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Brustkrebs-Informationstag für Patientinnen, Angehörige, Interessierte
(4. Düsseldorfer Symposium)
Veranstalter: – Senologie Brustklinik Luisenkrankenhaus Düsseldorf, Dr. med. M. Rezai
In Zusammenarbeit mit ISI – Internationale Senologie Initiative e.V. Westdeutsches Brust-Centrum, Düsseldorf
Am Sonntag, 12. Oktober 2003 fand im Radisson SAS Hotel in Düsseldorf das 4. Düsseldorfer Symposium zum Thema Bru stkrebs statt. Wie schon im vergangenen Jahr, war auch bei dieser Veranstaltung MUT e.V. auf Einladung von
ISI e.V. mit einem Informationsstand vertreten. Das von MUT angebotene Info-Material fand reges Interesse. Unser Stand war stark frequentiert und entwickelte sich immer wieder zu einem Punkt
interessanten Gedanken- und Informationsaustausches.
Die hohe Besucherzahl (ca. 400 Personen) spricht dafür, dass nach wie vor großes Interesse
besteht, Neues über das Thema Brustkrebs und den aktuellen Stand der Therapien zu erfahren. Und so waren zu allen aktuellen Bereichen der Diagnostik, der operativen und systemischen
Therapie erneut Experten eingeladen, Stellung zu nehmen. Die Moderation der Veranstaltung lag wieder in den erfa hrenen Händen von Frau Sabine Wagner, freie Journalistin aus Hilden.
Im Grußwort sprach Herr Dr. med. M. Rezai das Thema des Tages an: „Die Behandlung des
Mammakarzinoms bleibt nach wie vor eine große interdisziplinäre Herausforderung. Im Zeitalter der Qualitätssicherung brauchen wir im interdisziplinären Vorgehen einheitliche
Empfehlungen für die neuen und etablierten diagnostischen und therapeutischen Verfahren, um unseren Patientinnen eine einheitliche Behandlung auf höchstem Niveau zu ermöglichen.“
Im ersten Fachvortrag stellte Frau Roswitha Fettweis als 1. Vorsitzende die Arbeit von ISI e.V. vor. Dr. rer. nat. Gu ido Tuschen referierte über die Ziele und Aufgaben des Westdeutschen Brustzentrums in Düsseldorf. Danach gab
es zahlreiche, interessante und informative Vorträge zu den Themen „Diagnostik und Früherkennung“ (Dr. med. Volker Duda), „Gesundheitspolitik für Betroffene“ (Dr. rer. pol. Edith Meier
), „Strahlen- und Chemotherapie“ (Dr. Axel Hartmann / PD Dr. Michael Friedrich). Zu diesen Themen, sowie den weiteren Vorträgen gab es ausreichend Gelegenheit zur Diskussion. Diese Möglichkeit
wurde munter genutzt, es fand ein reger Austausch zwischen Referenten und Besucherforum statt.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellte PD Dr. med. Christian Jackisch die „Antihormonelle
Therapie“ vor. Auch hier schloss sich eine lebhafte Diskussion an. Weitere Vortragsthemen waren die „Antikörper-Therapie“ (Dr. med. Markus Frick), sowie die Frage „Ist Brustkrebs familiär bedingt?“
(Prof. Dr. med. Rita Schmutzler). Zum Thema „Komplementäre Therapie“ referierte Frau Dr. med. Maren Darsow. Da
diese Therapieformen auch in unserem Verein immer wieder angesprochen werden, ist der Vortrag von Frau Dr. Darsow in Kurzform in diesem Info-Brief abgedruckt (siehe Seite 17).
Unbestritten bleibt der Aufklärungsbedarf zu all diesen Themen! Alle BesucherInnen hielten den langen Tag nicht
zuletzt deshalb aus, weil es immer wieder Gelegenheit zu lebendigem Austausch und Diskussion gab. So wurden
auch die weiteren Vorträge „Lymphödem und Behandlung“ (Dr. med. Manuel Cornely) und „Nachsorge“ (Dr. med. Mahdi Rezai) von vielen Fragen an die Referenten begleitet.
Bei aller fachlichen Information bleibt ein zentraler Punkt: Es gilt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen
Betroffenen und den beteiligten Ärzten aufzubauen. Deutlich wird auch: Die psychosoziale Betreuung tritt immer mehr in den Mittelpunkt. Gerade Veranstaltungen, wie dieser Brustkrebs-Informationstag für Patientinnen,
Angehörige und Interessierte, können dazu beitragen, im gesamten Bereich des Behandlungsablaufes das gegenseitige Verständnis zu stärken.
Helga Arnold Zum Seitenanfang Zu “Das war 2003”
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