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 Martin Schneider

Fünf Brustzentren für das Münsterland

   Zu “Das war 2005”  

Aktuelle Pressemitteilungen der NRW-Gesundheitsministerin Birgit Fischer
vom 14.03.2005

Brustkrebs: Bessere Behandlung durch Konzentration auf ausgewählte Krankenhäuser
NRW-Gesundheitsministerin Birgit Fischer trifft Entscheidung für fünf weitere Brustzentren
Düsseldorf, 14.03.2005
Das Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:
Das Netz der Brustzentren in Nordrhein-Westfalen wird noch enger geknüpft:

NRW-Gesundheitsministerin Birgit Fischer hat heute (14. März 2005) fünf weitere Brustzentren mit insgesamt 14 Operationsstandorten im Regierungsbezirk Münster anerkannt. Mit den bereits zuvor anerkannten Kliniken gibt es nun 42 Brustzentren mit 75 Standorten in NRW. Noch im Frühjahr 2005 soll die Ausweisung der landesweit insgesamt rund 50 Brustzentren (mit etwa 80 OP-Standorten) abgeschlossen sein.

„Nordrhein-Westfalen hat mit der landesweiten Anerkennung der Brustzentren die Weichen für eine spürbare Qualitätsverbesserung in der Behandlung und Versorgung von Patientinnen gestellt“, sagte Ministerin Birgit Fischer in Düsseldorf. „Mit den Brustzentren wollen wir mehr Qualität in Diagnostik und Behandlung von Brustkrebs erreichen. Dies wird durch stärkere Konzentration, bessere Kooperation, und bessere Standardisierung der Versorgung gelingen.“

Brustkrebs werde in Nordrhein-Westfalen derzeit noch in etwa 250 Kliniken behandelt, so die Ministerin weiter, künftig werde die Behandlung in den spezialisierten Brustzentren konzentriert. Auf dieses Ziel habe sie sich Mitte 2002 mit der „Konzertierten Aktion gegen Brustkrebs“ und insbesondere mit den Krankenhausträgern und den Krankenkassen verständigt.

Wesentliche Elemente des Konzepts sind:

  • Hohe Qualifikation aller Professionen
  • Größere Orientierung an den Bedürfnissen der Patientinnen, insbesondere durch bessere Information und Beteiligung
  • Bessere Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Disziplinen und Institutionen
  • Therapieverfahren, die sich an einheitlichen Leitlinien orientieren
  • Besseres Qualitätsmanagement

Die Anerkennung als Brustzentrum setzt unter anderem voraus, dass dort mindestens 150 Erstoperationen pro Jahr durchgeführt werden und jede Operateurin und jeder Operateur jährlich mindestens 50 Operationen nachweisen kann. Neben Operationen müssen die Zentren alle diagnostischen Verfahren, Bestrahlung, Chemotherapie und psychologische Betreuung auf hohem Niveau gewährleisten.

Die Brustzentren müssen mit niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen sowie weiteren Spezialisten ein regionales Netzwerk bilden. Außerdem müssen die Brustzentren sicherstellen, dass alle Patientinnen umfassend informiert und betreut werden. In so genannten Zertifizierungsverfahren wird künftig regelmäßig überprüft, ob die hohen Qualitätsanforderungen auf Dauer erfüllt werden.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jährlich erkranken bundesweit etwa 46.000 Frauen an Brustkrebs, für Nordrhein-Westfalen bedeutet das etwa 10.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Nicht wenige Frauen, die an Brustkrebs sterben, sind jünger als 40 Jahre. Bei Frauen zwischen 40 und 50 Jahren ist Brustkrebs die Todesursache Nummer Eins.

Informationen über die Ursachen und Risiken von Brustkrebserkrankungen, über Möglichkeiten der Früherkennung, Diagnose und Therapieverfahren, Vorbeugung und Rehabilitation sind im Internet unter folgender Adresse zu finden: www.gesundheit.nrw.de

Zu den fünf neu anerkannten Brustzentren gehören:

Gelsenkirchen-Bottrop – Kreis Recklinghausen

  • OP-Standorte:
  • St. Marien-Hospital Gelsenkirchen-Buer
  • Ev. Krankenhaus Gelsenkirchen
  • Marienhospital Gelsenkirchen-Ückendorf
  • St. Elisabeth Hospital Dorsten
  • Funktionsstandort: St. Josef-Hospital Gelsenkirchen-Horst
  • Kooperation:
  • Marien-Hospital Bottrop

Münster

  • OP-Standorte:
  • Universitätsklinikum Münster
  • St. Franziskus-Hospital Münster
  • Kooperation:
  • Ev. Johannisstift Münster
  • Josephs-Hospital Warendorf

Westmünsterland -Region Kreis Borken-

  • OP-Standorte:
  • St. Agnes-Hospital Bocholt
  • St. Marien-Krankenhaus Ahaus
  • Kooperation:
  • Maria-Hilf Krankenhaus Stadtlohn
  • St. Marien-Hospital Borken

Münsterland -Region Münster und Coesfeld-

  • OP-Standorte:
  • Clemens-Hospital Münster
  • Raphaelsklinik Münster
  • St. Vincenz-Hospital Coesfeld
  • Kooperation:
  • Herz-Jesu-Krankenhaus Münster
  • Franz-Hospital Dülmen

Nordmünsterland -Region Kreis Steinfurt-

  • OP-Standorte:
  • Mathias-Spital Rheine Maria-Josef-Hospital Greven
  • Klinikum Ibbenbüren
  • Kooperation:
  • St. Antonius-Hospital Gronau
  • Marienhospital Steinfurt

Zur Erläuterung: In der Liste der Brustzentren sind drei Kategorien von Kliniken verzeichnet. Die OP-Standorte (nur dort wird operiert), die Funktionsstandorte (dort werden keine Operationen durchgeführt, jedoch andere so genannte Kernleistungen – beispielsweise Strahlentherapie oder Onkologie – angeboten) und die Kooperationspartner (Patientinnen, die sich dort melden, werden an das Brustzentren weitergeleitet, mit dem eine Kooperation besteht).

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