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Mitglieder der Enquête-Kommission „Frauengerechte Gesundheitspolitik“ tagten in Münster
Ein positives Urteil gab die Delegation der Enquête-Kommission bei einer Visite am 9. Januar 2003 in Münster ab: „In Sachen Frauen und
Gesundheit“ ist Münster bereits seit Jahren sehr innovativ am Ball und geht mit gutem Beispiel voran.“
Unter Vorsitz von MdL Marianne Hürten (Bündnis 90/Die Grünen) informierte sich die Delegation im Gesundheitshaus an der Gasselstiege
über die Angebote zum Thema „Frauengesundheit“. Die Angebote dieser Einrichtung werden zu 70 Prozent von Frauen genutzt. Münsters Gesundheitsdezernentin Dr. Agnes Klein erklärte, dass dieses Netzwerk mit einer
Kooperation von kommunalen Stellen und freien Trägern in der Praxis gut funktioniere.
Das Interesse an einer „frauengerechten Gesundheitsversorgung“ ist durch den Jahresgesundheitsbericht 2000
geweckt worden. Hier achtete man auf die Differenzierung der Geschlechter, da Mann und Frau sich aus medizinischer Sicht nicht über einen Kamm scheren
lassen. Dabei wurde dann festgestellt dass es kaum geschlechterspezifische Daten und Statistiken gibt. Seit Dezember 2002 kümmert sich deshalb diese
Kommission speziell um gesundheitliche Belange von Frauen. Im Sommer 2004 wird sie einen Bericht mit landesweiter Bestandsaufnahme und den ermittelten
Defiziten vorlegen und gleichzeitig konkrete Handlungsempfehlungen an den Landtag, an die Forschung und die öffentlichen und kommunalen Stellen richten.
Bei der Tagung wurde das Thema unter ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten
diskutiert. Festgestellt wurde eine Menge deckungsgleicher Interessen von Kommune und Kommission. Referentinnen gaben den Besuchern Einblick in
zahlreiche frauenspezifische Angebote in Münster. Für MUT e.V. berichtete Gisela Schneider über die Arbeit des Vereins und die Anliegen betroffener Frauen.
Marianne Hürten war zuversichtlich, dass die Delegation gute Ideen für die
Arbeit auf Landesebene mit nach Düsseldorf nehmen könne. Gelobt wurde von ihr besonders das starke lokale Engagement in den Bereichen Brustkrebs, Medikamentierung sowie die besondere Berücksichtigung der Belange von
Migrantinnen und behinderten Frauen.
Antonia Waning
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