|
Zu “Das war 2005”
Aktion Lucia am 01. Oktober 2005 – 53 Lichter gegen Brustkrebs
NICHT STUMM STERBEN - LAUT LEBEN
In diesem Jahr hat sich MUT an der bundesweiten Aktion Lucia beteiligt.
Mit Kerzen wurde der weltweite Aktionsmonat Brustkrebs in Deutschland eingeleuchtet. Jeweils 53 Grablichter symbolisieren die 53 Frauen, die Tag für Tag in Deutschland an Brustkrebs sterben, ca. 19 000 Frauen
jährlich.
Wachsamkeit und ein unerschrockener Kampfgeist verband zahlreiche
Vereine, Initiativen und Einzelpersonen, die sich auch in diesem Jahr bei der Aktion Lucia engagierten. Hartnäckiges Engagement zeichnete auch
die Politikerin Dr. Regine Hildebrandt aus, die leider ihren persönlichen Kampf gegen Brustkrebs im November 2001 verloren hat. Als Schirmfrau konnte sie diese Aktion nur noch auf den Weg bringen.
Lucia heißt „Lichtträgerin“. Der Name steht für ein „brennendes“
Anliegen: Mehr Licht in das dunkle Kapitel „Brustkrebs in Deutschland“ – Die Defizite der deutschen Brustkrebsmedizin müssen beleuchtet, erkannt und verändert werden. 
Wir durften unseren Info-Stand auf der Ludgeristraße vor den Sparkassen-Arkaden in Münster aufstellen. Das
Wetter war morgens sehr regnerisch. Ich hatte schon große Bedenken, ob wir unsere Grablichter wohl tatsächlich anzünden könnten. Aber der Himmel hatte ein Einsehen mit uns. Pünktlich um 15 Uhr - nachdem wir mit
vereinten Kräften unseren Stand aufgestellt hatten - lichteten sich die Wolken und die Sonne lugte hervor. Unsere Standtafel haben wir passend zum Thema neu
dekoriert. Antonia Waning hatte sich die Mühe gemacht und ein neues Plakat entworfen, auf dem die Thesen zu lesen sind (s. Titelbild). Danke, Antonia, für Deine Mühe!
Kaum hatten wir das erste Licht angezündet, waren wir schon von vielen interessierten Frauen und Männern umringt. Es hat mich besonders gefreut, dass viele junge
Frauen kamen, um ein Licht für ihre Mütter, Großmütter oder Freundinnen anzuzünden, die der Krankheit keinen Widerstand entgegen setzen konnten.
Einige Besucher hatten unsere Hinweise auf die „Aktion Lucia“ in den
Zeitungen gelesen und waren deshalb extra vorbeigekommen, um sich zu informieren und mitzumachen. So brannten den ganzen Nachmittag über die 53 Grablichter. Wir fünf Frauen hinter dem Stand
– Antonia Waning, Marianne Röhr, Gilla Eggemann, Susanne Heske und ich – hatten alle Hände voll zu tun, die Fragen zu beantworten und die Brustkrebsschleifen sowie unsere Handzettel zu verteilen. Wir
haben uns auch darüber gefreut, dass einige unserer Mitgliedsfrauen dem Stand und uns einen kurzen Besuch abstatteten und so ihre Solidarität bekundeten.
Es war eine gute und gelungene Aktion – und wir wollen uns im
nächsten Jahr wieder beteiligen. Es wäre schön, wenn wir das Plakat von diesem Jahr nehmen und die Zahl 53 durchstreichen und in 48 ändern könnten. Das wäre schon ein toller Erfolg für die betroffenen Frauen!
Gisela Schneider Seitenanfang
|