeln Statistische Nachbereitung der Behandlungsdaten von Brustkrebspatientinnen unter
komplementärer naturheilkundlich-onkologischer Behandlung Von Achim Schuppert
Zusammenfassung Die Behandlungsdaten von 274 Brust-krebspatientinnen, die an der Praxisklinik für Ganzheitliche
Medizin und Krebstherapie in Bonn komplementär naturheilkundlich-onkologisch behandelt wurden, wurden statistisch nachbereitet. Mehr als 90% der Patientinnen, die bei Behandlungsbeginn keine
Fernmetastasen hatten, überlebten die ersten 5 Jahre. Auch mit Fernmetastasen lag die 5-Jahres-Überlebensrate mit 68% deutlich höher als die unter schulmedizinischer Behandlung prognostizierten 50%.
Patientenauswahl Im Zeitraum 1991 bis 2003 wurden in der Praxisklinik für Ganzheitliche Medizin und Krebstherapie in
Bonn insgesamt 780 Patientinnen mit Brustkrebs (Mammakarzinom) beraten und behandelt.
Um die Therapieergebnisse auswerten zu können, mussten aus diesen Patientinnen diejenigen ausgewählt
werden, die wenigstens über 6 Monate in der Praxisklinik in Behandlung gewesen waren, und über die auch ausreichend Daten über die Krankheitsvorgeschichte vorlagen. Diese Daten waren bei vielen
Patientinnen unvollständig, da deren Erhebung im Praxisablauf nicht mit dem Ziel vorgenommen worden war, eine Studie zu erstellen. Somit blieben 274 Patientinnen übrig, die in die Auswertung einbezogen wurden.
Die statistische Auswertung der Daten erfolgte dankenswerterweise durch die Veronika und Carl Carstens-Stiftung in Essen.
Ausgangssituation Bei der Aufnahme in die Behandlung waren 208 Patientinnen nach einer Krebsoperation tumorfrei, bei 64
hatten sich bereits Fernmetastasen gebildet, bei 2 Patientinnen fehlten hierzu die Angaben.
Tumorgröße, Alter Bei 90% der Frauen war der Tumor bei der Operation unter 5 cm groß gewesen. Das Durchschnittsalter
der behandelten Frauen lag bei der Diagnosestellung bei 51 Jahren.
Therapiebeginn Die Patientinnen, die uns ohne das Vorliegen von Metastasen aufsuchten, taten dies im Allgemeinen im 1.
oder 2. Jahr nach der Diagnosestellung. Bei den bereits metastasierten Patientinnen lag der Operationstermin im Mittel 3 bis 4 Jahre zurück.
Lymphknoten Bei der Hälfte aller Patientinnen waren die Lymphknoten in der Achselhöhle zum Operationszeitpunkt bereits befallen, umso häufiger, je größer der Tumor war.
Hormonrezeptorstatus Bei etwa 75% aller Patientinnen hatten sich positive Hormonrezeptoren im Tumorgewebe gefunden, bei
71% wurde eine hormonblockierende Behandlung durchgeführt.
Wachstumsgeschwindigkeit (sog. Grading) Von den tumorfrei zu uns gekommenen Patientinnen hatten 65% ein langsames Tumorwachstum (G1 –
G2), bei den metastasierten war in 55% der Fälle eine hohe Zellteilungsrate (G3 – G4) bei der Operation festgestellt worden.
Operation Fast alle Patientinnen (98%) hatten sich einer Operation unterzogen.
Chemo- und Strahlentherapie a) Patientinnen ohne Metastasierung bei Therapiebeginn:
Von den Patientinnen, die tumorfrei zu uns kamen, hatten sich, wenn sie einen kleinen Tumor (unter 5 cm) gehabt hatten, 62% einer Chemotherapie und 67% einer Strahlentherapie unterzogen, den übrigen
Patientinnen war eine solche Behandlung nicht angeraten worden oder sie hatten sie abgelehnt. War der Tumor größer gewesen, hatten sich von diesen Patientinnen 70% einer Chemotherapie und 56% einer
Strahlentherapie unterworfen gehabt. b) Patientinnen mit Metastasenbildung bei Therapiebeginn: Patientinnen, die uns nach Metastasierung des Tumors aufsuchten, hatten bei kleinem Ausgangstumor zu
92% eine Chemotherapie und zu 73% eine Bestrahlung über sich ergehen lassen. Bei großem Ausgangstumor waren 100% chemotherapiert und 88% bestrahlt worden.
Komplementäre naturheilkundlich-onkolo-gische Behandlung
Folgende komplementäre Therapien (Auszug) wurden während der Behandlung in der Praxisklinik eingesetzt (bei % der Patientinnen)
je nach Tumorstadium 10 – 35% (Die Zahlen für die Hyperthermie sind relativ niedrig, da wir das Gerät erst seit 3 Jahren im Einsatz haben.)
Chemotherapien kamen bei diesen Patientinnen nicht zum Einsatz, strahlentherapeutische Maßnahmen nur in Einzelfällen, wenn eine Schmerzbestrahlung bei Knochenmetastasen erforderlich war.
Laborkontrollen Entgegen der oft vertretenen Ansicht, auf Laborkontrollen könne in der Nachbehandlung verzichtet
werden, wurden diese regelmäßig alle 3 Monate durchgeführt. Sie sind wichtige Parameter, um die gesundheitliche Entwicklung der Patientinnen verfolgen zu können. Bei deutlichen Änderungen gegenüber
den vorherigen Werten sprechen wir vom Entstehen von „Unruhe im System“. Über eine gezielte radiologische Diagnostik suchen wir dann z.B. nach einer entstehenden Metastase und sind dann oft noch
in der Lage, diese in diesem frühen Stadium chirurgisch entfernen zu lassen. Die Patientin ist dann wieder tumorfrei.
Zeit und Zuwendung Ängste und unbeantwortete Fragen belasten viele Krebspatientinnen, rauben den Schlaf, führen zu
Spannungen und belasten damit die Aktivität der Abwehrlage. Spätestens alle 3 Monate, nach den Laborkontrollen, aber auch während den Therapien, widmeten wir den Patientinnen die Zeit, die sie
benötigten, um alle ihre Fragen loszuwerden. Oft erfolgte auch die Zusammenarbeit mit einer Psychotherapeutin, um alte seelische Traumata, die möglicherweise das Entstehen der Erkrankung
begünstigt hatten und noch fortwirkten, verarbeiten zu helfen. Die Nichtbeachtung der Psyche scheint mir ein wesentlicher Grund von schlechten Therapieergebnissen zu sein.
Ergebnisse Von den 274 über den Zeitraum von 12 Jahren in die Auswertung aufgenommenen Frauen lebten im Dezember 2003 noch 234 Patientinnen.
Von den 208 metastasenfrei aufgenommenen Patientinnen waren zum Beobachtungsende noch 173 frei von Tumorabsiedlungen. Von den 192 Frauen, die nach einem Tumor von unter 5 cm ohne erfolgte Metastasierung in unsere
Behandlung gekommen waren, lebten zum Ende des Beobachtungszeitraums noch 178 Patientinnen. 158 waren tumorfrei, 20 lebten mit Metastasen.
Weitere 16 Patientinnen hatten eine Tumorgröße von über 5 cm gehabt. Hiervon lebten noch 15, tumorfrei waren 8, mit Metastasen lebten 7, eine war verstorben.
Von den 59 nach bereits erfolgter Metastasenbildung aufgenommenen Patientinnen lebten noch 37. Erneut metastasenfrei 5, 32 mit Metastasen.
Aus den vorliegenden Daten wurde durch die Statistiker der Carstens-Stiftung folgendes errechnet (Abb. Seite 20):

Vergleich mit den Therapieverläufen unter rein konventioneller Behandlung
Im Lehrbuch „Gynäkologische Onkologie“ (6. Auflage, Stand Frühjahr 2000, Verlag Schattauer) heißt es:
„Die Heilungsrate des Mammakarzinoms liegt global zurzeit immer noch bei nur 35 – 45% (5-Jahres-Überlebensraten ca. 50%, 10-Jahres-Überlebensraten ca. 30%.)“Es wird dort die Ansicht vertreten, nur
durch eine Verbesserung der Früherkennung könne sich an diesen schlechten Zahlen etwas ändern.
Ich dagegen vertrete die Ansicht, dass die schlechten Ergebnisse einerseits in einer zu intensiven
nebenwirkungsreichen Therapie (s. o. die Zahlen unter Chemo- und Strahlentherapie), andererseits in einer unzureichenden, nicht alle Möglichkeiten nutzenden und nicht an den individuellen Krebsursachen
orientierten Nachbehandlung nach der Operation mit dem Ziel der Metastasenverhinderung liegt.
Leider ist es den Krankenkassen durch politische Vorgaben bis heute verwehrt, gesetzlich versicherten
Patientinnen die (im Vergleich zu anderen Maßnahmen) relativ geringen Kosten für eine ambulante komplementäre Therapie zu erstatten.
Viele unserer pflichtversicherten Brust-krebspatientinnen haben daher die Kosten für die Behandlungen
und die nicht erstattungsfähigen Medikamente nicht tragen können. Sie haben die empfohlenen Behandlungen aus Kostengründen abbrechen oder reduzieren müssen, wonach in mehreren Fällen
Metastasierungen beobachtet wurden. Ohne diese Beeinträchtigungen der Behandlung hätten die vorgelegten Zahlen möglicherweise noch besser ausgesehen.
Ich wäre glücklich, durch diese Arbeit dazu beitragen zu können, dass sich die Behinderung einer
effektiveren Behandlung über den Weg der Verweigerung der Kostenerstattung durch den Gesetzgeber ändert.
Es scheint mir eine fragwürdige Bevormundung zu sein, mündigen Patienten vorzuschreiben, sich als
nicht-standardisierte Individuen standardisierten und nebenwirkungsreichen Therapien zu unterwerfen, deren individueller Nutzen bei hohen Kosten häufig fragwürdig ist.
Unser Ziel sollte es sein zu erreichen, dass keine Frau mehr an Brustkrebs stirbt. Nach den bisher bereits gewonnenen Erkenntnissen halte ich dieses Ziel für durchaus realistisch.
(aus: EHK (Erfahrungsheilkunde) 2007; 56: 189-191)
Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Praxisklinik Dres. Schuppert, Bonn, www.praxisklinikbonn.de (Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, ganzheitliche Krebstherapie, Praxisklinik
Ganzheitliche Medizin und Krebstherapie, Traditionelle chinesische Medizin, Ganzheitliche Zahnmedizin, Friedrich-Ebert-Allee 61-63, 53113 Bonn. Tel. 0228/969573)
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis
Anerkannte komplementärmedizinische Maßnahmen in der Krebsbehandlung
Tumorerkrankungen erfordern diagnostische und therapeutische Maßnahmen, die auf Qualität und
Unbedenklichkeit geprüft sind und deren Wirksamkeit belegt ist. Dementsprechend haben sich Operation, Chemo-, Strahlen- und Hormontherapie als Standardtherapien bewährt. Sie sind als
wissenschaftlich begründete Krebstherapien immer erste Wahl. Komplementärmedizinische Maßnahmen sollen diese Standardtherapien ergänzen bzw. optimieren.
In den vergangenen Jahren wurden vereinzelte komplementär-medizinische Maßnahmen in kontrollierten
klinischen Studien erforscht, um sie bei Wirksamkeit in die Standardtherapie-Konzepte zu integrieren. Die nachfolgend dargestellten Maßnahmen sind wirksam-keitsgeprüft.
Ernährungsoptimierung
Die ernährungsmedizinische Betreuung von Krebspatienten ist ein zentraler Bestandteil im ganzheitlichen
Therapiekonzept, da eine angemessene Ernährung im Verlauf einer Krebserkrankung eine wesentliche Voraussetzung zur Aufrechterhaltung eines guten Allgemeinzustands und der Lebensqualität ist. Darüber
hinaus hat der Ernährungszustand von Patienten/-innen wesentlichen Einfluss auf eine Vielzahl klinischer Merkmale, u. a. Krankheitsgefühl, Therapieverträglichkeit, Nebenwirkungsrate sowie Abwehrbereitschaft.
Die individuelle Ausgangssituation kann durch eine gezielte Ernährung verbessert, die Therapienebenwirkungen können reduziert werden. Somit scheint eine allgemeine Ernährungsoptimierung
, z. B. nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), zur Prävention sinnvoll zu sein. Alle verfügbaren Untersuchungen deuten darauf hin, dass nicht ausgewogene sowie übermäßige
Ernährung (zu wenig Obst, Gemüse, Getreideprodukte, Ballaststoffe; zu viel tierisches Fett, Fleisch, Alkohol) wesentliche Ursachen für die Entstehung von Krebserkrankungen sind. Als Schutzfaktoren
hinsichtlich Krebsentstehung werden verschiedene Substanzen diskutiert, die natürlicherweise in Nahrungsmitteln vorkommen, u. a. ß-Karotin, die Vitamine A, C, E und Folsäure, die Spurenelemente
Selen und Zink, Ballaststoffe sowie definierte sekundäre Pflanzenstoffe (z. B. Farb- und Aromastoffe). Eine umfassende Anleitung „Krebsprävention durch Ernährung" vom Deutschen Institut für
Ernährungsforschung kann abgefragt werden unter www.dife.de. Achtung: Immer wieder empfehlen selbsternannte Experten sog. „Krebsdiäten". Äußerste Vorsicht ist geboten, wenn eine garantierte
Vorbeugung oder Heilung der Erkrankung in Aussicht gestellt wird. Aus wissenschaftlicher Sicht ist von „Krebsdiäten" abzuraten, da sie nicht auf Unbedenklichkeit und Wirksamkeit geprüft sind und u. U.
lebensgefährlich sein können.
Körperliche Aktivierung
Bewegungsmangel ist neben Fehlernährung mit verantwortlich für diverse Zivilisations-krankheiten. Dem
Sport, d. h. einer der individuellen Situation angepassten körperlichen Aktivität, kommt große Bedeutung hinsichtlich Prävention und Rehabilitation zu. Individuell angepasstes, mäßiges Ausdauertraining kann
nach abgeschlossener Therapie u. a. das Immun-, Hormon- und Herz-Kreislaufsystem stabilisieren, das durch die Therapie verursachte Müdigkeitssyndrom mildern, die psychische Befindlich-keit/Lebensqualität
verbessern, die psychosoziale Integration erleichtern bzw. verbessern, das Selbstwertgefühl wiederherstellen bzw. stabilisieren. Ergebnisse wissenschaftlich fundierter kontrollierter klinischer Studien
zur körperlichen Aktivierung bei Krebspatienten unter laufender Chemo-/Strahlentherapie waren viel versprechend und sollen in derzeit laufenden klinischen Studien bestätigt werden. In Anlehnung an
Empfehlungen der Deutschen Landessport-bünde sollte mäßiges Ausdauertraining ausschließlich im aeroben Bereich (ohne „aus der Puste zu geraten") erfolgen. Dies entspricht einer Herzfrequenz von 180
Schlägen pro Minute minus Lebensalter. Nach Prüfung der Sporttauglichkeit empfiehlt es sich z. B., zwei bis drei Mal pro Woche für ca. 30-60 Minuten Sport zu treiben.
Psychoonkologische Betreuung
Psychoonkologie ist die professionelle Begleitung und Behandlung psychischer Beschwerden während
und nach einer Krebserkrankung. Die in der Praxis angewandten psychoonkologischen Verfahren sind hinsichtlich ihrer Wirksamkeit noch nicht definitiv belegt. Erste Studien zeigten allerdings, dass eine
psychoonkologische Behandlung viel versprechende Effekte aufweist. Laut Definition der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein soll unter einer psychoonkologischen Betreuung „die
Wiederbefähigung der Betroffenen zur Teilnahme am beruflichen und sozialen Leben" verstanden werden. Welche Form der psychoonkologischen Begleitmaßnahmen jeweils die richtige ist, sollte vom
Therapeuten individuell und in Absprache mit den Betroffenen entschieden werden. Als therapeutische Ziele der psychoonkologischen Begleitung von Krebspatienten gelten: das Stabilisieren und Verbessern der
psychischen Situation; das Erkennen, Erlernen und Anwenden von Abwehrstrategien; das Wiederherstellen und Verbessern des Selbstwertgefühls; die Auseinandersetzung mit Körperbild,
Körperfunktionen, Körperempfindungen; das Vermitteln von Strategien zur Krisenbewältigung; die Verbesserung von sozialen Beziehun-gen/Aktivitäten bzw. des Bindungsverhaltens; das Fördern der
Eigenverantwortung sowie die Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Lebenssinn bzw. nach neuen Lebenszielen.
Selentherapie
Selen, das über die Nahrung aufgenommen wird, ist als Spurenelement lebensnotwendig. Zu den
selenreichen Lebensmitteln zählen insbesondere Fisch, Fleisch, Vollkorn, Hülsenfrüchte sowie Nüsse. Die Grundlage der Verabreichung von Na-Selenit unter Chemo-/Strahlentherapie beruht im Wesentlichen auf
der Kenntnis der weit verbreiteten Selenmangelversorgung, des erhöhten Bedarfs an Selen in definierten Lebens-/Erkrankungsphasen sowie des dokumentierten Selenmangels bei Patienten mit definierten
Tumoren. Die Erforschung der Basismechanismen und klinischen Wertigkeit des Spurenelements Selen wird international auf höchstem Niveau betrieben und hat Anwendungsgrundlagen für die Krebstherapie
aufgezeigt. Insbesondere der Nachweis, dass die antioxidative Wirkung von Na-Selenit die therapeutische Wirksamkeit von Chemotherapien bzw. der Strahlentherapie verstärken kann und deren Krebs
zerstörende Wirksamkeit nicht beeinträchtigt, hat die Testung dieser komplementärmedizinischen Maßnahme in klinischen Studien ermöglicht. Hauptzielkriterium der kontrollierten klinischen Studien war
die Reduktion der durch Chemo-/Strahlentherapie hervorgerufenen Neben-wirkungen und die damit einhergehende Verbesserung der Lebensqualität.
Vitamine/Spurenelemente
Mikronährstoffe (Vitamine, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe) sind in vielfältiger Weise an der
Verhinderung von Krebserkrankungen beteiligt. So hemmen definierte Vitamine und Spurenelemente u. a. die Aktivierung von Krebs erzeugenden Stoffen sowie Entzündungsprozesse und verhindern die
Aufnahme von Krebs erzeugenden Stoffen in die Zelle. Eine den Lebensumständen bzw. der Erkrankung angepasste Gabe von lebensnotwendigen Mikronährstoffen als vorbeugende Maßnahme und als Ausgleich
von Mangelzuständen hat sich in kontrollierten Studien als sinnvoll erwiesen. Zur Behandlung bei erhöhtem Bedarf (z. B. während Chemo- oder Strahlentherapie), bei verminderter Nahrungsaufnahme
oder bei Vitamin- und Spurenelement-Mangelerscheinungen eignen sich insbesondere bilanzierte Vitamin- und Spurenelementgemische ohne Eisen. Nebenwirkungen treten bei den empfohlenen Dosierungen in der
Regel nicht auf. Achtung: Nehmen Sie Vitamin- und Spurenelement-gemische nicht unkontrolliert ein, denn dadurch kann die Wirksamkeit einer Krebs-Standardtherapie beeinträchtigt werden.
Enzymtherapie
Bromelain und Papain (Rohextrakte aus Ananas und Papaya) sind pflanzliche, Eiweiß spaltende Enzyme,
deren naturheilkundliche Bedeutung seit Jahrtausenden bekannt ist. Für definierte, Eiweiß spaltende Enzyme bzw. Enzymgemische wurden experimentelle Wirkungen nachgewiesen, u. a. immunologische,
antiinfektiöse, antitumorale und antimetastatische Aktivitäten. Ferner liegen gut dokumentierte klinische Untersuchungen für standardisierte Einzelenzyme sowie Enzymgemische vor, die einen Einfluss der
Therapie auf Immunitätslage und Lebensqualität dokumentieren. Diese Untersuchungen fanden wissenschaftliche Bestätigung in klinischen Studien, die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit belegen. Die
komplementäre Therapie mit einem standardisierten Enzymgemisch zeigte in Studien mit Dickdarm- und Brustkrebs sowie mit Plasmozytompatienten u. a eine signifikant verbesserte Lebensqualität durch
Reduktion von Nebenwirkungen während der Chemo-/Strahlentherapie.
Misteltherapie
Die derzeit praktizierte Mistelextrakttherapie erfolgt mit standardisierten Extrakten der anthroposophischen Therapierichtung oder mit sog. phytotherapeutischen (Mistellektin-I-/ML-I
-standardisierten) Extrakten. Wissenschaftlich fundierte klinische Studien zeigten Tumorart- und Tumorstadium abhängig Reduktionen von Nebenwirkungen der Krebsstandardtherapie, Steigerung der
Lebensqualität sowie Normalisierung/Aktivierung von Immun-funktionen unter standardisierter Mistelextrakttherapie bei Brust-, Dickdarm-, Eierstock-, Lungenkarzinom, malignem Melanom und
Hirntumoren. Die komplementäre Mistelextrakttherapie hat sich demnach in wissenschaftlichen klinischen Studien als unbedenklich und wirksam erwiesen. Zu beachten ist neben der Indikation (Abwehrschwäche
in Folge von Standardtherapien; unerwünschte Arzneimittel-wirkungen/Nebenwirkungen der Chemo-/ Strahlentherapie) insbesondere die Abhängig-keit von Tumorart und -Stadium. Bei bösartigen
systemischen Erkrankungen (u. a. Leukämien, Lymphome) sollten standardisierte Mistel-extrakte mangels kontrollierter klinischer Studien zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nur unter strenger
Indikationsstellung und Kontrolle verabreicht werden. Die Relevanz der Studienlage zur standardisierten Mistelextrakttherapie schlägt sich u. a. in deren Listung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss
(GemBa) in den Arzneimittel-Richtlinien (AMR) nieder. Dementsprechend sind phytotherapeutische, auf ML-I standardisierte Mistelextraktpräparate nach Ziffer 16.4 AMR in der palliativen Therapie von
malignen Tumoren zur Verbesserung der Lebensqualität verordnungsfähig. Mistelextrak-te der anthroposophischen Therapierichtung können nach Ziffer 16.5 AMR bei der Indikation „maligne
Tumoren" entsprechend ihrer Zulassung gemäß dem Therapiestandard in dieser „besonderen Therapierichtung" uneingeschränkt verordnet werden.
Nicht wirksamkeitsgeprüfte komplementär-medizinische Maßnahmen sind z. B. Thymustherapie,
Therapie mit Leber-Milz-Peptid/ -Extrakt und Hyperthermie. Zu diesen Verfahren liegen bis heute keine Daten aus kontrollierten klinischen Studien vor, die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nach
wissenschaftlichen Kriterien belegen könnten. Hier besteht weiterer Forschungsbedarf. Ausdrücklich zu warnen ist vor „alternativen Therapien" und Außenseiterverfahren - also nicht auf Qualität,
Unbedenklichkeit und Wirksamkeit geprüften Diagnostik- und Therapieverfahren, die zuweilen fälschlich mit der Komplementärmedizin in Verbindung gebracht werden. Diese Verfahren werden z. T. aggressiv
beworben und geben u. a. vor, die erprobten Standardtherapien ersetzen zu können. Sie können für Betroffene lebensgefährlich sein.
Fazit
- In Abhängigkeit von Krebsart, Krebs-stadium und Krankheitsphase lassen sich die folgenden Empfehlungen nennen:
- Basisempfehlungen (Standardtherapie-begleitend sowie zur Vor- und Nachsorge): Ernährungsoptimierung, körperliche Aktivität (Sport), psychoonkologische/psychosoziale
Betreuung.
- Bedarfsabhängige Empfehlungen komplementär zur Chemo-/Strahlentherapie: Na-Selenit, Eiweiß spaltende Enzyme, bilanziertes Vitamin-/ Spurenelementgemisch.
- Bedarfsabhängige Empfehlungen nach Beendigung der Chemo-/Strahlentherapie: in der
Palliation (zur Verbesserung der Lebensqualität) und in der Nachsorge (zur Normalisierung der Immunitätslage): standardisierter Mistelextrakt, bilanziertes Vitamin-/Spurenelementgemisch.
Prof. Dr. med. Josef Beuth Institut zur Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der Universität zu Köln (Quelle: Leben? Leben! 3/2007)
Seitenanfang
Inhaltsverzeichnis
Internet-Recherchen…….Internet-Recherchen……….
PatientInnen-Universität Hannover bildet zum Mini-med aus!
Davon träumt jeder Professor: 280 StudentInnen erscheinen pünktlich zur Vorlesung und lauschen andächtig dem
Vortrag. Im Hörsaal F der Medizinischen Hochschule Hannover treffen sich Auszubildende, Pensionäre, LehrerInnen, Hausfrauen, Menschen aus verschiedensten Berufen, um mehr über Medizin zu lernen.
“Die Patientenrolle hat sich in den letzten Jahren stark verändert”, sagt Prof. Marie-Luise Dierks, die Initiatorin
der Patienten-Uni. “Alle Bürger müssen auch bei komplizierten medizinischen Sachverhalten mehr mitentscheiden und daher informierter sein. Das dazu notwendige Wissen möchten wir vermitteln.”
Knapp 3000 Menschen aus verschiedenen Berufen haben die Veranstaltungen im vergangenen Semester besucht.
Auch in diesem Semester halten medizinische Professoren und Wissenschaftler die 45-minütigen Vorlesungen für
Laien. Anschließend dürfen die Teilnehmer ihre Fragen stellen und sich an zehn Lernstationen praktisch mit den Themen beschäftigen. Für Erklärungen stehen Tutoren bereit.
Folgende Themen der „Gesundheitsbildung für Jedermann – Das Organsystem des Menschen“ sind ab Dezember 2007 vorgesehen:
Datum: 04. Dezember 2007 Thema: Der Bewegungsapparat. Dozent: Prof. Dr. Krettek
Datum: 11. Dezember 2007 Thema: Diagnostische Verfahren in der hausärztlichen Praxis. Dozent: Prof. Dr. Hummers-Pradier
Datum: 18. Dezember 2007 Thema: Das Gehirn und das Nervensystem. Dozent: Prof. Dr. Lorenz
Für alle, die nicht jeden Dienstag von 18 – 20.30 Uhr in Hannover sein können, sollen die Mini-Med-Vorlesungen
auch im Internet abrufbar sein. Man informiere sich am besten unter: http://www.patienten-universitaet.de/gesundheitsbildung/minimed.html
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis
„Mehr Dialog bei Krebs“ – Best Practice Award
Novartis Oncology macht sich stark für „Mehr Dialog bei Krebs“. Besonders der Dialog zwischen Arzt
und Patient soll weiter verbessert werden. Novartis Oncology hilft, die Selbstbestimmung der Patienten zu fördern und den Arzt bei der Beratung des Patienten zu unterstützen. Die Initiative „Mehr Dialog bei
Krebs“ bringt Ärzte, Selbsthilfegruppen, Patienten und deren Angehörige zusammen, fördert die Kommunikation zwischen den Beteiligten und trägt damit auch zu einer Verbesserung der Behandlung in
Onkologie und Hämatologie bei. Dabei erfolgt die Konzeption und Durchführung aller Maßnahmen in enger Abstimmung mit entsprechenden Experten sowie Vertretern von Patientenverbänden, die
Erfahrungen und Anregungen aus der täglichen Praxis einbringen.
Mit der erstmaligen Ausschreibung des Best Practice Award setzt Novartis Oncology sein Engagement für
die Stärkung des Dialogs in der Krebstherapie fort. Ausgezeichnet werden beispielhafte Aktivitäten, Maßnahmen oder Ideen zum Thema „Mehr Dialog bei Krebs“.
Der Best Practice Award wird mit freundlicher Unterstützung der Krebsgesellschaft e.V. ausgeschrieben. Er ist mit insgesamt 7000 Euro dotiert. Die Ausschreibung richtet sich an Ärzte in Deutschland:
- Kliniker oder
- niedergelassene Ärzte
- aus den Fachbereichen Onkologie und Hämatologie bzw. onkologisch tätige Ärzte aus anderen
Fachbereichen, die das Thema „Mehr Dialog bei Krebs“ beispielhaft umsetzen, z.B. in den Indikationen Brustkrebs, Leukämie, Gastrointestinale Tumoren oder Eisen-überladung.
Quelle: www.novartisoncology.de
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis
Nachricht 24.07.2007 Trastuzumab bei Brustkrebs besser gleichzeitig mit Chemotherapie anwenden Zeitpunkt der Therapie beeinflusst offenbar das Risiko für Herzerkrankungen
Trastuzumab, das zur Behandlung von Brustkrebs bei Patientinnen eingesetzt wird, deren Tumorzellen
auf ihrer Oberfläche verstärkt das Eiweiß HER-2/neu (auch ERBB2) bilden, kann nachweislich Herzschäden hervorrufen. Wie Wissenschaftler jetzt im New England Journal of Medicine (NEJM 2007,
357(1), 94-95 berichteten, lässt sich das Risiko für Herzerkrankungen womöglich verringern, wenn die Behandlung mit Trastuzumab gleichzeitig mit der Chemotherapie erfolgt.
Heather L. McArthur und Kollegen begleiteten zwischen Juli und Dezember 2005 insgesamt 155
Brustkrebspatientinnen. 53 der Frauen waren zeitgleich mit der Chemotherapie auch mit Trastuzumab behandelt worden, die restlichen 102 erhielten den Antikörper erst nach Abschluss der Chemotherapie.
In der Gruppe der nacheinander mit Chemotherapie und Trastuzumab Behandelten erlebten etwas mehr
als ein Fünftel ein Herzereignis, das einen vorübergehenden oder vollständigen Abbruch der Trastuzumab nötig machte. Vier Frauen entwickelten eine Herzmuskelschwäche. Im Vergleich dazu musste aus der
Gruppe der gleichzeitig mit Chemotherapie und Trastuzumab Therapierten nur eine einzige Patientin die Trastuzumabbehandlung vorübergehend abbrechen, da ein verringertes Auswurfvolumen des Herzens
festgestellt worden war. Eine weitere Patientin erkrankte an Herzmuskelschwäche.
Da Trastuzumab die Überlebenschancen verbessern und die Rückfallquote senken könne, wie
Untersuchungsergebnisse (Journal of Clinical Oncology, 2007 ASCO Annual Meeting Procedings Part I. Vol. 25, No. 185 (June 20 Supplement), 2007: 512) wiederholt bewiesen haben, sei allen in Frage
kommenden Brustkrebspatientinnen ungeachtet des Herzerkrankungsrisikos eine Behandlung mit dem Wirkstoff zu empfehlen, so ein Kommentar von Dr. Edith Perez von der Mayo Clinic Jacksonville. Die
Studie verdeutliche auch, dass die Patientinnen während der Therapie einer sorgfältigen Überwachung ihrer Herzfunktion bedürften.
Quellen: New England auf Medicine www.krebsgesellschaft.de/news
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis
Weshalb die Brustkrebsrate zurückgeht Nachricht 28.08.2007
Nicht die Abnahme der Mammo-graphiehäufigkeit, sondern der Rückgang der Hormonersatztherapie scheint die Ursache zu sein.
Für den zuletzt beobachteten Rückgang der Brustkrebshäufigkeit scheint die zurückgegangene Verschreibungspraxis von Hormonpräparaten für die Behandlung von Frauen nach der Menopause
verantwortlich zu sein. Das berichten US-amerikanische Wissenschaftler im Journal of National Cancer Institute. Ihrer Untersuchung zufolge sei der Rückgang der Mammographie, der zunächst ebenfalls als
mögliche Erklärung für die Abnahme der Erkrankungshäufigkeit herangezogen worden war, als Ursache ausgeschlossen.
Um den Zusammenhang von Mammographie, Hormonersatztherapie und Brustkrebshäufigkeit zu untersuchen, analysierten die Forscher um Karla Kerlikowske die Daten von mehr als 603.000
Mammographieuntersuchungen, die in den Jahren 1997 bis 2003 bei Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren zur Früherkennung von Brustkrebs vorgenommen worden waren. Sie ermittelten für die Jahre
2000 bis 2003 einen Rückgang der jährlichen Rate an invasivem Brustkrebs um fünf Prozent. Besonders stark war die Abnahme bei Östrogenempfindlichen Tumoren (dreizehn Prozent zwischen 2001 und 2003)
. Die Häufigkeit duktaler Karzinoma in situ (DCIS) hingegen, bei denen die bösartigen Zellen die Grenze des Milchgangs noch nicht durchbrochen haben, blieb über diesem Zeitraum stabil.
Der allgemein beobachtete Rückgang der Brustkrebshäufigkeit, insbesondere der Östrogenempfindlicher
Tumoren, fand somit auch bei Frauen statt, die sich einem Mammographiescreening zur Früherkennung unterzogen hatten. Dieses Ergebnis mache das Ende der Hormonersatztherapie als Ursache für diesen
Rückgang wahrscheinlich, so die Studienautoren, und schließe die Abnahme der Mammographiehäufigkeit als Grund aus.
Quelle: Journal of National Cancer Institute www.krebsgesellschaft.de/news
Seitenanfang Inhaltsverzeichnis
Erfahrungsberichte
In Kreativität meine Lebensvision gestalten
Ohne den Mut, kreativ Neues zu wagen, würden wir uns im Leben nicht weiterentwickeln. In jedem von uns steckt eine Sehnsucht nach neuen Anfängen, nach Lebendigkeit…
Dieser belebende „Anfängergeist“, der sich zeigt im Staunen können, spielerisch die Dinge angehen,
spontan sein, sich ganz dem „Jetzt“ hingeben, dabei die Zeit vergessen, Überraschungen erleben, einfach „Feuer und Flamme sein“. In Begeisterung neue Energieschübe entwickeln. Beseelte Bücher werden
Anstoß für schöpferische Phasen.Lyrik, Musik und Kunst, belebende Begegnungen und Gespräche nähren die Seele.
Kreativität hat nicht nur mit Kunst zu tun. Kreativität hat viele Gesichter. Sie ist eine uns innewohnende Schöpfungskraft in jedem von uns.
Aussteigen aus Routinen, Schaffen neuer Verbindungen, inspiriert und inspirierend lieben und arbeiten, führen und leiten, lehren und lernen, meditieren und künstlerisch tätig sein.
Auch mit Ideen können wir schwanger gehen – der Volksmund spricht von „etwas ausbrüten“. Da gilt es, den richtigen Augenblick zu erspüren, wann die Zeit reif ist für die gelingende Umsetzung des
Geistesblitzes ins Leben. In jedem von uns strömt ein Fluss schöpferischer Energie. Blockaden wie ein innerer Kritiker können
dieses Fließen behindern. Es gilt, sich mit der unbegrenzten schöpferischen Quelle in uns erneut zu verbinden und das freizulegen und zu entfalten, was uns an Einzigartigkeit, an Originalität geschenkt ist.
Es kommt zum Zauber des Neuanfangs, Begeisterung schenkt Lebendigkeit, schöpferisches Denken und Handeln. Starkes Vertiefen in eine kreative Tätigkeit, so dass nichts anderes mehr eine Rolle spielt, - die
Psychologie spricht vom „Flow“, - schafft eine tiefe Zufriedenheit und das Glücksgefühl der Entfaltung und Weiterentwicklung. Für mich ist eine Spiritualität im Alltag diese schöpferische Art und Weise, mit
den Lebensvollzügen dort, wo ich stehe und lebe, bewusst umzugehen: Rituale pflegen, erneuern, sie mit sinnerfüllten Symbolen beleben.
Ich glaube, dass es keinen Lebensbereich gibt, der nicht von Kreativität durchzogen sein kann. Die Neurophysiologie bestätigt, dass selbst beim Duschen, Gemüseputzen oder Straßefegen die brillantesten
Ideen geboren werden können, da hier die ganzheitlich orientierte rechte Hirnhälfte vermehrt arbeitet. In Kreativität entstehen, leben, gehen und verwandeln wir uns.
Sich wie neugeboren fühlen, das immer wieder neu anfangen können, ist eine kreative Kraft des Lebens, die Erneuerung und Hoffnung schafft.
Kreativität ist ein spontaner Impuls, die Sehnsucht des Herzens in der Kreativität lässt uns die von Gott geschenkte Würde ahnen. Sie macht lebendig, schenkt Freiheit und Frieden. Die Seele spürt, was
ausgedrückt werden soll. Sie will inspirieren, neue Kraftfelder entwickeln. Kreativität ist der „göttliche Funke“, das „Prinzip Hoffnung“, der Lebensbejaher in der Suche nach neuen Bedeutungen und
Sinngebung von Situationen. Mit ihr schaffen wir einen eigenen, unverwechselbaren Lebensstil. Kreativität sieht und würdigt, was ist, fragt nach dem, was werden und wachsen könnte und neue
Lebendigkeit schafft. Kreativität bildet die Brücke über die Schwellen, weist Wege aus dem Chaos sich neu ordnender Lebenskräfte in Weite und Freiheit.
In der Biografiearbeit mit Menschen lerne ich, was Kreativität gerade in schwierigen Lebenszeiten bewirken kann. Wie eine Pflanze, die sich stets auf das Licht hin ausrichtet, bahnt die Kreativität Wege zu
mehr Lebensspielraum und Weite. Würdigen des Lebenswerkes eines jeden Einzelnen schafft Sinn und gibt Beispiel, achtsam mit den Geschenken des Lebens umzugehen.
Das Unsichtbare im Sichtbaren mit allen Sinnen wahrnehmen heißt in Verbindung mit der göttlichen Quelle sein. Alles, was ich berühre, berührt mich. Ich gebe den Dingen die Würde, höre ihre Botschaft, sehe ihre
einmalige Schönheit. Die schöpferische Lebenshaltung führt ins Staunen über diesen phantasievollen Schöpfer des Universums. Die Lust am Leben ist eine schöpferische Haltung.
Die Sehnsucht ist Quelle der Kreativität und hält uns lebendig. Der Maler Vincent van Gogh schreibt: „Das Feuer in seiner Seele soll man nie ausgehen lassen, sondern
es schüren.“ An anderer Stelle träumt er davon, „die Hoffnung durch einen Stern auszudrücken und die Sehnsucht der Seele durch einen strahlenden Sonnenuntergang“.
Kreativität der Innenwelt zeigt sich in Phantasien, Träumen, Imaginationen. Hier öffnen sich innere Türen, entstehen andere Welten. Im Kontakt mit der Stille folgen wir unserer
Intuition. Die Belohnung für diese sich verbindende Aufmerksamkeit ist ganzheitliche Heilung. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Kreativität zieht Kreativität an.
Schöpferische Erneuerung ist Merkmal alles Lebendigen. Gerade im Erlernen des Umgangs mit einer Krebserkrankung ist die Fähigkeit der Selbstermächtigung eine Kraft, die Bewältigung begünstigt.
Ich bin nicht Opfer, sondern auch in widriger Situation bestenfalls Schöpfer/-in und Gestalter/-in. In schmerzvollen Zeiten, wenn Zukunft ängstigt, scheint nur der Augenblick der einzig sichere Platz zu
sein. Einatmend, ausatmend, einatmend: so ist jeder Moment für sich aushaltbar. In Kreativität und Spiritualität trauen Menschen ihrer Intuition, der Spur ihrer innewohnenden Lebendigkeit.
Sie folgen ihrer Sehnsucht, gehen ihr auf den Grund und finden Wege ins unbekannte Land. Die Welt erstrahlt in neuem Licht. Ein Gedankenblitz erhellt die Situation.
Das Geheimnis, das einem jeden innewohnt, wird geachtet. Die ureigene Lebensmelodie ertönt wieder, die das Herz weit werden lässt. Dichter wie Josef von Eichendorff sprechen
vom Zauberwort, welches in allem schlummert. Wie wohltuend sind Begegnungen und Gespräche, welche die Augen aufstrahlen und in Not aufatmen lassen.
Kreative Energie zwischen Menschen erzeugt erleuchtende Pe |