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Zu “Das war 2004”
3. Informationstag des Brustzentrums Münster am 13. November 2004 in der Aula des Schlosses in Münster
Er hat schon Tradition: Unter dem Motto „Früherkennung, Therapie und Nachsorge“ fand am 13. November 2004 in der Aula des Schlosses in Münster der 3. Informationstag des Brustzentrums Münster
für Betroffene, Angehörige und Interessierte statt. An diesem Tag wurden wieder viele interessante Vorträge und Informationen für Patientinnen geboten, die an Brustkrebs erkrankt sind. Vor dem Hintergrund der immer
älter werdenden Gesellschaft steigt die Zahl der bösartigen Brusterkrankungen in Deutschland jährlich an. Welche vorbeugenden Maßnahmen und aktuellen Therapiestrategien bieten sich an? Wie sehen die unterstützenden
Maßnahmen nach der Therapie aus? Welche Untersuchungen müssen im Rahmen der Nachsorge unbedingt durchgeführt werden?
D as sind nur einige Themen aus einem großen Spektrum, das am Patientinnentag behandelt wurde. Nach der Begrüßung und
der Einleitung in das Thema durch Herrn Prof. Ludwig Kiesel referierte Frau Dr. Welling über „Familiärer Brustkrebs; Erkrankungs- und genetisches Risiko“. Herr Prof. Dr.
Böcker schloss sich mit einem Vortrag über „Vorläuferformen und Karzinoma in situ“ an. Frau Dr. Weigel ging auf die „Bildgebende Früherkennung des Mammakarzinoms“ ein.
„Minimal belastende präoperative Abklärungsverfahren durch Stanzbiopsie und Mammotome“ waren die Themen von Frau Dr. Tio und Frau Dr. Fallenberg. Auf
„Moderne Therapieverfahren (operativ, radiologisch, immun-, chemo- und hormontherapeutisch)“ gingen die Herren Prof. Kiesel, PD Dr. Schuck und Dr. Rensing
ein. Anschließend schloss sich eine rege Frage- und Diskussionsrunde an. Hier wurde deutlich, dass es sich bei den Zuhörerinnen um aufgeklärte Patientinnen handelte.
Nach der Mittagspause referierte Herr Dr. Rensing über „Nachsorge – was muss und was sollte gemacht werden?“. Die Dipl.
-Theologin Petra Jebali behandelte die „Besonderen Aspekte der Krankheitsverarbeitung“. Frau Dr. Bönninghaus-John stellte
die Frage „Heilung durch Rehabilitation?“. Als besonderer Service schlossen sich Expertenrunden an, die in Kleingruppen auf besondere Fragen der Patientinnen eingingen.
Wir von MUT waren eingeladen, im Foyer einen Info-Stand aufzubauen. Das haben wir gerne gemacht. Dabei hatten wir
Gelegenheit, mit den betroffenen Frauen ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung war gut besucht. Es waren auch viele
Mitgliedsfrauen aus unserem Verein gekommen, die das Angebot des Brustzentrums Münster gerne angenommen haben, um
sich über die aktuellen Therapiestrategien zu informieren. Es fand ein reger Gedankenaustausch statt. Das Thema Brustkrebs wurde einmal mehr aus der Tabuzone geholt.
Solche Patientinnentage sind wichtig und sollten regelmäßig einmal im Jahr angeboten werden. Sie helfen den betroffenen Frauen, sich zu Expertinnen ihrer Krankheit entwickeln zu können.
Gisela Schneider Zum Seitenanfang
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