MUT e.V.  Münster
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 Bearbeitung:
 Martin Schneider

Info-Brief 13

Liebe Leserin, lieber Leser!

Nachstehend finden Sie den Info-Brief 13 von MUT e. V.  aus Dezember 2003.

Der Brief  wurde in einer besonderen Text-Datei zusammengefasst, das Layout dieser Datei entspricht natürlich nicht dem Layout des Originals. Es fehlen z. B. die Bilder. Den Text haben wir hier als Fließtext erfasst - keine Spalten, wie im Original. Das Original können Sie sich als PDF-Datei anschauen.

Der Info-Brief 13 als PDF-Datei.

13. Info-Brief        Dezember 2003

MUT e.V.

Frauen  und  Männer  im   Kampf   gegen  Brustkrebs

M ü n s t e r

 

Das neue Jahr sieht mich freundlich an,
und ich lasse das alte mit seinem Sonnenschein
und Wolken ruhig hinter mir.

J. W. von Goethe   An Lavater, Dezember 1783

 

Themen dieser Ausgabe (u.a.):

Vorträge im 1. Halbjahr 2004
Ausflug zur Landesgartenschau nach Gronau – Losser
Verschiedene Informationsveranstaltungen
Maltherapie in der Fachklinik Hornheide
Mitgliederversammlung              -               Dankeschön! 

Drei Antworten

Drei Bauarbeiter waren dabei, Steine zu behauen, als ein Fremder zu ihnen trat und den ersten Arbeiter fragte:
„Was tun Sie da?“
„Sehen Sie das denn nicht?“ meinte der
und sah nicht einmal auf.
„Ich behaue Steine!“
„Und was tun Sie da?“
fragte der Fremde den zweiten.
Seufzend antwortete der:
„Ich muss Geld verdienen, um für meine Familie Brot zu beschaffen. Meine Familie ist groß.“
Der Fremde fragte auch den dritten:
„Was tun Sie da?“
Dieser blickte hinauf in die Höhe
und antwortete leise und stolz:
„Ich baue einen Dom!“
Manfred Frigger

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Grußwort

Aktuelle Termine und Veranstaltungen

Vorträge 1. Hj. 2004
Wasserentspannung
Literaturkreis Brustkrebs
Gesprächskreis Brustkrebs für betroffene Frauen
Bochumer Gesundheitstraining

 Rückblick

Ein Ausflug zur Landesgartenschau nach Gronau - Losser
Sommer-Radtour 2003
Brustkrebs-Informationstag für Patientinnen, Angehörige,Interessierte
Informationstag Krebs im Gesundheitshaus in Münster am 18. Oktober 2003
2. Patientinnentag des Brustzentrum Münster am 26. Oktober 2003
Erste Fortbildungsveranstaltung des Brustzentrums Münsterland
Informationsabend für Patientinnen mit Brustkrebs am 18. November 2003 im Landesmuseum
Notizen über den Vortrag von Dr. Irmey am 25. Juni 2003
Hoffnungsvolle Forschung

 Fachbeiträge/Fachberichte

„Komplementäre Therapie“ von Dr. med. A. Maren Darsow, Luisenkrankenhaus Düsseldorf
Zertifizierung von Brustzentren (DMP)
Interview zum Disease Management Programm mit Marcus Schulte, BEK
Internet-Recherche 

Erfahrungsberichte 

Maltherapie in der Fachklinik Hornheide
„Seelenbilder zum Ent-schweigen des Schmerzes“  von Adelheid Weller
Tipp einer Betroffenen 

Rubrik: Was es sonst noch gibt

Vereinsinformationen
Stammtisch
Literatur-Tipp:
    
Über-Lebensbuch Brustkrebs
    
Noch einmal deine Stimme hören
    
Vom Weinen kriegt man Durst
Hinweis auf neue Broschüren
Anstecknadel Solidarität
Dankeschön! 

Kleiner Pressespiegel 

„Gift im Jungbrunnen“ von Werner Bartens (DIE ZEIT)
„Weg vom Möglichen – hin zum Notwendigen“ Zweiter Patientinnentag des Brustzentrums im Schloss – (WN)
„Kampf dem Brustkrebs“ (MZ)
„Standards für bestmögliche Behandlung“ Krankenhäuser haben sich zum Brustzentrum Münsterland
                    zusammen geschlossen – (MZ) 

Weihnachtsgeschichte 

Ein Märchen
„Die lustige Weihnacht“   von James Krüss 

Impressum

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Grußwort 

Liebe Vereinsmitglieder, sehr geehrte Leserinnen und Leser,

das Jahr 2003, das nun zu Ende geht, hat uns viele Neuerungen im Bereich des Gesundheitswesens gebracht, die m.E. für die Patienten nicht immer von Vorteil sind. In Zeiten der leeren Kassen müssen wir sicherlich alle den Gürtel enger schnallen. Für die Politiker und Verantwortlichen ist es nicht leicht, angedachte Reformen umzusetzen und Verständnis bei den Bürgerinnen und Bürgern zu finden. Die Einschnitte werden im nächsten Jahr gravierend sein und lassen sich noch nicht genau ermessen.

In dieser Ausgabe unseres Info-Briefes greifen wir den im letzten Brief bereits gesponnenen Faden wieder auf und berichten über die Standards für die Einrichtung und Zertifizierung von Brustzentren. Ein Interview zum Disease Management Programm (DMP) mit einem Einführungskoordinator schließt sich an und wird hoffentlich zur Klärung einiger Fragen von betroffenen Frauen beitragen.

In Münster und im Münsterland sind zwei Brustzentren gegründet worden. Die kooperierenden Krankenhäuser sind bis Mitte des Jahres 2004 zum DMP zugelassen. Wir sind bei verschiedenen Veranstaltungen beider Zentren eingeladen gewesen und berichten im Rückblick darüber. Erst im nächsten  Jahr wird die Landesregierung eine endgültige Entscheidung über die Brustzentren treffen. Im Interesse der betroffenen Frauen erhoffen wir uns eine einvernehmliche Lösung. Das Bemühen auf beiden Seiten ist sehr groß und beachtenswert. Doch bei all dem verständlichen Gerangel um den Fortbestand einiger Abteilungen in den Krankenhäusern dürfen darüber die Patientinnen nicht vergessen werden, auch wenn hier Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Neben der Bündelung von Kompetenz spielt die psychosoziale Komponente eine wesentliche Rolle bei der Gründung der Brustzentren. Hoffen wir darauf, dass die Verantwortlichen eine diplomatische Entscheidung treffen.

Ich möchte mich bei allen Beteiligten bedanken, die uns ehrenamtlich im Jahre 2003 zur Verfügung gestanden und durch ihren unermüdlichen Einsatz für MUT e.V. dazu beigetragen haben, dass wir unsere Ziele erreichen konnten. 

Für das vor uns liegende Jahr 2004 wünsche ich Ihnen Allen einen guten Start, Erfolg und Zufriedenheit für die berufliche und private Zukunft. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein geruhsames und beschauliches Weihnachtsfest.

Ihre
Gisela Schneider
1. Vorsitzende

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Aktuelle Termine und Veranstaltungen

Vorträge 1. Hj. 2004

 25. Februar 2004

„Sozialrechtliche Möglichkeiten bei Brustkrebs“

Monika Hitz, Dipl.-Sozialpädagogin, Sozialdienst St. Franziskus-Hospital Münster

28. April 2004

„Möglichkeiten und Grenzen der ambulanten Chemotherapie bei Brustkrebspatientinnen“

Dr. med. Jürgen Wehmeyer, niedergelassener Hämatologe und Onkologe, Münster

26. Mai 2004

„Angstbewältigung bei Brustkrebs“

Dr. Gerhard Strittmatter, Dipl.-Psych., Dipl.-Theol., Fachklinik Hornheide, Münster-Handorf

30. Juni 2004

„Behandlungsprinzipien zur Schmerzbewältigung bei Brustkrebs“

Dr. med. Ulrich Irskens, Oberarzt für Anästhesie, Herz-Jesu-Krankenhaus, Münster-Hiltrup

Alle Vorträge im Veranstaltungssaal der Sparkasse Münsterland Ost, Hötteweg 10,

Münster-Innenstadt. Beginn 19 Uhr. Eintritt frei

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 Wasserentspannung für betroffene Frauen
mit Elementen von Shiatsu

Ab Januar 2004 wird die Wasserentspannung
unter der bewährten Leitung von Christa Reißmann
im Bewegungsbad der Frauenklinik des Clemenshospitals
in Münster durchgeführt.
Das Bad wurde vollständig renoviert
und steht uns montags von
17:45 – 19.00 Uhr zur Verfügung.
Wer Lust hat mitzumachen,
kann sich im Vereinsbüro unter
Tel. 02501/70705 anmelden.

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Literaturkreis    ... Worte sind wie Sterne 
Beginn:Mittwoch, 14.01.2004
Weitere Termine:  11.02.2004,10.03.2004,14.04.2004
jeweils von 19.00 h bis 20.30 h
Hinweis:
Ein Einstieg ist jederzeit möglich
Ort:     
Gesundheitshaus, Gasselstiege 13, 48159 Münster
Gebühr:  pro Abend 2,00 € 

Bitte Schreibmaterial mitbringen Kursleiterin:Birgit Dépel

Dieser Literaturkreis ist kein „Zauberkreis“, doch er kann MUT machen! Wenn die Akuttherapien vorüber sind, spüren wir noch immer das Chaos in der Seele! Kann Literatur uns unterstützen? Dieser Frage wollen wir uns an den vier Abenden widmen. Aus einer individuellen Auswahl vom Roman bis zum Sachbuch stehen Bücher im Mittelpunkt, die vor allem der Seele gut tun. Vorgestellt werden eher unbekannte Bücher, die jedoch dringend gelesen werden sollten. Es sind Bücher, die von neuer Lebensfreude, von Sehnsucht und Träumen erzählen. Sie stärken die Hoffnung, schenken uns neues Selbstvertrauen und fördern die Kreativität. Eine besondere Geschichte kann uns wunderbare Aussichten begreifbar machen. Sie kann uns zu überraschenden Wendungen und unvermuteten Lösungen führen. Sie zeigt uns, dass „LEBEN“ erheiternd und bestärkend sein kann. Wir werden auch Bücher zum Thema Brustkrebs besprechen, die im Verstehen und Verarbeiten der Erkrankung hilfreich sind.

Der gemeinsame Austausch über bereits gelesene und neue Bücher steht im Vordergrund des Literaturkreises. Wenn Sie mögen, bringen Sie Ihr Lieblingsbuch mit, und stellen es vor.

Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten!
Bitte melden Sie sich während der Sprechzeiten im Vereinsbüro:
Mittwoch und Donnerstag – von 16.00 h bis 18.00 h – Tel. (0 25 01- 7 07 05), oder
direkt bei der Kursleiterin - Tel. (02 51) 27 04 317 bzw. per E-mail:
rbmpu@web.de
Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen begrenzt.

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Gesprächskreis Brustkrebs für betroffene Frauen

Eine Brusterkrankung und die folgenden Behandlungen lösen eine Reihe von Veränderungen aus. Ängste und Sorgen um die Zukunft, aber auch neu entdeckte Kräfte begleiten diesen Weg und sind eine Hilfe bei der Verarbeitung. In dem Gesprächskreis soll die Möglichkeit gegeben werden, diese Veränderungen bewusst zu erleben, die neue Situation zu akzeptieren und die Lebensfreude wiederzufinden.

Wir können diesen Kurs nur durchführen, wenn sich genügend Frauen dafür interessieren. Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei sechs Personen. Neue Termine stehen für das Jahr 2004 noch nicht fest. Wer an einem Kurs teilnehmen möchte, kann sich telefonisch unter der Nummer 02501/70705 an das Vereinsbüro wenden und den Namen und die Telefonnummer hinterlassen. Falls genügend Interessierte vorhanden sind, werden wir einen Gesprächskreis anbieten. Die Leitung übernimmt Frau Angelika Lünenborg, Dipl.-Sozialpädagogin.

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Bochumer Gesundheitstraining

Das Bochumer Gesundheitstraining wurde Anfang der 80er Jahre an der Ruhruniversität Bochum entwickelt und basiert auf den Grundlagen des amerikanischen Arztes Dr. C. Simonton. Es geht von der Tatsache aus, dass seelische Faktoren bei der Entstehung und Heilung von Krankheiten eine wichtige Rolle spielen. 

Durch das Bochumer Gesundheitstraining werden die Selbstheilungskräfte aktiviert. Sie erlernen Entspannungsverfahren , werden sich mit Vorstellungsübungen über Fragen zur Gesundheit auseinandersetzen, krankmachende Gewohnheiten kennen lernen und bearbeiten sowie durch kreatives Tun und Körperarbeit die Lebensfreude wieder entdecken.

    Wann?       Zehn Abende jeweils montags von 19:30 bis 21:30 Uhr
    Beginn:     Ab 19.01.2004 – 29.03.2004 (Rosenmontag fällt aus)
    Wo?  In der Fortbildungsetage (5. Stock) in der Raphaelsklinik in Münster
    Kosten?     80,00 € pro Kurs
    Leitung:    Frau Angelika Lünenborg, Dipl.-Sozialpädagogin
    Anmeldung: Vereinsbüro MUT e.V., Tel. 02501/70705

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Rückblick    

 

Ein Ausflug zur Landesgartenschau Gronau – Losser

Am Samstag, dem 19. Juli 2003 fand die vom MUT-Vorstand angeregte Fahrt zur Landesgartenschau nach Gronau – Losser statt. Der Treffpunkt war das Vereinsbüro in Hiltrup. Wir – einige Mitgliedsfrauen und

-männer von MUT - fuhren los, um einen gemeinsamen Tag zu verbringen. Es war - wie überhaupt in diesem Sommer – sehr heiß. Wir ließen uns von der Sonne und der Hitze nicht abhalten und schlenderten, mit Sonnenhut und Sonnenbrillen „bewaffnet“, über das Gelände zur Fahrradstation. Mit der „Leeze“ radelten wir an der Dinkel entlang. Der Radweg war gesäumt von wunderschönen, in allen Farben blühenden Blumen und Gräsern. Es war eine Augenweide, die Natur in all ihrer Pracht zu sehen. Wir durchquerten Waldgebiete, Felder und idyllisch gelegene kleine Orte. Durch die Hitze und Sonne etwas ermüdet, kehrten wir in der Nähe von Losser in einem Museumsdorf ein. Nach dem Genuss von leckeren Pfannkuchen - für Holland bzw. diese Region

ein wohl typisches Essen - erkundeten wir Losser und machten uns dann auf den Weg zurück nach Gronau. Am späten Nachmittag erreichten wir das LAGA-Gelände und spazierten durch die Vielzahl von Gärten: Themen-, Rosen-, Wasser- und Pausengärten, durch Blumenhallen, durch die Kreativwerkstatt. Wir erkletterten die Pyramide mit dem Rundblick über Gronau und erfreuten uns an den Wasserspielen. Den Tag ließen wir auf der Terrasse eines wunderschönen Cafes mit Eiskaffee und Kuchen ausklingen und genossen dabei noch einmal den Blick auf das Wasserlabyrinth. Mit dem Gefühl einen schönen Tag voll unterschiedlichster Eindrücke erlebt zu haben, fuhren wir zurück nach Hause. Nach den Erlebnissen der Landesgartenschau in Oelde und in diesem Jahr in Gronau – Losser  werden wir sicher mit Spannung auf die nächste LAGA warten. Sicherlich werden wir dann wieder gemeinsam einen erholsamen Tag erleben können.

Elisabeth Hoffmann

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Sommer-Radtour 2003

Na ja, so heiß wie bei unserem LAGA-Besuch würde es nicht werden. Der Wetterbericht sagte für den 23. August 2003 sogar Re-genschauer an. Beim Start in Hiltrup/Albachten sah es so aus, als ob wir davon noch verschont würden. Doch nach einigen Kilometern fing es dann leider an zu regnen. Aber unser Verein heißt nicht nur MUT, wir sind auch mutig. Also haben wir uns durch diese Widrigkeiten nicht von unserem Vorhaben abbringen lassen!

Einige starke Regengüsse haben wir abgewartet, dann klappte es im zweiten Versuch. Vielleicht ist ja doch etwas dran:

„Wenn Engel reisen, lacht der Himmel“. Wir sind von weiteren Schauern verschont geblieben und trocken im Bauernhof -Café Grothues-Potthof in Senden angekommen.

Ein schön gedeckter Tisch erwartete uns. Bei Kaffee, Tee und leckerem Kuchen hatten wir einen schönen Nachmittag. Auch der Hofladen war einen Besuch wert. Die Sonne ließ sich wieder sehen und auf der Rückfahrt hatten wir dann ideales Radfahr-Wetter.

Antonia Waning  

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Brustkrebs-Informationstag für Patientinnen, Angehörige, Interessierte (4. Düsseldorfer Symposium)
Veranstalter: – Senologie Brustklinik Luisenkrankenhaus Düsseldorf, Dr. med. M. Rezai
In Zusammenarbeit mit ISI – Internationale Senologie Initiative e.V.
Westdeutsches Brust-Centrum, Düsseldorf

Am Sonntag, 12. Oktober 2003 fand im Radisson SAS Hotel in Düsseldorf das 4. Düsseldorfer Symposium zum Thema Brustkrebs statt. Wie schon im vergangenen Jahr, war auch bei dieser Veranstaltung MUT e.V. auf Einladung von ISI e .V. mit einem Informationsstand vertreten. Das von MUT angebotene Info-Material fand reges Interesse. Unser Stand war stark frequentiert und entwickelte sich immer wieder zu einem Punkt interessanten Gedanken- und Informationsaustausches.

Die hohe Besucherzahl (ca. 400 Personen) spricht dafür, dass nach wie vor großes Interesse besteht, Neues über das Thema Brustkrebs und den aktuellen Stand der Therapien zu erfahren. Und so waren zu allen aktuellen Bereichen der Diagnostik, der operativen und systemischen Therapie erneut Experten eingeladen, Stellung zu nehmen. Die Moderation der Veranstaltung lag wieder in den erfahrenen Händen von Frau Sabine Wagner, freie Journalistin aus Hilden.

Im Grußwort sprach Herr Dr. med. M. Rezai das Thema des Tages an: „Die Behandlung des Mammakarzinoms bleibt nach wie vor eine große interdisziplinäre Herausforderung. Im Zeitalter der Qualitätssicherung brauchen wir im interdisziplinären Vorgehen einheitliche Empfehlungen für die neuen und etablierten diagnostischen und therapeutischen Verfahren, um unseren Patientinnen eine einheitliche Behandlung auf höchstem Niveau zu ermöglichen.“

Im ersten Fachvortrag stellte Frau Roswitha Fettweis als 1. Vorsitzende die Arbeit von ISI e.V. vor. Dr. rer. nat. Guido Tuschen referierte über die Ziele und Aufgaben des Westdeutschen Brustzentrums in Düsseldorf. Danach gab es zahlreiche, interessante und informative Vorträge zu den Themen „Diagnostik und Früherkennung“ (Dr. med. Volker Duda), „Gesundheitspolitik für Betroffene“ (Dr. rer. pol. Edith Meier), „Strahlen- und Chemotherapie“ (Dr. Axel Hartmann / PD Dr. Michael Friedrich). Zu diesen Themen, sowie den weiteren Vorträgen gab es ausreichend Gelegenheit zur Diskussion. Diese Möglichkeit wurde munter genutzt, es fand ein reger Austausch zwischen Referenten und Besucherforum statt.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellte PD Dr. med. Christian Jackisch die „Antihormonelle Therapie“ vor. Auch hier schloss sich eine lebhafte Diskussion an. Weitere Vortragsthemen waren die „Antikörper-Therapie“ (Dr. med. Markus Frick), sowie die Frage „Ist Brustkrebs familiär bedingt?“ (Prof. Dr. med. Rita Schmutzler). Zum Thema „Komplementäre Therapie“ referierte Frau Dr. med. Maren Darsow. Da diese Therapieformen auch in unserem Verein immer wieder angesprochen werden, ist der Vortrag von Frau Dr. Darsow in Kurzform in diesem Info-Brief abgedruckt (siehe Seite 17).

Unbestritten bleibt der Aufklärungsbedarf zu all diesen Themen! Alle BesucherInnen hielten den langen Tag nicht zuletzt deshalb aus, weil es immer wieder Gelegenheit zu lebendigem Austausch und Diskussion gab. So wurden auch die weiteren Vorträge „Lymphödem und Behandlung“ (Dr. med. Manuel Cornely) und „Nachsorge“ (Dr. med. Mahdi Rezai) von vielen Fragen an die Referenten begleitet.

Bei aller fachlichen Information bleibt ein zentraler Punkt: Es gilt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Betroffenen und den beteiligten Ärzten aufzubauen. Deutlich wird auch: Die psychosoziale Betreuung tritt immer mehr in den Mittelpunkt. Gerade Veranstaltungen, wie dieser Brustkrebs-Informationstag für Patientinnen, Angehörige und Interessierte, können dazu beitragen, im gesamten Bereich des Behandlungsablaufes das gegenseitige Verständnis zu stärken.

Helga Arnold

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Informationstag Krebs im Gesundheitshaus in Münster am 18. Oktober 2003

Zehn Jahre Krebsberatungsstelle (KBS) des Tumorzentrum Münsterland e.V.! Dieses Jubiläum war ein Anlass für die KBS , gemeinsam mit der Krebsgesellschaft NRW einen Informationstag über Früher-kennungsmethoden und Behandlungs -möglichkeiten von Krebs zu veranstalten. Seit 1993 bietet die KBS Betroffenen, Angehörigen und Freunden in Münster und in der Region Münsterland umfassende Unterstützung und Bera-tung an. Informationen bieten die Möglichkeit, die eigene Erkrankung und Behandlung zu verstehen, helfen Ent-scheidungen treffen und den Gesundungsprozess aktiv mitzugestalten.

Am Vormittag des Informationstages standen Vorträge über die Behandlungsmöglichkeiten bei Krebs auf der Tagesordnung. Frau Dr. U. Philipp, Veramed-Klinik Meschede, referierte über „Ergänzende Behandlungsmöglichkeiten aus dem Bereich der Naturheilverfahren“. Anschließend sprach Frau Dr. T. Butterfass-Bahloul vom Koordinationszentrum für Klinische Studien in Münster über die „Behandlung im Rahmen von klinischen Studien“. „Inter -ferone in der Krebstherapie“ war das Thema von Prof. Dr. L. Balleisen vom Ev. Krankenhaus in Hamm. Nach einer Mittagspause wurde die Veranstaltung fortgesetzt mit Vorträgen zum Thema Früher-kennung. Methoden und Programme wurden vorgestellt. Über den „Prostatakrebs“ sprach Prof. Dr. L. Hertle (UKM Münster), Herr Dr. K. Rensing (UKM Münster) erläuterte die „Früherkennung von Brustkrebs“. Herr Dr. F. Raulf von der Raphaelsklinik Münster gab einen Überblick über die Früherkennung von „Darmkrebs“. Außerdem wurden noch Workshops am Nachmittag angeboten, die auch sehr rege in Anspruch genommen wurden.

Wir waren von MUT mit einem Info-Stand vertreten. Es war eine wichtige und gelungene

Veranstaltung, zu der die Mitarbeiterinnen der KBS viel beigetragen haben. Umso bedauerlicher ist es, dass für diese Beratungsstelle in Zukunft nicht mehr genügend Mittel für die Finanzierung bereitstehen. Ich hoffe sehr, dass sich ein neuer Träger finden wird und die Stadt Münster zur Lösung beiträgt. Zehn Jahre dürfen nicht umsonst gewesen sein!

Gisela Schneider

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2. Patientinnentag des Brustzentrum Münster am 26. Oktober 2003
in der Aula des Schlosses der Universität Münster

Am 26. Oktober 2003 war es wieder soweit. Wie bereits im Januar 2002 fand in der Aula des Schlosses der 2. Patientinnentag des Brustzentrums Münster statt. Das Brustzentrum Münster ist eine Ko-operation zwischen dem Universitätsklinikum Mün-ster, dem St. Franziskus-Hospital Münster und dem Marienhospital Steinfurt. Die bestmögliche Behand-lung von Patientinnen mit abklärungsbedürftigen Be-funden in der Brust auf universitärem Standard ist das Ziel die-ses Zusam-menschlusses. Die Kliniken rich-ten sich nach intern abge-sprochenen und international anerkannten Behandlungs-strategien, wobei die enge Zusammenarbeit auf diesem Gebiet für die betroffenen Patientinnen die Sicherheit einer bestmöglichen Behandlung gewährleisten soll. Behand-lungsmöglichkeiten sollen verbessert und Heilungschancen erhöht werden.

Das Motto des 2. Patientinnentages lautete „Vom maximal Möglichen zum wirklich Notwendigen – Aktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Therapie“. Nach der Begrüßung und Einführung in das Thema durch Herrn Prof. Dr. Kiesel wurden Referate über das „Erkrankungsrisiko und genetische Ursachen“, „Minimal-invasive Abklärung – Stanz- und Vakuumbiopsie“ und „Schnellschnitt – Diagnose und Qualitätssicherung“ vorgetragen. Im zweiten Block der Vortragsreihe wurde u.a. der „Wächterlymphknoten in der Achselhöhle - Minimal-invasive Ansätze in Diagnostik und Therapie“ vorgestellt und die „IORT – Bestrahlung schon während der Operation“ erklärt. Die „Möglichkeiten der Wiederherstellung der Brust durch Eigengewebe oder Implantate“, die „Behandlung mit Hormonen“ und die „Chemotherapie beim Mammakarzinom“ rundeten den Vormittag ab. Die Teilnehmerinnen hatten reichlich Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen, die umfassend beantwortet wurden. Die Sachkundigkeit des Publikums war erstaunlich, die Fragen sehr präzise gestellt.

Nach der Mittagspause wurden „Psychosoziale Aspekte“ und die „Immuntherapie und die komplementären Therapien“ vorgestellt. Ein besonderes Highlight war dann anschließend der Vortrag der Medizin-Journalistin Ursula Goldmann -Posch, die den Schritt „Von der behandelten zur handelnden Patientin“ sehr eindrucksvoll schilderte. Sie konnte aus dem eigenen Erleben heraus ihre Erfahrungen im Umgang mit der Krankheit und mit behandelnden Ärzten einbringen. Auszüge aus ihrem Buch „Der Knoten über meinem Herzen“ ließen bei den Zuhörern Nachdenklichkeit, Betroffenheit und Anteilnahme aufkommen. Es entstand eine besinnliche Stille, die durch ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und durch gemeinsame Schicksale verstärkt wurde.

In der anschließenden Podiumsdiskussion „Neue Wege in der integrierten Versorgung bei Brustkrebs“ waren VertreterInnen der Ärztekammer WL, des Brustzentrums Münster, des Ministeriums für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit, des Berufsverbandes der Frauenärzte WL e.V., des Referenzzentrums für Mammapathologie und die Bürgermeisterin der Stadt Münster, Karin Reismann, zugegen. Ich hatte hier die Gelegenheit, MUT e.V. zu vertreten. Nachdem jeder/e Diskussionsteilnehmer/in eine kurze Stellungnahme abgegeben hatte, ergriff Frau Dr. Weihrauch vom Gesundheitsministerium das Wort und gab einen kurzen Abriss über die Probleme im Gesundheitswesen, den Stand des Disease Management Programms und die Einrichtung von Brustzentren. Dann erhielten die Zuhörerinnen im Publikum die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Das Schlusswort hielt Prof. Kiesel. Damit ging ein langer Tag zu Ende.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass der 2. Patientinnentag sehr informativ und interessant sowie die Vorträge auf hohem Niveau waren. Es war ein Tag der Begegnung und des Gedankenaustausches. Solche Veranstaltungen sind wichtig, um die Distanz zwischen dem Arzt und der Ärztin und den Patientinnen zu verringern. Auch wir von MUT hatten unseren Anteil daran. Unser Informationsstand im Foyer war gut besucht und Treffpunkt der Frauen und Interessierten.

Gisela Schneider 

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Erste Fortbildungsveranstaltung des Brustzentrums Münsterland

Am Mittwoch, 12.11.2003 fand im Mövenpick-Hotel in Münster eine Veranstaltung des „Brustzentrum Münsterland“ statt. Ziel war es, niedergelassene Gynäkologen und Interessierte über die Arbeit des „Brustzentrum Münsterland“ zu informieren. Der Vorstand von MUT e.V. war hierzu eingeladen.

Zum „Brustzentrum Münsterland“ haben sich folgende Krankenhäuser zusammengeschlossen: Clemens-hospital, Münster / Raphaelsklinik, Münster / St.-Vincenz-Hospital, Coesfeld / Franz-Hospital, Dülmen / Herz-Jesu-Krankenhaus, Münster-Hiltrup und die Fachklinik Hornheide, Münster-Handorf.

Zur Einführung stellte Prof. Dr. Reck vom Clemenshospital die Struktur und die Aufgaben des Brustzentrums vor. U.a. die Verzahnung stationärer und ambulanter Versorgung, Qualitäts-sicherung durch Einhaltung der so genannten S3 -Leitlinien, Patientinnen-information und Einbeziehung der Betroffenen in die Therapieentscheidung, psychosoziale Betreuung und Mitwirkung der Selbsthilfeorganisationen. Dies alles sind Kriterien, die ein Brustzentrum erfüllen muss, um als solches anerkannt zu werden. Sollte die Anerkennung zum Brustzentrum ausgesprochen werden, so hat dies jedoch zunächst nur für 3 Jahre Gültigkeit. Danach wird erneut geprüft, ob die notwendigen Kriterien nach wie vor erfüllt werden. Es ist also ein hohes Maß an Qualität im Bereich aller medizinischen Disziplinen gefordert, um als Brustzentrum bestehen zu können. Prof. Reck erwähnte im Rahmen seiner Ausführungen auch das DMP und seine Bedeutung für die niedergelassenen Gynäkologen. Brustzentrum und Disease Management Programm (DMP) sollen sich ergänzen. Alle Mitgliedskliniken des „Brustzentrum Münsterland“ sind inzwischen DMP-Krankenhäuser.

Anschließend referierte Dr. med. Ahrberg (St.-Vincenz-Hospital, Coesfeld) über die Diagnostikmöglichkeiten. Hier stellte er insbesondere die bildgebenden Verfahren (Mammographie, Sonografie, Biopsie) vor und zeigte anhand von Beispielen , wie schwierig es häufig ist, einen Tumor rechtzeitig zu erkennen. Dennoch wurde deutlich, dass sich durch Qualitätssicherung immer bessere Diagnoseergebnisse erzielen lassen.

Als weiterer Refe-rent sprach Prof. Dr. Dame (Raphaelsklinik, Münster) über die operative Therapie. Eingehend berich -tete er über die Möglichkeiten der brusterhaltenden Operation und die anschließenden Re-konstruktionsver-fahren. Auch hier zeigt sich, dass eine Qualitäts-steigerung im Rahmen der Operationsverfahren zu besseren Ergebnissen für die betroffenen Frauen führt.

Nach einer brusterhaltenden OP ist die Strahlentherapie unabdingbar. Über die einzelnen Möglichkeiten und den Verlauf dieser Therapie berichtete Prof. Dr. Fischedick (Clemenshospital, Münster). Gerade bei der Strahlentherapie ist hohe Qualität und die Festlegung der einzelnen Strahlendosis von großer Bedeutung, um das Rezidivrisiko so gering wie möglich zu halten.

Über die Chancen adjuvanter systemischer Therapien informierte Dr. Dresemann (Franz-Hospital, Dülmen). Ein wichtiger Punkt im Bereich dieser Behandlung ist die Klassifizierung des Tumors, um eine möglichst effektive Therapie einsetzen zu können, wie z.B. die Hormontherapie. Deutlich wurde im Rahmen des Vortrages, dass zur Entwicklung weiterer adjuvanter Therapiekonzepte umfassende Studien notwendig sind.

Schließlich stellte Dr. Glosemeyer (Herz-Jesu-Krankenhaus, Münster-Hiltrup) statistische Zahlen der Krankenhäuser vor , die sich zum „Brustzentrum Münsterland“ zusammengeschlossen haben. Er berichtete u.a., dass im Jahr 2002 allein in Münster 182 an Brustkrebs erkrankte Menschen behandelt (darunter 2 Männer) und 9.900 Mammo-graphien durchgeführt wurden. 777 Schnell-schnitte wegen des Verdachts auf Mamma-karzinom wurden von den Pathologen untersucht. Davon wurde bei 228 Schnellschnitten ein Mammakarzinom diagnostiziert. Bei 171 Betroffenen konnte brusterhaltend operiert werden, bei 141 Betroffenen war eine Amputation notwendig. Weitere Zahlen zu Biopsien, Bestrahlungen, Brustaufbau etc. folgten.

Das sind statistische Auswertungen, Zahlen hinter denen Menschen – Betroffene – stehen. Für jede dieser Zahlen steht also ein Schicksal! Das darf bei allem medizinischem Fortschritt und Einsatz von Hightech nicht vergessen werden. Die Einrichtung eines Brustzentrums soll dafür Sorge tragen, dass sich jede Patientin gut begleitet und aufgehoben fühlen kann. Dies sowohl im medizinischen als auch – und hier immer mehr - im psychosozialen Bereich. Bei den Vorträgen des Abends war ein hohes Maß an Engagement zu spüren. Wenn dieses Engagement sich auf die Behandlung von Betroffenen überträgt, dann ist die Etablierung eines Brustzentrums ein lohnenswertes Ziel.

Helga Arnold     

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Informationsabend für Patientinnen mit Brustkrebs am 18. November 2003 im Westf. Landesmuseum in Münster

„Entscheiden Sie sich für das Leben“ – sagte eine Psychologin zu  Annette Rexrodt von Fircks, als sie die Diagnose „Brustkrebs“ erhielt. Dieser Satz wurde zu ihrem Leitspruch, der ihren weiteren Lebensweg maßgeblich bestimmte. Sie entschied sich für das Leben und bewältigte auf ihre eigene Art und Weise die Krankheit.

Als „Botschafterin für Brustkrebs-Patientinnen“ empfindet sich Annette Rexrodt von Fircks heute. Sie war als Referentin vom Brustzentrum Münsterland zum Informationsabend eingeladen und hielt einen Vortrag zum Thema „Die Kunst zu leben – auch mit Krebs“. Sehr eindrucksvoll schilderte sie ihren Leidensweg, vermittelte aber gleichsam Mut und Hoffnung an alle Frauen, die von dieser Krankheit betroffen sind. Die nicht zu um-gehende Chemo-therapie hat sie angenommen wie einen Freund, der ihr helfen soll, die bösartigen Krebszellen zu überlisten. Sie hat ihre eigenen Bewältigungs-strategien entwickelt, ihre Krankheit an-genommen und ihre Erfahrungen in zwei Büchern nieder geschrieben: “...und flüstere mir vom Leben – Wie ich den Krebs überwand“ und „...tanze durch die Tränen – Auf dem Weg zur Heilung.

Anschließend referierte Herr Dr. Gregor Dresemann vom Franz-Hospital in Dülmen über das Thema „Brustkrebs – eine immer besser verstandene Erkrankung und deren Therapie“. Es war ein gelungener Abend. Die Besucher der Veranstaltung hatten hinterher noch die Gelegenheit, sich an verschiedenen Ständen zu informieren.

Gisela Schneider

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Notizen über den Vortrag von Dr. med. György Irmey am 25. Juni 2003
Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr in Heidelberg

„Komplementäre und ganzheitliche Aspekte in der Behandlung des Brustkrebses“

Seit 21 Jahren gibt es die Biologische Krebsabwehr in Heidelberg. Sie erhält keine Gelder vom Staat oder von der Pharmaindustrie, sondern finanziert sich ausschließlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Hauptaufgabe dieser Gesellschaft ist die Information und Beratung Krebskranker über die Möglichkeiten biologisch-ganzheitlicher Krebstherapien.

Die Hauptgeschäftsstelle in Heidelberg wird durch 11 regionale Beratungsstellen unterstützt, in unserer Nähe sind das die Beratungsstelle Bremen (Tel. 0421 / 3468370) und die Beratungsstelle Nordrhein in Mönchengladbach (Tel. 02166 / 265103). Täglich zwischen 9.00 und 16.00 Uhr können Krebskranke hier anrufen und sich über die Möglichkeiten biologisch-ganzheitlicher Krebstherapien informieren.

Unter „komplementären onkologischen Therapieverfahren“ sind alle Mittel und Methoden zu verstehen, die geeignet sind, die konventionellen tumorzerstörenden Therapien, also Operation, Strahlen- und Chemotherapie, zu ergänzen und zu optimieren. Im Laufe der Erkrankung wenden 2/3 aller Krebspatienten ergänzende Heilverfahren an. Jährlich erhält die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr in Heidelberg 25- bis 35 000 Anfragen, davon ¾ von Frauen. Die Hälfte der Anrufenden hat Brustkrebs.

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Die 4 Säulen der biologischen Krebstherapie sind:

1. Psychische Stabilisierung
- positive, nicht resignierende Begleitung
- Gesprächstherapie
- Angstbewältigung
- Stärkung des „Prinzip Hoffnung“
- Gesundheitsschulung
- Übungen der bildhaften Vorstellung  (Visualisieren)
- Atem- und Entspannungsübungen
- Förderung der Selbsthilfegruppenarbeit

2. Körperliche Aktivierung
- Leichte sportliche Betätigung im Rahmen der Leistungsmöglichkeiten
- tänzerische Gymnastik, Schwimmen,Wandern, Yoga
- physikalische Therapien
- Terrain- und Klimakuren
- Aktivurlaub

3. Diät- und Ernährungsberatung / Stoffwechselanregung
- Umstellung der Ernährung auf eine ausgewogene vitalstoffreiche Ernährung
- Ergänzung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen
- Darmsanierung mit Bakterien und Milch säurepräparaten / mikrobiologische Therapie
- Enzymtherapie

4. Stimulation des Immunsystems
- Behandlung mit Pflanzenextrakten (Mistel, Echinazin, Eleutherokokk)
- Behandlung mit Organextrakten
- Peptide
- Leber-Milzextrakte und Thymusfaktoren
- Hyperthermie (lokale Hyperthermie und Ganzkörperhyperthermie)
- Fiebertherapie mit Bakterienlysaten (nur noch einzelne Kliniken in Deutschland)
- Sauerstofftherapien (auch durch Bewegung im Freien)
- Tumorvakzination
- Aktiv-spezifische Immuntherapie (ASI) – schon bei der Operation Gewebe an ein Labor schicken –
- Lektinblockade (ehemals bei Darmkrebs, heute leider keine weiteren Forschungen).

Und zum Schluss:
- Eine Liste der Biologischen Fachkliniken kann bei der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr in Heidelberg angefordert werden
- Mitgliedsärzte im Bereich können angefragt werden
- Informationen über Misteltherapie (vor allem über den Zeitpunkt bei Chemotherapie und Bestrahlung)
- Grüner Tee enthält viele antioxidative Stoffe, auch Roiboostee hat ähnlich gute Eigenschaften

„Heilung geschieht immer nur im eigenen Innern.
Heilung geschieht, sie ist nicht im operatio-nalen Sinne machbar durch Beseitigung von Symptomen.
Heilung ist wissenschaftlich nicht fassbar, denn Heilung ist ein metaphysisches Geschehen, das zur „Ganzheit“ rück-führt.“
(Dr. med. György Irmey)

Für Infos:
Adresse: Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V., Sitz: Hauptstr. 44, 69117 Heidelberg
Postadresse: Postfach 10 25 49, 69015 Heidelberg
Tel.: 06221 / 13802, Fax 026221 / 1380220
E-Mail:
information@biokrebs.de
Internetadresse: www.biokrebs.de

Antonia Waning

Hoffnungsvolle Forschung

Schlangengifte gegen Krebs?

In der Vortragsreihe „Die Chemie stimmt“ informierte Dr. Johannes Eble vom Institut für Physiologische Chemie und Pathobiochemie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster am 18.09.2003 im Informationszentrum der BASF Coatings in Hiltrup über den Stand seiner Forschung zum Thema „Schlangengifte gegen Krebs“. Als einer der weltweit führenden Forscher auf diesem Gebiet erhofft er sich – neben neuen Einsichten im Rahmen der Grundlagenforschung – therapeutisch anwendbare Substanzen für die Tumortherapie zu finden.

Blockade der Gefäßneubildung (Anti-Angiogenese)

Im Rahmen unserer monatlichen Vortragsreihe hat Prof. Dr. med. Ludwig Kiesel, Ärztlicher Direktor der Universitätsfrauenklinik Münster, am 29. Oktober 2003 im Veranstaltungsraum der Sparkasse Münsterland Ost in Münster einen Vortrag über diesen neuen Therapieansatz gehalten.

Im Fall von Tumorerkrankungen ermöglicht eine gesteigerte Angiogenese die Versorgung des Tumorgewebes mit Nährstoffen und Sauerstoff und fördert damit das Tumorwachstum.

Angiogenese-Hemmer sind Substanzen, die eine Neubildung von Blutgefäßen verhindern. Weltweit werden verschiedene dieser Wirkstoffe auf ihre Eignung als Medikament geprüft, mit denen die Entstehung von Tochtergeschwülsten blockiert werden soll. Es wird aber wohl noch einige Zeit dauern, bis man weiß, ob sich die darin gesetzten Hoffnungen bestätigen.

Antonia Waning

 

 Fachbeiträge, Fachberichte                       

Komplementäre Therapie
Dr. med. A. Maren Darsow, Oberärztin Luisenkrankenhaus Düsseldorf

Naturheilverfahren sollen die schul-medizinischen Therapien ergänzen und so zu einer Ganzheitsmedizin führen. Zu den klassischen Naturheilverfahren zählen die Hydro-Thermo-, Bewegungs-, Ernährungs-, Phyto- und die Ordnungstherapie.

Hydro-Thermo-Therapie:

Vor allem durch den “Wasserdoktor” Pfarrer Sebastian Kneipp wurden Ganz- und Teilkörpergüsse, Wickel und Bäder populär. Durch die Kalt-Warm-Reize z.B. durch Wechselduschen oder Sauna wird das Immunsystem stimuliert, die Entspannung gefördert. Wechseljahresbeschwerden werden gelindert und das Körperbewusstsein gefördert. Durch regelmäßiges Schwimmen erfüllt man gleichzeitig auch sein Pensum an Bewegung und fördert zusätzlich den Lymphfluss.

Bewegungstherapie:

Die Bewegungstherapie umfasst alle Bereiche der aktiven und passiven Bewegung und dient der Prävention und Rehabilitation. Gefördert werden u.a. Koordination, Flexibilität (Gelenkigkeit), Kraft und Ausdauer.

Besonders wichtig für die Prävention (Vorsorge) von Krebserkrankungen ist das Ausdauertraining z.B. als Walking, Fahrradfahren, Jogging (vorzugsweise an der frischen Luft) – für 45 Minuten, drei Mal die Woche. Auch durch Bewegung wird das Immunsystem stimuliert, das Körperbewusstsein gestärkt und Wechseljahresbeschwerden gelindert (besonders depressive Verstimmung, Hitzewallungen und Schweißausbrüche), zusätzlich wird aber auch Stress besser verarbeitet, ein aktiver Osteoporoseschutz betrieben und die Gewichtsreduktion gefördert. Studien belegen eine Abnahme von Brustkrebserkrankungen durch Sport vor Beginn der Wechseljahre um ca. 30 %. Wahrscheinlich geschieht dies durch eine Verringerung des Körpergewichtes und dadurch des Östrogenspiegels (weibliches Hormon) und eine Steigerung der körpereigenen krebsspezifischen Immunabwehr.

Passive Bewegung in Form von Massagen ist als Manuelle Lymphdrainage nach der Lymphknotenentfernung besonders wichtig um den Lymphabfluss in Gang zu bringen und bei Lymphödemen auch in Gang zu halten. Bürstenmassagen der Beine wirken über den Hautreiz immunstimulierend und unterstützen weitere Therapien gegen Wechseljahresbeschwerden.

Ernährungstherapie:

Ernährung dient nicht nur der Sättigung, sondern auch dem Erhalt der Gesundheit. Wichtige Vitamine, Mineralien, Spurenelemente werden aufgenommen und Energie wird bereitgestellt. Empfohlen wird eine ausgewogene Mischkost mit 5 Obst-Salat-Gemüse-Portionen, wenig Fleisch und insgesamt ca. 2000 Kcal. pro Tag. Mit gesteigerter Aufnahme von Kalorien, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Alkohol kommt es zu einer signifikanten Erhöhung des Brustkrebsrisikos.

Eine Gewichtszunahme von mehr als 20 kg nach dem 18. Lebensjahr verdoppelt das Risiko. Ungesättigte Fettsäuren (kaltgepresstes Olivenöl, Keimöl) reduzieren das Brustkrebsrisiko um bis zu 30 %. Je weniger Alkohol und Nikotin desto besser (nicht nur für Leber und Lunge, sondern auch für die Brust). Zwei Liter Flüssigkeit sollten mindestens pro Tag getrunken werden (z.B. Mineralwasser, Tee).

Die Vitamine A, C und E sind Antioxidantien und wie das Halbmetall Selen freie Radikalenfänger (Radikale sind Spaltprodukte die bei natürlichen Stoffwechselvorgängen entstehen. Sie erhöhen sich bei Rauchern, Sonnenbestrahlung, Stress und auch bei der Bestrahlung und Chemotherapie. Radikale werden für die Entstehung von Krebserkrankungen mitverantwortlich gemacht.) Sie schützen Fettsäuren vor der Zerstörung, helfen bei Reparaturmechanismen von Körperzellen, stimulieren das Immunsystem und verhindern die Krebsentstehung. Vitamin B soll ebenfalls Reparaturmechanismen des Körpers unterstützen und krebsprotektiv wirken.

Selen wirkt nicht nur als Radikalenfänger, sondern verhindert auch spezifisch die Bildung von Tumor-Blutgefäßen.
- Vitamin A (Retinol), fettlöslich, Tagesbedarf: 0,8mg Beta-Karotin (Höchstgrenze 15mg), in Leber, Karotten, dunkelgrünen und gelben Gemüsesorten, Eiern, Milch, gelbem Obst, Gemüse/Obst brauchen etwas Fett zur Verwertung
- Vitamin C (Ascorbinsäure), wasserlöslich, Tagesbedarf: 100mg (Höchstgrenze 2000mg), in Paprika, Brokkoli, Gemüsesaft, Buttermilch, Kiwi, Kohl
- Vitamin E (Tocopherol), fettlöslich, Tagesbedarf: 12mg (Höchstgrenze 800mg), in Weizenkeimen, Sojabohnen, Pflanzenöl, Nüssen
- Vitamin B2 (Riboflavin), wasserlöslich, Tagesbedarf: 1,2mg (Höchstgrenze 100mg), in Bierhefe, Hühnerbrust, Weizenkeimen, Milch, Käse, Eier, Fisch
- Selen, Tagesbedarf 100-200?g (ab 2400?g Vergiftungen), in Sojabohnen, Sonnenblumenkernen, Weizenkeimen, Leinsamen, Reis, Getreide, Fisch, Hülsenfrüchten

Vitamintabletten können eine ungesunde Ernährung nicht kompensieren. In keiner bisherigen Studie wurde ein präventiver oder therapeutischer Effekt von Vitaminen oder Spurenelementen nachgewiesen!

Phytotherapie

Phytopharmaka sind Arzneimittel pflanzlichen Ursprungs, in denen das natürliche Vielstoffgemisch der Pflanze in großen Teilen enthalten geblieben ist. Im Gegensatz zur Homöopathie wird so hoch dosiert, dass eine klinisch nachweisbare Wirkung erreicht werden kann. Es handelt sich u.a. um Tees, Säfte und Extrakte.

Immunstimulantien: zur Anwendung kommen z.B. Frucht- und Gemüsesäfte und Früchtetees (Hagebutte) mit einem hohen Vitamin C-Gehalt. Zu empfehlen ist auch Lapacho-Tee – dieser zeigte in einer Studie eine antibakterielle, antivirale und antiödematöse Wirkung [Anwendung: 1 I/d für 6 Wochen, dann 1 Monat Pause, dann erneut 1 I/d] – und Echinacea (Infektabwehr).

Die Misteltherapie mit dem Hauptwirkstoff Mistellektin ML1 bewirkt im Tierversuch und bei Zellkulturen ein Absterben der Tumorzellen. Bei Menschen ist bisher nur die Bildung von ?-Endorphinen (körpereigenes Schmerzmittel, euphorisierend) und von Zytokinen (Botenstoffen) eindeutig bewiesen. Dazu kommt eine unspezifische Immunstimulation über die lokale Reaktion der Haut um die Einstichstelle (ähnlich der entzündlichen Phase der natürlichen Wundheilung). Mistellektin wird 2-3x / Woche direkt unter die Haut gespritzt. Nach 2-3 Monaten Therapie sollte eine Pause von 1 Monat eingelegt werden. Tees und Tabletten haben keine Wirkung. Bei Überdosierung kommt es zu einer Unterdrückung der Immunantwort.

Da in einzelnen Studien eine erhöhte Wachstumsgeschwindigkeit von bösartigen Tumoren beschrieben wurde (im Tierversuch und bei menschlichen Tumorzellkulturen) besteht bis zum Beweis des Gegenteils ein Risiko bei dieser Therapie! Die immunstimulierende Wirkung einer Enzymtherapie ist umstritten. Wahrscheinlich unterstützt sie nur postoperativ das Abschwellen des Wundgebietes.

Die Wundheilung kann auch durch Ringelblumensalbe und Arnikaprodukte positiv beeinflusst werden.

Wechseljahresbeschwerden: Die in der Menopause oder nach Absetzen der Hormonersatztherapie auftretenden Beschwerden, wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche, sowie die psychischen Symptome, wie depressive Verstimmung, Nervosität, Schlafstörungen und Reizbarkeit können durch naturheilkundliche Therapien gut behandelt werden. Gegen Hitzewallungen und Schweißausbrüche helfen Salbei (z.B. Sweatosan?) und Traubensilberkerze (z.B. Klimadynon?, Remifemin?) ebenso wie Phytoöstrogene aus Soja, Leinsamen und Rotklee (Wirkstoffe sind Isoflavone und Lignane). Phytoöstrogene haben eine Teilwirkung von natürlichen Östrogenen – wirken positiv auf Herz-Kreislauf und Knochen, haben nahezu keine direkte Wirkung an der Brust oder Gebärmutter. Zusätzlich wirken sie antikanzerogen durch Bildung von Radikalenfängern und Hemmung von bestimmten Enzymen, Senken die Blutkonzentration von biologisch aktiven Östrogenen und hemmen im Tierversuch die Bildung von Tumorgefäßen.

Psychische Symptome der Wechseljahresbeschwerden können durch Johanniskraut (z.B. Neuroplant?, Remifemin plus?) gelindert werden. Dieses harmonisiert die Psyche – eine Kombination mit Traubensilberkerze scheint insbesondere zur Verbesserung der Schlafqualität positiv zu sein.

Ordnungstherapie:

Die Ordnungstherapie ist die Basis der Naturheilverfahren. Sie bedeutet die Zusammengehörigkeit von Psyche und Körper und beeinflusst alle Bereiche die notwendig sind, um beides gesund zu erhalten oder zu heilen.

Sie beinhaltet auch eine maßvolle, „gesunde“ Ernährung, den sinnvollen Gebrauch von Wasser, Luft und Bewegung, bedeutet aber auch Ruhe, Entspannung und Bewusstsein. Gerade um Krankheiten (Diagnose und Therapie) verarbeiten zu können ist die psychische Aktivierung wichtig. Durch Gesprächstherapie, Atemgymnastik, Yoga und progressive Muskelentspannung geschieht dieses aktiv, durch Visualisierung (z.B. nach Simonton), Meditation und Gebete passiv.

Das Wichtigste ist, wieder eins mit sich selber zu werden, einen gesunden Egoismus zu entwickeln – und zu LEBEN!

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Zertifizierung von Brustzentren

Auszug aus www.mammkarzinom.de/cocoon/cms/maca/deutsch/Im+Brennpunkt
Verbesserung der Versorgungsqualität
R. Kreienberg, T.Volm. Universitätsfrauenklinik Ulm

Die Zahl der Brustzentren ist in der Bundesrepublik Deutschland rapide angestiegen. Universitätskliniken, große städtische Kliniken, aber auch kleinere Häuser mit diesem Schwerpunkt und Tageskliniken haben Brustzentren ausgerufen. Was bisher gefehlt hat, ist eine unabhängige Zertifizierung auf der Basis eines Qualitätsmanagement -Systems, die Struktur- und Prozessqualität und insbesondere die Ergebnisqualität der Brustzentren vergleichbar macht und mittelfristig durch verbesserte Standards zu einer verbesserten Versorgung der Patientinnen führt.

Europäische Richtlinien für Brustzentren

1998 fand in Florenz die erste europäische Brustkrebskonferenz statt. Hier wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die die Kerninhalte ausgewiesener Brustzentren definieren sollte. 1999 wurden von der EUSOMA (European Society of Mastology) die ersten Festlegungen bezüglich der Brustzentren vorgestellt und publiziert. Zentrales Kernstück der EUSOMA-Richtlinien für Brustzentren ist der Gedanke der Interdisziplinarität der an der Versorgung von Brustkrebspatientinnen beteiligten Fachgebiete sowie die Bereitstellung von Kennzahlen und Qualitätsindikatoren zur Qualitätsmessung.

Diese EUSOMA-Richtlinien haben innerhalb kürzester Zeit einen großen Bekanntheitsgrad erreicht. Nicht nur aus der Politik, sondern auch aus den Frauenverbänden kommt immer stärker die Forderung, die Behandlung deutscher Patientinnen mit Brustkrebs in so genannten „EUSOMA-Zentren“ zu „bündeln“.

Warum brauchen wir Brustzentren?

Die Darstellungen des Sachverständigenrates 2001 haben gezeigt, dass die Verminderung der Sterblichkeit beim Brustkrebs nicht durch die Verbesserung einzelner innovativer Ansätze, sondern nur durch die schrittweise Verbesserung der gesamten Diagnose und Behandlungskette möglich sein wird. Nur durch die qualitätskontrollierte Zusammenarbeit der verschiedensten Fachgebiete lässt sich Diagnostik und Therapie von Brusterkrankungen so optimieren, dass Schritt für Schritt der gesamte Prozessablauf verbessert werden kann.

Versorgungsqualität: Behandelnde Institution entscheidend

Die Münchener Feldstudien zeigen hierzu, dass die Qualität der Versorgung von Patientinnen mit Brustkrebs in nicht unerheblichem Ausmaß von der behandelnden Institution abhängt, wobei deren Größe vorerst zweitrangig zu sein scheint. Es konnte auch gezeigt werden, dass die einzelnen Institutionen in viel geringerem Maße als bislang angenommen in ihren Behandlungsempfehlungen den Leitlinien folgen. Brustzentren hingegen sind verpflichtet, nachzuweisen, dass ihre Behandlungsrichtlinien den EBM-basierten Leitlinien entsprechen, darüber hinaus muss der Umsetzungsgrad im Einzelfall offengelegt werden.

Benchmarking bisher unbefriedigend

Struktur, Prozess und insbesondere die Ergebnisqualität muss messbar sein. Sucht man jedoch den nationalen und internationalen Vergleich, so fällt auf, dass die für die notwendigen Benchmarking-Prozesse erforderlichen Kennzahlen in Deutschland nur selten und wenn überhaupt häufig in unstrukturierter Form erhoben werden. Ländervergleichszahlen existieren nicht, klinische Krebsregister auch in Tumorzentren sind außerstande, ein Benchmarking sowohl für die Primärtherapie als auch für das Follow up darzustellen.

In zertifizierten Brustzentren ist die Erhebung von Qualitätskennzahlen verpflichtend. Somit wäre erstmals die Voraussetzung geschaffen, in diesen Brustzentren die eigene Qualität der Leistung einzuschätzen und diese im Vergleich mit anderen auch internationalen Zentren zu messen.

Zertifizierungsprogramm für Brustzentren

Diese Qualitätskontrolle entspricht auch den im SGB V vom Gesetzgeber bereits 1999 erhobenen Verpflichtung an die Leistungserbringer zur Qualitätssicherung. Nach § 135a sind „die Leistungserbringer zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der von ihnen erbrachten Leistungen verpflichtet. Die Leistungen müssen dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse entsprechen und in der fachlich gebotenen Qualität erbracht werden. Zugelassene Krankenhäuser sind verpflichtet, einrichtungsintern ein Qualitätsmanagement einzuführen und weiterzuentwickeln“.

Um zu verhindern, dass der Begriff „Brustzentrum“ inflationär und ohne inhaltliche Überprüfung gebraucht wird und Brustzentren ohne installiertes Qualitätsmanagement-System ins Leben gerufen werden, haben sich die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Senologie entschlossen, ein Zertifizierungsprogramm speziell für Brustzentren, später auch für andere onkologische Abteilungen, ins Leben zu rufen.

Wie läuft der Zertifizierungsprozess ab?

Schritt 1: Eigenbewertung des Zentrums

Die sich bewerbende Klinik füllt einen so genannten Erhebungsbogen aus, der aus dem Internet heruntergeladen werden kann (www.krebsgesellschaft.de). Mit Hilfe dieses Bogens kann das sich bewerbende Zentrum im Sinne einer Eigenbewertung darlegen, ob es die Voraussetzungen für die Zertifizierung erfüllt.

Die Strukturqualität als auch die Qualität von Prozessen und die Ergebnisqualität spielen hier eine wichtige Rolle. Die fachlichen Anforderungen, die für das spätere Audit zur Erteilung des Zertifikates von großer Bedeutung sind, können im Einzelnen nachgelesen und die eigenen Daten diesen Anforderungen nach Soll- und Mussvorgaben gegenüber gestellt werden. Der ausgefüllte Erhebungsbogen wird zur Begutachtung der Fachgesellschaft vorgelegt, die darüber entscheidet, ob das Zentrum zum Zertifizierungsverfahren zugelassen wird.

Schritt 2: Zertifizierung

Wird ein Zentrum zur Zertifizierung zugelassen, erfolgt zuerst die Zertifizierung des im Zentrum zugrunde liegenden Qualitätsmanagement-Systems. In dem zweiten Schritt wird durch speziell geschulte Fachauditoren der Fachgesellschaften die Vorhaltung der fachlichen Anforderungen an das Brustzentrum überprüft. Beide Verfahren finden gleichzeitig statt. Fällt diese Überprüfung zufriedenstellend aus, erhält das Zentrum das Zertifikat.

Re-Zertifizierung

Nach 3 Jahren wird eine Re-Zertifizierung durchgeführt. Wenn diese wiederum erfolgreich verläuft und bis zu diesem Zeitpunkt sämtliche Anforderungen der Fachgesellschaften wieder erfüllt werden, wird das Zertifikat verlängert.

Welches QualitätsmanagementSystem installieren?

Der Begriff der Qualität ist außerordentlich schwer zu definieren. Die DIN EN ISO 8402 gibt folgende Erklärung für den Begriff Qualitätsverbesserung:

Qualitätsverbesserung wird erreicht durch überall in der Organisation ergriffene Maßnahmen zur Erhöhung der Effektivität, Effizienz, von Tätigkeiten und Prozessen, um zusätzliche Nutzen sowohl für die Organisation als auch für den Kunden zu erzielen. Qualitätsverbesserung und Qualitätsplanung sollen dabei zusammenwirken. Erkenntnisse aus der Qualitätsverbesserung sollten sich auf die Qualitätsplanung auswirken. Ziel eines Qualitätsmanagements sollte sein, vorausschauend dafür zu sorgen, dass die für die Patientenversorgung notwendigen Prozesse optimal ablaufen können.

Geeignete Qualitätsmanagement-Systeme

Es gibt verschiedene Qualitätsmanagement-Systeme, die alle für die Installation in einem Brustzentrum bzw. in medizinischen Einrichtungen geeignet sind. (DIN EN ISO 9000, EFQM - European Foundation of Quality Management, proCum Cert, JCAHO - Joint Commission of Accreditation of Healthcare Organisations, KTQ - Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus). Trotzdem haben sich in Deutschland nur zwei Systeme bewährt. Die DIN EN ISO-Norm 9001:2000 und die KTQ-Norm. Beide Systeme lassen sich zertifizieren und bauen auf einem überschaubaren, wenn auch großen Fragenkatalog auf.

KTQ - Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus

Der größte Vorteil von KTQ ist seine besondere Eignung für den Gesundheitsbereich. Allerdings ist mit KTQ keine Zertifizierung eines Brustzentrums als Insellösung möglich, vielmehr muss das Qualitätsmanagement-System das gesamte Haus, im Falle eines universitären Brustzentrums also das gesamte Klinikum umfassen, was häufig nicht praktikabel ist.

ISO-Norm 9001:2000

Die ISO-Norm ist zwar nicht speziell auf Gesundheitseinrichtungen zugeschnitten, dafür aber international akzeptiert und für Insellösungen bzw. Teilkliniken gut geeignet. Um ein solches Qualitätsmanagement-System in einem Brustzentrum zu installieren, sind sicherlich große persönliche Erfahrungen des QM-Beauftragten, des Zentrums und erhebliche Zeitressourcen des Leiters vom Brustzentrum sowie des gesamten Teams erforderlich. Trotzdem ist nur das Zusammenwirken eines sinnvollen Qualitätsmanagement-Systems und die fachliche Kontrolle der tatsächlichen Behandlungsinhalte und Resultate von entscheidender Bedeutung. Auf eines von beiden zu verzichten, würde im Sinne unserer Patientinnen die Versorgungsqualität nicht drastisch genug verbessern.

Resümee

Mit der Einführung von zertifizierten Brustzentren durch Etablierungen und Prozessabläufe eines Qualitätsmanagement -Systems und die Überprüfung der Struktur und insbesondere der Überprüfung der Ergebnisqualität des jeweiligen Zentrums wird sich die Versorgungsqualität von brustkrebserkrankten Frauen verbessern lassen. Die strenge Einhaltung von Evidenz-basierten Leitlinien in der Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von Patientinnen wird sich langfristig auf die Versorgungssituation in Deutschland auswirken.

Durch Benchmarking-Prozesse eröffnet sich den Brustzentren die Möglichkeit, sich im wiederholten Vergleich mit anderen Zentren innerhalb eines Bundeslandes oder auch national und international um die stete Verbesserung ihrer Arbeit zu bemühen. Patientinnen werden die Verbesserung der Qualität im strukturellen aber auch im prozessorientierten Bereich und natürlich auch im Ergebnis würdigen. Die nachweisbare Verbesserung der Qualität sollte heute ohnehin Pflicht jedes Behandlers aus der Behandlungskette sein.

Herausgebergremium

Führende Experten aus Deutschland haben sich zusammengefunden, um mit dem Internetmodul Mammakarzinom.de eine Informationsplattform bereitzustellen, die umfassend und objektiv den aktuellen Stand der Brustkrebsdiagnostik und -behandlung darstellt.

Oberstes Ziel ist es, einen grundlegenden Beitrag zur Verbesserung der Therapie der häufigsten Krebserkrankung der Frau zu leisten. Die Herausgeber sind überzeugt, diesem Ziel am besten mit einer Plattform gerecht zu werden, die sowohl den Fachkreisen umfassende, aktuelle Fakten zur Verfügung stellt, als auch den Betroffenen ihren berechtigten Anspruch nach individueller Entscheidungskompetenz mit seriösen, fachlich fundierten InformProf. Dr. Michael Bamberg, Universitätsklinik für Radioonkologie, Tübingen

Prof. Dr. Hermann Delbrück, Klinik Bergisch Land, Wuppertal
Prof. Dr. Klaus Höffken, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II, Klinikum der Universität Jena
Prof. Dr. Hans-Jochen Illiger, Klinik für Onkologie und Hämatologie, Klinikum Oldenburg
Prof. Dr. Fritz Jänicke, Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Prof. Dr. Walter Jonat, Universitätsfrauenklinik Kiel
Prof. Dr. Manfred Kaufmann, Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Universitätsklinik Frankfurt
Prof. Dr. Marion Kiechle, Frauenklinik und Poliklinik der Technischen Universität München
Prof. Dr. Rolf Kreienberg, Universitätsfrauenklinik Ulm
Prof. Dr. Kurt Possinger, II. Med. Klinik Charité Berlin Mitte
Prof. Dr. Hansjörg Sauer, Med. Klinik und Poliklinik III, Universitätsklinikum München-Großhadern
Prof. Dr. Ingrid Schreer, MammaZentrum der Universitätsfrauenklinik Kiel
Priv.-Doz. Dr. Peter Sinn, Pathologisches Institut, Universitätsklinikum Heidelberg
Prof. Dr. Diethelm Wallwiener, Universitätsfrauenklinik Tübingen

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Interview zum Disease Management Programm
Ein strukturiertes Behandlungsprogramm

Interviewpartner: Marcus Schulte – BARMER Ersatzkasse, Münster
Interviewpartner: Birgit Dépel – MUT – Frauen und Männer im Kampf gegen Brustkrebs e. V.

Was bedeutet Disease Ma-nagement Pro-gramm (DMP)?

Dieses Programm bietet eine wesentliche Qua-litätsverbesserung bei der Behandlung von Brustkrebs. Hier werden alle Chancen einer fachübergreifenden, intensiv geplanten und gut koordinierten Behandlung von Brustkrebs genutzt. Dies bedeutet, alle an diesem Prozess Beteiligten (niedergelassene Gynäkologen, andere Fachärzte, Psychologen, Therapeuten und Krankenhäuser) arbeiten eng zusammen.

Ist das Programm speziell auf die Situation der einzelnen, erkrankten Frau zugeschnitten, oder für alle betroffenen Frauen gleich?

Das DMP ist auf die individuelle Erkrankungssituation ausgerichtet. DMP bedeutet nicht, dass die Behandlung nach einem vorgegebenen bzw. festgeschriebenen Schema erfolgt. Vorrangiges Ziel des Programms ist vielmehr, die optimale , individuelle und umfassende Versorgung in allen Bereichen der Behandlungsabläufe zu gewährleisten, d. h. von der Diagnose bis zur Nachsorge.

Muss, wie bisher, alles von der betroffenen Frau selbst organisiert werden?

Nein! Da alle Fachrichtungen im DMP eng zusammenarbeiten, werden u. a. doppelte Untersuchungen vermieden. Es muss nicht bei jedem neuen Schritt wieder der gesamte Krankheitsverlauf dargelegt werden. Die betroffene Frau steht im Mittelpunkt. Alles Notwendige wird speziell für sie getan, für ihre individuelle Krankheitssituation. So wird z. B. auch auf die Unterstützung durch Selbsthilfeorganisationen – wie MUT e. V. – hingewiesen.

Wird die Patientin aktiv in die Entscheidungen mit einbezogen?

Ja! Es soll gewährleistet sein, dass die betroffene Frau mit ihren Sorgen und Ängsten nicht allein bleibt. Ihre Zufriedenheit mit dem Behandlungsschema ist ein wichtiger Aspekt. Die Behandlung muss so ausgerichtet sein, dass ein hohes Maß an Lebensqualität erhalten bleibt.

Welche weiteren Angebote gibt es?

In besonderem Maße entstehen durch die Erkrankung „psychosoziale Belastungen“. Ihr Einfluss auf die Lebensqualität kann beträchtlich sein. Daher werden umfassende Hilfsangebote gemacht. Der Betroffenen steht es völlig frei, ob und zu welchem Zeitpunkt sie diese Angebote zur psychosozialen Unterstützung in Anspruch nimmt. Das kann während der Akutbehandlung, aber auch erst viel später sein.

Werden die betroffenen Frauen jederzeit über alles gut informiert?

Ja, denn sie bekommen ohne ihr Zutun und ohne, dass sie darum kämpfen müssen, eine umfassende, verständliche Information und Aufklärung über
– ihre Erkrankung,
– die vorgeschlagene Therapie,
– andere Therapieoptionen,
– und die Vorteile der vorgeschlagenen Therapie gegenüber anderen Behandlungswegen.

Abschließende Frage:
Kann man das DMP als „Lotse“ für die erkrankte Frau sehen?

Unbedingt! Denn, wie bereits erwähnt, wird die Behandlung fachübergreifend koordiniert. Die erkrankte Frau wird durch diese schwere Krise „geführt“, und soll damit vor allem psychisch entlastet werden. D. h. sie soll und kann sich auf ihre Heilung konzentrieren, in der Gewissheit umfassend betreut zu werden.

Für weitere Fragen zum DMP steht Herr Marcus Schulte als Versorgungskoordinator für das Disease Management Programm der BARMER gern zur Verfügung. Er ist zu erreichen unter der Telefon-Nr. (0251-410-445) oder per E-mail: marcus.schulte1@barmer.de.

Münster, 05.11.2003

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Internet-Recherche

Presse-Newsletter der Deutschen Krebshilfe vom 30. Oktober 2003.
Deutsche Krebshilfe fordert Kostenübernahme

Bonn (ct) - Seit 1996 sind in den 12 universitären Zentren des Verbundprojektes "Familiärer Brust- und Eierstockkrebs" der Deutschen Krebshilfe über 7.000 Familien beraten und mehr als 3.000 Gentests durchgeführt worden. Nun läuft die Finanzierung aus. "Der Erfolg des Projektes zeigt, dass großer Handlungsbedarf besteht", sagte Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, am 30. Oktober 2003 bei einer Pressekonferenz in Köln. Er fordert daher die Übernahme des Beratungs- und Betreuungskonzeptes in die Regelversorgung: "Maßnahmen, die nachweislich die Patientenversorgung verbessern, müssen von den Krankenkassen finanziert werden", so Nettekoven.

Presse-Newsletter der Deutschen Krebshilfe vom 13. Oktober 2003.
"Manchmal bin ich nur noch müde"

Bonn. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 350.000 Menschen neu an Krebs. Viele Patienten leiden während ihrer Behandlung unter chronischer Müdigkeit, die in der Fachsprache "Fatigue" genannt wird. Bei 30 bis 40 Prozent der Betroffenen hält diese Erschöpfung zum Teil noch Jahre an und belastet nicht nur den Kranken selbst, sondern auch sein Umfeld. Die Deutsche Krebshilfe hat jetzt im Rahmen ihrer Reihe "Die blauen Ratgeber" die Broschüre "Fatigue - Chronische Müdigkeit bei Krebs" herausgegeben. Die Broschüre wurde gemeinsam mit der Deutschen Fatigue Gesellschaft erstellt. Sie beschreibt die Ursachen und Auswirkungen, zeigt Therapieansätze auf und gibt praktische Tipps für den Alltag.

Presse-Newsletter der Deutschen Krebshilfe vom 28. Oktober 2003
Hormonersatz kann Brustkrebsrisiko erhöhen

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Bonn. Deutsche Krebshilfe rät zur individuellen Entscheidung

Bonn (sk) - Hitzewallungen, Stimmungs-schwankungen, Schlafstörungen: Jede dritte Frau in Deutschland nimmt in den Wechseljahren Hormone ein, um diese typischen Beschwerden zu lindern. Studien aus den USA und Großbritannien weisen jedoch darauf hin, dass die langfristige Einnahme von Hormonersatzpräparaten das Brustkrebsrisiko erhöht. Anlässlich des Brustkrebsmonats Oktober ruft die Deutsche Krebshilfe dazu auf, sich kritisch mit diesem Thema auseinander zu setzen. Jede Frau sollte gemeinsam mit ihrem Arzt individuell Vorteile und mögliche Risiken der Therapie abwägen.

Viele Frauen leiden während der Wechseljahre unter Hitzewallungen, Schlafstörungen, depressiven Verstimmungen und