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2. Patientinnentag des Brustzentrum Münster am 26. Oktober 2003
in der Aula des Schlosses der Universität Münster
Am 26. Oktober 2003 war es wieder soweit. Wie bereits im Januar
2002 fand in der Aula des Schlosses der 2. Patientinnentag des Brustzentrums Münster statt. Das Brustzentrum Münster ist eine Ko-operation zwischen dem Universitätsklinikum Münster, dem St.
Franziskus-Hospital Münster und dem Marienhospital Steinfurt. Die bestmögliche Behand-lung von Patientinnen mit abklärungsbedürftigen Be-funden in der Brust auf universitärem Standard ist das Ziel die-ses
Zusam-menschlusses. Die Kliniken rich-ten sich nach intern abge-sprochenen und international anerkannten Behandlungs-strategien, wobei die enge Zusammenarbeit auf diesem Gebiet für die
betroffenen Patientinnen die Sicherheit einer bestmöglichen Behandlung gewährleisten soll. Behand-lungsmöglichkeiten sollen verbessert und Heilungschancen erhöht werden.
Das Motto des 2. Patientinnentages lautete „Vom maximal Möglichen zum wirklich Notwendigen –
Aktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Therapie“. Nach der Begrüßung und Einführung in das Thema durch Herrn Prof. Dr. Kiesel wurden Referate über das „Erkrankungsrisiko und genetische
Ursachen“, „Minimal-invasive Abklärung – Stanz- und Vakuumbiopsie“ und „Schnellschnitt – Diagnose und Qualitätssicherung“ vorgetragen. Im zweiten Block der Vortragsreihe wurde u.a. der
„Wächterlymphknoten in der Achselhöhle - Minimal-invasive Ansätze in Diagnostik und Therapie“ vorgestellt und die „IORT – Bestrahlung schon während der Operation“ erklärt. Die „Möglichkeiten
der Wiederherstellung der Brust durch Eigengewebe oder Implantate“, die „Behandlung mit Hormonen“ und die „Chemotherapie beim Mammakarzinom“ rundeten den Vormittag ab. Die
Teilnehmerinnen hatten reichlich Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen, die umfassend beantwortet wurden. Die Sachkundigkeit des Publikums war erstaunlich, die Fragen sehr präzise gestellt.
Nach der Mittagspause wurden „Psychosoziale Aspekte“ und die „Immuntherapie und
die
komplementären Therapien“ vorgestellt. Ein besonderes Highlight war dann anschließend der Vortrag der Medizin-Journalistin Ursula Goldmann-Posch, die den Schritt „Von der behandelten zur
handelnden Patientin“ sehr eindrucksvoll schilderte. Sie konnte aus dem eigenen Erleben heraus ihre Erfahrungen im Umgang mit der Krankheit und mit behandelnden Ärzten
einbringen. Auszüge aus ihrem Buch „Der Knoten über meinem Herzen“ ließen bei den Zuhörern Nachdenklichkeit, Betroffenheit und Anteilnahme aufkommen. Es entstand eine besinnliche Stille,
die durch ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und durch gemeinsame Schicksale verstärkt wurde.
In der anschließenden Podiumsdiskussion „Neue Wege in der integrierten Versorgung bei Brustkrebs“ waren
VertreterInnen der Ärztekammer WL, des Brustzentrums Münster, des
Ministeriums für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit, des Berufsverbandes der Frauenärzte WL e.V., des
Referenzzentrums für Mammapathologie und die Bürgermeisterin der Stadt Münster, Karin Reismann, zugegen. Ich hatte hier die Gelegenheit, MUT e.V. zu vertreten. Nachdem jeder/e Diskussionsteilnehmer/in eine kurze
Stellungnahme abgegeben hatte, ergriff Frau Dr. Weihrauch vom Gesundheitsministerium das Wort und gab einen kurzen Abriss über die Probleme im Gesundheitswesen, den Stand des Disease Management Programms und die E inrichtung von Brustzentren. Dann erhielten die Zuhörerinnen im Publikum die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Das
Schlusswort hielt Prof. Kiesel. Damit ging ein langer Tag zu Ende.
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass der 2. Patientinnentag sehr informativ und interessant
sowie die Vorträge auf hohem Niveau waren. Es war ein Tag der Begegnung und des Gedankenaustausches. Solche Veranstaltungen sind wichtig, um die Distanz zwischen dem Arzt und der Ärztin und den Patientinnen zu
verringern. Auch wir von MUT hatten unseren Anteil daran. Unser Informationsstand im Foyer war gut besucht und Treffpunkt der Frauen und Interessierten.
Gisela Schneider
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