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Brustkrebs-Informationstag am 10. November 2002 in Hamm
An diesem Sonntagmorgen fuhren Helga Arnold und ich zum Öko-Zentrum Hamm. Hier fand ein Brustkrebs- Informationstag als gemeinsame Veranstaltung vom Brustzentrum Hamm, mit dem Onkologischen Schwerpunkt
Hamm in Zusammenarbeit mit regionalen Selbsthilfegruppen, der Krebsgesellschaft und dem Westdeutschem Brust-Centrum statt. Ganz herzlich begrüßte uns Frau Dr. Strunk, Ärztin und
Psychotherapeutin der St. Barbara-Klinik Hamm und Herr Poetsch vom Westdeutschen Brust-Centrum. Sie waren an diesem Tag Ansprechpartner für alle und alles. Wir schätzen, dass etwa 250 Besucher an diesem Tag die
Veranstaltung besucht haben, um sich zu informieren, was Innovation in der Diagnose – Behandlung – Nachsorge des Brustkrebses ist.
Für unseren Infostand hatten wir 2 Tische und eine Standtafel zur Verfügung. Und mit unseren traditionell
gelben Tischdecken, der Blume und einer Schale mit Äpfeln sah der Infotisch ganz ansprechend aus. So konnten wir unsere Informationen gut präsentieren. Auch das Poster zum Aktionsmonat Brustkrebs, das uns die
Künstlerin Jutta Becker-Bray zur Verfügung gestellt hat, war ein Blickfang und fand viel Beachtung. Nach vielen
Gesprächen mit Betroffenen hatten wir am Schluss der Veranstaltung von unserem Infomaterial fast nichts mehr übrig. Die Mitarbeiter im ärztlichen Bereich interessierten sich besonders für die Auswertung unserer
Patientinnenbefragung. Und einmal bekamen wir allgemeine Aufmerksamkeit. Eine Frau fragte nach einem Vortrag
den Referenten: „Sie haben vorhin von MUT gesprochen, wer oder was ist das denn?“ Da sagte dieser Referent
ganz fröhlich, da habe er etwa 35 Minuten Wissensvorsprung vor ihr. MUT, das sei dieser Stand dort hinten neben
der Plakatwand mit den großen rosa Schleifen, eine Gruppe, ein Verein aus Münster, der sich für betroffene Frauen
stark macht. Und es sei wirklich erstaunlich, was die alles leisten. Er empfahl allen, sich gleich mal dort zu informieren.
Schon bei unserer Ankunft war uns eine große, mit einem Netz umspannte Tafel im Raum aufgefallen. Zu Beginn
der Veranstaltung wurde erklärt, was es damit auf sich hat. Frauen der Selbsthilfegruppe würden alle 11 Minuten
eine große rosa Schleife an dieser Tafel anheften, weil in Deutschland alle 11 Minuten eine Frau die Diagnose
Brustkrebs erhält. Im Laufe des Tages fiel unser Blick immer wieder auf diese Tafel und am Ende der Veranstaltung ware n wir wirklich betroffen, die Tafel war voller Schleifen!
Unserem Stand gegenüber informierte die Selbsthilfegruppe „Mama mia“
– Leben mit Brustkrebs - über ein ergänzendes Therapie-Angebot im Rahmen des psycho-onkologischen Projektes der Frauenklinik St. Barbara-Klinik Hamm. Bei 10 Treffen von jeweils 2 Stunden Dauer ist
unter dem Motto „Fitness & Wellness“ Bewegung und Entspannung für Körper, Seele und Geist angesagt.
Gleich nebenan machte ein Künstler das Angebot: „Mischen Sie sich ein
!“. Zwei große Leinwände waren vorbereitet, Pinsel und Farben lagen bereit, damit die Besucher kreativ werden konnten.
Am nächsten Stand waren Märchenbücher ausgelegt. Es gibt ein Angebot mit regelmäßigen Märchenlesungen und anschließendem
Gespräch. Eine Information über die heilende Kraft der Märchen fand unser Interesse. Sie passt zu unserem Adventsabend mit Märchenlesung am 4. Dezember um 19 Uhr im Haus Meinolf.
Einzupacken hatten wir am Ende des Abends nicht mehr viel. Mit herzlichen Grüßen und dem Wunsch nach weiterer Zusammenarbeit machten wir uns gegen 19 Uhr auf den Heimweg.
Antonia Waning
Zu “Das war 2002”
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