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 Bearbeitung:
 Martin Schneider

MZ 25042002

Ziel: Bessere Koordination        (MZ 25.04.2002)

 Gestern fand die Gründungsveranstaltung für das „Brustzentrum Münster“ statt

 MÜNSTER . Eine große Hörerschaft kam gestern zur Gründungsveranstaltung „Brustzentrum Münster“ im Hörsaal L 10 des Zentralklinikums zusammen.

 Hauptanliegen der Gründung ist es vor allem, alle in die Brustkrebs-Behandlung eingebundenen Fachdisziplinen des Klinikums noch enger als bisher untereinander und mit den ambulant tätigen Ärzten kooperieren zu lassen. Zudem sollen mit der Gründung des „Brustzentrums“ an der Universitätsklinik etablierte Vorgehensweisen in Diagnostik und Therapie gebündelt und neue Wege effizient beschritten werden, um so den Patientinnen eine optimale Betreuung zukommen zu lassen.

 Auch Helmut Lambrecht, Kaufmännischer Direktor des UKM, freut sich über die Gründung des „Brustzentrums Münster“: ,, Eine koordinierte Arbeit eines Brustzentrums kann nur in einer Uni-Klinik erfolgen, und ich erhoffe mir auch eine finanzielle Hilfe vom zuständigen Ministerium für das Brustzentrum.“

 Wenn man sich vorstellt, dass jährlich in Deutschland rund 45000 Frauen an Brustkrebs erkranken, so kommt diese Initiative mit der Gründung des „Brustzentrums“ gerade recht. Denn sowohl bei der Diagnostik als auch bei der Therapie dieser nach wie vor häufigsten Krebserkrankung bei Frauen konnten in den vergangenen Jahren große Fortschritte erzielt werden.

 Neben der unmittelbar in die Versorgung der Patientinnen einbezogene Kliniken und

Institute, wie vor allem Frauenklinik, Radiologie, Strahlentherapie und andere Institute, sind auch zahlreiche weitere medizinische Fachdisziplinen und Institutionen am „Brustzentrum Münster“ beteiligt. Kooperationspartner sind ferner das Tumorzentrum Münsterland und das Krebsregister für den Regierungsbezirk Münster.

 Wichtig ist den am Brustzentrum mitwirkenden Medizinern aber auch die psychologische Seite der Erkrankung. Um den Diagnose-Schock zu verkraften, mit der Krankheit leben zu lernen beziehungsweise sie zu verarbeiten, vermitteln die Arzte eine Betreuung durch Psychologen und eine Unterstützung durch Selbsthilfegruppen.  AOZ

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