MUT e.V.  Münster
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 Bearbeitung:
 Martin Schneider

Info-Brief 20

Liebe Leserin, lieber Leser!

Nachstehend finden Sie den Info-Brief 20 von MUT e. V. April 2006.

Der Brief wurde in einer besonderen Text-Datei zusammengefasst, das Layout dieser Datei entspricht natürlich nicht dem Layout des Originals. Es fehlen die Bilder und Grafiken. Den Text haben wir hier als Fliesstext erfasst - keine Spalten, wie im Original. Das Original können Sie sich als PDF-Datei anschauen.

Der Info-Brief 20 als PDF-Datei.

Info-Brief 20                             April 2006
MUT e.V.
Frauen und Männer im Kampf gegen Brustkrebs
M ü n s t e r

Titel-Rad21

Themen dieser Ausgabe (u.a.):
MUT-Mitgliederversammlung 2006
Hotlines   -   4. Informationstag des Brustzentrums Münster
Einweihung des Referenzzentrums für Mammographie
Informationstag Brustkrebs in Hamm
Schwangerschaft und Brustkrebs
Mit Druck gegen den Stau - Hyperthermie
Wege zur Psychotherapie  -   Literaturtipps

 

Zeit zu haben,

die Zeit vergessen zu können.
Zeit zu haben,
zu sehen und zu erkennen.
Zeit zu haben,
zu hören und zu erfühlen.
Zeit zu haben,
zu weinen und zu lachen.
Zeit zu haben,
das Leben achtsam zu lieben.
Zeit zu haben,
glücklich und dankbar zu sein.

(nach R. Alewein)

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Inhaltsverzeichnis

Grußwort

Aktuelle Termine und Veranstaltungen

Vorträge 2006
Wasserentspannung
„Energetisches Feng Shui“ – Info-Nachmittag von MUT e.V. am 27. Mai 2006
Marma- Yoga“ – ein Kursangebot
„Führung auf dem Hexenpfad in Tecklenburg“ am 12. August 2006
„Ein geselliger Grillabend“ am 09. September 2006
Hotlines
Die Selbsthilfe: Frauen – Leben mit Brustkrebs

Rückblick

4. Informationstag des Brustzentrums Münster am 26.11.2005 im Schloss
Einweihung des Referenzzentrums für Mammographie am 21.02.2006 in Münster
Informationstag Brustkrebs in Hamm am 19.03.2006

Fachbeiträge/Fachberichte

„Mit Druck gegen den Stau“ aus: Seniorenratgeber „Rat und Hilfe“
Invasive Mammadiagnostik“ von Prof. Dr. med. Volker Barth
„Vortrag über Hyperthermie“ in Rheine von Antonia Waning
„Hyperthermie“ aus: Impulse
„Schwangerschaft und Brustkrebs“ aus: „Ärzte Zeitung“ vom 11.10.2005

Internet-Recherche
HERA-Studie: Herceptin senkt Rückfallrate um fast die Hälfte
„Bestrahlung nach brusterhaltender Operation senkt die Sterberate“ aus: TheLancet 2005
„Brustkrebs bei Männern“ aus Krebsinformationsdienst
Neue Studie: „Mammographie allein reicht nicht aus“ von Dr. med. Ute Kettritz

Erfahrungsberichte

„Lebensqualität - Schlagwort oder Strategie?“- Interview mit einer Betroffenen
Rezept
„Wege zur Psychotherapie“ aus: Infoblattder Psychotherapeutenkammer NRW

Rubrik: Was es sonst noch gibt

Vereinsnachrichten
Mitgliederversammlung 2006
Neuer Vorstand von MUT e.V.
Doris Riesenbeck feierte ihren Geburtstag
Interview mit der Heilpraktikerin Ingeborg Schwarze

Literaturtipps
„Krebsfrüherkennung im Test“ Ein Buch der Stiftung Warentest
„Die Löwin und der Fisch“ von Ursula Meisinger

Kleiner Pressespiegel

„Wissenschaftler machen große Fortschritte in Therapie und Diagnostik von Brustkrebs“
     Pressemitteilung der Bundesärztekammer 13.01.2006

„MUT: Mitgliederzahl weiter gewachsen“ aus: MZ vom 15.02.2006
„Positive Entwicklung“ aus: WN vom 18.02.2006
„Bereits 161 Mitglieder“ aus: WN vom 15.02.2006
„Vereint gegen Brustkrebs – MUT mit neuen Vorträgen“ aus: WN vom 14.02.2006

Schmunzelecke

„Pizzabestellung im Jahre 2015“
„Der Braten“ von Wilhelm Busch
„Süße“

Impressum

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Grußwort

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,

im letzten Info-Brief haben wir sehr ausführlich über die Einführung des Mammographie-Screenings in Münster und im Münsterland berichtet. Zwischenzeitlich haben verschiedene Informationsveranstaltungen für die angesprochenen Frauen im Alter von 50 – 69 Jahren stattgefunden. Auch wir von MUT hatten unseren ersten Vortrag diesem Thema gewidmet. Die Radiologin Frau Simona Spital, die als Programmverantwortliche Ärztin die Einheit im Medical Center betreut, ging in ihrem Vortrag am 22. Februar 2006 auf die qualitätsgesicherte Diagnostik, auf Risiken, Kosten und Einladungsmodalitäten des Screenings ein.

Das Screening ist eine Chance, den Brustkrebs früh zu erkennen, um die Behandlungs- und Heilungschancen zu steigern und zu verbessern. Aber was ist mit den bereits betroffenen Frauen? Wie es zurzeit aussieht, bekommen sie keine „strahlungsarme digitale“ Mammographie, sondern werden in der Regel noch mit den analogen Geräten im Rahmen der Nachsorge untersucht. Es stellt sich hier schon die Frage, ob nicht gerade sie zu dem Personenkreis gehören müssten, die man mit besonders viel Sorgfalt und Aufmerksamkeit begleiten muss. Sie dürfen nicht von besseren und sichereren Methoden der Untersuchung ausgeschlossen werden! Hier fordern wir doch Gleichbehandlung.

In dieser Ausgabe unseres Info-Briefes haben wir neben dem neuen Vortragsprogramm, den interessanten Fachbeiträgen und Internet-Recherchen wieder einige unterhaltsame und gesellige Veranstaltungen für unsere Mitglieder geplant. Es wäre schön, wenn sich viele beteiligen würden.

Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen unseres Info-Briefes ein sonniges und prachtvolles Frühjahr.

Es grüßt Sie herzlich
Ihre
Gisela Schneider
1. Vorsitzende

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Aktuelle Termine und Veranstaltungen

Aktuelle Vorträge 2006

T e r m i n e :

26. April 2006*)
„Nachsorge bei Brustkrebs heute!
Was sollte wann gemacht werden?“
Dr. med. Klaus Rensing,
Oberarzt an der Universitätsfrauenklinik in Münster,
Onkologische Ambulanz, Brustzentrum Münster

21. Juni 2006
"Strahlentherapie in der Erstbehandlung von Brusttumoren
 und in der metastasierten Situation"
Prof. Dr. A. Schuck, Ltd. Oberarzt der Klinik und Poliklinik
für Strahlentherapie der Universität Münster, Brustzentrum Münster

 27. September 2006
 „Diagnose Brustkrebs! – Was nun?“
Prof. Dr. med. Wiethold Dame, Chefarzt der Gynäkologischen Abteilung an der
Raphaelsklinik in Münster, Brustzentrum Münsterland

 25. Oktober 2006
 „Die medikamentöse Therapie des Brustkrebses“
Prof. Dr. med. Ralph J. Lellé,
Universitätsfrauenklinik Münster, Brustzentrum Münster

N e u e r   V e r a n s t a l t u n g s o r t!

Alle Vorträge finden statt im STADTHOTEL MÜNSTER
(früher Kolping-Tagungshotel)
Aegidiistr. 21, Münster-Innenstadt.
Beginn: 19:00 Uhr, Eintritt frei!

*) Dieser Vortrag beginnt um 20.00 Uhr

 Das Stadthotel Münster ist mit den Buslinien 2 und 10 zu erreichen!
Haltepunkt Schützenstr.

 Für alle Vorträge ist der Eintritt frei!

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Wasserentspannung

Bewegung und Entspannung im Wasser
-- nur für Vereinsmitglieder –
Dieses Angebot unterstützt brustoperierte Frauen darin, Verspannungen aufzulösen,
die Beweglichkeit zu steigern und das Körpergefühl zu verbessern.
Für die Teilnahme ist es nicht erforderlich, schwimmen zu können.

Kurs Nr. 1
vom 09.01.2006 bis 27. März 2006, 11 Abende
22 Euro

Kurs Nr. 2
vom 24. April 2006 bis zum 19. Juni 2006, 7 Abende
14 Euro

Zeit und Ort:
Jeweils montags von 17:45 – 19:00 Uhr im Bewegungsbad des
Clemenshospitals, Düesbergweg 124, 48143 Münster

Kursleiterin: Christa Reißmann
Anmeldung: Über das Vereinsbüro unter Tel.-Nr. 02501/70705

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MUT – Info-Nachmittag am 27. Mai 2006
im Haus Meinolf in der Stadthalle Münster-Hiltrup
Energetisches Feng Shui

Liebe Vereinsmitglieder,

auf der letzten Mitgliederversammlung des Vereins wurde von einigen Frauen der Wunsch geäußert, einen Info -Nachmittag über Feng Shui anzubieten. Bei unseren Recherchen sind wir auf die Dipl.-Feng Shui Beraterin Salia Berger aus Münster-Hiltrup gestoßen, die sich auch sofort bereit erklärt hat, für uns einen Vortrag über dieses Thema zu halten.

Die beiden Wörter Feng Shui bedeuten zunächst einmal „Wind und Wasser“. Der Wind steht für den Atem Gottes. Wasser ist in die Erde eingespeist und transportiert Energie und Informationen.

Feng Shui ist die Lehre von der harmonischen Gestaltung der Lebens- und Arbeitsbereiche. Es ist ein Jahrtausend altes Wissen um die Energien, die unser ganzes Leben bestimmen. Denn unser Körper, Geist und Seele stehen in ständigem Austausch mit unserer Umgebung. An jedem Standort herrscht ein anderes Energieniveau, das uns mehr oder weniger entspricht. Uns positiv beeinflussende Standorte bringen uns in unsere Kraft und erhöhen die Lebensqualität. Negative Energien werden mit Hilfe des energetischen Feng Shui zum Abfließen gebracht.

Am 27. Mai 2006 laden wir alle interessierten Vereinsmitglieder von 15 – 18 Uhr ein, an diesem Info-Nachmittag bei Kaffee, Tee und Kuchen im Stadthallenrestaurant Haus Meinolf in Münster-Hiltrup teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme. Bitte melden Sie sich telefonisch bis zum 19. Mai 2006 im Vereinsbüro an. Die Tel. –Nr. lautet  0 25 01/70 70 5. Der Anrufbeantworter ist geschaltet. Sie können Ihren Namen aufsprechen.

Gisela Schneider

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Einladung zum Marma Yoga – Entspannung für Leib und Seele –

Liebe Vereinsfrauen,

Ihr Verein möchte Ihnen ein neues Angebot unterbreiten:
Marma Yoga – ein ganzheitliches Gesundheitstraining auf der Basis von Ayurveda –
Frau Koch, die gerne entsprechend den Bedürfnissen unseren Mitgliedsfrauen einen Marma Yoga-Kursus geben würde , ist Dipl.- Psychologin und Pädagogin für psychosomatische Gesundheitsbildung.

Die von ihr abgehaltenen Yoga-Kurse werden von den meisten Krankenkassen bei regelmäßiger Teilnahme bis zu 80% einmal jährlich bezuschusst. Wir bitten Sie, dies jedoch mit Ihrer Krankenkasse bei Bedarf abzuklären.
Sollten Sie an einer Teilnahme interessiert sein und Ihre Krankenkasse fördert diese Maßnahme nicht, so ist der Verein bereit, die Kosten einmalig bis zur Höhe des Jahresbeitrages der Mitgliedschaft, also 35,00 €, zu erstatten.
Die Kosten für 10 Einheiten betragen 85,00 €, Auszubildende und Arbeitslose erhalten Ermäßigung. Jede Einheit dauert 75 Minuten.

Folgende Informationen können wir Ihnen vorab geben:
Marma Yoga wurde aus der 3000 Jahre alten indischen Yoga-Lehre entwickelt und ist auch ein Angebot für an Brustkrebs erkrankte Frauen, die sich ihren Handlungsspielraum im Alltag bewahren wollen. Es werden Übungen des klassischen Yoga und des Autogenen Trainings auf die Bedürfnisse der Frauen abgestimmt, Empfindungen bewusst wahrgenommen und für die Stressbewältigung des Alltags genutzt.
Die Schwerpunkte im Training umfassen die nervliche Regulierung der Atmung und der Verdauungsvorgänge im Dünn- und Dickdarm.
Dabei kommt das Geben und Nehmen (Herz) als Moment der Bewegung genauso ins Spiel, wie die Emotionen, das Appetit- und Durstgefühl und das Ausscheidungsverhalten.

Frau Koch bietet drei kostenlose „Schnuppereinheiten“ an, die aus folgenden Terminvorschlägen ausgewählt werden können:
Donnerstag, 04.05.2006, von 10.00-11.30 Uhr oder
Donnerstag, 04.05.2006, von 15.00-16.30 Uhr oder
Donnerstag, 04.05.2006, von 20.00-21.30 Uhr oder
Dienstag,   09.05.2006, von 10.00-11.30 Uhr oder
Dienstag,   09.05.2006, von 14.30-16.00 Uhr
Ort:  Hochstr. 2/Hammer Str. in der Nichtraucherwerkstatt (1. Etage)
in Höhe der Josefskirche, Münster

Einen ersten Eindruck von den Örtlichkeiten erhalten Sie unter:
www.Nichtraucherwerkstatt.de

Wir würden uns vom Vorstand sehr freuen, wenn dieses Angebot von vielen Mitgliedsfrauen wahrgenommen würde.
Fragen zu Marma Yoga beantwortet Ihnen gerne: Esther Koch, Tel: (02 51) 3 99 74 58, bitte auch auf Anrufbeantworter sprechen und E-Mail
yogaimspiel@versanet.de
Anmeldungen bitte auch unter Angabe von Alternativterminen bis zum 03.05.2006
an Brigitte Nolte, Tel: (02 51) 21 75 66.

Brigitte Nolte

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Führung auf dem Hexenpfad in Tecklenburg am 12. August 2006

Spannende Wanderung über den Tecklenburger Hexenpfad!!! Lassen Sie sich entführen in die zauberhafte Welt der Märchen, Sagen und Spukgeschichten aus dem Tecklenburger Land.
Der Hexenpfad bringt Sie zu verschiedenen Sagenorten. Die gruselige Atmosphäre dieser (ver-) „be-zaubernden“ Plätze wird durch die entsprechenden Märchen, Sagen und Mythen aufgenommen, denen Sie lauschen oder mit denen Sie träumen können. Durch ein Schutzelexier geschützt, greifen Sie an ausgesuchten Orten aktiv in das Gruselgeschehen ein! Sie begegnen uns das ganze Jahr über! Sie lauern in Ruinen, in Felsen, in Wäldern oder in Höhlen und warten nur auf Ihren Besuch!!!

Trauen Sie sich? Haben Sie Lust mitzumachen?
Gemeinsam mit Ihnen wollen wir vom Verein am 12. August 2006 nach Tecklenburg fahren. Treffpunkt ist um 13 Uhr der Parkplatz vor dem Vereinsbüro in Münster-Hiltrup. Wir wollen mit privaten PKW dort hin fahren. Die Führung beginnt dort um 14 Uhr. Die Kosten übernimmt der Verein.

Bitte melden Sie sich bis zum 01. August 2006 im Vereinsbüro unter der Tel.-Nr. 0 25 01/70 70 5 an. Der Anrufbeantworter ist geschaltet.

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme.

Gisela Schneider

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Ein geselliger Grillabend in Albachten
am 02. September 2006 ab 17 Uhr

Liebe Vereinsmitglieder,

für den Herbst haben wir einen geselligen Grillabend in lockerer Atmosphäre in Albachten geplant. Unsere Telefonberatungsfrau Gilla Eggemann wohnt mit ihrer Familie in Albachten, Vogelsang 70. Sie haben dort ein großes Grundstück, das außerhalb von Albachten liegt. Sie würde gerne den Grillabend für uns ausrichten. Die Kosten trägt der Verein.

Um planen zu können, müssen wir zunächst wissen, wie viele Personen an dieser zwanglosen Veranstaltung ohne Vortrag teilnehmen wollen. Es ist einfach nur Frohsinn und Gemütlichkeit angesagt.

Wer mitmachen möchte, sollte sich bis zum 16. August 2006 im Vereinsbüro, Tel.-Nr. 0 25 01/70 70 5 melden. Der Anrufbeantworter ist geschaltet. Sie können aber auch direkt bei Gilla Eggemann unter Tel.-Nr. 02536/6749 anrufen. Es können auch Fahrgemeinschaften gebildet werden. Bei trockenem und schönem Wetter ist auch eine Fahrradtour ab Vereinsbüro möglich.

Gisela Schneider

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O  T  L  I  N  E  S

Hotline des Brustzentrums Münster
(Universität, St. Franziskus-Hospital Münster,
Ev. Johannisstift Münster,
Josephs-Hospital Warendorf)
0251/83-48 278 Brustzentrum Münster
0251/83-46 000 Stationäre Aufnahme
0251/83-45 170 Onkologische Ambulanz

 Hotline des Brustzentrums Münsterland
(Region Münster und Coesfeld)
(Clemenshospital Münster, Raphaelsklinik Münster,
Herz-Jesu Krankenhaus Münster-Hiltrup,
Fachklinik Hornheide, St. Vincenz-Hospital Coesfeld,
Franz-Hospital Dülmen)
0251/976 5555

Stand: 09. April 2005

Hotline Mammographie-Screening und Prävention ab 1. Juli 2005
Neue Hotline des Deutschen Krebsforschungszentrums
informiert aktuell und individuell
Montag bis Freitag, 8 bis 20 Uhr unter 06221 – 42 41 42

Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung für das Screening
0251/929 5000
Montag – Donnerstag 7:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Freitag        7:30 Uhr bis 14:00 Uhr

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Jeder neue Tag hat zwei Griffe.
Wir können ihn am Griff der Ängstlichkeit
oder am Griff der Zuversicht anpacken.

(Henry Ward Beecher)

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Frauen – Leben mit Brustkrebs -Selbsthilfe-

Eine Selbsthilfegruppe in Münster stellt sich vor :

      Wir wollen.....

      miteinander reden                         mit einander diskutieren
      uns informieren                               gemeinsam Spaß haben
      einander helfen                               uns Mut machen
      ja sagen zum Leben                                 öffentlich werden

Termine der Selbsthilfegruppe Münster für das 2. Halbjahr 2006
in der Volkshochschule Münster, Aegidiistraße 3, Raum 107 von 15.00 – 17.00 Uhr

03. Mai 2006               07. Juni 2006            05. Juli 2006
02. August 2006             06. September 2006        04. Oktober 2006
01. November 2006 (Allerheiligen - fällt aus)            06. Dezember 2006

Kontaktaufnahme:     Anita Breitenstein                 Telefon: 02506-1303

Die Selbsthilfegruppe Hiltrup hat sich aufgelöst.

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Rückblick

4. Informationstag des Brustzentrums Münster am 26. November 2005
in der Aula im Schloss der Universität Münster

Am 26. November 2005 fand der 4. Informationstag des Brustzentrums Münster unter der Leitung von Prof. Dr. med. Ludwig Kiesel in der Aula des Schlosses in Münster statt. Wir waren wie immer mit dabei und haben einen Info-Stand aufgebaut.

An dem Tag hatte der Wettergott kein Einsehen: Münster und das Münsterland waren unter einen dicken Schnee- und Eisdecke begraben. Wie Sie wissen, sind die Strommasten reihenweise eingeknickt und umgestürzt. Es war schon sehr schwierig, die Tagungsstätte zu erreichen, weil auch die öffentlichen Verkehrsmittel ausgefallen waren. Aus dem Grunde konnte nur der „eiserne Kern“ an dieser Veranstaltung teilnehmen, was sehr schade war, denn es wurden sehr gute und informative Vorträge gehalten. Das Spektrum erstreckte sich vom „Krebs in der Familie“ zum „Mammographie-Screening“, über „Moderne operative Therapie“ zu „Neuen Entwicklungen in der „Immun-, Chemo- und Hormontherapie“ bis hin zu „Osteoporose – Diagnose, Vorbeugung und Therapie“ und fand seinen Abschluss in dem Vortrag „Körperliche Beeinträchtigung und seelische Befindlichkeit“. Leider mussten drei Vorträge ausfallen, weil die ReferentInnen wegen des Schneechaos nicht kommen konnten.

Es war trotzdem ein interessanter Tag für betroffene Frauen und ihre Angehörigen. Das wird eine jährliche Veranstaltung des Brustzentrums Münster bleiben.                                                    Gisela Schneider

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Einweihung des Referenzzentrums für Mammographie am
Universitätsklinikum Münster am 21. Februar 2006

Im Oktober 2005 wurden die beiden Screening-Einheiten im Medical Center am Clemenshospital und im Oer’schen Hof an der Königsstraße in Münster im Rahmen einer Feierstunde offiziell eröffnet. Damit war das Mammographie -Screening in NRW als Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen eingeführt. Danach werden alle Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren im Abstand von zwei Jahren zur Mammographie eingeladen.

Fünf regional angesiedelte Referenzzentren gewährleisten die Einhaltung der Europäischen Leitlinien für die Qualitätssicherung des Krebs-Früherkennungsprogramms. Am 21. Februar 2006 fand die offizielle Eröffnung des Referenzzentrums für Mammographie am Universitätsklinikum Münster statt.

Auf Einladung von Herrn Prof. Dr. Heindel haben wir von MUT e.V. an der offiziellen Eröffnung teilgenommen. Es wurden Grußworte von Minister Karl-Josef Laumann, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW gesprochen. Er hob den Stellenwert des Referenzzentrums und die Bedeutung für Münster besonders hervor. Es wurden dadurch 12 neue Arbeitsplätze geschaffen. Der Ärztliche Direktor des UKM, Herr Prof. Dr. W. Kox, Herr Dr. A. Köhler von der kassenärztlichen Bundesvereinigung sowie Dr. B. Metzinger als Vertreter der Krankenkassen und des Beirats der Kooperationsgemeinschaft gingen in ihren Grußworten besonders auf die gemeisterten Schwierigkeiten ein und lobten den Einsatz aller Beteiligten. Anschließend hielt Herr Prof. Dr. P. Skaane aus Oslo den Festvortrag. In Norwegen gibt es schon seit den achtziger Jahren das Mammographie-Screening mit zufrieden stellenden Ergebnissen. Man kann hier auf einige Erfahrung zurückblicken. Der Einsatz der digitalen Mammographie lässt noch bessere Ergebnisse für die Frauen erwarten.

Anschließend konnten die Gäste die Räume des Referenzzentrums in kleinen Gruppen besichtigen. Vorher aber wurde von den offiziellen Vertretern aus Politik und Wissenschaft ein rosa Flatterband durchschnitten. Der Ausklang des Abends fand in geselliger Runde dann am Buffet statt.

Gisela Schneider

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Das Leben verändert sich nicht zum Besseren,
solange man begreift,
dass es nicht die Intelligenten sind,
die uns fehlen, sondern die Mutigen.

(Francois Giroud)

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Informationstag Brustkrebs in Hamm am 19. März 2006

Das Brustzentrum Hamm – Ahlen – Soest veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Brust-Centrum und der Krebsgesellschaft NRW den dritten „Informationstag Brustkrebs für Be-troffene, Angehörige und Interessierte“ am 19. März 2006 im Kurhaus Bad Hamm. Auf Einladung von Frau Dr. Claudia Strunk sind wir von MUT e.V. nach Bad Hamm gefahren, um uns dort mit einem Infostand zu präsentieren.

Die Veranstaltung wurde von ca. 230 Personen besucht; die Resonanz der Beteiligung war also sehr gut.

In seinem Grußwort schreibt Herr Dr. med. Hermann Wiebringhaus u.a. „…wer heute optimal behandelt werden will, muss mehr wissen als die Adresse eines Arztes …dem Handwerkszeug des Arztes stellt der „stern“ den Werkzeugkasten des mündigen Patienten gegenüber (Zitat stern 3/2006). Schon für Alltagserkrankungen wird hier der Rat ausgesprochen, sich kundig zu machen, um seinen Arzt und seine Empfehlungen verstehen und selbst mitreden zu können, damit letztlich bei wichtigen Entscheidungen die eigenen Bedürfnisse formulierbar sind und somit Berücksichtigung finden.

Um wie viel mehr ist solch eine aktive Haltung wichtig und hilfreich im Fall der Konfrontation mit einer so einschneidenden Diagnose wie Brustkrebs? Die Situation erfordert erhebliche Anpassungs- und Lernleistungen. Einer Fülle zu fällender Entscheidungen stehen dabei oft Gefühle von Angst, Hoffnungslosigkeit, Verwirrung und mangelnder Bewältigungsmöglichkeiten entgegen.“

Auf die „Informierte Frau und mündige Patientin“ ging Frau Dr. Strunk sehr einfühlsam in ihrem Vortrag ein. Herr Prof. Heindel aus Münster stellte das Mammographie-Screening in NRW vor. Das Brustzentrum transparent machte Herr Dr. Joachim Meyer-Krahmer am Beispiel des Ablaufs einer Tumorkonferenz. Über die „Minimal Invasive Diagnostik“ informierte Herr Dr. Wiebringhaus in seinem Referat. Auf die Operationsmethoden ging Herr Dr. Thomas Winzen ein. Die Betroffene Angelika Sander stellte ihr „Vokabelheft“ der Brustkrebs-Therapie vor. Über die „Adjuvante Therapie“ und über die „Antikörper-Therapie“ referierten Herr Albert Grote-Metke und Herr PD Dr. med. Christian Jackisch. Die „Adjuvante Strahlentherapie“ brachte uns Herr Dr. Ralf Jany näher. Herr PD Dr. med. Werner Wiesmann stellte die Frage „Wieder mehr Nachsorge? Vorteil für Patientinnen? – Eine Standortbestimmung“. Frau Dr. Strunk holte dann die Vertreter der Selbsthilfegruppen und Vereine auf die Bühne. „Ich will (in) mein Leben zurück!“ Was kann ich selbst tun? lautete die Frage, die sie dann stellte. Die Beteiligten wurden mit einem sehr schönen Frühlingsstrauß als Dankeschön für ihr Engagement überrascht.

Unser MUT-Stand wurde von den Frauen und Interessierten sehr gut besucht. Viele Fragen konnten beantwortet werden, und es fanden gute Gespräche statt. Auch die Kontaktaufnahme zu den anderen Ausstellern war gut. Um 18 Uhr ging es dann wieder nach einem ereignisreichen Tag nach Münster zurück. Antonia Waning, Annette Mackel und ich waren zufrieden mit dem Tag.

Gisela Schneider

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Fachbeiträge, Fachberichte

Mit Druck gegen den Stau – Lymphgefäße
Wenn Beine anschwellen, kann dahinter ein gestörter Abfluss von Lymphe stecken.
Wie Ärzte das Problem angehen.

Mit sanftem Druck schiebt Heinz Thoma das Gewebe in weichen Wellen zur Leiste. Daumen, Zeige- und Mittelfinger versenkt der Therapeut im deutlich geschwollenen Oberschenkel, lässt Fingerkuppen stehend auf der Haut kreisen und zieht sie nach oben in Richtung Bauch seiner Patientin. Silvia Müller (Name geändert) liegt entspannt auf dem Behandlungstisch. „Das Streichen und Kneten tut mir gut“, sagt die 53-Jährige. Seit Jahren leidet sie unter Lymphstauung in den Unterschenkeln. „Abends sind meine Beine doppelt so dick wie morgens, die Haut ist gespannt“ , erzählt sie. Weil das Gehen unerträglich wurde, hat sich Silvia Müller in einer Spezialklinik für Lymphgefäßerkrankungen angemeldet.

Fein und verborgen

Lymphe – wer keine Probleme mit der gelblichen Gewebsflüssigkeit hat, kann sich kaum vorstellen, welche Beschwerden sie verursachen kann. Aus winzigen Blutgefäßen sickert ständig Flüssigkeit mit Mineralstoffen und Eiweiß ins Gewebe. Ein Geflecht aus winzigen Kanälen nimmt diese Lymphe auf und transportiert sie in Richtung Brustkorb. Hinter den Schlüsselbeinen münden die Lymphgefäße in den Blutkreislauf.

Für den Transport ziehen sich die Wände der feinen Leitungen etwa acht- bis zehnmal in der Minute rhythmisch zusammen. Dieses schwache Pulsieren lässt die Flüssigkeit langsam weiterströmen. Größere Gefäße enthalten wie die Venen feine Klappen, die verhindern, dass die Lymphe wieder zurückfließt. Ist der Abfluss – etwa durch eine Verletzung oder nach einer Operation – gestört, können innerhalb von Tagen oder Wochen dicke Schwellungen entstehen.

Ödeme nennen Ärzte jede Art von Schwellung im Gewebe. Die meisten Ödeme werden durch Herzschwäche, Erkrankungen des Filter- und Ausscheidungsorgans Niere oder durch Venenschwäche verursacht. „Nicht bei jedem dicken Bein ist der Lymphabfluss gestört“, erklärt Internist Dr. Ulrich Herpertz, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Lymphologie. Bei schätzungsweise 120 000 Bundesbürgern ist das allerdings der Fall. Manchmal ist die Störung angeboren: Die Lymphkanäle sind zu schwach ausgebildet. Oft entwickelt sich eine Lymphstauung nach einer Operation oder Bestrahlung. Beispiel Brustkrebs: Wenn bei der Operation Lymphknoten in der Achselhöhle entfernt werden, sind damit auch die Abflusskanäle von Brust und Arm unterbrochen. Der Stau kann den Arm auf extreme Maße anschwellen lassen, Spannungs-, Schweregefühl und Schmerzen sind die Folge.

Ohne Behandlung bildet sich ein Stau fast nie zurück. Die eiweißreiche Flüssigkeit reizt den Körper, Bindegewebe aufzubauen. Folge: Die Schwellung verhärtet, eine Behandlung wird schwieriger. „So weit darf es nicht kommen“, sagt Lymph-Expertin Dr. Ethel Földi aus Hinterzarten. Seit mehr als 30 Jahren erforscht die Ärztin das Labyrinth der Lymphkanälchen und behandelt Menschen mit Lymphgefäßerkrankungen. Sie kennt die Qual der Patienten, die sich sehnlichst wünschen, Wasser im Gewebe und damit das schmerzhafte Spannungsgefühl loszuwerden. Ob da nicht eine Entwässerungstablette helfen könnte? „Das ist verführerisch“, gibt Ethel Földi zu, „aber meistens leider falsch.“ Denn bei einer Entwässerung mit Hilfe von Medikamenten blieben Mineralstoffe, Fett und Eiweiß aus der Lymphe im Gewebe zurück und würden weitere Flüssigkeit „anlocken“. Földi weiß: Nur „Handarbeit“ lindert das Leiden. Die beste Behandlung ist die Entstauung.

Hauptsache, es fließt

Zweimal täglich manuelle Lymphdrainage steht auf dem Therapieplan von Silvia Müller. Diese spezielle Massage sorgt dafür, im Gewebe gestaute Flüssigkeit über das Lymphsystem wieder in den Blutkreislauf zu befördern. Dabei kommen seit Jahrhunderten bekannte Griffe und Massagetechniken zum Einsatz. Ob Kopf, Arm oder Unterschenkel vom Lymphstau betroffen sind, die Massage beginnt am Hals. Hier liegen die Schleusen des Lymphsystems, sein Anschluss an den Blutkreislauf. „Den Abfluss frei machen“, erklärt Dr. Ulrich Herpertz die Vorgehensweise. Zuerst massiert der Therapeut die Lymphknoten frei, damit Flüssigkeit aus dem Gewebe nachlaufen kann. Weil die im Brustkorb liegenden Gefäße mit einer Massage nicht erreichbar sind, folgen Atemübungen. Druckunterschiede zwischen tiefem Ein- und Ausatmen aktivieren die Lymphknoten. Anschließend bearbeitet der Therapeut Bauch und Rücken von Silvia Müller. Etagenweise arbeitet er sich über den Bereich zwischen Knie und Leisten bis zu ihren Füßen vor. Wichtig: Alle Massagebewegungen erfolgen in Richtung Herz.

Durch den Druck von außen werden die dünnen Wände gedehnt, die Pulsationen der feinen Gefäßwände erfolgen häufiger. „Ich spüre, dass das funktioniert“, sagt Silvia Müller, „denn nach jeder Behandlung muss ich gleich auf die Toilette.“ Für Mediziner ist das ein gutes Zeichen: Wasser aus den Beinen findet den Weg ins Blutgefäßsystem und kann nun als Urin ausgeschieden werden. Mit einer konsequenten Behandlung über einige Wochen verlieren die Patienten leicht mehrere Liter Gewebswasser.

Frisch gewickelt

„Drainage allein ist aber auf Dauer wirkungslos“, sagt Földi. Nach jeder Massage muss der betroffene Arm oder das Bein fest bandagiert werden, damit die Flüssigkeit nicht dorthin zurücklaufen kann, von wo sie weggestrichen und -geknetet wurde. Annegret Thiel ist gerade frisch „gewickelt“. Zufrieden

schaut die Frau mit dem zierlichen Oberkörper auf ihre baumstammdicken Beine hinunter. Die festen hellbraunen Bandagen, die von den Füßen bis zur Leiste reichen, und die straff sitzende Kompressionsmiederhose empfindet sie kaum als Korsett, eher als Stütze: „Das gibt Halt. So kann ich wieder laufen.“ Ein Jahr zuvor wurden der 65-Jährigen nach einer Unterleibsoperation viele Lymphknoten im Bauch entfernt. Die Lymphe versackte nach und nach im Gewebe und ließ Beine, Hüften, Bauch und Po anschwellen. Mit dieser Spannung im Gewebe bekam sie immer wieder Wundrose – eine gefürchtete schmerzhafte Infektion der Haut, die fast immer mit Antibiotika behandelt werden muss. Jetzt, nach einer Woche Aufenthalt in der Klinik, ist jedes Bein schon ein Kilo leichter.

Um die Gliedmaßen zu komprimieren, werden sie in den ersten Wochen täglich neu bandagiert. „Der Druck lässt sich so besser dosieren“, erklärt Földi. Wenn die Schwellungen zurückgegangen sind, werden Kompressionsstrümpfe für Arme oder Beine angepasst.

Bei Lymphödemen ist das Abwehrsystem der Haut gestört. In der Klinik werden die Patienten daher in Hautpflege geschult. Annegret Thiel verwendet nur noch rückfettende Wasch- und Pflegelotionen, die den Säureschutzmantel der Haut schonen. Patientinnen mit Brustkrebs müssen jede noch so kleine Verletzung bei Maniküre, Gartenarbeit oder beim Kochen vermeiden. Ein Kratzer oder Schnitt darf nur desinfiziert werden, weil antibiotische Salben Allergien auslösen könnten.

Aktiv trotz Schwellung

Auch ein Bewegungsprogramm gehört unbedingt auf den Therapieplan. Das Zusammenziehen der Muskeln dehnt die Wände der Lymphgefäße und fördert damit den Weitertransport der Lymphe. Erlaubt ist, was gefällt: TaiChi, Walking oder leichte Hockergymnastik für Herzkranke. Ziel ist, dass die Patienten wieder erleben, trotz fester Bandagen aktiv und beweglich zu sein. Wichtiger Nebeneffekt: Regelmäßige Bewegung rückt auch Fettpolstern zu Leibe. Sie drücken die feinen Gefäße ab und können so den Lymphstau verschlimmern.

Tipps und Adressen:

Weitere Informationen und Adressen von Spezialkliniken bei:
Deutsche Gesellschaft für Lymphologie
Lindenstr. 8, 79877 Friedenweiler, Tel. 07651 / 971611 (vormittags),
www.dglymph.de, oder beim

Lymphnetzwerk e.V.,    www.lymphnetzwerk.de

Patienten mit Lymphödemen nach einer Krebserkrankung können sich auch an den Info- und Beratungsdienst der Deutschen Krebshilfe in Bonn wenden (Tel. 0228 / 72990-95). Dort hilft man auch bei Problemen mit Ämtern und Kassen (zum Beispiel hinsichtlich der Übernahme der Behandlungskosten).

Quelle: Seniorenratgeber Januar 2006

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Invasive Mammadiagnostik

Invasive Verfahren:
Feinnadelaspiration (FNA)
Feinnadelbiopsie (FNB)
Vakuumbiopsie 
Autor: Prof. Dr. med. Volker Barth (Impressum)
Quelle: Atlas der Mammadiagnostik

Invasive Verfahren

 

Invasiv (eingreifend) wird die Mammadiagnostik, wenn sie sich nicht nur auf die bildgebenden Verfahren wie Mammographie, Sonographie (Ultraschall) und Kernspintomographie stützt. Zusätzlich zu diesen Verfahren werden Punktionen mit Zell- und Gewebsentnahmen gemacht. Auf eine aufwändige Operation (offene Biopsie) zum Zweck der feingeweblichen Analyse einer Veränderung in der Brust kann verzichtet werden.

Die offene Biopsie ist psychisch belastend und wird meist im Krankenhaus durchgeführt. Die invasiven Techniken erfolgen dagegen ambulant. Die meisten Operationen zur Klärung oder Entfernung gutartiger Brust-Knoten sind unnötig! Es wird noch viel zu viel operiert!

In Frage kommen:

- Feinnadelaspiration (FNA) mit Entnahme von Zellen zur zytologischen Untersuchung
- Feinnadelbiopsie (FNB, corebiopsy, Stanzbiopsie) zur feingeweblichen (histologischen) Gewebebeurteilung
- Vakuumbiopsie mit Entnahme größerer Gewebezylinder zur Knotenentfernung mit feingeweblicher Analyse

Die invasiven Techniken werden entweder „freihändig“ (bei tastbaren Veränderungen), ultraschallgesteuert (bei im Ultraschallbild sichtbaren Knoten) oder röntgengesteuert (digital-stereotaktisch) bei nur im Mammogramm nachzuweisenden Veränderungen durchgeführt.

Mikrokalk – im Ultraschall meist nicht sichtbar – muss digital-stereotaktisch abgeklärt werden. Hierzu stehen unterschiedliche Einrichtungen zur Verfügung. Im eigenen Arbeitskreis werden die Verkalkungen mit einem digitalstereotaktischen Gerät (Senovision, Firma General Electric, oder Sterotaxie-Einheit Fa. Giotto, IMS (Italien)) millimetergenau in der Brust aufgesucht und feinnadelbiopsiert (gestanzt). Die Einrichtung kostet etwa 125.000 Euro. Folglich sind die Biopsien nicht billig, aber wesentlich billiger als z. B. eine offene Biopsie im Krankenhaus und für die Patientin sehr viel weniger belastend.

Eine relativ kostengünstige Alternative zu den relativ teuren Biopsieeinheiten (Fisher, Lorrad u. a.) ist die Einrichtung der Firma Giotto (IMS Italien). Das digitale Mammographiegerät wird zusammen mit einem Punktionstisch verwendet und die Punktion erfolgt ebenfalls in Bauchlage. Sie ist aber auch im Sitzen möglich.

Feinnadelaspiration (FNA)

Dieses Verfahren ist schnell einsetzbar, billig und nahezu schmerzlos. Bei tastbaren Veränderungen (Knoten, Verhärtungen) wird ohne örtliche Betäubung mit einer dünnen Nadel Gewebe aus der Veränderung mit Unterdruck entnommen, auf Objektträgern verteilt, gefärbt und begutachtet. Optimal ist das Handling, wenn Spritze und Nadel über einen Verbindungsschlauch miteinander verbunden sind. Dann kann die Helferin das Vakuum (1-2 ml in einer 10 ccm Spritze) erzeugen und der Arzt sich auf die zielgenaue Lokalisation der Nadel unter Ultraschallsicht konzentrieren.

Das Ergebnis liegt am gleichen Tag vor, der Eingriff ist minimal und die Gefahr der Zellverschleppung innerhalb der Brust verschwindend gering. Die Sicherheit der Diagnose hängt von der Professionalität des untersuchenden Arztes ab. Bei einem bösartigen Punktionsergebnis ist die Diagnose sicher. Ist der Befund gutartig, ist die Diagnose nur zu 90 Prozent gesichert. Auf einen gutartigen Befund kann man sich also nicht immer verlassen. Bei einem unsicheren Zytologie-Befund sollte eine Feinnadelbiopsie (FNB) erfolgen.
Diese ist genauer als die FNA, da der Pathologe das zusammenhängende Gewebe und nicht nur einzelne Zellen begutachtet.

Die FNA erlaubt aber immerhin in der Hand des Geübten eine Vorhersage, ob es sich eher um einen gut- oder bösartigen Prozess handelt. Durch dieses Verfahren lassen sich mehr als 90 Prozent aller Karzinome sichern. Außerdem gibt es Regionen in der Brust (hinter der Brustwarze, in Achselhöhe oder unmittelbar unter der Haut), die einer FNB schwer zugänglich, aber mit der FNA gut erreichbar sind.
Leider wird die FNA immer seltener eingesetzt, weil sie nur noch wenige Diagnostiker und Pathologen beherrschen und deshalb FNBs und Vakuumbiopsien zur feingeweblichen Beurteilung bevorzugen. Schade, denn die FNA ist schneller und wesentlich billiger durchzuführen als eine FNB. Die Traumatisierung der Brust ist bei einer Punktion mit sehr dünner Nadel weitaus geringer als bei Feinnadel- oder Vakuumbiopsien (Blutungen, Schmerzen u.a.). Natürlich steigen auch die Kosten von der FNA über die FNB bis hin zur Vakuumbiopsie überproportional an (ca. 10 à 100 à 1000 Euro).

Durch die Feinnadelaspiration können zahlreiche (unnötige) diagnostische Operationen vermieden werden.

Feinnadelbiopsie (FNB) / CoreBiopsy / Stanzbiopsie

Hierbei werden tastbare oder mammographisch bzw. sonographisch sichtbare Veränderungen nach örtlicher Betäubung mit einer etwas dickeren (2.5 mm) Nadel als bei der FNA punktiert. Alle, auch tastbare, Knoten sollten ultraschallgesteuert punktiert werden.

Dazu wird ein spezielles Gerät benutzt, dass die Nadel mit Hilfe einer Führungshülse und unter Röntgen- oder Ultraschallkontrolle in hoher Geschwindigkeit in den auffälligen Herd „schießt“. Dies verursacht im Allgemeinen keinen Schmerz. Über die Führungshülse werden dann mehrere Gewebezylinder für die feingewebliche Untersuchung entnommen. Auf digital-stereotaktischem (mammographisch-kontrolliertem) Weg können auch gruppierte Kalkablagerungen „gestanzt“ werden. Dadurch kann in vielen Fällen eine offene Biopsie vermieden werden. Die Diagnose durch eine FNB ist genau so sicher wie bei einer Vakuumbiopsie bzw. bei operativer Entfernung des Tumors, wenn mindestens acht Gewebezylinder entnommen werden, in denen Kalk enthalten ist.

Der Vorteil der FNB gegenüber der FNA ist, dass bei einem gutartigen Tumor meistens keine Operation (offene Biopsie ) mehr nötig ist. Denn gutartige Knoten ohne atypische Zellen (Fibroadenome, Papillome, u. a.) entarten nicht häufiger als normales Drüsengewebe. Entfernt werden sie, wenn der Knoten psychisch belastend ist oder z. B. eine Schwangerschaft geplant ist. Bei einem bösartigen Befund entfällt zumindest die Schnellschnitt-Untersuchung während der Operation (ein-zeitiges Vorgehen), wodurch sich die Operationszeit wesentlich verkürzt. Außerdem wird der bösartige Tumor mit größerer Sicherheit, d. h. mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe, entfernt als bei einer offenen zwei-zeitigen Biopsie, wenn die Bösartigkeit des Herdes schon vor der Operation durch eine FNB gesichert wurde. In diesem Falle sollte vor der Operation möglichst noch eine Kernspintomographie durchgeführt werden, um abzuklären, ob noch weitere Herde in der betroffenen oder in der klinisch gesunden Brust vorhanden sind. Dies wiederum beeinflusst die Operationstechnik und die Rezidivhäufigkeit.
Auch für die Patientin ist es besser, im Fall eines bösartigen Prozesses bereits vor der Operation Bescheid zu wissen. So kann sie vorab mit dem Arzt das weitere Vorgehen, die Heilungschancen, den Erhalt der Brust und vieles andere besprechen.

Laut S-3-Leitlinien sollte bei 80 % der Operationen bereits im Vorfeld die Diagnose durch eine Intervention gesichert sein. Es erhebt sich allerdings die Frage, warum nicht bei allen operativen Eingriffen die Diagnose bereits vorher klar sein sollte?

Durch die FNB können etwa 25 % aller diagnostischen Operationen vermieden werden.

Vakuumbiopsie

Wenn sich bei der FNB herausstellt, dass ein gutartiger (aber operationsbedürftiger) Knoten oder kleiner Unruheherd vorliegt, der eventuell in die Vorstufe eines bösartigen Prozesses übergehen kann (kleinherdige atypisch duktale (ADH) oder lobuläre Hyperplasie (ALH)), kann die Veränderung per Vakuumbiopsie entfernt werden. Sonographisch oder digital-stereotaktisch gesteuert wird dann eine dickere Nadel nach örtlicher Betäubung in die auffällige Geweberegion eingeführt, die unter Rotation der Nadel schrittweise abgesaugt wird. Im eigenen Arbeitskreis erfolgt dies entweder im Sitzen an einem normalen Mammographiegerät (Senovision, GE) oder im Liegen am Stereotaxie -Gerät von Giotto (IMS, Italien). In anderen Instituten wird ein spezieller Punktionstisch, z. B. Fisher-Tisch, verwendet, auf dem die Patientin während der Prozedur auf dem Bauch liegt. Da es möglich ist, dass der Eingriff bei der Patientin einen so genannten vagovasalen Blutdruckabfall und folglich Kreislaufschwierigkeiten auslöst, ist bei Punktionen im Sitzen ein umklappbarer Stuhl oder eine Liege in unmittelbarer Nähe sinnvoll.

Sollte sich bei der Feinnadelaspiration oder der Feinnadelbiopsie ein bösartiger Prozess oder eine Vorstufe herausstellen (duktalesinsitu-Carzinom (DCIS), infiltrierender bösartiger Tumor), so ist in jedem Falle eine offene Biopsie erforderlich. Denn der Tumor muss im Gesunden entfernt werden, was durch eine FNB und/oder Vakuumbiopsie nicht ausreichend sicher gelingt. Die offene Biopsie sollte nur für potentiell bösartige Prozesse vorbehalten sein oder für gutartige Knoten, auf deren Entfernung die Frau besteht.

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Vortrag über Hyperthermie und biologische Krebs-Therapie
am 25. Januar 2006 in der Stadthalle Rheine

Wegen Schnee und Eisglätte an diesem Tag hatten sich vier MUT-Mitglieder mit der Deutschen Bundesbahn auf den Weg nach Rheine gemacht. Das Thema war interessant, und so waren trotz des schlechten Wetters etwa 100 Zuhörer beim Vortrag in der Stadthalle Rheine.

Frau Dr. med. Bozena Kilarski hatte aus Anlass der Inbetriebnahme eines lokalen Hyperthermie-Gerätes Patienten und Interessierte eingeladen. Sie ist Fachärztin für Anästhesie im Krankenhaus und hat eine Privat-Praxis für Naturheilverfahren in Rheine. Zu Beginn informierte Frau Dr. Kilarski über Naturheilverfahren in der Krebstherapie. Die Naturheilkunde sei in der Lage, nach Abschluss der schulmedizinischen Behandlungen den Körper zu unterstützen und die Abwehrkräfte zu stärken. Auch Ernährung, Sport und Psychohygiene seien ganz wichtig. Eine Darmsanierung soll für eine gute Verdauung sorgen. Enzyme unterstützten das Abwehrsystem. Und Vitamin C und Thymuspräparate seien ganz wichtig für Krebspatienten.

Anschließend hielt der Referent Dr. med. Holger Wehner, Chefarzt der „Gisunt“-Klinik in Zetel (Nähe Wilhelmshaven) und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hyperthermie, einen Vortrag über Hyperthermie in der Krebs -Therapie. 1985 hatte er erste Kontakte mit diesem Verfahren. Heute würden etwa 1200 Patienten jährlich in der „Gisunt“-Klinik behandelt. Im Jahr 1996 sei die Hyperthermie in die Gebührenordnung aufgenommen worden. Es gäbe viele Studien über die Wirksamkeit der Hyperthermie. Beispielsweise hätte eine Studie mit 600 Patienten in einem späten Krankheitsstadium (Tumoren mit unkontrolliertem Wachstum) gezeigt, dass von 490 geprüften Fällen noch 50% ein Ansprechen auf die Therapie zeigten.

Zur Wirkung der Regionalen Tiefen-Hyperthermie: Wenn elektromagnetische Wellen, wie sie beispielsweise von der Antenne eines Radiosenders abgestrahlt werden, auf einen elektrischen Leiter treffen, werden sie absorbiert, und ein Strom wird induziert. Durch den elektrischen Widerstand des Leiters entsteht Wärme. Da auch biologisches Gewebe ein Leiter für den elektrischen Strom ist, kann man es auf diese Weise erwärmen (Beispiel: Mikrowellengerät).

Durch eine spezielle Antennenanordnung und den Einsatz einer Trägerfrequenz von 13,56 MHz mit niederfrequenter Modulation kann eine begrenzte Körperregion erwärmt werden, wobei durch physikalische und biologische Unterschiede die Erwärmung von tumorösem Gewebe wesentlich stärker ist.

Die Aufheizung des Tumorgewebes bis auf 44 °C erwärmt zum Teil auch angrenzendes gesundes Gewebe, das jedoch die Wärme leicht abführen kann, indem es seine Durchblutung steigert, eine Fähigkeit, die das Tumorgewebe aufgrund seiner primitiveren Blutversorgung nicht besitzt. Dies führt im Tumorgewebe zu einem Hitzestau und in dessen Folge zu einer Unterversorgung der Tumorzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Unter anderem beeinflussen auch chemische und physikalische Vorgänge die Krebszellen, so dass sie absterben bzw. das Wachstum des tumorösen Gewebes gestoppt werden kann.

Antonia Waning

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Hyperthermie
Mit Wärme heilen

„Gib mir die Macht, Fieber zu erzeugen, und ich heile jede Krankheit!“ Schon im Altertum wusste man um die heilende Kraft des Fiebers, wie dieser Satz des griechischen Arztes Parmenides beweist. Bei Fieber passiert im Hypothalamus, der Regelzentrale im Gehirn, genau das, was geschieht, wenn Sie zu Hause die zentrale Steuerung der Heizung um einige Grad höher drehen: Bei Fieber wird der Sollwert im Körper verstellt. Dadurch unterscheidet es sich von der Hyperthermie, bei der die Wärme von außen zugeführt wird und der Sollwert gleich bleibt. Fieber wird durch so genannte Pyrogene ausgelöst, die eine ganze Kaskade von Reaktionen ablaufen lassen. Es hat nicht nur die Aufgabe, den Patienten „lahm“ zu legen, damit er regenerieren kann. Durch die erhöhte Temperatur laufen auch biochemische Vorgänge im Körper schneller ab, die Abwehrvorgänge im Körper werden unterstützt. Anders bei der Hyperthermie. Dort wirkt die künstliche Erwärmung des Körpers weniger auf die Immunabwehr, sondern direkt auf die Tumorzellen. Diese haben einen veränderten Stoffwechsel, der sie temperaturempfindlich macht. Tumorzellen werden durch die Hitze geschädigt, normale Körperzellen nicht. Heute gehört die Hyperthermie zu den wenigen Verfahren, die sowohl von der Biologischen als auch von der so genannten Schulmedizin angewandt werden. In der Biologischen Therapie setzen die Ärzte vor allem auf die direkte zytotoxische Wirkung der Erwärmung. Dabei wird das Tumorgewebe auf bis zu 42 Grad erwärmt, bei Temperaturen über 43 Grad sterben die Krebszellen ab. Wiederholt man diese Prozedur mehrfach oder lässt sie längere Zeit andauern, bilden die Zellen so genannte Hitzeschockproteine (HSP) oder Stressproteine. Sie sind ein weiterer Schlüssel in der biologischen Anwendung der Hyperthermie: Krebs entsteht unter anderem, weil das Immunsystem die Krebszellen nicht erkennt und daher nicht gegen sie vorgeht. Die Hitzebehandlung hilft dem Immunsystem auf die Sprünge: Zellen, die diese Eiweiße bilden, können vom Immunsystem als geschädigte Zellen erkannt und unschädlich gemacht werden. In der so genannten Schulmedizin wird die Hyperthermie ausschließlich in Verbindung mit Chemo- oder Strahlentherapie angewandt. Die Behandlung wird an einzelnen Zentren an Kliniken und nur im Rahmen von Studien durchgeführt. Das Forschungsinteresse ist groß, da Zytostatika oder auch Strahlen in Verbindung mit Hyperthermie niedriger dosiert werden können und besser wirken. Hier nutzt man vor allem die indirekte Wirkung der Hitze: Durch die Erwärmung weiten sich die Blutgefäße. Der Tumor wird besser durchblutet, dadurch erreichen Zytostatika die Tumorzellen besser. Auf diese Weise kann die Konzentration der Chemotherapie auch in großen, schlecht durchbluteten Tumoren erhöht werden. Resistenzen werden herabgesetzt. Die erhöhte Durchblutung verbessert außerdem die Sauerstoffversorgung im Tumor. Dies verstärkt – genauso wie die Hitzeschädigung der Zellen selbst – die Wirkung einer Strahlentherapie. Die meisten Verfahren nutzen elektromagnetische Wellen oder Ultraschall. Mit beiden können die Therapeuten die Erwärmung gut steuern. Ultraschall hat den Nachteil, dass er die Knochen nur schlecht durchdringt, d.h. Tumore, die wie im Becken von Knochen umgeben sind, können schlecht erreicht werden. Bei den meisten Systemen werden unter örtlicher Betäubung oder Narkose Temperatursonden in den Tumor eingeführt, um die Erwärmung zu überwachen. Gute Ergebnisse mit einer besonderen Form der Hyperthermie gibt es bei Patientinnen mit Eierstockkrebs, der gegenüber Chemotherapie resistent ist und bereits gestreut hat. An der BioMed Klinik in Bad Bergzabern behandelte Dr. Dr. E.-D . Hager 36 Frauen zwischen 18 und 75 Jahren mit einer örtlichen Form der intraperitonealen hyperthermischen Perfusions-Chemotherapie, kurz IPHT. Diese besondere Form der Chemotherapie wird lokal angewandt und ist mit weniger Nebenwirkungen verbunden. Die Behandlung verlängerte die Überlebenszeit und die Lebensqualität der behandelten Frauen. Einige Patientinnen sprachen selbst beim 25-sten Zyklus noch auf die Behandlung an. Bei diesem Verfahren wird der Bauchraum mit heißer Flüssigkeit durchspült, die Zytostatika enthält. Die Ergebnisse wurden in einer Studie (Int JGynecolCancer 2001, 11(Suppl1), 57-63) veröffentlicht. (...) Ein weiteres besonderes Verfahren wurde für die Behandlung von Lebermetastasen entwickelt. Es kann auch bei Tumoren angewendet werden, die nicht zu operieren sind. Dabei werden die Tochtergeschwüre bei extrem hohen Temperaturen „verkocht“ oder „verschmort“. Die Reste der verschmorten Zellen werden vom Körper abgebaut. Für dieses Verfahren werden Sonden direkt in die betroffenen Regionen in der Leber eingeführt und dieses Gewebe auf  60 bis 100 Grad erhitzt. Die Behandlung kann unter lokaler Betäubung durchgeführt werden und belastet den Körper nicht. Daher können auch ältere oder geschwächte Patienten gut behandelt werden. Die Ergebnisse sind viel versprechend: Gegenüber der Chemotherapie sind die so behandelten Patienten doppelt so lange tumorfrei. Einige Patienten sind schon seit fünf Jahren ohne Rückfall.

Die Gesetzlichen und Privaten Krankenkassen müssen die Kosten für eine Hyperthermie nicht übernehmen. Patienten sollten das in ihrem speziellen Fall klären, bevor sie mit der Behandlung beginnen. Ein Therapieinfo zur Hyperthermie (auch mit Richtwerten zu den Kosten) gibt es bei der Geschäftsstelle der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK), Postfach 10 25 49, 69015 Heidelberg.

(aus: Impulse, 11/2004, Ausgabe 85)

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Schwangerschaft und Brustkrebs

(NAM) Brustkrebs ist nicht nur der häufigste bösartige Tumor von Frauen, sondern auch von Schwangeren. Mittlerweile wird etwa jedes 50. Mammakarzinom bei einer schwangeren Frau entdeckt. Obwohl die Diagnose häufig erst spät erfolgt, ist die Prognose für die Betroffenen relativ günstig.

„Leider gehört die Brustuntersuchung nicht zur Vorsorge“, kritisierte Sibylle Loibl aus Frankfurt am Main auf der Jahrestagung der Deutschsprachigen Fachgesellschaften für Senologie (Erkrankungen der Brustdrüse). Daher sind die Tumoren bei der Diagnose relativ groß und weit fortgeschritten, und 50 bis 80 Prozent der Frauen haben bereits befallene Lymphknoten. Außerdem weisen die Mammakarzinome häufiger nachteilige Gewebeeigenschaften auf. Schließlich können erhöhte Spiegel an Sexualhormonen während der Schwangerschaft das Wachstum der Krebszellen fördern.

Erstaunlicherweise wirken sich diese Faktoren aber nicht negativ aus: In Vergleichsstudien lebten 86 Prozent der Schwangeren mit Brustkrebs zehn Jahre nach der Diagnose noch – in der Gruppe der Nichtschwangeren waren es nur 74 Prozent. Dieses Resultat ist umso verwunderlicher, als der Tumor bei schwangeren Frauen später nachgewiesen wird. Von den ersten Symptomen bis zur Diagnose dauert es bei ihnen durchschnittlich 8,2 Monate, sonst dagegen 1,9 Monate.

„Die geringere Sterberate geht wohl einerseits auf Antikörper zurück, die das Immunsystem stärken, und andererseits auf psychologische Einflüsse: Die Mütter setzen alles daran, ihre Kinder zu betreuen und aufwachsen zu sehen, Helping-mother-Effekt genannt“, kommentierte Irene Thiel aus Graz die Daten.

Bei einem auffälligen Tastbefund sollte auch während der Schwangerschaft unbedingt eine genaue Abklärung erfolgen, so Thiel. Eine Ultraschalluntersuchung gilt als völlig ungefährlich. Auch ein Röntgenbild der Brust (Mammographie) ist in der Regel mit keinem Risiko für das Ungeborene verbunden. Allerdings ergibt ein Viertel der Aufnahmen bei Schwangeren keinen Befund, obwohl Brustkrebs vorliegt. Daher ist es wichtig, jede knotige Struktur anhand einer Gewebeprobe zu untersuchen. JG

Quelle: Ärzte Zeitung vom 11.10.2005

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Internet-Recherchen…….Internet-Recherchen……….

HERA-Studie: Herceptin senkt Rückfallrate um fast die Hälfte

Über 5.000 Frauen nahmen an einer weltweit durchgeführten Studie teil, in der die Immuntherapie bei Brustkrebs mit dem Antikörper Herceptin getestet wurde. Das Brustzentrum des Universitätsklinikums Düsseldorf war als zweitstärkstes Zentrum in Europa maßgeblich an der HERA-Studie beteiligt. Die Untersuchung bestätigt den Erfolg des Medikaments bei einer besonders aggressiven Art des Brustkrebses, von dem jede vierte Patientin betroffen ist. Die Antikörper-Therapie in einem frühen Stadium des Krebses reduziert das Risiko einer Wiedererkrankung um 46 Prozent. Die Daten wurden jüngst im renommierten „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht.

Herceptin wirkt wie eine passive Impfung. Der Antikörper wurde entwickelt, um die Aktivität eines bestimmten Proteins auf der Oberfläche der Krebszellen zu blockieren. Die europäische „Breast International Group“ empfiehlt nun als Konsequenz, alle Brusttumore frühzeitig auf das HER2-Protein zu testen und bei positivem Ergebnis Patientinnen mit Herceptin zu behandeln. In einem frühen Stadium ist die Therapie am erfolgreichsten. Die Deutlichkeit der Ergebnisse hat bereits in einigen Ländern dazu geführt, dass Herceptin in die Behandlungsrichtlinien für den HER2-positiven Brustkrebs aufgenommen wurde.

In Zusammenarbeit mit dem Brustzentrum des Universitätsklinikums Düsseldorf führt die Westdeutsche Studiengruppe neue innovative Studienkonzepte durch. Demnächst wird beispielsweise der genetische Fingerabdruck eines Tumors, der mit Hilfe der Mikroarray-Chiptechnologie analysiert wird, eine wichtige Entscheidungshilfe sein.

Kontakt: Prof. Dr. Ulrike Nitz, Koordinatorin des Brustzentrums des Universitätsklinikums Düsseldorf, Tel.: 0211 / 81-19090

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news136085

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Bestrahlung nach brusterhaltender Operation senkt die Sterblichkeit

(NAM) Frauen, die an einem Mammakarzinom erkrankt sind und brusterhaltend operiert werden, sollten danach eine Bestrahlung (Radiotherapie) erhalten. Denn die Nachbehandlung verringert die Sterblichkeit bei den betroffenen Patientinnen. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Wissenschaftlerteam in einer großen Vergleichsstudie. Die Forscher hatten die Daten von über 40.000 Frauen ausgewertet, die an Brustkrebs im Frühstadium erkrankt waren.

Diverse Untersuchungen ergaben bereits Hinweise darauf, dass eine Bestrahlung direkt im Anschluss an einen brusterhaltenden Eingriff (Lumpektomie) die Rate der Rückfälle (Rezidive) reduziert. Allerdings war unklar, ob damit auch die Überlebensrate der Patientinnen stieg. Einige Experten hatten argumentiert, eine Radiotherapie sei nicht sinnvoll. Komme es zu einem Wiederauftreten des Tumors in der gleichen Brust, könne dieser wiederum chirurgisch entfernt werden. Schließlich sei die Bestrahlung auch mit Nebenwirkungen verbunden.

Die Autoren der aktuellen Studie widersprechen dieser Auffassung. Ihre Analyse zeigt, dass eine Bestrahlung nicht nur die Häufigkeit lokaler Rückfälle verringert, sondern auch die Sterblichkeit: Die Forscher haben berechnet, dass auf vier Rezidive ein Todesfall kommt. Entsprechend verbessert eine Senkung der Rückfallrate die Überlebenschancen.

Sarah Darby, eine der Studienleiterinnen, erklärt: „Wir wussten schon, dass die Radiotherapie das Risiko eines lokalen Brustkrebsrezidives substanziell vermindert; jetzt wissen wir, dass sie auch das Langzeitrisiko, an der Krankheit zu sterben, reduziert.“ Nach einer brusterhaltenden Operation lag das Risiko eines Wiederauftretens der Krebserkrankung in der gleichen Brust innerhalb der nächsten fünf Jahre mit Bestrahlung