MUT e.V.  Münster
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 Bearbeitung:
 Martin Schneider

Info-Brief 22

Liebe Leserin, lieber Leser!

Nachstehend finden Sie den Info-Brief 22 von MUT e. V. Dezember 2006.

Der Brief wurde in einer besonderen Text-Datei zusammengefasst, das Layout dieser Datei entspricht natürlich nicht dem Layout des Originals. Es fehlen die Bilder und Grafiken. Den Text haben wir hier als Fliesstext erfasst - keine Spalten, wie im Original. Das Original können Sie sich als PDF-Datei anschauen.

Der Info-Brief 22 als PDF-Datei.

Info-Brief 22      Dezember 2006
MUT e.V.
Frauen und Männer im Kampf gegen Brustkrebs
M ü n s t e r

 

Das Beste an der Zukunft ist, dass niemals zwei Tage auf einmal kommen.

Dean Archeson

Themen dieser Ausgabe (u. a.):

Hexenpfad  –  MUTige Maler  –  Aktion Lucia 2006
Die medikamentöse Therapie des Brustkrebses
Internet-Recherche
Gemeinsam gesund werden
Mitgliederversammlung 2007 -  Literaturtipps  -  Pressespiegel

Ein Jahr ist zu Ende

Ein Jahr ist zu Ende.
Nun gebt euch die Hände
und sagt: Alles Gute, Gesundheit und Glück!
Beschließt in Gedanken,
euch nicht mehr zu zanken,
und denkt an die Sünden vom Vorjahr zurück!
Bleibt nett und verträglich,
und drückt euch nicht täglich
vorm Waschen und Lernen auf listige Art!
Tut's auch nicht verdrießlich!
Es bleibt euch ja schließlich,
ob schneller, ob langsamer, doch nicht erspart!
Ein Jahr will beginnen.
Im Glockenturm drinnen
erschrecken die Tauben vom Bimm und vom Bumm.
Seid nicht wie die Tauben!
Ihr müsst an euch glauben.
Stapft fröhlich ins Neujahr
und dreht euch nicht um!

von James Krüss

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Inhaltsverzeichnis

Grußwort

Termine und Veranstaltungen

Vorträge MUT
Telefonberatung
Wasserentspannung
Hotlines
Selbsthilfe
Angebot der Krebsberatungsstelle

Rückblick

Ausflug zum Hexenpfad
Bilderausstellung „MUTige Maler“
Unser Grillabend
Aktion Lucia 2006

Fachbeiträge/Fachberichte

Die medikamentöse Therapie des Brustkrebses, Prof. Lellé

Internet-Recherche

Brustkrebsmedikament – Akzeptable Herzprobleme
Krebs-Gene entdeckt
Computeraufnahmen zeigen Veränderungen im Gehirn
Umgang mit der Angst
Der Partner: Schlüsselrolle
Strahlentherapie unverzichtbar
Die Zukunft der Brustkrebstherapie
Bei Brustkrebs: Abstand zwischen Therapie und Schwangerschaft
Ansprechpartner zum Thema Krebs?
Brusttumoren früher entdecken

Erfahrungsberichte

Gemeinsam gesund werden – Annette Rexrodt von Fircks Stiftung

Rubrik: Was es sonst noch gibt

Vereinsnachrichten
Mitgliederversammlung 2007
DANKESCHÖN!
Stiftung Siverdes: Über den Tod hinaus
Entdeckung eines neuen Gens
Fitness trotz Fatigue
Brustzentrum
Information der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

Literaturtipps

Krebs hin, Krebs her
Krebs – Eine Reise ins Unbekannte

Kleiner Pressespiegel

Neue Hoffnung bei Brustkrebs
Früherkennung rettet Leben
Schokolade ist heilsam
Yoga verbessert Lebensqualität

Schmunzelecke

Bärige Zeiten
Tiere diskutierten über Weihnachten
Die unverbrannte Erde
Gedanken zum Ehrenamt

Impressum

Grußwort

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,

es ist Adventszeit – die Zeit der vielen Wünsche und Hoffnungen. Wenn ich einen Wunsch frei hätte – was würde ich mir für die betroffenen Frauen und für unseren Verein wünschen? Vielleicht mehr Harmonie und Verständnis in der Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen für die Brustzentren in Münster und dem Münsterland? Ehrlichkeit im Umgang miteinander? Wünschen wir uns gut funktionierende Profitcenter als Brustzentren oder Kompetenz und Qualität in Diagnostik und Therapie und eine behutsame psychosoziale und psychoonkologische Betreuung?

Ich könnte viele Wünsche nennen, aber wer erfüllt sie? Es ist sicherlich erlaubt, auch für die Zukunft eine Vision zu haben, sie zu pflegen und nach aussen hin zu vertreten.

Unser Verein kann auf ein gutes und interessantes Jahr zurück blicken. Über unsere Vortragsreihe haben wir viele Frauen erreicht und die Telefonberatung ist gut angenommen worden. Die Kreativität kam auch nicht zu kurz! Das Malseminar und die anschliessende Bilderausstellung im Gesundheitshaus hat den mutigen Malerinnen ein positives Gefühl vermittelt. Auch das Enneagramm-Wochenendseminar hat eine zufriedenstellende Resonanz gezeigt. Die geselligen Veranstaltungen, wie der Grillabend und die Wanderung über den Hexenpfad in Tecklenburg sind gut angenommen worden und haben Spaß gemacht. Das Betreuen unserer Info-Stände an unseren Vortragsabenden, während des Informationstages für Patientinnen in den Münster-Arkaden und bei der Aktion Lucia war gelungen. Viele Gespräche sind geführt worden, und wir konnten einigen Frauen mit unserem Rat helfen.

Für das kommende Jahr haben wir auch schon vorgedacht. Nicht alles ist bereits fertig geplant. Einiges muss noch bedacht werden. Wir sehen positiv in die Zukunft.

Beim Lesen dieses Info-Briefes wünsche ich Ihnen viel Freude. Einige Zeilen zum Nachdenken und viel Information sind auch dieses Mal wieder dabei.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und ein hoffnungsvolles neues Jahr.

      Ihre
      Gisela Schneider
      1. Vorsitzende

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Aktuelle Termine und Veranstaltungen

Aktuelle Vorträge 1. Halbjahr 2007
Einladung

28. März 2007
„Psychoonkologische Betreuung
Wie kann sie in die Primärbehandlung integriert werden?“
Dr. Gerhard Strittmatter, Dipl.-Psych., Dipl.-Theol.,
Fachklinik Hornheide, Münster-Handorf

30. Mai 2007
„Moderne medikamentöse Tumortherapie bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs“
Prof. Dr. Dr. med. Jens Atzpodien
Chefarzt der internistischen Onkologie der Fachklinik Hornheide, Münster-Handorf

Alle Vorträge finden statt im STADTHOTEL MÜNSTER (früher Kolping-Tagungshotel)
Aegidiistr. 21, Münster-Innenstadt.
Beginn: 19:00 Uhr, Eintritt frei!
Das Stadthotel Münster ist mit den Buslinien 2 und 10 zu erreichen!
Haltepunkt Schützenstr.

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Telefonberatung im Vereinsbüro

Selbstbetroffene Frauen beraten Betroffene und Angehörige
Wir sind für Sie zu sprechen
mittwochs und donnerstags von 16.00 – 18.00 Uhr
im MUT-Vereinsbüro (Eingang VHS Hiltrup),
Westfalenstraße 197, Münster-Hiltrup, Tel.-Nr.  0 25 01 / 70 70 5.

Sie können mit uns sprechen, wenn Sie
- Fragen zum Umgang mit der Krankheit Brustkrebs haben,
- Informationsmaterial zu bestimmten Themen benötigen,
- sich über die Vereinsaktivitäten informieren möchten,
- nach der Operation sportlich aktiv werden wollen,
- einfach mit einer auch betroffenen Frau reden möchten.

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Freude schenken

Das beste Mittel, jeden Tag neu zu beginnen, ist:
Beim Erwachen daran zu denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen an diesem Tag eine Freude machen könnte.

Nietzsche

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Wasserentspannung

Bewegung und Entspannung im Wasser
- nur für Vereinsmitglieder -

Dieses Angebot unterstützt brustoperierte Frauen darin, Verspannungen aufzulösen, die Beweglichkeit zu steigern und das Körpergefühl zu verbessern. Für die Teilnahme ist es nicht erforderlich, schwimmen zu können.

Kurs Nr. 1
Vom 14. Januar 2007 bis 26. März 2007,
10 Abende = 20 Euro
Zeit und Ort:
Jeweils montags von 17:45 – 19:00 Uhr im Bewegungsbad des Clemenshospitals,
Düesbergweg 124, 48143 Münster
Kursleiterin: Christa Reißmann
Anmeldung: Über das Vereinsbüro unter Tel.-Nr. 02501/70705

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H  O  T  L  I  N  E  S

Hotlines des Brustzentrums Münster

Universität Münster:
Brustzentrum Münster: 0251 / 83-48 278
Stationäre Aufnahme: 0251 / 83-46 000
Onkologische Ambulanz: 0251 / 83-45 170

St. Franziskus-Hospital Münster: 0251 / 935 3974

Hotlines des Brustzentrums Münsterland

Clemenshospital Münster: 0251 / 976 5555
Raphaelsklinik Münster: 0251 / 5007 5555

Hotline des Herz-Jesu-Krankenhauses in Münster-Hiltrup
02501 / 172 461

Hotline Mammographie-Screening und Prävention ab 01. Juli 2005
Neue Hotline des Deutschen Krebsforschungszentrums
informiert aktuell und individuell
Montag bis Freitag: 8 bis 20 Uhr  unter 06221 / 43 41 42

Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung für das Screening
0251 / 929 5000
Montag – Donnerstag 07:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Freitag 07:30 Uhr bis 14:00 Uhr

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„Frauen – Leben mit Brustkrebs“ - Selbsthilfe -

Eine Selbsthilfegruppe in Münster stellt sich vor:

            Wir wollen.....

miteinander reden

miteinander diskutieren

uns informieren

gemeinsam Spaß haben

einander helfen

uns Mut machen

ja sagen zum Leben

öffentlich werden

Treffpunkt: Volkshochschule Münster, Aegidiistraße 3, Raum 107 von 15.00 – 17.00 Uhr
Termine für das gesamte Jahr 2007:
03. Januar 2007          07. Februar 2007        07. März 2007                        04. April 2007
02. Mai 2007              06. Juni 2007              04. Juli 2007                    01. August 2007
05. September 2007    03. Oktober 2007 (Tag der Einheit)                    07. November 2007
05. Dezember 2007

Kontaktaufnahme: Anita Breitenstein, Telefon: 0 25 06 – 13 03

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Angebot der Krebsberatungsstelle des TiM e.V.
Programm 1. Hj. 2007
(verkürzter Auszug)

Ärztliche Beratungen

Neue medikamentöse Therapien bei Krebs

An jedem 3. Mittwoch im Monat von 17.00-18.30 Uhr bietet Herr Prof. Dr. Dr. med. Jens Atzpodien, Chefarzt der internistischen Onkologie der Fachklinik Hornheide, Einzelberatungen zu neuen und bewährten medikamentösen Therapien (Chemotherapie und Immuntherapie) bei Krebs an.

Komplementäre Krebsbehandlung

Die Einzelberatungen oder Seminare zu Behandlungsmöglichkeiten, die die schulmedizinische Krebstherapie ergänzen, finden 1x im Monat mittwochnachmittags ab 16.00 Uhr statt. Sie haben unterschiedliche Schwerpunkte:

07.02.2007: Klassische und erweiterte Naturheilverfahren
07.03.2007: Klassische Homöopathie
04.04.2007: Naturheilverfahren, Phytotherapie und Homöopathie
02.05.2007: Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
06.06.2007: Anthroposophische Medizin

Organisatorisches
Die Beratungen oder Seminare sind kostenlos und vertraulich. Sie werden ehrenamtlich durchgeführt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Gesundheitskurse

Bochumer Gesundheitstraining nach Simonton

Das Bochumer Gesundheitstraining bietet die Möglichkeit, in Ergänzung zur medizinischen Behandlung etwas für das eigene Wohlergehen zu tun. Verschiedene Wege, dazu gehören Entspannung, Bewegung, Visualisierung, kreatives Tun, und die Beschäftigung mit unterschiedlichen Themen helfen dabei.
9x mittwochs ab 31. 01. 2007 von 18.00 – 21.00 Uhr, Raum 404, und Samstag, den 05. 05. 2007 von 10 – 15.15 Uhr in R 403 im Gesundheitshaus
Teilnahmegebühr: 150,50 Euro, erm. 112,87 Euro
Leitung: Claudia Holt-Greiwe, Mitarbeiterin der Krebsberatungsstelle
Anmeldungen für diese Kooperationsveranstaltung mit der VHS sind in der Krebsberatungsstelle möglich.

Besser aussehen – besser fühlen

Ziel dieses Pflege- und Schminkseminars ist es, Krebspatientinnen während und nach einer Chemo- bzw. Strahlentherapie zu einem lebensbejahenden Umgang mit den äußerlichen Folgen der Behandlung zu ermutigen. Eine Auswahl geeigneter Kosmetikprodukte wird kostenlos zur Verfügung gestellt.
Kurs I:   Dienstag, 13. 03. 2007 von 15.00 – 16.30 Uhr, R 305
Kurs II:  Dienstag, 22. 05. 2007 von 15.00 – 16.30 Uhr, R 305
Teilnahmegebühr: keine
Leitung: NN

Guolin Qigong – ein Selbsthilfeweg für Krebsbetroffene und chronisch Kranke

In China wird Qigong als eine über 4000 Jahre alte Bewegungskunst zur Gesunderhaltung, Rehabilitation und Harmonisierung des ganzen Menschen eingesetzt. Aufbauend auf den traditionellen Qigong-Übungen wurde das so genannte Guolin-Qigong vor 30 Jahren von einer Chinesin gleichen Namens zur Heilung von Krebs und anderen chronischen Erkrankungen entwickelt. Es wird inzwischen erfolgreich praktiziert und eignet sich als Ergänzung zur medizinischen Behandlung. Die Kursleiterin war Schülerin von Großmeisterin Guolin.
Samstag, 21. 04. 2007 und Sonntag, 22. 04. 2007 von 10.30 – 16.00 Uhr, Vortragsraum
Teilnahmegebühr: 88 €, erm. 66 €
Leitung: Frau Wang Li

Kooperationsveranstaltungen

Gymnastik für Frauen nach einer Brustoperation
Informationen und Anmeldungen für diese Kooperationsveranstaltung mit der VHS sind dort im Infotreff unter Tel: 0251 / 4924321 möglich.

Sport für Männer in der Krebsnachsorge und
Onco-Walking – ein neues Bewegungsangebot für Krebspatienten
Informationen und Anmeldung für diese Kooperationsveranstaltungen mit dem VGS sind dort unter Tel: 0251 / 293440 möglich.

Vorträge

Strahlentherapie – mit energiereichen Strahlen Krebs behandeln

Die Strahlentherapie ist heute ein wichtiges und wirksames Instrument für die Behandlung bösartiger Erkrankungen Da mit ihr viele Ängste und Vorurteile verbunden werden, vermittelt dieser Vortrag grundlegende Informationen über die Wirkung und die verschiedenen Arten der Strahlentherapie, den praktischen Ablauf einer Behandlung, über mögliche Nebenwirkungen und Möglichkeiten, diese zu lindern. Darüber hinaus werden auch Empfehlungen hinsichtlich der Lebensführung, der Hautpflege und der Ernährung während der Therapie gegeben.

Montag, 05. 02. 2007, 19.30 Uhr
Referent: Prof. Dr. Norman Willich, Direktor der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie-Radioonkologie des
Universitätsklinikum Münster

Kinder begegnen Krankheit und Tod- wie Kinder reagieren und was ihnen hilft –

Eine schwere, lebensbedrohliche Erkrankung erschüttert nicht nur das Leben des Erkrankten, sondern auch der Angehörigen. Im Leben angehöriger Kinder kann die Erkrankung als starke Bedrohung erlebt werden. Die Kinderwelt, die bis dahin klar und sicher war, ist plötzlich unsicher geworden. Das geht fast immer mit großen Ängsten einher. Dieser Vortrag will Erwachsenen Möglichkeiten aufzeigen, wie sie Kindern in einer solchen Situation helfen können. „Wie reagieren Kinder in den unterschiedlichen Altersstufen und wie kann man sie angemessen unterstützen? Wann und wie soll man mit ihnen sprechen und wie viel Wahrheit können sie verkraften? Wie kann man ihnen möglichst viel Sicherheit in der großen Verunsicherung geben?“ Diese und andere Fragen sollen an dem Abend thematisiert werden.
Montag, 07. 05. 2007, 19.30 Uhr
Referent: Josef Rauschel, Dipl.-Psych., Dipl.- Theologe, Pastoralreferent, Leiter der Ehe/Familien- und Lebensberatungsstelle in Marl

Die Vorträge finden im Vortragsraum, R 403, statt.
Teilnahmegebühr: 3 Euro.

So einfach können Sie teilnehmen:
Zu den Vorträgen müssen Sie sich nicht anmelden. Zu den Kursen muss bis eine Woche vor Kursbeginn eine schriftliche Anmeldung inklusive Einzugsermächtigung für die Kursgebühren eingegangen sein. Bei einer Abmeldung nach Anmeldeschluss kann die Teilnahmegebühr nicht zurück erstattet werden.
Zu den ärztlichen Beratungen melden Sie sich bitte in der Krebsberatungsstelle an.

Alle Veranstaltungen finden, soweit nicht anders angegeben, im Gesundheitshaus in Münster statt.

Weitere Informationen erhalten Sie in der
Krebsberatungsstelle des
Tumor-Netzwerk im Münsterland (TiM) e. V.
im Gesundheitshaus
Gasselstiege 13, 48159 Münster
Tel: 0251 / 52 42 81 oder 52 33 38
Fax: 0251 / 52 25 85
E-Mail:
info@krebsberatung-muenster.de
Internet: http://www.krebsberatung-muenster.de

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Solange wir Träume haben,
leben wir.
Solange wir leben,
geben uns Träume Hoffnung.
Solange es Hoffnung gibt,
haben wir keine Angst
vor der Zukunft.
Die Zukunft liegt in unseren Händen.
Träumen wir sie nicht nur,
sondern erleben wir sie.

(Verfasser unbekannt)

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Rückblick

Ausflug zur Welt der Sagen und Märchen, zum Hexenpfad in Tecklenburg

Es war an einem Nachmittag im August. Die Hexe Antonia verzauberte mit ihrem Reisigbüschel die umstehenden MUT-Menschen, so dass sie abwechselnd auf einem „Menschenfuß“ und einem „Hornfuß“ humpelten, die Hand über dem Kopf hielten und laute Geräusche von sich gaben. Der Zauber wurde mit Wunderkerzen und Lärm aufgehoben.

So endete die Führung – von der Tecklenburger Touristik angeboten - über den Tecklenburger Hexenpfad.

Am 12. August 2006 versammelten wir -21 MUT-Frauen und -Männer – uns vor dem MUT-Büro in Hiltrup und machten uns auf den Weg, um die zauberhafte Welt der Märchen, Sagen und Spukgeschichten des Tecklenburger Hexenpfads zu erleben. Die Wetterhexe meinte es an diesem Mittag nicht gut mit den neugierigen Menschen, die auf der Suche nach Hexen waren. Es regnete. Wir ließen uns aber nicht abhalten und begannen gut beschirmt die Führung.

Es gab einige Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Die Fremdenführerin Frau Gläser führte uns zu einer jahrhundertealten Bastion und anschließend über eine ausgetretene dunkle 75-Stufen-Treppe zur alten „Tecklenburg“ d.h. zum Krönchen – zur östlichen Burgruine. Von der einst mächtigen Burg ist diese Ruine übrig geblieben. Die Burg wurde oft belagert aber nie erobert. Der Grund für die Mauerreste - sie sind über 700 Jahre alt - ist, dass moderne Waffen die „Verteidigungsburgen“ überflüssig gemacht haben und die Burgen allmählich verfielen. Die „Tecklenburg“ gehörte dazu.

Weiter ging es zum Wierturm. Der Turm ist nach Dr. Johann Wier benannt, der von 1516-1588 auf der Burg lebte und dessen Verdienst es ist, dass keine Hexenverurteilung in Tecklenburg durchgeführt wurde. Von der Plattform des Turmes aus geht der Blick über das Tecklenburger Land bis hin nach Münster mit seinen vielen Kirchtürmen.

Nun ging es zum letzten Punkt unseres Rundgangs, zur „Hexenküche“. Dieser mächtige Felsen hat mehrere Namen: „Teufelsklippe“ oder „Hexenküche“. Nicht alle Tecklenburger hörten damals auf Dr. Wier. Sie glaubten fest an Hexen, Teufel und Gespenster. Die abenteuerlichsten Geschichten erzählte man sich in vergangenen Zeiten über diesen Felsen. Hexen und Zauberer sollen sich nachts in der Höhle getroffen haben wo ein Zaubertrunk gemischt wurde. In der Hexenküche war man um Mitternacht ausgelassen, man feierte und tanzte. Jeder Mensch, der es wagte, diesem tollen Treiben zuzusehen, wurde mit Krankheit oder sogar mit dem Tod bestraft.

Eine Sage, ein Märchen: die junge Tecklenburger Gräfin versuchte ihren Gatten, der einen Blick über die Felsenklippe riskierte und von dem Johlen und Kreischen der Hexen wie betäubt zu Boden fiel, zu retten. Sie nahm ein Kruzifix in die Hand und ging sehr mutig zur mitternächtlichen Stunde betend aus dem Burgtor, dem Felsen entgegen. Es erdröhnte ein gewaltiger Donner, der Felsen zersprang und aus dem Spalt stieg hohnlachend der Teufel. Die tapfere Frau wich nicht zurück und hielt dem Teufel das Kruzifix entgegen. Der Teufel zuckte zurück und schlug mit seiner Faust und trat mit seinem Pferdefuß zornig auf den Felsen und hinterließ dort bleibende, noch heute zu bestaunende, Abdrücke. Er stürzte davon in Richtung Münster. Die Hexen, ihm ergeben, folgten ihm. Damit war der Zauber gebrochen und der Graf erwachte wieder zum Leben.

Fasziniert von den Spukgeschichten um den Teufel und die Hexen, zudem doch etwas nass und fröstelnd vom Regen, besuchten wir ein Café am Ort. Wir stärkten uns mit Kaffee, Tee und Kuchen. Nach diesem entspannten Nachmittag verließen wir Tecklenburg und „flogen“ davon in Richtung Münster. Sollten Sie dem Teufel oder den Hexen in Münster begegnen, gebe ich Ihnen einen Rat. Die Hexe Antonia kennt das Ritual, das den Fluch oder den Zauber brechen kann. Sie wird Ihnen sicher helfen.

Elisabeth Hoffmann

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Eindrücke von der Bilderausstellung: „MUTige Maler“

Mit einer kleinen Feier eröffnete MUT e.V. am 9. August 2006 die Bilderausstellung im Gesundheitshaus in Münster. Bis zum 25.9.2006 wurden hier die etwa 30 Acrylbilder gezeigt, die 13 Mitgliedsfrauen beim Malwochenende im April 2006 unter der Leitung der Kunstpädagogin Katharina Jakubith gemalt hatten.

Nach den Begrüßungsworten von Gisela Schneider, verbunden mit einem Dankeschön an das Gesundheitshaus Münster für die Ausstellungsmöglichkeit, an die Kursleiterin und auch an die Malerinnen, konnten alle mit einem Gläschen Sekt, Saft oder Selters auf das Gelingen der Ausstellung anstoßen. Auch einige Familienangehörige der Malerinnen waren gekommen. Beim anschließenden Rundgang durch Flure und Räume konnten alle Gäste die Bilder in den von Frau Jakubith zusammengestellten Bildgruppen sehen.

Mir kam es bei diesem Rundgang durch die Ausstellung so vor, als ob die bunten Acrylbilder in den Fluren und Räumen ganz viel Wärme und Leichtigkeit verbreiteten.

Schauen
Sie doch
einfach
mal rein!
Wunder-
schöne
Bilder!
Ein
“KLICK”,
und Sie
sehen die
Bilder!

MUTMaler 22

Eine Äußerung hat mich an diesem Vormittag ganz besonders beeindruckt. Das war die Aussage einer Mitgliedsfrau beim Rundgang. Sie sagte: „Ich glaube, das könnte ich auch noch!“

Dieser Satz traf nämlich genau das, was wir mit der Ausstellung bezwecken wollten. Wir würden uns wünschen, dass so mancher Besucher beim Gang durch die Flure gedacht hat: Das scheint doch gar nicht so schwer zu sein. Ich glaube, das könnte ich auch noch …

Antonia Waning

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Kleiner Rückblick auf unseren Grillabend am 2. September 2006

Das Wetter hatte es an diesem Samstagabend gut mit uns gemeint. Der Grillabend konnte also starten. Bei Eggemanns in Albachten hatte man Sonnenschirme, hübsch dekorierte Tische und genug Sitzgelegenheiten im Freien für uns bereitgestellt. Die weiteste Anreise hatte Margarete aus Dülmen.

An diesem Abend haben wir es genossen, ganz ohne Programm Zeit für Gespräche zu haben und uns verwöhnen zu lassen. Auf einem langen Tisch standen die Schüsseln mit verschiedenen Salaten, Brötchen und Brot, Soßen usw. Gläser und verschiedene Getränke waren natürlich auch da, denn Eggemanns haben einen Getränkehandel. Für leckeres Fleisch vom Grill sorgte Gilla Eggemann höchst persönlich. „Das mache ich schon, da brauche ich keine Hilfe“, hatte sie gesagt. Ich muss schon sagen, das hatte sie wirklich gut heraus! Da hat sie viel Erfahrung, das haben wir alle schnell gemerkt. Denn das Fleisch war genau „auf den Punkt“ gegrillt und schmeckte ja so lecker!

Bis zum Einbruch der Dunkelheit konnten wir draußen sitzen. Dann wurde es kühler und windiger und wir zogen kurzerhand ins nebenstehende Gartenhaus um. Hier ließen wir bei einem leckeren Tropfen den Abend ausklingen.

Irgendwann sind dann wohl noch ein paar Heinzelmännchen gekommen und haben aufgeräumt ……. 

An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal bei Gilla und Alfons Eggemann für den schönen Abend. Herzlichen Dank!

Antonia Waning

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Es ist schwer, das Glück in uns zu finden,
und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.

Chamfort

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Aktion Lucia am 30. September 2006 in Münster
- 53 Lichter gegen Brustkrebs -

Auch in diesem Jahr hat MUT e.V. sich an der bundesweiten Aktion Lucia beteiligt. Jeden Tag sterben 53 Frauen in der Bundesrepublik an Brustkrebs. An diese Frauen – die den Kampf gegen die Krankheit verloren haben - wollten wir denken und daran erinnern, wie wichtig die Früherkennung ist.

Vor den Münster-Arkaden hatten wir unseren Info-Stand aufgebaut. Kaum waren die 53 Lichter angezündet, waren wir von vielen interessierten Frauen und Männern umringt, die nach dem Motiv und dem Anlass fragten. Es dauerte nicht lange, dann waren wir in gute Gespräche vertieft. Es hat Alle betroffen gemacht, zu erfahren, dass immer noch so viele Frauen täglich an dieser Krankheit sterben müssen. Aus Solidarität haben sie unsere Brustkrebsschleifen angesteckt.

Als wir nach vier Stunden „Standarbeit“ die Lichter gelöscht haben, waren wir mit uns und mit unserer Aktion zufrieden. Lucia heißt „Lichtträgerin“. Der Name steht für das „brennende“ Anliegen, mehr Licht in das Kapitel der Brustkrebserkrankung in Deutschland zu bringen. Wir Frauen von MUT e.V. haben hier unseren kleinen Beitrag geleistet!

Gisela Schneider

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Fachbeiträge, Fachberichte

Die medikamentöse Therapie des Brustkrebses
Ralph J. Lellé
info@lellenet.de

Brustzentren und ärztliche Qualifikation

Vieles hat sich in der letzten Zeit bei der Behandlung des Brustkrebses mit Medikamenten verbessert. So werden qualitätsgesicherte Strukturen vorgegeben. Das heißt, die Krankenkassen zahlen die Behandlung den Ärzten nur noch dann, wenn diese in einem zertifizierten Brustzentrum durchgeführt wird. Die Auflagen, die für zertifizierte Brustzentren gelten, sind auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Senologie 1 nachzulesen. So müssen zum Beispiel mindestens in der Hälfte der Fälle die Therapieentscheidungen auf einer sogenannten Tumorkonferenz besprochen werden. Mindestens ein Drittel der Patientinnen sollten im Rahmen von kontrollierten Therapiestudien behandelt werden. Für den Operateur gilt, dass er mindestens fünfzig Operationen im Jahr durchführt.

In diesem Zusammenhang ist es zu begrüßen, dass auch die Weiterbildungsordnung für Ärzte einige entscheidende Änderungen erfahren hat. So wurde erstmals die Schwerpunktsbezeichnung „Gynäkologische Onkologie“ eingeführt . Ein Frauenarzt/Frauenärztin kann sich hierfür durch eine Weiterbildungszeit von zwei bis drei Jahren im Anschluss an die fünfjährige Weiterbildung in der Gynäkologie und Geburtshilfe qualifizieren. Danach muss eine Prüfung bei der Ärztekammer abgelegt werden. Aber auch ohne diese aufwendige Zusatzausbildung kann die Qualifikation „medikamentöse Tumortherapie“ erworben werden.

Gezielte und ungezielte Medikamente

Betrachtet man die Optionen, die zur Krebsbehandlung zur Verfügung stehen (Operation, Bestrahlung, Medikamente), so ist die medikamentöse Behandlung sicherlich am erfolgversprechendsten. So werden eines Tages auch Metastasen heilbar sein. Es ist abzusehen, dass Operation und Bestrahlung noch mehr an Bedeutung verlieren werden, als dies bereits heute der Fall ist.

Grundsätzlich lassen sich gezielte und ungezielte Medikamente unterscheiden. Zu den ungezielten Medikamenten gehört die heute übliche Chemotherapie. Durch Chemotherapie wird die Teilung der Zellen gestört, unabhängig davon, ob es sich um Tumorzellen oder normale Zellen des Körpers handelt. Dass dennoch vorzugsweise Tumorzellen zerstört werden, liegt daran, dass diese sich besonders rasch teilen. Fast alle der bekannten Nebenwirkungen der Chemotherapie sind auf die ungezielte Zerstörung körpereigener Zellen zurückzuführen (z.B. Haarausfall durch Beeinträchtigung der Zellen im Haarfollikel, Übelkeit und Erbrechen durch Beeinträchtigung der Zellen im Magen-Darm-Trakt, Abfall der weißen Blutkörperchen und der Thrombozyten durch Zerstörung von Knochenmarkszellen usw.).

Gezielte Medikamente (so genannte »targetedtherapy«) wirken dagegen nur auf Zellen, die bestimmte Merkmale aufweisen. So können Hormone oder Antihormone nur Brustkrebszellen am Wachstum hindern, wenn diese Hormonrezeptoren (Östrogen- oder Progesteronrezeptoren) aufweisen. Das gleiche gilt für die Behandlung mit dem monoklonalen Antikörper Trastuzumab (Herceptin®). Hier muss ein Oberflächenmarker auf den Zellen vorhanden sein, der als »c-erbB2« oder »HER2neu« bezeichnet wird.

In Zukunft werden immer mehr gezielte Medikamente zum Einsatz kommen, welche nicht die unangenehmen Nebenwirkungen der ungezielten Chemotherapie haben.

Gründe für den Einsatz von Medikamenten zur Brustkrebsbehandlung

Grundsätzlich gibt es drei Gründe für den Einsatz von Medikamenten zur Behandlung von Brustkrebs. Zum einen ist dies die Behandlung noch vor einer Brustoperation. Diese auch als »neoadjuvant« bezeichnete Strategie wäre sinnvoll, wenn ein Tumor zunächst verkleinert werden muss, bevor er durch eine Operation beseitigt werden kann oder aber wenn man durch Verkleinerung des Tumors eine Entfernung der ganzen Brust vermeiden kann.

Am häufigsten werden Medikamente jedoch adjuvant eingesetzt. Man hofft, dass man dadurch die nach einer Operation eventuell noch vorhandenen Tumorzellen vollkommen aus dem Körper eliminieren kann, damit es nicht zu einem Wiederauftreten der Erkrankung in der Brust oder gar zu Metastasen kommen kann.

Schließlich ist der dritte Grund für den Einsatz von Medikamenten die Behandlung von Fernmetastasen, welche im Knochen, in der Leber oder in der Lunge auftreten können.

Adjuvante Therapie

Umfangreiche Untersuchungen der letzten drei Jahrzehnte haben gezeigt, dass die Heilungsaussichten durch eine adjuvante Therapie verbessert werden können. Im Einzelfall lässt sich der Therapieerfolg allerdings nicht überprüfen. Grundsätzlich gilt: Je fortgeschrittener die Tumorerkrankung bei der Diagnosestellung ist, desto aussichtsreicher ist - zumindest statistisch gesehen - die adjuvante Therapie. Inzwischen gibt es Computerprogramme, die den rechnerischen Nutzen einer adjuvanten Behandlung abschätzen helfen und die Therapieentscheidung beeinflussen2.

Grundsätzlich können alle Behandlungsverfahren, die zur Behandlung von Fernmetastasen dienen, auch adjuvant eingesetzt werden. Insbesondere sind dies Chemotherapie, Hormonmedikamente und der Antikörper Trastuzumab (Herceptin®), welcher ja zu der Gruppe der gezielten Substanzen gehört.

Fast jede Patientin erhält nach Diagnose einer Brustkrebserkrankung eine hormonelle Therapie, wenn Hormonrezeptoren auf den Tumorzellen nachgewiesen werden können. Meist wird Tamoxifen (eine Tablette täglich ) für die Dauer von fünf Jahren eingesetzt. Bei Patientinnen nach den Wechseljahren sollte anstelle von Tamoxifen eine Behandlung mit einem so genannten »Aromatasehemmer« in Betracht gezogen werden. Hier handelt es sich ebenfalls um Tabletten, welche einmal pro Tag eingenommen werden. Zur Wahl stehen drei Substanzen: Anastrozol (Arimidex®), Letrozol (Femara®) und Exemestan (Aromasin®).

In den letzten Jahren wird in Fachkreisen eine rege Diskussion darüber geführt, ob bei Patientinnen nach den Wechseljahren anstelle von Tamoxifen ein solcher Aromatasehemmer eingesetzt werden sollte. Einerseits ist Tamoxifen besser erforscht, auch was die langfristigen Nebenwirkungen betrifft. Andererseits zeigten alle bisherigen Studienergebnisse, dass unter Aromatasehemmern die Heilungsaussichten günstiger sind, wenn auch noch kein Überlebensvorteil gegenüber Tamoxifen nachgewiesen wurde.

Wichtig ist auch das Nebenwirkungsprofil dieser Substanzen, die ja über einen sehr langen Zeitraum eingenommen werden müssen. Während Tamoxifen zum Beispiel seltener Hitzewallungen, Gelenkbeschwerden oder sogar Knochenbrüche verursacht, treten bei der Behandlung mit einem Aromatasehemmer seltener gefäßbedingte Komplikationen (Thrombose, Embolie, Schlaganfall) auf.

Ein wichtiger Fortschritt in der adjuvanten Behandlung ist auch die Tatsache, dass der monoklonale Antikörper Trastuzumab (Herceptin®) seit Juni dieses Jahres offiziell für die adjuvante Behandlung zugelassen ist. Das heißt, dass Patientinnen, deren Tumor den Oberflächenmarker c-erbB2 aufweist - dies sind circa ein Drittel aller Frauen -, über ein Jahr mit Herceptin®-Infusionen behandelt werden können.

Empfehlungen

Allgemein gültige Empfehlungen zur adjuvanten Therapie lassen sich zwar nicht geben. Allgemein lässt sich jedoch folgendes sagen:

  1. Bei allen Diskussionen über den Nutzen einer medikamentösen adjuvanten Behandlung darf nicht vergessen werden, dass viele Brustkrebserkrankungen in einem so frühen und günstigen Stadium festgestellt werden, dass überhaupt keine adjuvante Behandlung - nicht einmal Tamoxifen - sinnvoll ist.
  2. Wird eine Brustkrebserkrankungen nach den Wechseljahren festgestellt, sollte immer auch an den Einsatz eines Aromatasehemmers anstelle von Tamoxifen gedacht werden. Auch eine Umstellung der bereits begonnenen Tamoxifen-Behandlung kann sinnvoll sein. Bei bestimmten Risikokonstellationen wird eine Behandlung mit einem Aromatasehemmer auch über den oben genannten Fünfjahreszeitraum empfohlen.
  3. Grundsätzlich gilt, dass Behandlungen, die über einen Zeitraum von mehreren Jahren geplant werden, regelmäßig dahingehend überprüft werden sollten, ob nicht neue Erkenntnisse oder sogar bessere Substanzen vorliegen.
  4. Bei der Komplexität der Therapieentscheidungen ist es auch sinnvoll, eine zweite (oder dritte) Meinung einzuholen. Neben einem in der Brustkrebsbehandlung erfahrenen Frauenarzt kommen insbesondere die Mitarbeiter eines (zertifizierten)  Brustzentrums in Frage sowie Internisten mit dem Schwerpunkt Onkologie und insbesondere Frauenärzte mit der Zusatzbezeichnung » medikamentöse Tumortherapie « oder »Gynäkologische Onkologie «.

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Brustkrebs-Medikament – Akzeptable Herzprobleme

Ein erfolgreiches Mittel gegen aggressiven Brustkrebs verursacht Herzprobleme. Das spricht aber nicht gegen die Therapie, so eine neue Studie.
Der Wirkstoff Trastuzumab, besser bekannt unter dem Handelsnamen Herceptin, gilt als erfolgreiches Mittel gegen eine besonders aggressive Form des Brustkrebses. Für Patientinnen mit schwachem Herzen wird er allerdings nur zögernd empfohlen, weil er als Nebenwirkung das Herz angreifen kann. Jetzt hat eine US-Studie untersucht, wie viele Brustkrebskranke tatsächlich Herzschäden durch das Medikament erleiden.

Wissenschaftler der Universität von Texas haben 173 Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs knapp drei Jahre lang beobachtet, die ein Jahr lang Herceptin eingenommen hatten. Von den Frauen bekamen 49, das sind 28 Prozent, Herzprobleme. Am häufigsten trat die so genannte Herzinsuffizienz auf, also eine schwache oder unausgewogene Pumpleistung des Herzmuskels. In einem Fall führte die Herzschwäche zum Tod.

Herzprobleme sind behandelbar
Dennoch sehen die Wissenschaftler um Studienleiter FranciscoEsteva in dieser gravierenden Nebenwirkung ein „akzeptables Risiko“. Denn in 46 der 49 Fälle konnte der Herzschaden mit den Standardmitteln wie Betablockern oder ACE-Hemmern behandelt werden. Bis das Herzproblem behoben war, setzten die Frauen die Herceptin-Therapie aus, konnten sie danach aber wieder aufnehmen
Krebsmediziner Francisco Esteva zeigt sich mit dem Ergebnis seiner Studie zufrieden, die im Journal of ClinicalOncology veröffentlicht wurde: „Das Medikament gefährdet zweifellos das Herz. Aber die auftretenden Herzerkrankungen lassen sich erfolgreich behandeln, so dass seine positive Wirkung, nämlich das Leben von Brustkrebspatientinnen zu verlängern, klar überwiegt.“
Der Onkologe betont, dass man die Herzfunktion von Frauen während der Herceptin-Therapie genau beobachten muss. „Aber wenn man die herzschädigende Nebenwirkung im Griff hat, spricht nichts gegen das Medikament“, sagt Francisco Esteva.

Quelle: Focus-Online 16.08.2006      Zum Seitenanfang             
                                       
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Krebs-Gene entdeckt

 (NAM) Ein Team US-amerikanischer Wissenschaftler hat 189 Gene identifiziert, die an der Entstehung, am Wachstum und an der Verbreitung von Brust- und Dickdarmtumoren beteiligt sind. Die Forscher analysierten dazu die Sequenzen von über 13.000 Genen, die sie in elf Brust- und ebenso vielen Dickdarmtumoren antrafen. Anschließend verglichen sie ihre Ergebnisse mit den entsprechenden Genen im gesunden Gewebe. Die Mediziner hoffen, dass die Entdeckung der Krebs-Gene den Weg für neue Behandlungsmethoden und Diagnoseverfahren freimacht. Die Studie wurde in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science veröffentlicht.

Die Autoren berichten unter anderem, dass Brust- und Dickdarmtumoren sehr unterschiedliche Genmutationen aufweisen - beide Krebsarten zeigten nur zwei identische Mutationen. Den Forschern zufolge enthalte ein typischer Brusttumor insgesamt über 100 Genmutationen, wovon 20 eine Rolle beim Entstehen des Tumors spielen. Allerdings gebe es dabei erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Patienten. Jeder Betroffene benötige daher eigentlich eine andere, maßgeschneiderte Behandlung, um die jeweiligen Krebsgene, die die Erkrankung antreiben, effizient zu bekämpfen.

Die Studie ist ein Vorläufer des "Cancer Genome Atlas", eines umfangreichen, gerade gestarteten Projektes zur Identifikation aller krebsrelevanten Gene. "Die große Anzahl der Mutationen, die im Rahmen dieser Studie identifiziert wurden, werfen ein Licht auf das, was uns noch bevorsteht", so Francis Collins, Direktor des National Human Genome Research Institute. Er ist davon überzeugt, dass eine solche Untersuchung eine der besten Grundlagen zur Bekämpfung von Krebs bietet. "Wer würde schon die Gelegenheit ungenutzt vorbeigehen lassen, einen Blick in die Vorgehensweise seines Feindes zu werfen?", so Collins. JG

Quelle: Science (published online September 7, 2006) 11.09.2006

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Computeraufnahmen zeigen noch zehn Jahre nach einer
Chemotherapie Veränderungen im Gehirn von Brustkrebspatientinnen

Krebspatienten, die eine Chemotherapie machen, beklagen oft, dass sie sich nicht völlig klar im Kopf fühlen oder vergesslich sind. Experten vermuten, dass bei mindestens einem Viertel der Chemo-Patienten die geistigen Fähigkeiten nachlassen. Wissenschaftler der University of California Los Angeles haben jetzt in einer Studie erstmals nachgewiesen, dass die aggressive Behandlung zur Vernichtung von Krebszellen den Stoffwechsel des Gehirns verändert und dadurch die Konzentrationsfähigkeit stört. Die Veränderung hängt manchen Patientinnen noch zehn Jahre nach der Chemotherapie nach.
David Silverman und seine Kollegen untersuchten 21 Frauen, denen vor fünf bis zehn Jahren Brusttumore entfernt worden waren. 16 der Patientinnen hatten sich nach der Operation einer Chemotherapie unterzogen. Die Wissenschaftler verglichen Computeraufnahmen vom Gehirn der chemotherapierten Frauen mit denen der anderen ehemaligen Brustkrebspatientinnen und solchen von Frauen, die weder eine Brustkrebsoperation noch eine Chemotherapie hinter sich hatten. Sie sahen sich das Gehirn im Ruhezustand an und während die Frauen Gedächtnisaufgaben lösten.
PET-Aufnahmen belegen Denk-Defizit
Die Aufnahmen mit dem Positronen-Emissions-Tomographen (PET) zeigten deutlich, dass die Chemotherapie -Patientinnen geringere Stoffwechselaktivitäten in einem Bereich des Vorderhirns hatten als die anderen Probandinnen. „Je langsamer der Hirnstoffwechsel einer Patientin im Ruhezustand war, desto schwerer fiel es ihr, Gedächtnisaufgaben zu bewältigen“, erklärte Daniel Silverman. „Die Chemo-Patientinnen mussten sich sehr viel stärker anstrengen als die anderen Frauen, um die Aufgaben zu lösen.“
Die Forscher konnten jetzt zwar nachweisen, dass die Chemotherapie eine Veränderung im Gehirn verursacht. Man versteht aber noch nicht, welcher Mechanismus dahintersteckt, und wie man die Nebenwirkung verhindern kann.

Die Studie erscheint in der Online-Ausgabe des Fachmagazins BreastCancer Research and Treatment.
Artikel aus www.focus.de

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Umgang mit der Angst

Trotz Chemo-, Strahlentherapie und Tabletten, trotz aufmunternder Worte usw., die Angst vor einem Rückfall, vor einem Fortschreiten des Brustkrebses, vor Metastasen bleibt und wächst, je näher der Termin der Kontrolluntersuchung heranrückt.
Aber - es gibt Möglichkeiten mit dieser Angst konstruktiv umzugehen. Voraussetzung ist, sich selbst wichtig und ernst zu nehmen und dieses „nach innen und außen“ zu vertreten. Manchmal hilft es, sich Fragen zu stellen, um genauer herauszufinden, wovor man gerade Angst verspürt: vor einer weiteren medizinischen Therapie, vor Schmerzen, vor dem Sterben, vor dem eigenen Tod?

Hilfreich kann sein, nach Antworten zu suchen und Fachleute zu fragen, denn Ängste können durch mangelnde Information entstehen.

Ebenso wichtig ist es, immer wieder neue Informationen im Alltag ein- und umzusetzen, auszuprobieren. Dabei zeigt sich, was zu einem passt und was nicht.

Lernen Sie, Gefühle wie Angst, Trauer, Verzweiflung, Schmerz oder Wut auszudrücken. Das wirkt meist entlastend oder befreiend.

Sprechen Sie Ihre Angst offen an, teilen Sie sie z.B. anderen Betroffenen mit oder suchen Sie eine Selbsthilfegruppe für Frauen nach Krebs auf.

Man kann die Angst auch kreativ ausdrücken, ihr durch Malen, Plastizieren, Tanzen, Bewegung usw. eine Gestalt geben.

Es hilft auch, verstärkt den Kontakt zu Menschen zu suchen, die man wertschätzt, denen man vertraut. Beginnen Sie, solche Kontakte neu aufzubauen.

Manchmal kann es wichtig sein, sein eigenes Stress- und Leistungsniveau zu hinterfragen. Ist das tägliche Arbeitspensum so, dass man es als lebensbejahend empfindet? Wie viel Überbeanspruchung steckt in den Alltagsaufgaben und nährt Versagensängste? Diese können sich schnell mit der Angst vor der nächsten Krebs -Kontrolluntersuchung verbinden und sie dramatisch steigern.

Oder fühlen Sie, Sie sollten etwas in Ihrem Leben verändern und es fehlt Ihnen an Wissen und Mut dazu? Hier können Einzelgespräche mit PsychotherapeutInnen, sog. Psycho-OnkologInnen weiter führen. Auch hier können Sie über persönliche Probleme reden, Lösungswege aus angstbesetzten Situationen finden, Ziele für die Zukunft erarbeiten.

Träumen Sie neue Lebensträume und erschaffen Sie sich positive, realistische Zukunftsperspektiven.

(Quelle: www.brustkrebs-web.de)
Ursula Decker-Bönniger

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Der Partner: Schlüsselrolle

Wie der Ehemann oder Lebensgefährte nach einer überstandenen Brustoperation reagiert, kann einen großen Einfluss vor allem auf den seelischen Gesundungsprozess haben.

Eine Studie, die während der alljährlichen Konferenz der Society for Personality and Social Psychology präsentiert wurde, zeigte folgende Ergebnisse:

  • Je weniger die Brustkrebspatientinnen spürten, dass ihre Partner sich um die Operationsnarben kümmerten, desto femininer und attraktiver fühlten sie sich.
  • Je besser der erste sexuelle Kontakt
  • nach der Operation erlebt wurde, desto mehr stieg das Selbstbewusstsein.
  • Desto geringer empfanden sie auch emotionale Qualen und um so zufriedener waren sie mit der Qualität ihrer Beziehung.
  • Insgesamt wirkte sich das Verhalten des Partners entscheidend auf die Seelenlage der Frau und die gesamte Partnerschaft aus.

Untersucht wurden etwa 240 Frauen nach einer Brustkrebsoperation. Alle lebten in einer lang dauernden Beziehung oder waren verheiratet. Die Zufriedenheit mit dieser Beziehung war besonders dann groß, wenn die Frauen ihren Partner als zärtlich und liebevoll sowie gefühlsbetont empfanden, berichtet Dr. Charles Carver, der Autor der Studie. Dabei betont der Wissenschaftler, wie wichtig es ist, dass der Partner die Tatsache, dass er emotional wirklich involviert ist, auch seiner Frau vermittelt. Er sollte nicht davon ausgehen, dass sie das weiß. Mit kleinen Gesten sollte er ihr die Botschaft immer wieder überbringen.

Quelle: http://www.brustkrebs-web.de/seele/1055_partner.php

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Strahlentherapie unverzichtbar

(Leipzig) Nach einer brusterhaltenden Operation profitieren alle Brustkrebspatientinnen von einer Strahlentherapie – unabhängig vom Alter oder dem Erkrankungsstadium. Das belegen die Ergebnisse neuer Studien, die auf dem 25. Jahreskongress der Europäischen Gesellschaft für Radioonkologie (ESTRO) in Leipzig präsentiert werden.
Alle fünf Jahre wertet eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern die "EarlyBreastCancerStudyCollaborative Group" (EBCTCG) in so genannten Metaanalysen die Ergebnisse von Therapiestudien bei Brustkrebs systematisch aus. Diese Analysen führen die Behandlungsergebnisse von vielen tausend Patientinnen zusammen und erleichtern den Experten die Beurteilung, wie wirksam verschiedene Therapieformen sind.

Die neueste Analyse der Forschergruppe wurde am 9. Oktober 2006 auf der Tagung der europäischen Strahlenforscher in Leipzig präsentiert. Die Wissenschaftler hatten untersucht, in welchem Ausmaß eine Strahlentherapie das erneute Tumorwachstum in der Brust ("Lokalrezidiv") und das Überleben bei Brustkrebs insgesamt beeinflussen kann.

RISIKO UM 70 PROZENT GERINGER. Ein wichtiges Ergebnis dieser Studien ist, dass eine Bestrahlung nach brusterhaltender Therapie das Risiko für ein Lokalrezidiv um siebzig Prozent vermindert, unabhängig davon, wie alt die Patientin ist, oder ob sie eine zusätzliche medikamentöse Behandlung bekommt.

7.300 Patientinnen waren brusterhaltend operiert und anschließend nach dem Zufallsprinzip in eine bestrahlte und eine nicht bestrahlte Gruppe unterteilt worden.

Waren die Lymphknoten der Frauen bereits von Tumorzellen befallen, begann die Geschwulst in der Brust bei 46.5 Prozent erneut zu wachsen, wenn keine Nachbestrahlung erfolgte. In der Gruppe der bestrahlten Frauen trat hingegen nur bei 13 Prozent ein Lokalrezidiv auf. Auch die Langzeit-Überlebensraten - bis zu 15 Jahre - werden durch eine Strahlentherapie um 8.2 Prozent verbessert.

Frauen, deren Lymphknoten tumorfrei sind, profitieren ebenfalls von einer Strahlenbehandlung: Die Lokalrezidivrate beträgt dann zehn Prozent, während fast ein Drittel (30 Prozent) der Frauen in der unbestrahlten Gruppe einen Rückfall erleiden. Entsprechend unterschiedlich sind die Überlebensraten nach 15 Jahren: Von den bestrahlten Frauen leben nach 15 Jahren fünf Prozent mehr als in der Gruppe ohne Bestrahlung.

Die Forscher analysierten die Therapieergebnisse zusätzlich bei verschiedenen Untergruppen, in denen etwa Patientinnen bestimmter Altersgruppen oder Tumorgrößen zusammengefasst waren. Resultat: Jede Gruppe profitiert von einer Strahlentherapie.

John Robert Yarnold vom renommierten Royal Marsden Hospital in England betont deshalb in einem Übersichtsvortrag, dass Frauen unter 80 Jahren in jedem Falle nach einer brusterhaltenden Therapie standardmäßig eine Strahlentherapie erhalten sollten, falls nicht schwere Begleiterkrankungen dagegen sprechen.

Fazit des Tagungspräsidenten Prof. Dr. Michael Baumann von der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie der Universität Dresden: "Die Strahlentherapie nach der Operation ist bei Brustkrebs heute ein unabdingbarer Bestandteil der interdisziplinären Therapie. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass ein großer Teil der betroffenen Frauen brusterhaltend operiert werden kann."

Pressekontakt:
Prof. Dr. med. Marie-Luise Sautter-Bihl, Direktorin der Klinik für Strahlentherapie, Städt. Klinikum Karlsruhe, Moltkestr. 90, 76133 Karlsruhe

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Die Zukunft der Brustkrebstherapie:
Kluge Medikamente und schonendere OP-Verfahren
26. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie
31. August bis 2. September 2006, Internationales Congress Centrum Dresden

Dresden - Zielgenau und hochwirksam – so lassen sich die Eigenschaften der neuen Krebsmedikamente kurz umreißen. Sie greifen direkt in das molekulare Geschehen der Tumorentwicklung ein und verlangsamen oder stoppen so das Fortschreiten der Erkrankung. Bei der Behandlung von Brustkrebs steht zum Beispiel mit dem Antikörper Herceptin für einige Patientinnen bereits seit Jahren ein solch zielgenaues Medikament zur Verfügung. „Derzeit warten eine ganze Reihe ähnlicher Wirkstoffe in den unterschiedlichen Stadien der klinischen Entwicklung auf ihren Einsatz in der Klinik“, sagt Professor Dr. med. Diethelm Wallwiener, 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Senologie, geschäftsführender Direktor der Universitäts-Frauenklinik Tübingen, im Vorfeld der 26. Jahrestagung in Dresden.

Bei den Wirkstoffen handelt es sich meist um Antikörper oder um andere kleine Moleküle, die die tumorspezifischen biologischen Vorgänge blockieren. Sie unterbrechen bestimmte Signalketten und verhindern zum Beispiel so, dass der Tumor sich ausbreitet oder Blutgefäße für seine Versorgung rekrutieren kann. Herceptin ist ein Antikörper, der an den so genannten „HER2neuRezeptor“ auf den Tumorzellen andockt und ihn so blockiert. Dadurch können sich bestimmte Faktoren, die der Tumor zum Wachsen benötigt, dort nicht mehr anlagern. Neben solch hochspezifischen medikamentösen Therapien verbessert die moderne Krebstherapie auch laufend die operativen Behandlungsverfahren.

Einer der größten Fortschritte in den vergangenen zehn Jahren, so die Experten der Deutschen Gesellschaft für Senologie, fand in der operativen Therapie des Mammakarzinoms statt. Denn mit der Sentinel-Lymphknoten-Biopsie wurde ein für Frauen schonenderes und sicheres OP-Verfahren entwickelt. Grund dafür ist eine deutliche Reduktion der Morbidität im Schulter-Arm-Bereich. Die Verbesserung der kosmetischen Resultate konnte in den letzten Jahren auch durch die Ausweitung so genannter onkoplastischer Verfahren bei der brusterhaltenden Operation, aber auch bei der ablativen Therapie mit Brustrekonstruktion erreicht werden. „Besonders zu erwähnen sind die auch durch Studiendaten gesicherte tumoradaptierte Reduktionsplastik. Es konnten so nicht nur die kosmetischen Resultate nach einer Brustkrebs-OP verbessert werden, sondern vor allem die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus verkürzt und das Wohlbefinden der Patientinnen erheblich verbessert werden“, erläutert Professor Wallwiener.

www.senologie.org/newspresse/news_2006_08_2.htm, 29.08.2006

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Ein Problem ist halb gelöst, wenn es klar formuliert ist.

(Unbekannt)

 

Bei Brustkrebs zwei Jahre Abstand zwischen Therapie und Schwangerschaft empfohlen

(NAM) Eine Schwangerschaft verschlechtert die Prognose von Brustkrebs-Patientinnen nicht generell. Darauf weisen Experten der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie hin. Allerdings raten Ärzte, nach einer Therapie mindestens zwei Jahre zu warten, da in dieser Zeit das Rückfallrisiko am höchsten ist. Die grundsätzliche Empfehlung, bei Brustkrebs überhaupt nicht mehr schwanger zu werden, sei jedoch überholt, betont Beatrix Hültenschmidt, Oberärztin für Strahlentherapie am Klinikum Karlsruhe.

Hültenschmidt empfiehlt allen Patientinnen mit Kinderwunsch eine eingehende Beratung. Wie lange eine Frau warten sollte, bevor sie schwanger wird, ist unter anderem vom Hormonrezeptorstatus des Tumors abhängig. In der Schwangerschaft ist die Konzentration der weiblichen Geschlechtshormone besonders hoch. Dadurch kann das Tumorwachstum gefördert werden. Auch während einer antihormonellen Behandlung sollte eine Schwangerschaft dringend vermieden werden. Nach Abschluss der Anti-Hormontherapie könne die betroffene Frau entsprechend ihres Risikoprofils jedoch versuchen, schwanger zu werden, so Hültenschmidt.

Zehn bis zwanzig Prozent aller Brustkrebserkrankungen treten bei Frauen im gebärfähigen Alter auf. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes werden Frauen heute erst im Alter von durchschnittlich 30 Jahren erstmals schwanger. Die Frage einer Schwangerschaft nach der Brustkrebstherapie gewinnt daher zunehmend an Bedeutung, da viele Frauen ihre Familienplanung zum Zeitpunkt der Diagnose noch nicht abgeschlossen haben und sich – weitere – Kinder wünschen. JG

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie
Link
http://www.degro.org  17.07.2006

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Wo finde ich Ansprechpartner zum Thema Krebs?
Der Krebsinformationsdienst hilft bei der Suche

Normalerweise geht man zum Arzt, um Fragen zu stellen oder Beschwerden zu schildern, und dieser kümmert sich um alles Weitere. Doch was tun, wenn der Verdacht auf Krebs besteht? Oft ist es gar nicht so einfach, die richtigen Ansprechpartner für die Früherkennung einer Krebserkrankung, die Abklärung von Beschwerden oder die jeweils optimale Krebstherapie zu finden.

Der Krebsinformationsdienst KID hat unter www.krebsinformationsdienst.de Tipps für die Suche nach geeigneten Ärzten oder Krankenhäusern zusammengestellt und listet Organisationen auf, die weitere Informationen bieten: So ist für viele Krebspatienten nicht nur ein guter Arzt von großer Bedeutung. Ebenso wichtig können andere Fachleute sein, die zum Beispiel bei sozialrechtlichen Fragen beraten oder die Betroffenen bei der Verarbeitung der