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Maltherapie in der Fachklinik Hornheide
Zu einem Workshop „Einführung in schöpferisches Tun für Tumorpatienten“ hatte die Fachklinik Hornheide in Mün ster-Handorf vom 3. – 5. Juli 2003 eingeladen. Möglich wurde dieses Angebot auch durch die Unterstützung
der Gesellschaft zur Förderung immunologischer Krebstherapien e.V., die den Teilnehmern von Freifrau von Loé vorgestellt wurde.
Für gewünschte Gespräche stand Dr. Gerhard Strittmatter, Dipl.-Psych. und Dipl.-Theol., der an dieser Klinik tätig ist, zur Verfügung.
Die Leitung hatte der Künstler Jörg Frank aus Köln, der seit Jahren Erfahrung mit der Maltherapie bei Tumorpatienten hat. Er
will zum Malen anleiten und dabei unterstützen, sich mit der eigenen schöpferischen Kraft zu beschäftigen. Seine Einstellung ist: „Malen öffnet das Herz. Malen schafft eine Verbindung vom
Herzen bis in die Hände und öffnet die Seele. Malen hilft, sich im Leben zu orientieren, und kann bei der Gesundung hilfreich sein.“
Vor einigen Jahren habe ich einmal einen Aquarell-Malkurs besucht, weil mich die Beschäftigung mit Farben
interessiert. Eine künstlerische Begabung habe ich nicht. Doch dieses Angebot hat mich mit meinen 54 Jahren und nach zwei Brustkrebsoperationen interessiert.
Ein großer, heller Raum mit vielen Einzelarbeitsplätzen stand den etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an diesen Tagen
zur Verfügung und bot eine warme und freundliche Atmosphäre. Ebenfalls an diesem Wochenende hatte die
Fachklinik Hornheide für Besucher einen „Tag der offenen Tür“ eingerichtet. Ärzte und Fachpersonal stellten die Einrichtung vor und gaben Auskunft über Behandlungs- und Diagnosemethoden.
Jeder Teilnehmer am Workshop konnte die Zeit frei wählen und kommen und gehen, wie es ihm auskam. Alles, was
benötigt wurde, stand kostenlos zur Verfügung: Große Papierbögen, Stifte, Pastellkreide, Wachskreiden, Aquarellfarben, Acrylfarben, Klebebänder, Tücher, Schwämme, Obst zur Stärkung, alles war vorhanden. So ein
umfangreiches Angebot macht neugierig und reizt zum Ausprobieren.
Den Gefühlen Farben und Formen zuordnen, das ist gar nicht so leicht! Und doch haben es alle geschafft und dann die
unterschiedlichsten Bilder gemalt. Dabei konnten wir uns Zeit lassen. Wir mussten nichts leisten. Durch die großen Fenster hatten wir einen schönen Blick ins Grüne.
Mit Begeisterung und Freude habe ich einige Bilder mit den verschiedenen Materialien und Farben gemalt. Einfach
ausprobieren und malen. Das Ergebnis war nur für mich wichtig. Informativ und oftmals überraschend waren dann die kurzen Gespräche mit dem Leiter über die entstandenen Werke am Ende jeden Tages.
Ich muss schon sagen, es war eine ganz besondere Atmosphäre in diesem Raum. Es wurde nie viel gesprochen,
und doch war eine starke Verbundenheit zu spüren. An diese drei Tage denke ich gern zurück und freue mich darüber, dass die Fachklinik Hornheide das Angebot im nächsten Jahr wiederholen will.
Antonia Waning Zum Seitenanfang Zu “Das war 2003”
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