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Fachtagung des FrauenRat NW e.V. am 29. März 2003 in Bochum
„Auf dem Weg zur mündigen Patientin – In Eigenverantwortung Rechte wahrnehmen“ so lautete das Motto des FrauenRat NW e.V.
in der Ev. Stadtakademie in Bochum, zu der MUT zum „Runden Tisch“ zusammen mit anderen V ereinen und Selbsthilfegruppen eingeladen war. Diese Tagung war Teil einer Kampagne des FrauenRat NW zur
Frauengesundheit in NRW, die seit 1999 läuft. Insgesamt wurden bis dahin 6 verschiedene Themenbereiche behandelt, u.a. Brauchen Frauen Hormone?, Frauengesundheit weltweit, Frauen und Sucht.
Diese Fachtagung sollte Frauen Mut machen, ihre Gesundheit und auch ihre
Krankheit eigenverantwortlich in die Hände zu nehmen. Das dazu notwendige Wissen über eine frauenspezifische Medizin wurde vermittelt. Die Rechte der Frauen als Patientinnen und ihre Umsetzung wurden diskutiert.
Frau Dr. Monika Weber vom Internationalen Frauengesundheitszentrum für
Frauengesundheit in Bad Salzuflen referierte zum Thema „Gesundheit hat ein Geschlecht – Erkenntnisse der frauenspezifischen Gesundheitsforschung“. Es
schloss sich ein Streitgespräch zwischen Herrn Ulrich Neumann, Regierungsdirektor bei der AOK und Frau Dr. Patricia Aden an, die über „Patientenrechte - nur ein
Papiertiger?“ diskutierten. Nachmittags hatte ich als Vertreterin für MUT die Gelegenheit, am „Runden Tisch“ teilzunehmen. „Heraus aus der Hilflosigkeit –
Eigenverantwortung stärken“ so lautete das Thema. Vereine und Selbsthilfegruppen hatten hier die Gelegenheit,
ihre Ziele und Angebote vorzutragen und Tipps zur Bewältigung der Probleme zu geben. Vertreten war die Dt.
Multiple Sklerose Ges., der Deutsche Diabetikerverband, die Deutsche Rheuma Liga, die Parkinsongruppe, die Pro-Retina-Gruppe und für den Brustkrebs MUT e.V.. Es war beeindruckend, zu sehen, wie die Frauen mit ihren
Krankheiten umgehen und oftmals aus Wut heraus angefangen haben, gegen die Krankheiten anzukämpfen. So wurde auch deutlich, dass es Sinn macht, sich in Gruppen zusammen zu schließen. Ein Gefühl der Solidarität
entstand, und es war für mich eine neue Erfahrung zu erkennen, wie gravierend und beeinträchtigend auch die anderen Erkrankungen sind.
Demnächst werden die Ergebnisse der Tagung vom FrauenRat NW in einer Dokumentation zusammengefasst und veröffentlicht.
Gisela Schneider Zum Seitenanfang Zu “Das war 2003”
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