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MUT e.V. auf der Verbrauchermesse in der Halle Münsterland vom 30. Oktober bis 03. November 2002
Ende August 2002 erhielt MUT e.V. Post vom Frauenbüro der Stadt Münster mit der Anfrage, ob wir uns zu sammen mit anderen Gruppen, Vereinen, Beratungsstellen und Initiativen aus Münster auf der Verbrauchermesse
in der Halle Münsterland präsentieren wollen. Wir Vorstandsfrauen haben sofort zugesagt, weil wir hier eine Chance für unseren Verein sahen, mit dem Thema Brustkrebs an die Öffentlichkeit zu gehen.
Nach einigen Vorgesprächen unter der Koordination des Frauenbüros stand für uns schnell fest, dass wir einen Info-Stand alleine
betreuen wollten. Die Vorbereitungen liefen von da an auf Hochtouren. Uns standen 12 qm Fläche an einer Laufschneise in der Halle Nord zur Verfügung. Wir schleppten 2 Tapeziertische, Stühle, Staffelei, unsere
Standtafel, die neuen Poster, unseren Namenszug und viel Krimskrams zur Dekoration an. Auch unser drehbarer „Turm“ für den Tisch kam gut zur Geltung. Ein paar Schwie-rigkeiten tauchten noch auf
bei der Bestückung der Hinter-wand, weil nicht die richtige Befestigung zur Verfügung stand. Aber auch diese kleine Hürde wurde genommen. Natürlich durften auch der Apfelkorb und die Lebkuchenplätzchen nicht fehlen.
Organisatorisch lief alles bestens. Acht Mitgliedsfrauen waren bereit, bei der Standbetreuung mitzumachen, denn es waren fünf ganze Tage zu bewältigen.
Das Thema für die Halle Nord lautete „Wellness, Körper, Geist“. Unter diesem Motto haben sich insgesamt ca. 50
Frauengruppen präsentiert. In der Mitte war der Stand des Frauenbüros mit einer kleinen Marktplatzatmosphäre
angesiedelt. Eine Künstlerin lud zum „Malen nach Zahlen“ für einen guten Zweck ein. Das Bild ist gut gelungen und
wurde am 25.11.2002 versteigert. Die Frauen aus Münster boten auch ein Programm an, das leider wegen der ungünstigen Raumlage nicht gut angenommen wurde. Aber es gab Modenschauen, Schminkberatung,
Wellnessangebote und vieles andere mehr. 
Wir hatten an unserem Stand alle Hände voll zu tun. Jede zweite Frau, die zu uns kam, stutzte beim Blick auf
unsere Poster, die zum Hinschauen zwangen. Im Gespräch stellte sich dann oftmals heraus, dass sie entweder selbst betroffen waren oder jemanden in der Familie oder im Bekanntenkreis hatten, die an Brustkrebs
erkrankt war. Sie hatten nicht damit gerechnet, auf einer Verbrauchermesse mit der Krankheit konfrontiert zu werden. Es bestand Einig-keit darüber, dass in dieser
Hinsicht immer noch viel zu wenig getan wird und unsere Arbeit beson-ders wichtig sei. Es war auch gut zu wissen, dass unter den Passantinnen einige Frauen waren, deren
Erkrankung schon längere Zeit zurücklag und die keine Beschwerden mehr hatten.
Als die fünf Tage um waren, haben wir dann doch die Anspannung durch die vielen Gespräche und die Müdigkeit
durch langes Stehen gespürt. Das Abbauen des Standes ging dann relativ flott. Wir haben zwischenzeitlich schon eine gute Routine entwickelt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir mit dem Ergebnis gut zufrieden waren. Auch die Frauen an den
anderen Ständen haben uns MUT zum Weitermachen gegeben.
Gisela Schneider
Zu “Das war 2002”
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