MUT e.V.  Münster
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 Bearbeitung:
 Martin Schneider

Info-Brief 14

Liebe Leserin, lieber Leser!

Nachstehend finden Sie den Info-Brief 14 von MUT e. V.  April 2004.

Der Brief  wurde in einer besonderen Text-Datei zusammengefasst, das Layout dieser Datei entspricht natürlich nicht dem Layout des Originals. Es fehlen ggf. ein paar Bilder. Den Text haben wir hier als Fließtext erfasst - keine Spalten, wie im Original. Das Original können Sie sich als PDF-Datei anschauen.

Der Info-Brief 14 als PDF-Datei.

14. Info-Brief     April 2004

M U T  e . V .
Frauen   und  Männer    im   Kampf  gegen   Brustkrebs

M  ü  n  s  t  e  r

Toleranz ist der Entschluss, anderen das Anderssein zu gestatten.
(Verfasser unbekannt)

Themen dieser Ausgabe (u.a.):

Einladung zur MUT – Sommerfahrt am 17. Juli 2004
Florale Bilder gestalten – ein Projekt von MUT
„Der Wächterlymphknoten – Was ist das?“
„Aktuelles zur Antikörpertherapie mit Herceptin®“
„Sozialrechtliche Möglichkeiten bei Brustkrebs“
Literaturkreis “...Worte sind wie Sterne“
Bericht über die Mitgliederversammlung von MUT

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Die wahre Entdeckungsreise
besteht nicht darin,
dass man neue Landschaften sucht,
sondern dass man
mit neuen Augen sieht.

Marcel Proust

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Grußwort 

Aktuelle Termine und Veranstaltungen

Vorträge MUT 1. Hj. 2004
Entspannung und Bewegung im Wasser
Einladung zur MUT – Sommerfahrt am 17. Juli 2004
Voraussichtliche Veranstaltungstermine des Brustzentrums Münster 2004

Rückblick

Informationstag Brustkrebs am 07. März 2004 in Bad Hamm
Florale Bilder gestalten – ein Projekt von MUT (von Antonia Waning)

Fachbeiträge/Fachberichte

„Der Wächterlymphknoten – Was ist das?“ von Dr. med. Albert Neff, Clemenshospital Münster
„Aktuelles zur Antikörpertherapie mit Herceptin®“
von Priv.-Doz. Dr. med. Christian Jackisch, Philipps-Universität Marburg

„Sozialrechtliche Möglichkeiten bei Brustkrebs“
von Dipl.-Sozialpäd. Monika Hitz, St. Franziskus-Hospital Münster

Internet-Recherche:
Häufige Gesundheitsprobleme von jungen Brustkrebsüberlebenden
Senologen wollen internationale Brustkrebsleitlinien zusammenführen
Chronikerprogramm soll Zahl der Brustkrebstoten deutlich senken
Programm zur Früherkennung von Brustkrebs wird eingeführt

Erfahrungsberichte

Unklarheiten bei der Lymphknoten-Entnahme – wie viele müssen es sein?
Literaturkreis “...Worte sind wie Sterne“ von Birgit Dépel

Rubrik: Was es sonst noch gibt

Vereinsinformationen
Bericht über die Mitgliederversammlung von MUT
Wir stellen vor: Webmaster Martin Schneider
Literatur-Tipp:
Das Lymphödem – Vorbeugung und Behandlung
Krebs – den Lebensfaden wiederfinden
Literaturliste von MUT
Buchtipp für AOK-Mitglieder
Hinweis zum Thema „Verdacht auf Brustkrebs durch Deo“
Broschüre der AOK: Naturheilverfahren – „Sanft heilen“
Medizin-News:
Den Tumor aushungern
Miniatur-Bestrahlung
Sanfte Hormonblocker
Metronomische Therapie

Kleiner Pressespiegel

„Erfolgreiches Jahr für MUT“ (MZ, 17.03.04)
„Rundum positives Jahr“ (WN, 16.03.04)
„Brustimplantate“ (test 3/2004)
“Brustkrebs: Mitsprache gefordert” (WN, 02.03.04)
„Krebsregister für NRW“ (WN, 19.03.04)
„Rangliste für Krankenhäuser“ (05.02.04)
„Zuzahlung im Internet errechnen“ (WN, 24.02.04)
„Jetzt heißt es Nachrechnen“ (test, 3/04)
„Geschäfte mit dem guten Ruf“ (Süddeutsche Zeitung Nr. 277 vom 02.12.03)

Die Schmunzelecke

Eisbären

Impressum

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Grußwort

Liebe Vereinsmitglieder,

sehr geehrte Leserinnen und Leser,

der amerikanische Krebstherapeut Carl Simonton sagte einmal: „Auslöser von Krankheiten sind nicht unsere Probleme, sondern der Umgang mit ihnen.“ Wenn sich Eltern auf ein Kind freuen und sie gefragt werden, was sie sich wünschen – Junge oder Mädchen, dann antworten sie meistens: „Hauptsache gesund!“ Der ältere Mensch beantwortet die Frage nach einem Geburtstagswunsch in der Regel ebenfalls mit: “Hauptsache gesund.“ Die Gesundheit eines Menschen ist sicherlich das höchste Gut. Aber was ist, wenn wir krank werden und die Körperbalance aus dem Gleichgewicht gerät? Warum es Krankheit gibt, kann niemand beantworten. Ist Gesundheit das Schweigen der Organe? Bei einer Krankheit schimpfen die Organe, und bei Krebs rebelliert ein Organ. Warum beschimpfen wir so oft unsere kranken Organe und loben nicht unsere gesunden Organe? Der erkrankte Mensch sucht Deutungen und Anhaltspunkte dafür in seinem Leben. Warum trifft es gerade mich? Die Suche nach Ursachen im persönlichen Lebenszusammenhang mündet aber leicht in Schuldzuweisungen, die zusätzlich zur Erkrankung sehr belasten und nicht weiter helfen.

In so einer Situation ist eine fachliche Hilfe durch Psychotherapeuten, Psychoonkologen und Psychologen angebracht. Doch erkrankte Menschen scheuen oftmals davor, diesen Schritt zu tun. Es bedarf manchmal einer großen Überwindung, sich anderen Menschen anzuvertrauen und über die eigenen Gefühle zu sprechen. Die Nähe zum Tod, aber auch das Glück, wieder weiter leben zu dürfen, sind Dimensionen, die das Leben der Betroffenen tief prägt. Sie entwickeln neue Kräfte und versuchen dem eigenen Leben eine „sinnvolle“ neue Richtung zu geben. Das Leben wird bewusster und intensiver wahrgenommen. Einige Menschen wachsen förmlich über sich hinaus und entdecken neue Kräfte, Schaffensfreude und Kreativität.

In der Ausgabe dieses Info-Briefes veröffentlichen wir Erfahrungsberichte betroffener Frauen, die einen Ausflug in die Literatur unternommen und eigene Erfahrungen in der Gestaltung floraler Bilder gesammelt haben.

Bis zur Herausgabe des nächsten Info-Briefes wünsche ich Ihnen eine angenehme und schöne Zeit.

Ihre
Gisela Schneider
1. Vorsitzende

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Lachen, Freude und Glücksgefühle
sind die gesündeste Nahrung für die Seele.

Aktuelle Termine und Veranstaltungen

Vorträge 1. Hj. 2004

28. April 2004

„Möglichkeiten und Grenzen der ambulanten Chemotherapie bei Brustkrebspatientinnen“

Dr. med. Jürgen Wehmeyer, niedergelassener Hämatologe und Onkologe, Münster

26. Mai 2004

„Angstbewältigung bei Brustkrebs“

Dr. Gerhard Strittmatter, Dipl.-Psych., Dipl.-Theol., Fachklinik Hornheide, Münster-Handorf

 

30. Juni 2004

„Behandlungsprinzipien zur Schmerzbewältigung bei Brustkrebs“

Dr. med. Ulrich Irskens, Oberarzt für Anästhesie, Herz-Jesu-Krankenhaus, Münster-Hiltrup

 

Alle Vorträge im Veranstaltungssaal der Sparkasse Münsterland Ost, Hötteweg 10,

Münster-Innenstadt. Beginn 19 Uhr. Eintritt frei

 

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Entspannung und Bewegung im Wasser
für an Brustkrebs erkrankte Frauen
nur für Vereinsmitglieder

Dieses Angebot unterstützt brustoperierte Frauen darin, Verspannungen aufzulösen, die Beweglichkeit zu steigern und das Körpergefühl zu verbessern. Für die Teilnahme ist es nicht erforderlich, schwimmen zu können.

Termine für 2004:     Kurs Nr. 1 vom 03.05.2004 - 19.07.2004
                 Kurs Nr. 2 vom 06.09.2004 - 13.12.2004

Zeit:                      Jeweils montags von 17.45 h bis 19.00 h

Ort:                      Bewegungsbad des Clemenshospitals
                Düesbergweg 124, 48153 Münster

Gebühr:               Kurs Nr. 1 - 11 Abende - 22,00 €
                Kurs Nr. 2 - 13 Abende - 26,00 €

                            Die Kursgebühr ist jeweils im voraus - mit Kursbeginn - fällig!
                Eine Rückerstattung der Kursgebühr erfolgt nicht!

Kursleiterin:        Christa Reißmann                  

Anmeldung:              Es ist eine schriftliche Anmeldung per Anmeldekarte erforderlich. Bitte
                berücksichtigen Sie: Falls sich mehr Teilnehmerinnen anmelden, als der Kurs
                aufnehmen kann, erfolgt die Kursbelegung in der Reihenfolge der eingehenden
                Anmeldungen.       

Teilnehmerzahl:        Die Teilnehmerzahl ist auf max. 8 Personen begrenzt

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Einladung zur MUT – Sommerfahrt am 17. Juli 2004

Wir laden Sie/Euch ganz herzlich ein, mit uns eine Sommerfahrt in die Baumberge zu machen. Treffpunkt zur Abfahrt mit dem Auto (Fahrgemeinschaften) ist um 13.30 Uhr am Vereinsbüro in Münster-Hiltrup.

Erste Station soll der Tilbecker Barfußgang sein. Er beginnt am Parkplatz neben dem Wasserturm des Stiftes Tilbeck. In knapp einer Stunde wandern wir 2,5 km durch die Landschaft am Fuße der Baumberge. Bei gutem Wetter können wir barfuß über Wiesen, Äcker, durch Wälder gehen. Dabei erleben wir das Gefühl von Gras und Wiese, Rindenmulch, Ackerboden, Sand, Asphalt, Kies …, spüren die Unterschiedlichkeit des Bodens.

Unterwegs bieten Bänke, Sitzgelegenheiten und Pavillons Möglichkeiten zur Rast. Am Endpunkt können wir an einer Wasserstelle unsere Füße waschen.

Dann fahren wir zum Café im Sandsteinmuseum Havixbeck. Hier ist der Tisch für uns gedeckt, damit wir uns gemütlich bei Kaffee und Kuchen stärken können. Wer möchte, kann sich in diesem Café auch die individuell gefertigten Produkte der Münsterländer Marzipan ManufakturKöster-Oberbeck ansehen.

Haben wir Sie/Euch neugierig gemacht? Dann freuen wir uns auf eine telefonische Anmeldung bis zum 01.06.2004 über das MUT-Büro, Tel. 02501 – 70705, mittwochs und donnerstags in der Zeit von 16.00 – 18.00 Uhr.

Der Vorstand von MUT e.V.
Gisela Schneider, Birgit Dépel, Antonia Waning, Helga Arnold und Marianne Röhr

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Voraussichtliche Veranstaltungstermine des
Brustzentrums Münster 2004

06.07.2004 (19.00-20.30 h) Fortbildung Brustzentrum
„Aktuelle Entwicklungen im DMP Mammakarzinom“
Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

07.07.2004 (16.30-18.00 h) Fortbildung des Institutes für Klinische Radiologie
„Vakuumsaugbiopsie der Mamma: Erfahrung über 2 Jahre“ 

05.10.2004 (19.00-20.30 h) Fortbildung Brustzentrum
„IORT – Intraoperative Bestrahlung beim primären Mamma-Karzinom“
Institut für Strahlentherapie – Radioonkologie –
Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

12./13.11.2004 (09.00-17.00 h) Fortbildung Brustzentrum
„Patientinnen-Tag“

19.11.2004 Fortbildung Brustzentrum
„Sentinel Lymph Node Scintigraphy in Breast Cancer“
E. Bombardieri, Mailand
Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin
Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Der Ort der Veranstaltungen wird durch die Einladung kurzfristig bekannt gegeben.

(Das Brustzentrum Münster ist eine Kooperation der Kliniken:
Universitätsklinikum Münster, St. Franziskus-Hospital Münster, Marienhospital Steinfurt)

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Frühling

Nun ist er endlich kommen doch
in grünem Knospenschuh.
„Er kam, er kam ja immer noch“,
die Bäume nicken sich’s zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
nun treiben sie Schuss auf Schuss;
im Garten der alte Apfelbaum
er sträubt sich, aber er muss.

Wohl zögert auch das alte Herz
und atmet noch nicht frei,
es bangt und sorgt: „Es ist erst März,
und März ist noch nicht Mai.“

O schüttle ab den schweren Traum
und die lange Winterruh’,
es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag’s auch du!

Theodor Fontane

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Rückblick 

Informationstag Brustkrebs für Betroffene – Angehörige – Interessierte
in Bad Hamm

Am 07. März 2004 wurde vom Brustzentrum Hamm in Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Brust-Centrum (WBC) in Düsseldorf, der Krebsgesellschaft NRW e.V. und der Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. zum Informationstag „Brustkrebs“ ins Kurhaus Bad Hamm eingeladen. Wir waren von MUT ebenfalls eingeladen, bei dieser Patientinnenveranstaltung einen Info-Tisch zu machen.

Herr Dr. Hermann Wiebringhaus, Chefarzt der Frauenklinik in der St. Barbara Klinik in Hamm-Heessen, schreibt in seiner Einladung u.a.: „Die beste Therapie bei Brustkrebs hat drei Voraussetzungen:

-        eine möglichst frühzeitige Therapi
-        eine von der Patientin nach ausreichender Aufklärung über die Möglichkeiten selbstbestimmte
     Therapie
-        eine qualitätsgesicherte Therapie durch zertifizierte Zentren mit Ineinandergreifen der
     versorgenden Bereiche.

Eine Auseinandersetzung mit dem Thema Brust-Gesundheit/Brustkrebs hilft Ängste abzubauen; Ängste, die zur Verdrängung des Problems und Verzögerung frühzeitiger Diagnostik führen können. Das Wissen um schonende sinnvolle Therapiemöglichkeiten hilft im „Ernstfall“, die Therapie auf eigene Bedürfnisse abgestellt mitbestimmen zu können. Der Kontakt und die gemeinsame Diskussion hilft, Hemmschwellen zu senken und gemeinsam an dem Ziel zu arbeiten, die Behandlung von Brustkrebs zu verbessern.“

Unter diesem Aspekt fanden gute fachliche Vorträge statt. Der Patientinnentag war sehr gut besucht. Der Besucherstrom riss den ganzen Tag über nicht ab. Es waren ca. 300 Personen durchgängig anwesend. Unser Info -Stand war sehr umlagert. Mir ist aufgefallen, dass viele Fragen zur Früherkennung und zur Nachsorge gestellt wurden. Es wurde auch immer wieder nach Informationsmaterial hierzu gefragt. Das zeigt auch, dass Frauen sich nach Möglichkeit rechtzeitig informieren möchten, um gesundheitlichen Schaden abzuwehren.

Gut und interessant waren auch die Kontakte, die wir als Verein mit anderen Ausstellern knüpfen konnten. Der Austausch mit anderen Menschen und erkrankten Frauen ist wertvoll. Es war für uns ein anstrengender und langer Sonntag, der aber auch viel Zufriedenheit und Informationen gebracht hat. Darum war es gut, dass wir dort waren.

MUT TUT GUT!

Gisela Schneider

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„Florale Bilder gestalten“ – ein Projekt von MUT
Kursus brachte Farben ins Frühjahr

Farben in die Wohnung holen, oder Geschenke mit einer ganz persönlichen Handschrift herstellen – dieser Kurs bot ganz viel Raum zum Ausprobieren. Schöne Bilder entstanden im Kurs „Florale Bilder gestalten“, einem Angebot für die Mitglieder vom MUT e.V. im Februar 2004.

So wie Blumen-sträuße immer anders zusammen-gestellt werden, bietet auch der Umgang mit Farben ungeahnte Möglich-keiten, macht neugierig, reizt ein-fach zum Aus-probieren.

An drei Abenden ließen sich 10 Mitgliedsfrauen die Gestal-tung von Bildern mittels Acrylfarben und Dekomaterial zeigen. Dabei konnten sie aus einem großen Angebot an Rahmen, Farben und schmückenden Accessoires auswählen. Die Kursleitung hatte die Floristin und Kunstpädagogin Katharina Jakubith aus Münster.

Zuerst mussten wir uns für eine Rahmengröße entscheiden und die Farben für die Leinwand aussuchen. Nach einer kurzen Information über geeignete Farbzusammenstellungen konnten wir mutig ans Werk gehen. Dabei fanden wir heraus, dass Acrylfarben sich gut zum Ausprobieren eignen. Sie trocknen nicht so schnell, lassen sich gut mischen oder einfach erneut Übermalen.

Vielleicht könnte ich noch eine andere Farbe ins Spiel bringen? Den Farbauftrag ein bisschen verändern? Oder die Technik beim Farbauftrag verändern? Nur ein Versuch macht klug!

Und dann sahen wir die verschiedenen und uns manchmal überraschenden Ergebnisse. Zum Schluss erhielten unsere „Kunstwerke“ durch Blumen, Figuren, Bänder und andere hübsche Dinge das besondere „I-Tüpfelchen“.

Schöne Bilder sind an den Kursabenden entstanden. Hilfreiche Anregungen gaben wir uns untereinander. Eine Teilnehmerin beschrieb es so:

„Es gab Vielfalt. Der Blick wurde geübt für Farbe und Form. Die Arbeiten der „Mitstreiter“ waren interessant, persönlich gestaltet, individuell. Das Material regte die Phantasie an.

Und die Atmosphäre war so lebensbejahend. Alle hatten große Lust, sich mit diesem Medium auseinanderzusetzen.“

Vielleicht haben jetzt einige Teilnehmerinnen ein neues Hobby?

Mir hat gut gefallen, dass viel Kreativität, Hilfsbereitschaft und Humor spürbar waren. Ideen und Tipps wurden ausgetauscht. Und so werden mich nicht nur meine Bilder an diesen Kurs erinnern. Es bleibt das gute Gefühl eines wirklich „guten Miteinanders“. Und für die nächste Zeit eine Menge an Ideen, um Geschenke persönlicher zu gestalten …

Antonia Waning

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Fachbeiträge, Fachberichte

Der Wächterlymphknoten (engl: sentinel lymph node ) - Was ist das?

Es handelt sich hierbei um eine neue Möglichkeit der operativen Therapie bei Brustkrebs, die weniger Neben-wirkungen hat.

Zum besseren Verständnis soll an dieser Stelle ein kleiner Einblick in das Lymphgefäßsystem gegeben werden: neben dem Blutgefäßsystem existiert noch ein weiteres Gefäßsystem, das Lymphgefäßsystem, das unter anderem die aus den Blutgefäßen über kleinste Gewebespalten ausgetretene Gewebeflüssigkeit (Lymphe) aufnimmt und wieder dem Blutkreislauf zuführt. Eingebaut in die Lymphbahnen sind Lymphknoten als Filterstationen, die größere Bestandteile wie Bakterien, Viren oder auch Tumorzellen zurückhalten können. Eine Eigenart aller bösartiger Tumore ist es, dass sich Tumorzellen aus ihrem Ursprungsverband lösen und mit der Lymphe abschwimmen können. Gelingt es dem Immunsystem in den Lymphknoten nicht, diese Tumorzellen abzutöten, entstehen Lymphknotenmetastasen.

Wird operativ der erste Lymphknoten (also sozusagen der am nächsten zum Tumor gelegene Lymphknoten = Wächterlymphknoten), der die Lymphe vom Tumor erhält, herausgenommen, untersucht und findet sich darin keine Absiedelung des Tumors, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch (> 95%), dass alle weiteren Lymphstationen ebenfalls tumorfrei sind. Dies ist die Grundlage für die nuklearmedizinische Diagnostik des Wächterlymphknotens, der am Tage vor der Operation radioaktiv markiert wird und während der Operation mit einer sogenannten Gammasonde (vorzustellen als eine Art Geigerzähler) aufgesucht werden kann.

Zur Operation bei Brustkrebs gehört heutzutage neben der Entfernung des Tumors aus der Brust auch die Entfernung von wenigstens 10 Achsellymphknoten. Im Bereich der Achselhöhle laufen auf engem Raum nicht nur die eben beschriebenen Lymphgefäße, sondern auch zahlreiche Nerven und Blutgefäße. So sind auch bei sehr guter Operationstechnik und erfahrenen Operateuren Komplikationen, die während oder im Anschluß an die Operation entstehen können, nicht auszuschließen. Beispiele hierfür sind: Empfindlichkeitsstörungen an der Haut des Oberarmes, Flüssigkeitsansammlungen in der Achselhöhle (sogenannte Serome), Dickerwerden des Armes (sogenanntes Lymphödem) sowie Bewegungseinschränkungen des Armes.

Glücklicherweise haben ca. 50% der an Brustkrebs operierten Frauen keine befallenen Lymphknoten in der Achsel. Dies bedeutet aber auch, dass etwa die Hälfte der Frauen mit dem Standardverfahren der Achselhöhlen- Lymphknotenentfernung übertherapiert wird und ein eventuell unnötiges Risiko von Komplikationen auf sich nehmen muss. Bisher gab es keine zuverlässige Methode, axilläre Metastasen zu diagnostizieren, ohne eine komplette Operation in der Achsel. Dies änderte sich Mitte der 90-er Jahre des letzten Jahrhunderts mit der Einführung der Möglichkeit der radioaktiven Markierung des Wächterlymphknotens.

Zur Durchführung wird am Vortag der OP ein radioaktives Mittel (Technetium 99) unmittelbar um den Tumor herum in die Brust gespritzt. Die durch die Untersuchung an der Patientin verursachte Strahlendosis ist geringer als bei vielen Röntgenuntersuchungen. Die Injektion erfolgt mit sehr dünnen Nadeln, so dass diese kaum Schmerzen verursacht. Eine Betäubung vor der Injektion ist nicht erforderlich und wäre zudem schmerzhafter als die Injektionen selbst. Zur Markierung werden kleine radioaktiv markierte Eiweißpartikel verwandt, die in ihrer Größe so bemessen sind, dass sie vom Lymphsystem über die Lymphbahnen leicht abtransportiert werden können, aber zum großen Teil im ersten Lymphknoten, der die ankommende Lymphe filtert, hängen bleiben. Ca. 20 min nachdem das Mittel gespritzt wurde, erfasst eine empfindliche Messapparatur die Strahlung in der Brust und in der Achselhöhle. Die Intensität der Strahlung wird auf einem Bild festgehalten (sog. Szintigraphie). Hierbei wird bereits die Lage des Wächterlymphknotens festgestellt.

Bei der Operation am Folgetag wird zusätzlich um den Tumor herum blaue Farbstofflösung eingebracht. Diese Farbstofflösung reichert sich ebenfalls im Wächterlymphknoten an. Zusammen mit dem radioaktiven Stoff, der am Vortage eingebracht wurde, gelingt eine Aufspürrate des Wächterlymphknotens in 97% der Fälle. Mittels einer radioaktivität-aufspürenden Sonde ( Gammasonde ) wird durch die Haut hindurch der Wächterlymphknoten ermittelt, die Haut eröffnet und der Lymphknoten entnommen. Per Schnellschnitt untersucht ein Pathologe noch während der Operation den Wächterlymphknoten. Wenn dieser tumorfrei ist, ist die Operation zunächst beendet und die möglichen Nachteile einer kompletten Ausräumung der axillären Lymphknoten werden vermieden. Bei der feingeweblichen späteren endgültigen Nachuntersuchung konnten mehr als ein Drittel der Lymphknotenmetastasen nur immunhistochemisch, (d.h . durch Aufbringen von Antikörpern auf den untersuchten Gewebeschnitt) nachgewiesen werden. Das bedeutet aber auch, dass ein Schnellschnitt während der Op nicht ausreicht.

Noch gelten allerdings strenge Auswahl-kriterien für die Wächterlymphknotenoperation, da derzeit verlässliche Langzeitdaten fehlen:
-        so darf vorher kein Tumor in der Axilla festgestellt worden sein (große, derbe Lymphknoten-Pakete sind meist tumorinfiltriert und nehmen das radioaktive Kontrastmittel nicht mehr auf),
-        der Tumor in der Brust sollte nicht größer als 2 cm sein,
-        es sollten keine Voroperationen in der Brust stattgefunden haben, da hierbei der natürliche Verlauf der Lymphbahnen verändert wird,
-        es sollten vorher weder Chemo- noch Strahlentherapie angewandt worden sein.

Auch auf die möglichen Nachteile soll an dieser Stelle noch eingegangen werden:

Die Technik des Aufspürens des Wächterlymphknotens ist personal- und kostenintensiv. Da hierfür Spezialärzte (Nuklearmediziner) und Spezialgeräte erforderlich sind, ist diese Technik nicht überall verfügbar, sondern wird eher nur größeren Städten oder größeren Krankenhäusern vorbehalten sein.

Dr. med. Albert Neff, Clemenshospital Münster

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Aktuelles zur Antikörpertherapie mit Herceptin®
C. Jackisch

Einleitung
Die Behandlung mit dem Antikörper Trastuzumab (Her-ceptin®) stellt eine der wesentlichen Berei-cherungen der syste -mischen Therapie der Brustkrebsbehandlung dar.  Die Suche nach neuen Faktoren, die die Wirkung einer bestimmten Therapie á priori abschätzen lassen, oder die Prognose der Erkrankung genauer definieren,  wurde 1987 durch die Beobachtung von D. Slamon et al. bereichert, der zeigen konnte, dass die Amplifikation des HER-2-neu Gens beim Mammakarzinom mit einer ungünstigeren Prognose einhergeht.

Voraussetzungen für eine Antikörpertherapie

Diese Situation trifft für ca. 25% aller Brustkrebserkrankungen zu. Die vorliegenden Arbeiten belegen, dass ein wesentlicher Aspekt zum Einsatz dieser Therapiemöglichkeit in der exakten Bestimmungsmethode des Her-2-neu liegt. Die Diagnostik erfolgt meist am Paraffinschnitt mittels immunhisto-chemischer Techniken (Nachweis des membran -ständigen Rezeptor-proteins; Score 0, 1+, 2+, 3+) oder molekular-biologisch mittels der Fluoreszenz in-situ Hybri-disierung (FISH) zum direkten Nachweis der Anzahl der Genkopien.

Wie wirkt der Antikörper
Im Labor hemmt Herceptin die Zellteilung von HER-2 überexprimierenden Tumorzellen und somit das Tumorwachstum. Herceptin führt damit zu einer langanhaltenden Hemmung des Tumorwachstums

Wann soll die Behandlung mit Herceptin® beginnen
Es ist heute unabdingbar, dass Patientinnen und Ärzte über die wichtigsten Informationen ihrer Brustkrebserkrankung gleichermaßen verfügen. Jede Patientin sollte von ihrem Brustkrebs die Tumorgröße, die Anzahl der befallenen Lymphknoten, den Hormonrezeptorstatus und den HER2-neu Status kennen. Bisher ist die Antikörpertherapie ausschließlich für die metastasierte Brustkrebsbehandlung zugelassen. Grundvoraussetzung hierfür ist eine positive Bestimmung des Her2-Status am Primärtumor wie oben beschrieben. In selte-nen Fällen, in denen eine Bestimmung des Her2 Status nicht mehr am Primärtumorblock möglich ist, kann die Punktion einer Metastase erforderlich werden.
Die Behandlung erfolgt im wöchentlichen Abstand, zumeist ambulant, als Infusion über 45-60 Minuten. Abhängig von den bereits erfolgten Vorbehandlungen kann Herceptin® sowohl als Monotherapie als auch in der Kombination mit verschiedenen Chemotherapeutika wirksam eingesetzt werden.

In der metastasierten Situation Herceptin möglichst von Beginn mit Chemotherapie kombinieren

Es ist allerdings wichtig zu wissen, dass, wenn eine Chemotherapie geplant ist, und die Voraussetzung für eine Antikörpertherapie grundsätzlich gegeben ist, so sollte diese Chemotherapie von Beginn an mit dem Antikörper kombiniert werden. In der Monotherapie mit Herceptin® konnte bei erheblich vorbehandelten Patientinnen ein sehr gutes Ansprechen der Metastasen beobachtet werden. Remission von ca. 15% erzielt werden. Die besten Resultate ergaben sich allerdings für die Kombination von Antikörper und Chemotherapie. Zugelassen ist diese Kombinationstherapie allerdings bisher nur mit dem Medikament Taxol® . Es ist aber auch wichtig zu wissen, dass in den Fällen, in denen eine Chemotherapie aus welchen Gründen auch immer, nicht durchgeführt werden kann, die alleinige Antikörpertherapie hochwirksam ist.

Welche Nebenwirkungen sind bei einer Antikörpertherapie zu erwarten
Die therapieassoziierten Nebenwirkungen sind gering und gut therapierbar. Bei Erstbehandlungen können infusionsassoziierte Symptome wie Fieber und Schüttelfrost auftreten. Wegen der unklaren Einflüsse von Herceptin auf die Pumpleistung des Herzmuskels sollte vor Behandlungsbeginn und im weiteren Therapieverlauf eine Echokardiographie in dreimonatigen Abständen erfolgen. Die aufgetretenen kardialen Funktionseinschränkungen bildeten sich meist unter einer spezifischen Behandlung mit Diuretika und ACE-Hemmern zurück. Im Falle einer symptomatischen Herzfunktionsstörung sollte Herceptin® im Rahmen der Risiko-Nutzen Abwägung abgesetzt werden.

Zusammenfassung
Festzuhalten bleibt, dass der Einsatz mit Herceptin® bei gegebener Indikation möglichst frühzeitig erfolgen sollte. Das setzt natürlich auch eine frühzeitige standardisierte Analytik, möglichst am Primärtumor, voraus. Bei vermuteter Konstanz zwischen Primärtumor und Metastase ist eine Her-2-neu Bestimmung allerdings auch an der Metastase möglich. Die Antikörpertherapie stellt eine Erhaltungstherapie dar und sollte möglichst nicht vorzeitig abgesetzt werden . Es gibt Patientinnen, die seit mehreren Jahren erfolgreich mit Herceptin in der metastasierten Situation behandelt werden. Sollte unter der laufenden Antikörpertherapie ein Fortschreiten der Erkrankung auftreten, empfiehlt sich in der Kombination mit der Chemotherapie eventuell ein Wechsel. Ob Herceptin in solchen Fällen weitergegeben werden kann ist derzeit noch unklar.
Die Antikörpertherapie mit Herceptin® hat bis heute Einzug in fast alle Bereiche der Mammakarzinomtherapie gehalten und ermöglicht uns einen faszinierenden Weg in die biologische antineoplastische Therapie ohne das Erleben von neuen, die Lebensqualität einschränkende Nebenwirkungen.

Priv.-Doz. Dr. med. Christian Jackisch
Stellvertretender Direktor
Klinik für Gynäkologie, Gynäkologische Endokrinologie und Onkologie
Klinikum der Philipps-Universität Marburg
Pilgrimstein 3
D-35037 Marburg
Tel.:                 06421-28-64390
Fax:                 06421-28-68969
e-mail: 
jackisch@med.uni-marburg.de

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Der Körper zeigt Dir die Krankheit,
die Seele ist Dein Lehrer und
Dein Geist Dein Heiler.

Sozialrechtliche Möglichkeiten bei Brustkrebs
Auszug aus dem Vortrag von Dipl.-Sozialpädagogin Monika Hitz,
St. Franziskus-Hospital Münster, am 25. Februar 2004

Übersicht über Zuzahlungen (bisher/neu) für folgende Leistungen:

1) Ärztliche / zahnärztliche ambulante Behandlung, Psychotherapie
(Ausnahmen: Check-up 35, Krebsfrüherkennung, Schwangerenvorsorge, Zahnprophylaxe, Schutzimpfungen)
Zuzahlung bisher:
keine
Zuzahlung neu: 10,-- € im Quartal für jede erste Inanspruchnahme ohne Überweisung

2) Krankenhausbehandlung
Zuzahlung bisher:
9,-- € täglich (maximal 14 Tage je Kalenderjahr = 126,-- €)
Zuzahlung neu: 10,-- € täglich (maximal 28 Tage je Kalenderjahr = 280,-- €) 

3) Voll- und teilstationäre Vorsorge-/Rehamaßnahmen
Zuzahlung bisher:
9,-- € täglich (bei Anschluss-Reha maximal 14 Tage je Kalenderjahr = 126,-- €)
Zuzahlung neu: 10,-- € täglich (bei Anschluss-Reha maximal 28 Tage je Kalenderjahr = 280,-- €) 

4) Mutter-/Vater-Kind- Vorsorge-/Rehamaßnahmen
Zuzahlung bisher:
9,-- € täglich
Zuzahlung neu: 10,-- € täglich 

5) Arzneimittel
Zuzahlung bisher:
4,00 €, 4,50 €, 5,00 € (packungsgrößenabhängig)
Zuzahlung neu: 10 % der Kosten je Packung (mindestens 5,-- €, maximal 10,-- €)

6) Heilmittel
Zuzahlung bisher:
15 % der Kosten
Zuzahlung neu: 10 % der Kosten zzgl. 10,-- € je Verordnung 

7) Soziotherapie
Zuzahlung bisher:
keine
Zuzahlung neu: 10 % der Kosten je Tag (mindestens 5,-- €, maximal 10,-- €) 

8) Haushaltshilfe
Zuzahlung bisher:
keine
Zuzahlung neu: 10 % der Kosten je Tag (mindestens 5,-- €, maximal 10,-- €) 

9) Fahrkosten
Zuzahlung bisher:
13,-- € je Fahrt (auch Kinder bis zum 18. Lebensjahr)
Zuzahlung neu: 10 % der Kosten je Fahrt (mindestens 5,-- €, maximal 10,-- €) 

10) Hilfsmittel
Zuzahlung bisher:
20 % der Kosten (nur bei bestimmten Hilfsmitteln)
Zuzahlung neu: 10 % der Kosten (mindestens 5,-- €, maximal 10,-- € je Mittel),
bei Verbrauchs-Hilfsmitteln: 10 % je Packung (maximal 10,-- € je Monat) 

11) Häusliche Krankenpflege
Zuzahlung bisher:
keine
Zuzahlung neu: 10 % der Kosten, maximal Gesamtkosten der ersten 28 Tage der Leistungsinanspruchnahme je Kalenderjahr zzgl. 10,-- € je Verordnung 

Zu zahlen sind bei Maßnahmen zu Lasten der Krankenversicherung

für die Anschlussrehabilitation
stationär und ambulant       10,-- € x 28 Tage *)
*) eine bereits im Krankenhaus geleistete Zuzahlung in demselben Kalenderjahr wird angerechnet.

für die Rehabilitation nach Ablauf der Fristen für eine Anschlussrehabilitation
stationär und ambulant  10,-- € je Tag der Maßnahme

Zu zahlen sind bei Maßnahmen zu Lasten der Rentenversicherung

● für die Anschlussrehabilitation
stationär           10,-- € x 14 Tage *)
ambulant          keine Zuzahlung
*) eine bereits im Krankenhaus geleistete Zuzahlung in demselben Kalenderjahr wird angerechnet.

für die Rehabilitation nach Ablauf der Fristen für eine Anschlussrehabilitation
stationär           10,-- € je Tag der Maßnahme (maximal 42 Tage im Kalenderjahr)
ambulant          keine Zuzahlung

Überforderungsklauseln

Zuzahlungen in Höhe von maximal 2 % der Jahresbruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt (wie bisher)

Chroniker-Regelung: maximal 1 % der Jahresbruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt - unterjährige vollständige Befreiung möglich

● Belastungsgrenze und anschl. Befreiung für die ganze Familie

● Ehegatten-/ Lebenspartnerabschlag wie bisher 15 % der Bezugsgröße (4.347,-- € );  Kinderfreibetrag neu als fester Betrag (3.648,-- €)

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Häufige Gesundheitsprobleme von jungen Brustkrebsüberlebenden

HAMBURG. Die guten Behandlungsergebnisse beim Mammakarzinom haben dazu geführt, dass es immer mehr Langzeitüberlebende gibt. Ihr Krebsleiden ist geheilt, doch viele leiden noch Jahrzehnte unter den Langzeitfolgen der Behandlung.

Nach einer Umfrage, die Lonneke van de Poll-Franse vom Comprehensive Cancer Centre South in Eindhoven/Niederlande auf der 4. European Breast Cancer Conference in Hamburg vorstellte, befinden sich auch zehn Jahre nach der Operation noch 65 Prozent der Frauen in der Behandlung eines Spezialisten. 52 Prozent klagen weiter über spezifische Beschwerden. Dies sind in der Mehrzahl (35 Prozent) Armprobleme, also vermutlich die Folgen des Lymphstaus, und die “Fatigue“ (10 Prozent), einer allgemeinen Abgeschlagenheit vieler Krebspatienten nach der Behandlung.

Diese Probleme treten bei jüngeren Frauen häufiger auf als bei älteren (obwohl man annehmen könnte, dass jüngere Frauen die Folgen der Therapie leichter überwinden). Frauen über 50 Jahre klagten nur zur 44 Prozent über Probleme, während es unter den jüngeren Frauen 77 Prozent waren. Dieser Unterschied war unabhängig von anderen Faktoren, etwa der Menge der verabreichten Chemotherapeutika.

Besonders deutlich ist der Unterschied bei der “Fatigue”. Über sie klagten nur 4 Prozent der Frauen über 50 Jahre, aber 22 Prozent der jüngeren Frauen. Die Ursache ist unklar, doch van de Poll-Franse glaubt, dass Frauen über 50 Jahre beruflich weniger eingespannt sind, sodass sich die “Müdigkeit” weniger negativ auf ihre Produktivität auswirke. Jüngere Frauen seien auch durch die Erziehung der Kinder stärker belastet. Die “Fatigue” mache sich dann deutlicher bemerkbar als bei Frauen, die sich dem Ruhestand näherten oder bereits in Rente sind.

Eine andere Studie macht auf eine bisher wenig beachtete Folge der Strahlentherapie aufmerksam. Die lokale Bestrahlung der Brust kann sich langfristig negativ auf Herz und Kreislauf auswirken. In einer Studie, deren Ergebnisse Maartje Hooning vom Niederländischen Krebsinstitut in Amsterdam vorstellte, wurden 7.427 Brustkrebspatientinnen im Alter von 17 bis 71 Jahren über median 14 Jahre nachbeobachtet.

In der Gesamtgruppe war die kardiovaskuläre Sterblichkeit nicht erhöht. Doch unter den Patientinnen, die eine Radiotherapie erhalten hatten, wurde ein Anstieg um 70 Prozent festgestellt (relatives Risiko 1,7; Bereich 1,2 - 2,5). Dies bedeutet, dass es unter 10.000 bestrahlten Patientinnen zwölf zusätzliche kardiovaskuläre Todesfälle gibt. In der Gruppe der nicht bestrahlten Patientinnen war das Risiko auf einen kardiovaskulären Tod dagegen um 40 Prozent niedriger als bei Nicht-Krebspatientinnen (relatives Risiko 0,6; 0,4 - 0,8. Dies bedeutet indes nicht, dass der Brustkrebs oder ein Aspekt seiner Behandlung vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützt. Es ist laut Hooning ein Ausdruck des besonderen Persönlichkeitsprofils von Brustkrebspatientinnen. Diese haben in der Regel einen höheren sozioökonomischen Status, ernähren sich besser, sind seltener hyperton oder übergewichtig, ihr kardiovaskuläres Risiko ist also niedriger als das der Normalbevölkerung.

Die möglichen kardiovaskulären Spätfolgen der Strahlentherapie sind kein Grund, auf die regionale Radiotherapie zu verzichten, da diese die Prognose der Patientinnen verbessert. Außerdem wird die Radiotherapie heute schonender durchgeführt als früher, erläuterte Hooning. Das parasternale Feld werde häufiger aus der Bestrahlung ausgenommen, was die Strahlenexposition des Herzens vermindere. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt. 18.03.2004)

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Senologen wollen internationale Brustkrebsleitlinien zusammenführen

STUTTGART. Die Deutsche Gesellschaft für Senologie (DGS) will ihre Leitlinien zur Behandlung von Brustkrebs mit denen der European Society of Mastology (EUSOMA) zusammenführen. Die EUSOMA-Richtlinien seien parallel zu den deutschen Leitlinien entstanden.

„Um qualitätsorientierte Handlungsempfeh-lungen möglichst effizient in die Praxis umsetzen zu können, ist es sinnvoll die beiden Leitlinien einander anzunähern“, erklärte der Vorsitzende der DGS und Ärztlicher Direktor der Universitätsfrauenklinik Tübingen, Prof. Dr. med. Diethelm Wallwiener, Mitte Januar. Deshalb sei eine Synopse geplant, in der sich diese optimal ergänzten.

In den vergangenen Monaten waren wiederholt Unterschiede zwischen den europäischen und den deutschen Leitlinien zur Sprache gekommen. Umstritten war unter anderem die Mindestanzahl operativer Eingriffe, die ein Brustkrebs-Operateur jährlich durchführen sollte.

Einvernehmen besteht dagegen darüber, dass eine hochwertige Behandlung immer interdisziplinär sein muss. „Wichtig ist deshalb vor allem das Team, nicht allein der Operateur“, betonte Wallwiener. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt. 15.01.2004)

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Chronikerprogramm soll Zahl der Brustkrebstoten deutlich senken

FRANKFURT. Die Versorgung von Brustkrebspatientinnen ist in Deutschland nach Angaben des Direktors der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Frankfurt am Main erheblich schlechter als in anderen Ländern.

Eine der Hauptursachen für die hohe Sterblichkeit sei, dass die diagnostische und therapeutische Versorgung von Brustkrebspatientinnen in Deutschland schlechter strukturiert ist als in anderen Ländern, vor allem aber keinen einheitlichen Qualitätsstandards unterliege.

„Dies soll sich jetzt allerdings mit dem Start des Disease-Management-Programms (DMP) Brustkrebs und der Gründung eines Brust-Kompetenzzentrums Frankfurt/ Rhein-Main zur Umsetzung des Programms in Hessen ändern“, erklärte Kaufmann am 11. Dezember.

Mittelfristig rechnet Kaufmann damit, dass sich die Zahl der durch Brustkrebs verursachten Todesfälle mit DMP in Deutschland um 3.000 bis 5.000 senken lässt.

„Das Programm macht klare Vorgaben zur Qualität von Diagnostik und Therapie, die an internationalen Standards orientiert sind. Regelmäßige Tumorkonferenzen, gemeinsame Fallbesprechungen und Patientengespräche nach bestimmten Vorgaben sollen vor allem die Koordination und Abstimmung der medizinischen Leistungsprozesse zwischen Klinik und niedergelassenen Ärzten verbessern helfen“, so der Gynäkologe. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt. 12.12.2003)

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Programm zur Früherkennung von Brustkrebs wird eingeführt

Nach einer gemeinsamen Meldung der Bundesministerien für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und für Gesundheit und Soziale Sicherheit vom 28. Januar wird in der Bundesrepublik ein flächendeckendes System zur Früherkennung von Brustkrebs (Mammographie-Screening) aufgebaut. Die ergänzten Richtlinien zur Krebsfrüherkennung enthalten strenge Qualitätsanforderungen nach dem Sozial- und Röntgenrecht. Die neuen Richtlinien und die beschlossenen Eckpunkte zur Ausgestaltung sind jetzt in Kraft getreten. Damit das Programm in die Praxis umgesetzt werden kann, muss die Selbstverwaltung Screening-Einheiten bestimmen, in die die Frauen zur Untersuchung eingeladen werden. Die Länder müssen Zulassungen nach der Röntgenverordnung erteilen. Die Teilnahme am Mammographie- Screening wird allen Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren offen stehen. Die Kosten werden, wie das übrige Krebsfrüherkennungsprogramm auch, von den Krankenversicherungen getragen.

Einen Anspruch auf die Teilnahme am organisierten Mammographie-Screening haben Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren, weil in dieser Altersgruppe am ehesten zu erwarten ist, dass bei Reihenuntersuchungen Karzinome im Frühstadium mit einer qualitätsgesicherten Röntgentechnik erkannt werden können.

In Deutschland erkranken jährlich rund 47.000 Frauen an Brustkrebs, ca. 17.600 Frauen sterben pro Jahr daran. (Quelle: Krebs-NRW. 30.01.2004)

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Erfahrungsberichte 

Unklarheiten bei der Lymphknoten-Entnahme –
wie viele müssen es sein?

Hier möchte ich kurz den Inhalt eines Gespräches zwischen zwei betroffenen Frauen im Jahr 2003 zu diesem Thema wiedergeben. Es zeigt sehr deutlich, wie wichtig es für Betroffene ist, gut informiert zu sein.

Frau A:

Frau A. wurde wegen des Verdachts auf Brustkrebs in einem Krankenhaus in Münster operiert. Da sie regelmäßig ein Blut verdünnendes Medikament einnehmen musste, wurde der Termin gut geplant. Bei der Operation wurden der Tumor und sechs Lymphknoten entfernt.

Sie war sehr erleichtert, als sich bei der feingeweblichen Untersuchung durch den Pathologen herausstellte, dass die Lymphknoten nicht verändert waren. Das war in gutes Zeichen. Zur üblichen Bestrahlung wurde sie an ein anderes Krankenhaus in Münster überwiesen. Sie bekam den Arztbrief mit und stellte sich damit in dieser Einrichtung vor.

as sie hier erfuhr, konnte sie nicht glauben: Sechs entnommene Lymphknoten seien nicht aussagekräftig genug, um eine sichere Ausbreitungsdiagnostik treffen zu können. Dafür sollten es mindestens 10 sein. Wegen dieser Unklarheit müsse man bei der Bestrahlung auf Sicherheit setzen. In ihrem Fall sei also eine höhere Anzahl an Bestrahlungen notwendig.

Sie konnte es nicht verstehen: Warum waren bei der Operation nicht einige Lymphknoten mehr entnommen worden. Hatte der operierende Arzt einen Fehler gemacht und sie musste nun die Folgen tragen?

Enttäuscht ging sie zu ihrem Arzt ins Krankenhaus. Hier bekam sie dann die Erklärung: Die Blutungen bei der Operation waren noch so stark (wegen des Blutverdünnungsmittels), dass es unverantwortlich gewesen wäre, sie weiter zu operieren.

Wäre diese Information in dem Arztbericht zur Bestrahlung vermerkt worden, wäre alles klar gewesen und ihr wäre viel Kummer erspart geblieben.

Frau B:

Frau B. berichtet sehr ärgerlich darüber, dass ihr im Krankenhaus bei der Operation so viele Lymphknoten und zusätzlich der Wächter-Lymphknoten entfernt wurde. Das hält sie für nicht angemessen. Sie habe jetzt erfahren, dass die Entnahme des Wächter-Lymphknotens allein ausreichend sei, um die Ausbreitungsdiagnose zu stellen.

Als Frau A. ihr erklärt, dass ihr gesagt wurde, es müsste eine Anzahl von mindestens 10 Lymphknoten entnommen werden, um eine möglichst sichere Einschätzung über die Tumorausbreitung vornehmen zu können, hat sie mehr Verständnis. Jetzt ist diese Maßnahme für sie in Ordnung.

Antonia Waning

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Tue Deinem Körper Gutes,
damit Deine Seele Lust hat, darin zu wohnen!

Literaturkreis „.... Worte sind wie Sterne“

Ich sage es Ihnen besser gleich zu Beginn: Ich bin ein Bücherwurm! Und ich bin es mit großer Lei-denschaft! Als ich 1997 erkrank-te, änderte sich daran außer dem neuen Genre nichts. Es war mir wichtig, alles was es an Literatur zum Thema „Brustkrebs“ gab, zu lesen, durchzuarbeiten, auszuwerten, mich auf Arztgespräche vorzubereiten. Noch in der Klinik, frisch operiert, studierte ich Histologien und OP-Berichte, lernte sie verstehen. Es ging soweit, dass mich mein Arzt bat, doch bitte für ein paar Tage die Bücher an die Seite zu legen, da sonst er vor unseren Gesprächen erst einmal Bücher wälzen müsse, um all meine Detailfragen korrekt beantworten zu können. Das hat mich folglich eher motiviert, als das Lesen zu lassen.

Sicherlich war es sehr hilfreich, wenn auch nicht immer leicht. Denn es bedeutete auch, die Bereitschaft aufzubringen, sich mit, sagen wir mal, nicht so positiven Dingen auseinander zu setzen. Einer der meistgelesenen Ratgeber trägt den Titel „Wissen gegen Angst“. Diesen Slogan habe ich mir zu eigen gemacht. Ich erinnere mich an das erste Arztgespräch vor den Bestrahlungen. Meine Freundin hat mich begleitet. Ich weiß heute nicht mehr zu sagen, was genau ich alles gefragt habe. Aber meine Liste war lang. Und ich höre meine Freundin zur Ärztin sagen: „Besser Sie erklären ihr ganz genau, was sie wissen will. Sie wird die Behandlung nur dann machen, wenn sie überzeugt ist, dass es wichtig für sie ist.“

Soviel zu meinem Ausflug in die Welt dieser speziellen „Fachliteratur“. In den letzten Jahren habe ich immer wieder mit betroffenen Frauen über die Erkrankung gesprochen. Bin häufig gefragt worden, woher ich das alles weiß. Es macht mir bis heute Freude, wenn ich anderen durch mein Wissen Angst nehmen, und sie unterstützen kann. Die Idee, mein Wissen an andere weiterzugeben, entstand bei einem Aufenthalt in der Reha-Klinik Nordfriesland. Gemeinsam mit einer Psychologin habe ich dort an einem Nachmittag erkrankten Frauen Bücher zum Thema Brustkrebs vorgestellt. Die Resonanz war sehr positiv. Schließlich habe ich überlegt, ob ich im Rahmen der Vereinsarbeit für MUT einen Literaturkreis anbiete. Gedacht, gesagt, getan ... im Herbst letzten Jahres fand der erste Kurs über 3 Abende statt. Seit Januar läuft nun der zweite Kurs, und gerade bin ich mit der Planung für den dritten Kurs, der ab Oktober 2004 angeboten wird, beschäftigt.

Aus verschiedenen Rubriken stelle ich Bücher zum Thema Brustkrebs vor, die im Verstehen und Verarbeiten der Erkrankung unterstützen können. Das Schicksal einer jeden erkrankten Frau ist einzig. Dennoch gibt es häufig Beispiele wie: „Ja, so ist es mir auch ergangen“ oder „Das habe ich auch so empfunden“... Der Literaturkreis ist kein Gesprächskreis im eigentlichen Sinne, und er ist auch kein Zauberkreis. Dennoch ergibt sich im Gespräch immer wieder Gelegenheit, sich mit anderen über das Erlebte auszutauschen. Was hat mir geholfen? Was hat mir gut getan? Worüber habe ich mich geärgert? Wo gab es Defizite? Eines ist für mich ganz klar: Durch die Erkrankung verschieben sich Realität und Wirklichkeit oft unbewusst. Sie denken jetzt vielleicht, dass es zwei Worte mit derselben Bedeutung sind. So einfach ist es aber nicht. Realität ist das äußere Geschehen, an dem ich nicht unbedingt etwas ändern kann. Sie beschreibt die tatsächliche Lage, in der ich mich befinde. Während die Wirklichkeit, im Sinne von Wirkung, sich im Inneren, in meinem Fühlen abspielt, und damit aus dem Erleben resultiert.

Aber ich will nicht abschweifen, sondern Ihnen erzählen, was wir im Literaturkreis tun. Ich stelle Bücher vor, die vor allem der Seele gut tun. Dabei stehen auch Bücher über Brustkrebs  auf dem Programm. Sie bilden jedoch nicht den Schwerpunkt. Aus den verschiedenen Rubriken der Literaturliste von MUT e. V. präsentiere ich maximal zwei Bücher pro Abend aus diesem Themenkreis. Der Titel des Literaturkreises „... Worte sind wie Sterne“ führt uns durch die Welt der Romane, Erzählungen und Lieblingsbücher. Im Mittelpunkt steht der Austausch über gemeinsam ausgesuchte und gelesene Bücher. Dabei sind mir die Interessen der Teilnehmerinnen sehr wichtig. Jeweils zum Ende eines Abends biete ich Bücher an, von denen eines ausgewählt und zum nächsten Abend von allen gelesen wird. Die Teilnehmerinnen können auch selbst ein Buch vorstellen, das ihnen besonders gut gefällt.

Es interessiert Sie nun sicherlich zu erfahren, welche Bücher wir bisher gelesen und besprochen haben. Dazu ein paar Beispiele: „Dienstags bei Morrie“ von Mitch Albom, „Leben lieben lernen“ von Leo Buscaglia, „Ein Strand für meine Träume“ von Sergio Bambaren, „Die Wolfsfrau“ von Clarissa Pinkola Estés, „Das etruskische Lächeln“ von José Luis Sempedro, „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry, „Die Regenkönigin“ von Katherine Scholes. Für das nächste Treffen lesen wir das Buch „Drei Minuten mit der Wirklichkeit“ von Wolfram Fleischhauer.

Es geht also um den Genuss, ein Buch in die Hand zu nehmen, und so gefesselt davon zu sein, dass Sie es jetzt sofort und unbedingt zu Ende lesen wollen. Und es geht um die Möglichkeit, sich mit anderen über ein gelesenes Buch zu unterhalten. Tatsächlich entdecken wir häufig die unterschiedlichen Sichtweisen, stellen fest: „Das ist mir so gar nicht aufgefallen“, oder „Dieser oder jener Satz war beeindruckend“, „Die Art und Weise wie das Buch geschrieben ist, finde ich sehr ansprechend und gut.“

Bücher können nicht zaubern. Aber man kann sie mit einer Begeisterung lesen, die „verzaubert“. Sie vermögen die Hoffnung zu stärken, können neuen Mut wecken, beleben die Freude und schicken uns manchmal für ein paar Stunden in eine Traumwelt, aus der wir nur ungern wieder auftauchen. Nach einer Zeit voll Unruhe, Angst und Verwirrung, brauchen wir Möglichkeiten, wieder zu uns zu kommen. Und Lesen ist eine dieser Möglichkeiten, für eine Zeit zu vergessen und sich „unterhaltend“ auszuruhen.

Nun, wie ist es mit Ihnen? Wann haben Sie das letzte Buch gelesen? Hat es Ihnen gefallen, haben Sie sich mit jemandem darüber ausgetauscht? Falls Sie jetzt Lust bekommen, genau dies zu tun, habe ich eine gute Nachricht für Sie: Der nächste Literaturkreis findet ab dem 06.10.2004 statt. Begeben Sie sich mit uns auf die spannende Reise durch die Vielfalt der Literatur! Finden Sie mit uns „Worte wie Sterne“, die das „LEBEN“ erheitern und bestärken.

Eine Anmeldung ist zum nächsten Kurs ab sofort möglich und unbedingt erforderlich, da max. 10 Personen an dem Kurs teilnehmen können. Nähere Informationen erhalten Sie über das Vereinsbüro.

Birgit Dépel

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Humor ist die beste Tumor-Therapie.

Rubrik: Was es sonst noch gibt

Stand der Mitgliederzahl im April 2004: 140

Ein herzliches Willkommen allen neuen Mitgliedern!

Bericht über die Mitgliederversammlung bei MUT
am 28. Januar 2004

Ende Januar 2004 fand die diesjährige Mitgliederversammlung unseres Vereins im Gesundheitshaus in Münster statt. Zweck der Versammlung war neben der Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2003 die Wahl eines neuen Vorstandes . Es war ein erfolgreiches Jahr für unseren Verein. Eine sehr gute Resonanz hatte unsere Vortragsreihe. Insgesamt haben wir neun Vorträge durchgeführt, an denen ca. 450 Personen teilgenommen haben. Dies war sicherlich in erster Linie ein Verdienst unserer Referenten, die die unterschiedlichen Themen sehr gut den Zuhörern vermitteln konnten. Neben der Telefonberatung mittwochs und donnerstags für betroffene Frauen, konnte auch die Wasserentspannung weiter angeboten werden. Insgesamt haben wir 95 Beratungen am Telefon durchgeführt. Wir haben an Patientinnen -Info-Tagen in Hamm, Bochum, Düsseldorf und Münster mit einem Info-Stand teilgenommen. Außerdem sind wir im Arbeitskreis Brustkrebs der Gesundheitskonferenz der Stadt Münster vertreten. Die Literaturliste wurde aktualisiert; der Literaturkreis „...Worte sind wie Sterne“ eingerichtet. Im Jahr 2003 haben wir wieder drei Info-Briefe geschrieben, die wir jetzt auch als Abonnement anbieten. Das Protokoll der Mitgliederversammlung liegt diesem Info-Brief bei.

Die Wahl des neuen Vorstandes erfolgte einstimmig. Bis auf Elisabeth Hoffmann, die nach vier Jahren Vorstandsar-beit auf eigenen Wunsch nicht mehr kandidiert hat, wurde der alte Vorstand wieder gewählt. Marianne Röhr hat die Aufgaben von Elisabeth Hoffmann als Protokollführerin übernommen. Helga Arnold ist wieder als Kassenwartin und Buchhalterin tätig. Birgit Dépel ist die 1. Stellvertreterin; Antonia Waning die zweite. Ich habe wieder das Amt der 1. Vorsitzenden übernommen.

Ich danke im Namen der Vorstandsfrauen allen Vereinsmitgliedern für das Vertrauen, das uns entgegen gebracht wird. Wir werden uns gemeinsam wieder für die nächsten zwei Jahre für MUT engagieren.

Elisabeth, Dir danke ich auch an dieser Stelle ganz herzlich für Deine treue Mitarbeit!

Gisela Schneider

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Wir stellen vor:
Webmaster Martin Schneider

Als ich im November 1999 in den Vorstand unseres Vereins gewählt worden bin, hat sich nicht nur mein Leben, sondern auch das Leben meines Mannes, Martin Schneider, verändert. Weil er wusste, dass ich nicht besonders gut mit dem Computer umgehen kann und um mich und den Verein zu unterstützen, hat er zunächst die Dateien für die Buchführung und Mitgliederverwaltung angelegt und unseren Kopfbogen als Dokumentenvorlage für den Computer aufbereitet. Die Arbeit wurde immer umfangreicher. Im Winter 2000 hat er dann die Daten unserer Patientinnenbefragung ausgewertet und als Broschüre zusammen gestellt. Seit der Vorstandswahl im November 2001, als ich die 1. Vorsitzende des Vereins wurde, hat er automatisch mit mir auch neue Aufgaben übernommen. Seit dem Info-Brief Nr. 7 erstellt er das Layout für unsere Info-Briefe und fertigt die Druck-Datei für den digitalen Druck an. Das hat doch manchmal viel Nerven gekostet, weil wir die Unterlagen nicht immer optimal vorbereitet hatten. Wenn der Brief dann fertig und zum Versand anstand, war der Ärger ohnehin vergessen und das Gefühl der Zufriedenheit darüber stellt sich ein.

Außerdem übernahm er die Gestaltung unserer Internetseiten, die ganz neu wieder erstellt und eingerichtet werden mussten. Dabei veränderte er das Design sehr ansprechend. Zurzeit sind etwa 100 Seiten eingestellt. Mir war vorher auch nicht klar, dass jede Datei für das Internet neu formatiert werden muss, und das Ändern und Heraufladen so viel Zeit in Anspruch nimmt. Es gibt viel zu beachten und zu bedenken. Das Lob von den Besuchern unserer Internetseiten tut dann besonders gut. Aus der ganzen Bundesrepublik kommen Anfragen. Männer und Kinder wünschen Rat und Hilfe für ihre erkrankten Frauen und Mütter. Darum ist es wichtig, dass diese Seiten gut gepflegt werden. Es ist ein gelungenes Angebot und ein gutes Aushängeschild für unseren Verein, das wir ohne ihn nicht hätten.

Martin, Du hast vorher auch nicht gedacht, dass Du Dich als Pensionär noch einmal so engagiert für die Gesundheit der Frauen einsetzen würdest. Das ist toll, und ich danke Dir auch im Namen von Birgit, Helga, Antonia, Elisabeth und Marianne für Deine Arbeit.

Gisela Schneider

Besuchen Sie uns im Internet unter: www. muenster.org/mut

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Literatur-Tipp:

Das Lymphödem – Vorbeugung und Behandlung (Ratgeber)

Hilfe und Beratung durch Experten
Verlag: Urban & Fischer. 8. Auflage. 2003. 256 Seiten – Euro 19,95
Autoren: Michael Földi, Ethel Földi und Peter D. Asmussen

Arm- und Beinlymphödeme sowie Lipödeme können durch Einhaltung bestimmter Verhaltensregeln und durch gezielte Übungen verhindert oder gemindert werden. Durch fachliche Behandlung mittels Lymphdrainage und/oder Kompression ist das Lymphödem meistens gut behandelbar. Auch der Patient selbst kann zum Therapieerfolg einiges beitragen. Dieser Leitfaden für Patienten dringt in verständlicher Weise tiefer in die komplexen medizinschen Abläufe ein. Die Entstehung und Behandlung des Lymphödems wird ausführlich erklärt. Es werden praktische Tipps zur Vermeidung eines Lymphödems dargestellt. Wie pflege ich die Haut bei einem Lymphödem? Die Autoren geben detaillierte Anleitungen zur Selbstbehandlung und Behandlung durch Angehörige. Fotoserien über Selbstbehandlung mit Kompressionsbandage und komplexer physikalischer Entstauungstherapie werden dargestellt. Mit diesem Buch haben Patienten die Möglichkeit, die in der Behandlung erlernten Übungen aufzufrischen. Dieser Ratgeber wurde von führenden Experten verfasst, und bietet wertvolle Basisinformationen und praktische Hilfe.

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Krebs – den Lebensfaden wiederfinden (Ratgeber)

Hilfe im Umgang mit Krebs
Psychoonkologie für Betroffene und Fachleute
Verlag: Meyer. Stuttgart. 2003. 171 Seiten – Euro 17,80

Wie können Patient und Arzt Krebstherapien mit ergänzenden Maßnahmen sinnvoll unterstützen? Praktische Übungen und bewährte Verfahren aus dem Gebiet der Psychoonkologie stellt das gerade erschienene Buch vor. Der Autor, Dr. Richard Wagner, zeigt Wege für Betroffene auf, durch Misteltherapie, Selbstregulationstraining, Meditationsübung und die Auseinandersetzung mit Erfahrungsberichten und Erkenntnissen, die eigenen Kräfte zu unterstützen. Der Leser erfährt einfühlsam und kompetent Hilfe im Umgang mit Hoffnung, Zweifel und Ängsten im Zusammenhang mit der Krankheit Krebs.

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Literaturliste von MUT

Die Literaturliste des Vereins ist komplett neu überarbeitet und umfasst inzwischen rund 42 Seiten kommentierte Informationen über Bücher aus den Bereichen Ratgeber, Ernährung, Erfahrungsberichte, Kinder- und Jugendbücher sowie Medizinische Fachbücher und eine Rubrik zum Thema Konventionelle Behandlungsmethoden. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und versteht sich als ein allgemeines Informationsangebot. Sie ist gegen eine Schutzgebühr von 2,00 Euro im Vereinsbüro erhältlich. Wer sich dafür interessiert, sende uns bitte einen mit 1,44 Euro frankierten, an sich selbst adressierten Rückumschlag und den Betrag von 2,00 Euro in Briefmarken zu. (Anschrift: siehe Impressum)

Buch-Tipp für AOK-Mitglieder

Im Rahmen des Disease Management Programm (DMP) hat die AOK Westfalen-Lippe „Das AOK-Brustbuch“ herausgegeben. Es handelt sich dabei um einen Leitfaden für betroffene Frauen. Es bietet eine Übersicht über die Therapien, gibt Hinweise auf die Zeit vor und nach der Operation. Ein ganzes Kapitel widmet sich der Nachsorge. Rechte und Pflichten von Arzt und Patientin sind übersichtlich dargestellt, medizinische Fachausdrücke werden erklärt. Für eigene Eintragungen (medi-zinisches Tagebuch) ist genügend Platz. AOK-Mitglieder können das Buch über ihren Arzt anfordern, wenn sie sich für das DMP entscheiden. Es ist sicherlich ein guter Begleiter während und nach der Akutphase. In handlicher Ringbuchform kann es problemlos überall hin mitgenommen werden. Es stellt eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Informationsschriften dar.

Helga Arnold

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