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Ausflug zur Welt der Sagen und Märchen, zum Hexenpfad in Tecklenburg
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Es war an einem Nachmittag im August. Die Hexe Antonia
verzauberte mit ihrem Reisig-büschel die um-stehenden MUT-Menschen, so dass sie abwechselnd auf einem „Menschen-fuß“ und einem „Hornfuß“ humpel-ten, die Hand über dem
Kopf hielten und laute Geräusche von sich gaben. Der Zauber wurde mit Wunderkerzen und Lärm aufgehoben.
So endete die Führung – von der Tecklenburger Touristik angeboten - über den Tecklenburger Hexenpfad.
Am 12. August 2006 versammelten wir -21 MUT-Frauen und -Männer – uns vor dem MUT-Büro in
Hiltrup und machten uns auf den Weg, um die zauberhafte Welt der Märchen, Sagen und Spukgeschichten des Tecklenburger Hexenpfads zu erleben. Die Wetterhexe meinte es an diesem Mittag nicht gut
mit den neugierigen Menschen, die auf der Suche nach Hexen waren. Es regnete. Wir ließen uns aber nicht abhalten und begannen gut beschirmt die Führung.
Es gab einige Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Die Fremdenführerin Frau Gläser führte uns zu einer
jahrhundertealten Bastion und anschließend über eine ausgetretene dunkle 75-Stufen-Treppe zur alten „Tecklenburg“ d.h. zum Krönchen – zur östlichen Burgruine. Von der einst
mächtigen Burg ist diese Ruine übrig geblieben. Die Burg wurde oft belagert aber nie erobert. Der Grund für die Mauerreste - sie
sind über 700 Jahre alt - ist, dass moderne Waffen die „Verteidigungsburgen“ überflüssig gemacht haben und die Burgen allmählich verfielen. Die „Tecklenburg“ gehörte dazu.
Weiter ging es zum Wierturm. Der Turm ist nach Dr. Johann Wier benannt, der von 1516-1588 auf
der Burg lebte und dessen Verdienst es ist, dass keine Hexenverurteilung in Tecklenburg durchgeführt wurde. Von der Plattform des Turmes aus geht der Blick über das Tecklenburger Land
bis hin nach Münster mit seinen vielen Kirchtürmen.
Nun ging es zum letzten Punkt unseres Rund-gangs, zur „Hexenküche“. Dieser mächtige Felsen hat mehrere Namen: „Teufelsklippe“ oder „ Hexenküche“. Nicht alle Tecklenburger hörten damals auf Dr. Wier. Sie glaubten fest an
Hexen, Teufel und Gespenster. Die abenteuerlichsten Geschichten erzählte man sich in vergangenen Zeiten über diesen Felsen. Hexen und Zauberer sollen sich nachts in der Höhle getroffen haben wo ein
Zaubertrunk gemischt wurde. In der Hexenküche war man um Mitternacht ausgelassen, man feierte und tanzte. Jeder Mensch, der es wagte, diesem tollen Treiben zuzusehen, wurde mit Krankheit oder sogar mit
dem Tod bestraft.
Eine Sage, ein Märchen: die junge Tecklenburger Gräfin versuchte ihren Gatten, der einen Blick über die Felsenklippe riskierte und von dem
Johlen und Kreischen der Hexen wie betäubt zu Boden fiel, zu retten. Sie nahm ein Kruzifix in die Hand und ging sehr mutig zur mitternächtlichen Stunde betend aus dem Burgtor, dem Felsen entgegen.
Es erdröhnte ein gewaltiger Donner, der Felsen zersprang und aus dem Spalt stieg hohnlachend der Teufel. Die tapfere Frau wich nicht zurück und hielt dem Teufel das Kruzifix
entgegen. Der Teufel zuckte zurück und schlug mit seiner Faust und trat mit seine m Pferdefuß zornig auf den Felsen und hinterließ dort bleibende, noch heute zu bestaunende, Abdrücke. Er stürzte davon in Richtung Münster.
Die Hexen, ihm ergeben, folgten ihm. Damit war der Zauber gebrochen und der Graf erwachte wieder zum Leben.
Fasziniert von den Spukgeschichten um den Teufel und die Hexen, zudem doch etwas nass und fröstelnd vom Regen, besuchten wir ein Café am
Ort. Wir stärkten uns mit Kaffee, Tee und Kuchen. Nach diesem entspannten Nachmittag verließen wir Tecklenburg und „flogen“ davon in Richtung Münster. Sollten Sie dem Teufel oder den
Hexen in Münster begegnen, gebe ich Ihnen einen Rat. Die Hexe Antonia kennt das Ritual, das den Fluch oder den Zauber brechen kann. Sie wird Ihnen sicher helfen.
Elisabeth Hoffmann Seitenanfang Zurück zu: “Das was 2006”
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